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Engel sprechen Russisch Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04776-2

Erschienen:  25.09.2017
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"Mein russisch-deutsches Zahnpastaleben" - Von einem der auszog, das Glück zu finden

»Wie Zahnpasta bestehe ich aus drei Schichten: zehn Jahre sowjetische Kindheit, zehn Jahre wilder russischer Kapitalismus, zehn Jahre Westdeutschland. Rot, blau, weiß - mein russisch-deutsches Zahnpastaleben.«

Mitja hat schon drei Leben hinter sich. Er will endlich mal irgendwo ankommen. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn das Scheitern in den Genen liegt: Die Babuschka schaffte es statt nach St. Petersburg nur bis zu einem Vorort an der Bahnstation »125 Kilometer«. Der Großvater, einst stolzer Seemann, verkauft nach dem Zerfall der Sowjetunion Pullover von der Motorhaube seines Ladas. Der Vater, ein bärenstarker Mann, greift nach dem Verlust seines Jobs immer öfter zur Flasche. Deutschland erscheint für Mitja und seine Mutter wie das gelobte Land - werden sie dort endlich Wurzeln schlagen können und ihr Glück finden?

Mitja Vachedin zeichnet ein Leben nach, in dem die Hoffnung auf Besserung zuverlässig von den Launen des Schicksals durchkreuzt wird, und findet zwischen Traum und Alltagsrealität immer wieder einen Zauber im ansonsten selten zauberhaften Alltag.

»Dieser Roman ist weit mehr: Er verbindet an sich banale Alltäglichkeit gekonnt mit brillanter Erzähltechnik und verwebt dabei hintergründige Nachdenklichkeit leichtfüssig mit Amüsement.«

Radio SRF 2 Kultur, Felix Münger (18.12.2017)

Mitja Vachedin (Autor)

Mitja Vachedin wurde 1982 im damaligen Leningrad geboren. Nach einer Ausbildung zum Bierbrauer ging er nach Deutschland, wo er Politikwissenschaft, Slawistik und Drehbuchschreiben studierte. Er arbeitet heute als Redakteur bei der Deutschen Welle in Bonn und schreibt Prosa, Gedichte und Drehbücher. 2007 wurde er mit dem russischen Literaturpreis »Debüt« ausgezeichnet und 2012 mit der »Russischen Prämie«, dem bedeutendsten Literaturpreis der Russischen Föderation für Autoren, die auf Russisch im Ausland schreiben. 2015 war er Stipendiat des Literaturkurses in Klagenfurt. »Engel sprechen Russisch« ist der erste Roman, den er auf Deutsch geschrieben hat.

»Dieser Roman ist weit mehr: Er verbindet an sich banale Alltäglichkeit gekonnt mit brillanter Erzähltechnik und verwebt dabei hintergründige Nachdenklichkeit leichtfüssig mit Amüsement.«

Radio SRF 2 Kultur, Felix Münger (18.12.2017)

»In komischen, melancholischen, oft unerwarteten Sprachbildern schildert Vachedin die Absurditäten und Zufälle des Alltags: lyrisch-knapp auf den Punkt formuliert, liest sich der Text wie eine zarte Liebeserklärung an Russland und an Deutschland. ... Der erste Roman, den Vachedin auf Deutsch geschrieben hat – großartig!«

WDR 5, Literaturmagazin Bücher, Andrea Lieblang (09.12.2017)

»Denn Vachedin kann eines außerordentlich gut: mit der Sprache Bilder zeichnen, die im Kopf des Lesers sofort aufscheinen. ... Auch aneinandergereihte Bilder, die man sich während der Lektüre zusammensammelt, ergeben eine Geschichte, eine Biografie, die nicht zuletzt auch das deutsch-russische Verhältnis jenseits von Politik, Wirtschaft und Historie auf das Wichtigste herunterbricht: das Menschliche.«

Moskauer Deutsche Zeitung, Dennis Grabowsky (09.11.2017)

»Ein einfühlsamer Roman, der durch seine realitätsnahe Erzählweise universell wird und dem Leser das Gefühl gibt, alles hautnah mitzuerleben. Zu empfehlen.«

St. Michaelsbund, Clara Schott (06.12.2017)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 224 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-421-04776-2

€ 18,00 [D] | € 18,50 [A] | CHF 25,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

Erschienen:  25.09.2017

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Mitja Vachedin – Engel sprechen Russisch

Von: Read Ost Datum: 30.05.2018

read-ost.com

Mitja Vachedin ist ein zweisprachiger Autor – russisch und deutsch. „Engel sprechen Russisch“ ist sein erstes Buch in deutscher Sprache. Zuvor veröffentlichte er auf Russisch und wurde im russischsprachigen Raum gelesen und mit Preisen ausgezeichnet. Der autobiografisch gefärbte Roman kreist um den Haupthelden Mitja, der gemeinsam mit seiner Mutter in Deutschland neues Leben aufzubauen versucht. In Russland hatte er kein einfaches Leben – Vater mit Alkoholproblemen, finanzielle Not in der Familie, die nach dem Zerfall von Sowjetunion seine Familie sowie viele andere Familien betrifft. Es scheint so, dass die stete Wandlung ein fester Teil seiner Identität wäre. Zunächst die Sowjetzeit, dann die dunklen Jahre der Perestroika und schließlich die Auswanderung nach Deutschland prägen ihn maßgebend: „Genau wie die Zahnpasta aus der Fernsehwerbung bestehe ich aus drei Schichten: zehn Jahre sowjetische Kindheit, zehn Jahre wilder russischer Kapitalismus, zehn Jahre gemütliches Westdeutschland.“ Berlin ist allerdings der Ort, der alle drei Schichten miteinander zu verbinden vermag.

Mitja Vachedin erzählt in einer humorvollen, teilweise melancholischen – beeindruckend schildert er die Figur seines Großvaters Wassily Vachedin, der als Seemann vom Beruf einen Anker auf seinem eingenen Grabstein legen wollte – und dynamischen Sprache von einem Leben zwischen den Kulturen und deren Rändern. Eine Geschichte für die globalisierte Weltordnung, in der Menschen nicht mit fest definierten Identitäten ausgestattet sind, sondern sich vielmehr als Weltbürger verstehen.

„Wir Russen kaufen keine Weihnachtsbäume, denn unsere Feiertage beginnen erst, wenn die Deutschen schon genug haben. Sie schmeißen ihre Weihnachtsbäume weg, wir schnappen sie uns: Das Neujahrsfest und russische Weihnachten kommen erst noch.“

Engel sprechen Russisch

Von: Jade Datum: 20.05.2018

https://www.jadenight.net/impressum/

Gleich der Einstieg in das Buch gelang mir mühelos und ich fand mich sehr schnell in Mitjas Welt wieder. Mitja Vachedin beschreibt hier schonungslos, aber mit sehr viel Humor und Witz sein Leben in der Sowjetunion, im russischen Kapitalismus und in Westdeutschland. Diese Beschreibung gleicht jedoch eher einer Erzählung und es wirkt, als würde der Autor den Leser als Freund sehen und ihm seine Geschichte erzählen.

Auch wenn das Buch keinen Spannungsbogen aufweist, so ist es doch nie langweilig. Für das gewisse Etwas sorgen die sich komplett unterscheidenden Lebensentwürfe in allen drei Phasen und auch die Themen Heimat und Alltag tragen das Ihre zu der Erzählung bei und so wird sie sehr vielschichtig, verzichtet auf Schörkel und kommt auch ohne Bewertungen aus.

Insgesamt hat das Buch viele schöne, aber auch einige melancholische Momente und konnte mich dadurch vollständig überzeugen. Daher bekommt es von mir

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