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Eine neue Geschichte des Lebens Wie Katastrophen den Lauf der Evolution bestimmt haben

Kundenrezensionen (3)

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04661-1

Erschienen: 19.09.2016
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Das neueste Wissen über die Entwicklung des Lebens auf der Erde

Eine neue Geschichte des Lebens vereint erstmals die erst in den letzten Jahrzehnten gewonnenen Erkenntnisse verschiedener Fächer von der Geologie über Paläontologie, Geo- und Astrobiologie, Physik, Chemie bis zur Genetik, Zoologie und Botanik in einer großen, umfassenden Erzählung – und schreibt in entscheidenden Punkten die bisherige Darstellung der Evolution des Lebendigen auf der Erde um. Nach Darwin waren wir davon ausgegangen, dass sich die Veränderungen eher gleichförmig und allmählich vollzogen, aber der jetzt mögliche Blick in die Erdgeschichte zeigt, dass die Entwicklung stärker durch Katastrophen geprägt wurde und zwar nicht nur solche, die Meteoriteneinschläge von außen verursachten. Peter Ward und Joe Kirschvink schildern das spannende Zusammenspiel von Lebewesen und Ökosystemen, von Atmosphäre und Klima, das mehrmals im Lauf der Evolution dazu führte, dass sich die Bedingungen auf der Erde gravierend veränderten und Lebensformen massenhaft ausstarben. Sie geben einen faszinierenden Einblick in die seit 4,6 Milliarden Jahren dauernde Geschichte des Lebens und zeigen zugleich, wie fragil unsere heutige Lebenswelt ist.

"Wie Katastrophen die Evolution bestimmt haben" - deutschlandfunk.de

»Kirschvink ist ein meisterhafter Schmied kühner Theorien (...). Und in der Tat liefern sie [die Autoren] eine Erdgeschichte, die so noch nie erzählt worden ist.«

DER SPIEGEL (22.10.2016)

Peter Ward, geboren 1949, ist ein renommierter Paläontologe und Professor für Biologie, Geo- und Weltraumwissenschaften an der Universität von Washington. In der Vergangenheit lehrte und forschte er bereits am NASA-Institut für Astrobiologie und am Institute of Technology in Kalifornien. Er ist Autor zahlreicher viel gelobter und ausgezeichneter populärwissenschaftlicher Bücher.

Joe Kirschvink, geboren 1953, ist Professor für Geobiologie am Institute of Technology in Kalifornien. Internationale Bekanntheit erlangte er insbesondere mit seiner Hypothese vom „Schneeball Erde“. Gemeinsam mit Peter Ward betreibt er seit vielen Jahren intensiv Forschung zur Erdgeschichte.

»Kirschvink ist ein meisterhafter Schmied kühner Theorien (...). Und in der Tat liefern sie [die Autoren] eine Erdgeschichte, die so noch nie erzählt worden ist.«

DER SPIEGEL (22.10.2016)

»Es sind immer wieder beeindruckende und faszinierende Erkenntnisse, die Peter Ward und Joe Kirschvink über die Geschichte der Evolution ausbreiten.«

Deutschlandradio Kultur (02.11.2016)

»Es ist ein Buch, an dem sich der Leser reiben kann. (...) In der Auseinandersetzung mit den Ideen der Autoren liegt einer der Reize dieses Buches.«

Deutschlandfunk (23.10.2016)

»Ein äußerst informatives Buch zweier ausgesprochener Experten, das mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Evolution des Lebens beeindruckt.«

Spektrum der Wissenschaft (08.11.2016)

»Man staunt, wie exotisch und wie anders das Leben auf unserer Erde früher war.«

bild der wissenschaft (21.03.2017)

Aus dem Englischen von Sebastian Vogel
Originaltitel: A New History of Life
Originalverlag: Bloomsbury Publishing

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 544 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
mit Abbildungen

ISBN: 978-3-421-04661-1

€ 29,99 [D] | € 30,90 [A] | CHF 39,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Sachbuch

Erschienen: 19.09.2016

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Ein Feuerwerk an Wissen

Von: Belana Hermine Datum: 02.12.2016

belanahermine.wordpress.com

Inhalt

Wie fing das Leben auf der Erde an? Wie sah das erste Leben überhaupt aus? Wie entwickelten sich daraus Pflanzen, Tiere und der Mensch? Warum starben Lebewesen aus, warum entwickelten sich neue?

Diese Fragen werden auf einer Reise durch die Zeit beginnend vor 4,6 Milliarden Jahren bis in die Jetztzeit Schritt für Schritt beantwortet. Es wird aufgezeigt, welche Bedingungen laut neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse zu welchen Entwicklungen geführt haben. Dabei wird immer wieder erklärt, auf welchen Wegen die Wissenschaft zu diesen Erkenntnissen gekommen ist. Auch Diskussionen unter den Wissenschaftlern werden nachvollzogen.

Mit einem Blick in die Zukunft der Erde und ihrer Lebewesen, der aus den Erkenntnissen aus der bisherigen Entwicklung abgeleitet wird, endet dieser höchst interessante Rundgang.

Subjektive Eindrücke

Biologie mochte ich in der Schule ganz gern. Wie sich alles so entwickelt haben mochte, hat mich sehr interessiert. Auch mit den Lehren von Darwin hatte ich mich schon befasst. Das war auch gut so. Ich weiß nicht, ob ich dem Buch hätte sonst gut folgen können. Es werden recht viele Fachbegriffe verwendet, was sich wohl in einem solchen Buch nicht ganz vermeiden lässt. Die spannenden Erläuterungen, wie die Erkenntnisse gewonnen werden können, setzen gewisse Grundkenntnisse in Biologie, Chemie ggf. auch Geologie voraus.

Entsetzt musste ich feststellen, dass sich seit meiner Schulzeit, die ja doch ein paar Jährchen zurückliegt, nicht nur das Wissen erweitert hatte, sondern dass Teile dessen, was ich in der Schule gelernt hatte, bereits widerlegt waren. Man lernt also nie aus.

Besonders faszinierend fand ich die Erläuterung der Ereignisse, die zu Aussterbeperioden führten, die aber andererseits neue Entwicklungsschübe auslösten. Die meisten dieser Ereignisse hatten mit der Entwicklung der Erde als Himmelskörper zu tun. Das ließ natürlich auch gleich die Frage aufkommen, ob nicht die derzeitige Entwicklung nicht auch dadurch bedingt ist. Das wird einerseits im Buch bejaht, andererseits wird aber auch darauf hingewiesen, dass wir durch unser Agieren diese Prozesse enorm beschleunigen. Dadurch bleibt den Anpassungen der Lebenwesen nicht genug Zeit, was die eigentliche große Gefahr ausmacht.

Ein zweiter Aspekt, der für mich besonders beeindruckend war, waren die Zeitperioden, innerhalb derer sich Entwicklungen vollziehen bzw. erst sichtbar auftreten. Es geht dabei um Zehntausende von Jahren. Unvorstellbar.

Fazit

Ein Feuerwerk an interessantem Wissen rund um die Entstehung und die Entwicklung von Leben auf der Erde. Vieles war neu, einiges widerlegte bereits Gewusstes. Ich habe viel gelernt und bin höchst fasziniert von den Wirkmechanismen. Es hat meine Hochachtung vor dem Gesamtgebilde deutlich verstärkt.

Ich danke dem Verlag für das Zur-Verfügung-Stellen des Rezensionsexemplars.

Evolution durch Klimakatastrophen

Von: Petra Wiemann Datum: 18.10.2016

Beim größten Massenaussterben aller Zeiten, an der Schwelle vom Perm zur Trias, starben 90 % aller Arten aus. Dieses Ereignis war geprägt von Sauerstoffmangel, viel Kohlendioxid in der Atmosphäre, einer hohen Konzentration von Schwefelwasserstoff in den Ozeanen, 40 Grad Wassertemperatur und 60 Grad Hitze an Land! In der Folge kam es zu einer explosionsartigen Entwicklung neuer Arten mit neuen Körperbauplänen.
Für die amerikanischen Naturwissenschaftler Peter Ward und Joe Kirschvink steht fest: Katastrophen wie diese waren der wichtigste Faktor bei der Entwicklung des Lebens. Ihr Buch Eine neue Geschichte des Lebens ist ein interdisziplinärer Überblick über die gesamte Geschichte des irdischen Lebens, mit dem sie an Richard Forteys Buch Leben – Eine Biographie. Die ersten vier Milliarden Jahre anknüpfen – einem populärwissenschaftlichen Bestseller, der vor 20 Jahren erschienen ist. Dabei geht es den Autoren vor allem um das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Stoffkreisläufe und die Konsequenzen für die Lebensformen auf der Erde.

Wissensquellen

Das Spezialgebiet von Peter Ward, Professor für Biologie, Geo- und Weltraumwissenschaften an der Universität von Washington, ist die Paläobiologie. Joe Kirschvink ist Professor für die interdisziplinär arbeitende Geobiologie am Institute of Technology in Kalifornien. In ihrem Buch verarbeiten die Autoren eigene und fremde Forschungsergebnisse der letzten beiden Jahrzehnte. Disziplinen wie die Genetik, Chemie, Biochemie und die Botanik arbeiten heute enger mit den Paläontologen zusammen als zu Forteys Zeiten. Neue Fossilienfundstellen haben dazu beigetragen, das Wissen über die erdgeschichtliche Entwicklung zu erweitern.

Sauerstoff, Kohlendioxid und Temperaturschwankungen

Darwins Vorstellung von einer allmählichen Evolution des Lebens verliert durch die neuen Erkenntnisse an Bedeutung. Ward und Kirschvink betonen demgegenüber den Einfluss von Katastrophen. So kam es im Laufe der Erdgeschichte immer wieder zu plötzlichen Klimaveränderungen. Die Konzentration von Sauerstoff und Kohlendioxid in der Atmosphäre und den Meeren schwankte sehr stark. In Phasen hoher CO2-Konzentration litt der Planet unter einem massiven Treibhauseffekt. Doch es gab auch Zeiten der Vergletscherung, für die Joe Kirschvink den Begriff Schneeball-Erde prägte. Diese heftigen Schwankungen in den Stoffkreisläufen hatten gravierende Auswirkungen. Sie krempelten ganze Ökosysteme um und forderten eine schnelle Anpassung der Überlebenden. Arten, denen das nicht gelang, starben aus.

Massenaussterben und beschleunigte Evolution

Neben den sogenannten Big Five, den fünf großen Massenaussterben, bei denen mehr als die Hälfte der Arten ausstarben, machen die Autoren fünf weitere dramatische Ereignisse aus. Die Ursachen sind bis heute nicht aufgeklärt. Nur wenige davon lassen sich eindeutig auf Vulkanismus oder den Einschlag von Asteroiden zurückführen. Die Autoren zeigen detailliert die unterschiedlichen Konsequenzen für das Leben im Meer und an Land. Nach jedem Massenaussterben erholte sich das Leben wieder. Die biologische Vielfalt stieg explosionsartig an mit weiterentwickelten Arten und neuen Körperbauplänen. Die im Buch geschilderten Entwicklungen der Skelette, der Blätter oder der Atmungsorgane sind faszinierend.

Schwächen des Buches

Leider hat dieses ambitionierte Werk auch einige Schwächen. So gibt es neben vielen flüssig erzählten Kapiteln, vor allem über eigene Forschungsprojekte, auch Passagen mit gebetsmühlenartigen Wiederholungen und sogar aufeinander folgende Absätze desselben Inhalts, leicht variiert. Für Irritation sorgt auch, dass die Autoren sich nicht auf die Zeiträume konzentrieren, die in den Kapitelüberschriften genannt wurden. Teils geriet die Chronologie völlig durcheinander, Fakten wurden an Fakten gereiht oder die klare Argumentationslinie fehlte. Auch der Hang der Autoren, ihre Beiträge zu Theorien oder Definitionen zu betonen, trübte das Lesevergnügen. Es hat sich dennoch gelohnt!

Fazit: Viele neue Einsichten!

Diese Neue Geschichte des Lebens bietet einen umfassenden Einblick in aktuelle Theorien und Erkenntnisse über die Evolution. Trotz der genannten Schwächen ein spannendes Buch, das den Zusammenhang zwischen klimabedingten Katastrophen und evolutionären Prozessen verdeutlicht.

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