Emilienne oder die Suche nach der perfekten Frau

Roman

(6)
Hardcover
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Liebe, Stil und Lässigkeit à la française - ein moderner Frauenroman von einer der aufregendsten Autorinnen Frankreichs

Für Emilienne ist ihre Nachbarin Julie das leuchtende Vorbild – all das, was sie, der nette Kumpeltyp, niemals sein wird: die perfekte Mutter, die perfekte Karrierefrau, die perfekte Ehefrau, die perfekte Gastgeberin… bis zum perfekten Zusammenbruch. An dem Tag beschließt Emilienne, dass es ihr mit all den an die Frauen herangetragenen Ansprüchen reicht. Gibt es das überhaupt, von dem alle sprechen und nach dem alle trachten: die perfekte Frau? Sie beschließt, sich auf die Suche zu machen.

Anne Berests neuer Roman ist ein gekonntes Spiel mit weiblichen Rollenbildern, Erwartungen und Tabubrüchen, lässig, sinnlich und sehr humorvoll.

»Nonchalant, sinnlich, humorvoll: Anne Berest spielt gekonnt mit den Rollenbildern.«

Migros-Magazin (CH) (06. Februar 2017)

Aus dem Französischen von Gaby Wurster
Originaltitel: Recherche femme parfaite
Originalverlag: Grasset & Fasquelle
Hardcover mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-8135-0732-4
Erschienen am  19. September 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Trifft den Nerv der Zeit

Von: Zeilentänzerin

13.01.2019

Emilienne oder die Suche nach der perfekten Frau ist ein Roman von Anne Berest aus dem Hause Knaus, erschienen im Jahr 2016. Darin beschreibt die Autorin, was es heisst, in der heutigen Gesellschaft eine perfekte Frau darzustellen, die gut aussieht, Karriere macht, frei von Zweifeln ist und ihr Familienleben immer im Griff hat. Beim genaueren Hinsehen wird schnell bewusst, dass es die „perfekte“ Frau so vielleicht gar nicht gibt. Emilienne ist mittleren Alters, hat einen Sohn mit dem sie in Paris lebt und arbeitet als Fotografin. Unter ihren Eltern, die Zeit ihres Lebens als Künstler tätig sind, fühlte sich Emilienne mehr als Requisit denn als geliebte Tochter. Die perfekt gestylten Mädchen aus ihrer Nachbarschaft haben Emilienne schon als Kind beeindruckt. Auch als Erwachsene freundet sie sich schnell mit der ebenso perfekt scheinenden Julie an, die mit ihrem Mann und ihrem Baby nebenan lebt. Augenscheinlich ist Julie immer modebewusst gekleidet, erfolgreich im Job, beliebt bei Freunden, nie schlecht gelaunt und bis ins letzte Detail durch organisiert. Als Julie nach einem Zusammenbruch in der Psychiatrie landet, bröckelt die Fassade. Die Diagnose: akuter postnataler Erschöpfungszustand, verursacht durch eigene überhohe Ansprüche und den inneren Druck, den diese auslösen. Für Julie wird schnell klar, dass dafür die Gesellschaft verantwortlich ist, die Frauen zu viel abverlangt, sie zu Sklavinnen macht und erwartet, dass diese sich zu Tode schuften. Nach Julies Einweisung und der niederschmetternden Diagnose, beginnt Emilienne sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und sucht fortan für ein Fotoprojekt die „perfekte Frau“. Wichtig ist für sie vor allem eins: Die perfekte Frau ist nur dann perfekt, wenn sie Schwächen hat. Emilienne lernt auf der Suche nach Fotomodellen spannende Frauen kennen, die allesamt beeindruckende Geschichte erzählen können. Darunter verbergen sich sowohl schöne, als auch zutiefst verstörende Erlebnisse. Zudem wird Emilienne bewusst, wie viel jede einzelne von ihnen von sich selbst erwartet und wie sehr sie darunter leiden, wenn sie versagen. Nach jeder Begegnung fragt sie die Frauen nach der für sie perfekten Frau, um diese anschließend ausfindig zu machen und abzulichten. Wichtig zu erwähnen ist, dass auch Emilienne selbst die für sie perfekte Frau trifft. Anne Berest trifft mit ihrer Geschichte ins Schwarze. Das Thema könnte aktueller nicht sein. Es fühlt sich wohl jede Frau angesprochen, wenn es darum geht, von Selbstzweifeln zerfressen zu werden, sich mit anderen zu vergleichen und dabei immer den Kürzeren zu ziehen. Eine wichtige Message des Buches ist definitiv, dass es keine makellosen Frauen gibt und das auch gut so ist. Ein Ideal ist ein Fantasieprodukt und irgendwie ja auch ziemlich langweilig. Der Blick der Autorin auf ihre Charaktere ist ernst, aber auch humor- und liebevoll. Die Geschichte lässt sich fließend lesen, sodass ich schnell in das Geschehene hinein finden konnte. Emilienne als Charakter konnte mich nicht immer überzeugen, was auch daran liegt, das Berest bzgl. Sexualität unschöne Formulierungen verwendet, die ich an einigen Stellen grob unangebracht finde. Insgesamt ist es eine Geschichte, die den Nerv der Zeit trifft, mit der sich viele Frauen identifizieren können und die nachdenklich macht.

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Leseliste für den Winter

Von: Rothaariges

21.11.2016

Leicht und wolkig ist dagegen „Emilienne“. Mit dem Roman spricht Anne Berest alle Frauen an, die ein Stück von dem französischen Charme abhaben und von den Künstlerinnen der Verführung lernen wollen. Frauen, die in Paris leben versprühen Nostalgie, sind belesen, wunderschön, charmant und haben einen trockenen Humor – nahezu perfekt. Was perfekte Frauen ausmacht, ob es sie überhaupt gibt und welche Ansprüche wir an uns selber haben, erzählt die Autorin anhand von Julie. Einer französischen Elfe, die Emilienne immer wieder neidisch erblassen lässt. Wunderbare Frauen-Lektüre!

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Vita

Anne Berest, geboren 1979, ist Journalistin und Mitautorin des internationalen Bestsellers "How to be Parisian wherever you are". Sie hat bereits zwei Romane sowie eine Biographie über Francoise Sagan veröffentlicht und gilt als eine der interessantesten Personen in der literarischen Szene Frankreichs. Im Knaus Verlag erschien bisher ihr Roman "Traurig bin ich schon lange nicht mehr".

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»(...) der wunderbar leicht und klug geschriebene Roman beginnt mit einem Nervenzusammenbruch, eben dem einer perfekten Französin«

Brigitte Woman (06. September 2016)

»Die Sache mit der französischen Leichtigkeit«

»In ihrem neuen Buch ‚Emilienne oder die Suche nach der perfekten Frau‘ thematisiert Berest nun – sehr amüsant! – die überzogenen Erwartungen an die perfekte Frau.«

ELLE (10. Oktober 2016)

»Amüsant, schlau und sehr französisch!«

»Unterhaltung mit Tiefgang«

Cosmopolitan (01. Februar 2017)

»Der Roman ist eine komödiantische Tour de France, ein Reigen unplanbarer Begegnungen. (…) Erzählt wird davon mit schöner Skrupellosigkeit und Sinn fürs selbstironisch Skurrile.«

Berliner Zeitung, Carmen Böker (14. Januar 2017)

»Eine Komödie in Form eines Reigens – wie gemacht für den nächsten französischen Sommerfilm.«

Augsburger Allgemeine, Stefanie Wirsching (14. Dezember 2016)

»En passant gelingen somit berührende biografische Vignetten, die durch den scharfzüngigen Ton der Ich-Erzählerin Emilienne pointiert und zugleich mit erfrischendem Humor zur Geltung kommen.«

WeiberDiwan - die feministische Rezensionszeitschrift (A)

»Auch ihr neues Buch gibt kluge Denkanstöße und ist gleichzeitig höchst unterhaltsam.«

»'Emilienne oder die Suche nach der perfekten Frau' von Anne Berest ist ein kluges Spiel mit weiblichen Rollenbildern.«

Münchner Merkur (19. November 2016)

»Leicht, ironisch und unterhaltsam.«

Bielefelder (02. Februar 2017)

Weitere Bücher der Autorin