Erhebung

Roman

Hardcover
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Scott nimmt rasend schnell ab. Sein korpulentes Aussehen ändert sich trotzdem nicht. Und noch unheimlicher: Wenn er auf die Waage steigt, zeigt sie jeweils das gleiche Gewicht an, egal wie viel er momentan trägt, ob Kleidung oder gar Hanteln. Scott hat Angst, dass man ihn zum medizinischen Versuchskaninchen macht. Aber er muss es jemand erzählen. Zu Dr. Ellis hat er Vertrauen, aber auch der weiß keinen Rat.

In seiner netten Wohngegend in der Kleinstadt Castle Rock gerät Scott in einen eskalierenden Kleinkrieg. Der Hund der neuen Nachbarn – zwei Lesben – verrichtet sein Geschäft ständig bei ihm im Vorgarten. Die eine Frau ist eigentlich recht freundlich, die andere aber eiskalt. Die beiden haben gerade ein Restaurant eröffnet, von dem sie sich viel erhoffen. Die Einwohner von Castle Rock wollen aber nichts mit Homopaaren zu tun haben, da ist großer Ärger vorprogrammiert. Als Scott endlich kapiert, was Vorurteile in einer Gemeinschaft anrichten, überwindet er den eigenen Groll und tut sich mit den beiden zusammen. Merkwürdige Allianzen, der jährliche Stadtlauf und Scotts mysteriöses Leiden fördern bei sich und anderen eine Menschlichkeit zutage, die zuvor unter einer herzlosen Bequemlichkeit vergraben lag.

»King zeigt, wie man den Hass überwindet, und liefert so ein fesselndes Märchen für Erwachsene.«

Stern (13. Dezember 2018)

Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt
Originaltitel: Elevation
Originalverlag: Scribner
Hardcover, Pappband, 144 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-27202-6
Erschienen am  12. November 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
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Leserstimmen

Über Vorurteile und Freundschaft im Wettlauf gegen die Zeit

Von: Nini

16.02.2019

Wer "Erhebung" noch nie in der Realität gesehen hat, wird wohl auf den ersten Blick überrascht sein. Die meisten Bücher von Stephen King sind dicke Wälzer, deren Handlung sich über viele Seiten entwickelt. "Erhebung" hat nicht ganz 150 Seiten, doch natürlich schafft Stephen King es, auch auf dieser begrenzten Länge so viel zu vermitteln und zu transportieren. Nicht von der Handlung, aber vom Hintergrundgefühl erinnert "Erhebung" mich an "Ein Gesicht in der Menge", eine Novelle von King, die vor einigen Jahren erschien. Auch darin ging es weniger um Horror und Spannung und Thrillerhandlung, sondern mehr um "was wäre wenn?" - denn dass es natürlich nicht möglich ist, dass ein Mensch zunehmend an Gewicht verliert, ohne dass es einen ersichtlichen Grund gibt und dass dieser Jemand noch dazu einen unveränderten Umfang behält, liegt auf der Hand. Dennoch kann man das Buch von Anfang an schon nicht aus der Hand legen - zu groß ist die Neugier, warum das alles so passiert und mit dem Fortschreiten der Handlung, wenn das Warum zur Nebensache wird und man hofft, dass Scott genug Zeit bleibt, seine Vorhaben in die Tat umzusetzen, hat man den Kern des Buches erreicht. Es geht um Vorurteile, um Verunglimpfung, um Freundschaft, um menschliches Miteinander und Scott hat es sich zur Aufgabe gemacht, dafür Sorge zu tragen, dass seine Heimatstadt ein wenig besser wird - ein Wettlauf gegen die Zeit, keine Frage. Auf der letzten Seite angekommen, bleibt man - obwohl das Ende mit das Surrealste am ganzen Buch ist - mit einem Seufzer auf den Lippen zurück.

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Stimmt nachdenklich

Von: NL

11.02.2019

Wer mir Erhebung einen „typischen King“ erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Der „König des Horrors“ schlägt mit dieser Kurzgeschichte sehr sanfte Töne an und vermittelt dabei, eine wichtige Botschaft. Der Autor entführt einmal mehr in das kleine Städtchen Castle Rock. Hier lebt Scott der trotz des eigenen Problems, seine Mitmenschen genau wahrnimmt und versucht auf diese positiv einzuwirken. Das kleine konservative Städtchen besticht durch gut bürgerliche Menschen, welche jedoch voller Vorurteile stecken. Gleichgeschlechtliche Liebe wird verpönt und wie bringt man die Hunde des Nachbarn dazu, sich nicht auf seinem Rasen zu entledigen? Der mysteriöse Gewichtsverlust von Scott, seine empfunden Ängste und Zukunftsvisionen geraten zunächst etwas in den Hintergrund. Doch Scott vertraut sich seinem pensionierten Arzt an und findet sich relativ schnell mit dem Mysterium ab. Er möchte nicht zum Stadtgespräch werden oder gar als Versuchsobjekt enden. Aufgrund seiner ausweglosen Situation, nutzt er seine noch verbleibende Zeit und bemüht sich „alt eingefahrene „ Denkmuster zu ändern und die Bewohner von Vorurteilen zu befreien. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die Geschichte anfangs nicht gleich vereinnahmen konnte. Doch je mehr ich eintauchte und mich auf die Figuren einließ, desto intensiver und aufmerksamer verfolgte ich das Geschehen. Dem Autor gelang es, mich Nachdenklich zu stimmen und eigene Verhaltensweisen zu überdenken. Fazit: Mit dem Buch “Erhebung“, hat Stephen King eine unterhaltsame und gleichzeitig mysteriöse Geschichte erschaffen, welche mich gut unterhalten konnte. Er vermittelt dabei eine wichtige Botschaft, die im wesentlichen eine Gesellschaft aufzeigt, in der wir mit einer sturen Geradlinigkeit inne wohnen. Kings authentische Charaktere beweisen gehen einen anderen Weg und regen zum Nachdenken an.

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Vita

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

www.stephenking.com

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Pressestimmen

»Der Kurz-King lädt zum Nachdenken ein. Und wenn es nur für zwei kurzweilige Stunden auf der Couch ist.«

dpa (13. November 2018)

»Stephen King lässt aus dem niederziehenden Alltag in Zeiten Trumpscher Vulgarität eine schwerelose Geschichte steigen.«

»Ein hochpolitisches Weihnachtsmärchen.«

»... eine meisterhaft erzählte Geschichte um Vorurteile und um den unausweichlichen Abschied von dieser Welt.«

APA Austria Presse-Agentur (13. November 2018)

»Es ist anders, fast schon modern für einen King, melancholisch und ruhig. Es ist kein direkter Angriff auf Trump, ... aber eine Rüge gegen ideologische Hetze.«

»Ein typisch toller King-Roman! Versteckt politisch und gesellschaftskritisch.«

Bild (14. November 2018)

»Sie werden lachen und weinen. Großartig!!!«

Christoph Ernst, Express (09. Dezember 2018)

»Stephen King bestätigt in diesem Roman seinen Ruf als einer der größten Autoren und Erzähler der Gegenwart.«

»Mit dem schmalen Roman Erhebung ist Stephen King nichts weniger gelungen als ein modernes Märchen.«

»Auch wenn die 140 Seiten viel zu schnell vorüberschweben – es lohnt sich!«

»Sehr schräge und ziemlich melancholische Geschichte.«

Nido (28. November 2018)

»Erhebung ist vielleicht das schönste und hoffnungsvollste Buch, das King jemals geschrieben hat. Es ist ein Aufruf zu Toleranz, Miteinander und Vielfältigkeit.«

»Erhebung zeigt eindrücklich und eindrucksvoll, warum Stephen King einer der großen Literaten der Gegenwart ist.«

»Erhebung ist ein sehr kurzes, überraschend positives, sehr moralisches Buch, das nicht mal kitschig ist.«

Britta Bode, Berliner Morgenpost (04. Januar 2019)

»Mit Erhebung beweist Stephen King einmal mehr, dass er auch vor dem Horror kleinbürgerlicher Engstirnigkeit nicht zurückschreckt.«

Andreas Grabenschweiger, Slam (17. Dezember 2018)

»Für King ist der größte Grusel, über den es aktuell zu erzählen gibt, das Leben in den USA unter der Regierung von Donald Trump.«

Alexander Knief, Weser Kurier (20. Dezember 2018)

»… anders als seine sonstigen Werke: Es fließt kein Blut und niemand stirbt. Stattdessen ist die Geschichte geprägt von einer berührenden Menschlichkeit.«

Südkurier (29. Dezember 2018)