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Einsam, na und? Von der Entdeckung eines Lebensgefühls

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-75490-8

Erschienen: 11.05.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Seien Sie doch mal einsam!

Einsam zu sein: gibt es das heutzutage überhaupt noch, wo sich doch jeder mit jedem in Windeseile verknüpfen und hemmungslos Informationen, Gefühlszustände, Ärgernisse und Lustigkeiten austauschen kann? Natürlich gibt es die Einsamkeit noch, und manch einen mag das Gefühl beschleichen, dass sie in Zeiten allgegenwärtiger Vernetzung eher größer als kleiner geworden ist. Aber ist das immer wirklich so schlimm? Wenn man sich ein wenig einsam fühlt? Bietet sie nicht manchmal sogar eine bitter notwendige Atempause? Max Dorner lädt uns ein auf eine ehrliche, amüsante und gleichzeitig schonungslose Expedition zu den schillernden Variationen der Einsamkeit in unserem Alltag. Und unternimmt die Ehrenrettung eines maßlos unterschätzten Lebensgefühls.

Maximilian Dorner (Autor)

Maximilian Dorner, geboren 1973 in München, studierte Dramaturgie an der Bayerischen Theaterakademie und ist seitdem als Autor, Regisseur und Literaturlektor tätig. 2006 wurde bei ihm eine unheilbare Nervenkrankheit diagnostiziert. Diese Erfahrung beschrieb er in dem sehr erfolgreichen Buch „Mein Dämon ist ein Stubenhocker“. Maximilian Dorner lebt in München.

www.maxdorner.de

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-442-75490-8

€ 17,99 [D] | € 18,50 [A] | CHF 24,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 11.05.2015

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„Laß uns doch mal was zusammen machen, wenigstens im Urlaub!“.

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 18.06.2015

www.rezensions-seite.de

„Laß uns doch mal was zusammen machen, wenigstens im Urlaub!“.

So die Hoffnung einer Touristin an ihre Kinder gewandt. Die nicht erhört wird und deren Enttäuschung deutlich sich in den Gesichtszügen der Frau widerspiegelt.

„Verbunden sein“, „In Connection“, direkt, über WiFi, irgendwie, das ist ein starker Drang, davon weiß nicht erst Maximilian Dörner zu berichten. Eine der größten Ängste der Menschen seit Anbeginn der Zeit ist es, „aus der Gruppe herauszufallen“, über Jahrhunderte damit verbunden, dem Tode geweiht zu sein.

„Alleinsein“, das geht, für eine Weile (scheinbar aber in der gegenwärtigen Epoche kaum mehr für länger als ein paar Minuten), „Einsamkeit“ aber, dass ist „die“ Drohung, immer noch.

Und doch sind große Ideen, ganze Weltreligionen entstanden auf der Basis der Bereitschaft zur echten, zumindest zeitweisen Einsamkeit von Menschen.

Von dieser Seite her betrachtet, und das legt Dörner überzeugend, mit vielen praktischen Beispielen gewürzt und sehr flüssig in Ton und Tempo vor die Augen des Lesers. Dass Einsamkeit nicht nur zu ertragen ist, sondern notwendig zum Auffüllen der inneren Batterien, zur Vergewisserung der eigenen Person und des eigenen Weges, zur ruhigen Betrachtung der Ereignisse im Leben, der eigenen Ziele. Immer wieder.

„Dabei fordert Einsamkeit vor allem eins: Zeit“. Ein rares Gut in der Gegenwart und vielleicht ist daher erklärbar, warum so viel „gemacht!“ wird aber vielleicht nicht genug vorher „bedacht“ wird.

„Wenn bisher auf Einsamkeit geblickt wurde, dann von möglichst weit weg“. Dies zu ändern, näher heran zu gehen, sich diesem Gefühl und Zustand zumindest zeitweise zu stellen (zu viel oder nur Einsamkeit ist auch nicht gut, das bestreitet Dörner nicht), darin kann ein immenser Gewinn, ein wichtiges Erleben für den Einzelnen liegen.

Auf dem Weg, Einsamkeit als auch stärkende Kraft zu erleben, an sich und anderen, schreitet Dörner auch in seinem persönlichen Leben die Momente der Einsamkeit ab, die „Vorfahren“ in der Familie, die „häßlichen Geschwister“ wie die unendliche Langeweile, die Einsamkeit im Beruf, durchaus auch in größeren Gruppen, einsam in der Partnerschaft, als Single und sogar im Verliebtsein.

Keine wissenschaftliche Untersuchung ist es, die Dörner abstrakt erzählt,, sondern seine eigenen Beobachtungen, seine eigenen Experimente, von der Meditationsgruppe bis zu Telefonseelsorge, von der Betrachtung echter Außenseiter bis zu der Erkenntnis, dass Leben immer auch „Einsamsein“ ist und mit sich bringt.. Aber auch, dass es immer eine Frage ist, aus welchen Augen man auf die Welt blickt. Vielleicht ist man an manchen Orten gar nicht so einsam, wie man glaubt und anderen einsamer, als man meinen mag.

Hier und da assoziativ, immer Persönlich, wobei man sich das ein oder andere Mal mehr zusammenfassende Betrachtungen, mehr Klarheit wünschen würde. Dennoch eine sehr interessante, sehr anregende Lektüre über einen Zustand, der im Alltag oft doch so lange weit weg geschoben wird, bis er nicht mehr verdeckt werden kann und dann nur noch unangenehme Fluchtreaktionen in jedwede Form äußerer Unterhaltung hervorruft.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

1001 Facette der Einsamkeit

Von: Belana Hermine Datum: 23.05.2017

belanahermine.wordpress.com

Inhalt

Einsamkeit, Alleinsein, Langeweile, zu sich selbst finden… 1001 Begriffe ranken sich um das Thema, das hier aufgegriffen und von verschiedenen Seiten beleuchtet wird.

Das Buch ist in 24 Kapitel gegliedert, die sich bemühen, jeweils einen Aspekt des Themas herauszugreifen, doch bleibt trotz allem eine gewisse Wirre zurück, die möglicherweise die tatsächliche Unschärfe des Begriffs Einsamkeit wiederspiegelt.

Immer wieder stehen die eigenen Eindrücke und Befindlichkeiten des Autors im Mittelpunkt, die gegen erfragte Meinungen von Freunden, Bekannten oder anderen wissenden Personen gestellt werden. So bleibt am Ende doch die Frage, wie viel Allgemeines über Einsamkeit hier zu lesen ist, oder ob es eine Auseinandersetzung mit der eigenen, ganz persönlichen Einsamkeit des Autors ist.

Dies ist wohl aber das letztendliche Fazit, das das Buch nahelegt: Jeder hat, lebt und erlebt seine Einsamkeit auf seine/ihre jeweils ganz individuelle Art und Weise.

Subjektive Eindrücke

In einem ersten Ansatz bin ich mit der „Sachbuchbrille“ an das Lesen des Buches herangegangen. Dafür war es mir dann einfach zu diffus und unstrukturiert, dem auch die Gliederung in die 24 Kapitel nicht abhelfen konnte.

Nach einer Weile wechselte ich also die Brille und setze die für individuelle Lebensgeschichten auf. Und siehe da, das Diffuse wandelte sich in den Ausdruck des Persönlichen und war in seiner Unstrukturiertheit plötzlich zu verstehen. Mit einigen Aspekten konnte ich nach wie vor nichts anfangen, andere erfassten mich direkt. Aber das ist wohl bei persönlichen Geschichten relativ normal.

Und so sagt dann das, was man aus dem Buch mitnimmt, eher etwas über den/die Leser/in aus als über den Autor. Dass das Buch aber überhaupt anregt, macht es zu einem grundsätzlichen guten Buch.

Fazit

Einsamkeit wird in unserer Gesellschaft wenig thematisiert. Gut, dass es hiermit jemand getan hat. Man erfährt aus den Augenwinkeln des Autors die vielen Facetten der Einsamkeit und kann sich dann sicherlich sein individuelles Bild der eigenen Einsamkeit zeichnen. Das kann recht aufschlussreich sein.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses zum Entdecken der eigenen Einsamkeit anregende Rezensionsexemplar.

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