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Everland Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87463-0

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Erschienen: 13.06.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Rebecca Hunts zweiter Roman ist Abenteuergeschichte, spannender Thriller und psychologisches Drama in einem. Die Insel Everland wird von zwei Antarktisexpeditionen erforscht, zwischen denen hundert Jahre liegen. Doch die Einsamkeit, die harten Wetterbedingungen und die feindseligen Kräfte der Natur sind heute wie damals bestimmend, und bei beiden Expeditionen zeigt sich: Die Antarktis enhüllt den wahren Charakter der Menschen, die sich ihr aussetzen.

Interview mit Rebecca Hunt zu Everland Zum Interview

»Die Gewalt der Natur, die Zwergenhaftigkeit der menschlichen Existenz schildert die Autorin genauso meisterhaft wie die psychologischen Auseinandersetzung der der ausgelieferten Menschen. «

Brigitte (03.07.2017)

Rebecca Hunt (Autorin)

Rebecca Hunt wurde 1979 in Coventry geboren und hat am Central Saint Martin's College, einer bekannten Londoner Hochschule für Kunst und Design, studiert. Rebecca Hunt ist Malerin und lebt in London. Ihr erster Roman „Mr. Chartwell“ stand auf der Longlist des Guardian First Book Award und auf der Shortlist des Galaxy National Book Award, ihr zweiter Roman „Everland“ kam auf die Shortlist des Encore Award 2014.

»Die Gewalt der Natur, die Zwergenhaftigkeit der menschlichen Existenz schildert die Autorin genauso meisterhaft wie die psychologischen Auseinandersetzung der der ausgelieferten Menschen. «

Brigitte (03.07.2017)

»Wie differenziert Rebecca Hunt die zwischenmenschlichen Verhältnisse beobachtet und die Konflikte ihrer Figuren beschreibt, ist außergewöhnlich und sehr gelungen«

Andrea Ring / NDR-Kultur (14.06.2017)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von pociao
Originaltitel: Everland
Originalverlag: Fig Tree

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87463-0

€ 22,00 [D] | € 22,70 [A] | CHF 29,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

NEU
Erschienen: 13.06.2017

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Gegfangen im ewigen Eis

Von: StMoonlight Datum: 24.07.2017

https://gedankenteiler.blog/category/bucher-rezensionen/

Bei meiner Ausgabe handelt es sich um die Gebundene Ausgabe. Der Schutzumschlag ist geriffelt und erinnert (auch damit) ein wenig an altes (Pack)Papier. Mit dem Motiv eines Segelschiffs im Eis, sowie dem Anker passt es gut zur Geschichte. – Den Zusatz „Voyage Sea Travel“ finde ich allerdings etwas deplatziert, denn der größte Teil der Geschichte spielt sich in der Antarktis, auf dem „Festland“ ab.
Strenggenommen handelt es sich bei diesem Buch sogar um zwei Geschichten, die – zumindest theoretisch – auch separat gelesen werden können. Es geht um zwei Expeditionen in die Antarktis. Die erste startete 1913, die zweite brach (zum Jubiläum der ersten) 2012 auf. Genauso sind die Kapitel aufgeteilt. Der Leser wird in die Zeit zurück – bzw. vorversetzt.
Erste Expedition. Die Ausrüstung ist nicht nur klobig und schwer, sondern auch alles andere als fortschrittlich. Die drei Forscher verunglücken auf dem Weg zur Insel, mit Mühe und Not können sie sich retten und bangen fortan auf Rettung. Tag um Tag vergeht, gefangen im ewigen Eis. Die mühsam gesammelten Vorräte gehen zur Neige, kein Schiff ist zu sehen. Kälte, Hunger und auch die Tag-und-Nacht-Gleiche zerren an den Nerven der Drei. Wären sie besser dran, wenn sie sich einem Verwundeten, der nur Reserven kosten, entledigen? Sollten Sie versuchen eine entlegene Forschungsstation zu erreichen oder an Ort und Stelle auf Rettung warten? …
Decker, Jess und Brix, welche fast 100 Jahre später auf die Insel kommen, haben zumindest moderne Ausrüstung und sind auch besser vorbereitet. Doch auch Ihnen begegnen schnell die Tücken der unwirklichen Welt, in der bei Minusgraden ihre Haut verbrennt und Medikamente wie kleine Schätze sind.
Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto klarer wird dem Leser, dass es bei der ersten Expedition ein Geheimnis gab. Warum fand diese, teils schlecht vorbereitet, Expedition wirklich statt? Nach und nach zeigt sich ein dünnes Netz aus Verrat, Gier und Neid, aber auch aus wahrer Freundschaft und Forscherdrang.
Ein spannender Schreibstil, der den Leser neugierig hält und ihn in eine atemberaubende, wenn auch gefährliche, Welt versetzt.
~°~ Fazit ~°~
Die Geschichte ist in jedem Fall nichts für zarte Gemüter, geht es doch immer wieder um den Tod. Ab und an von Menschen, sehr oft aber von Tieren. Robben die totgeknüppelt werden, Pferde die erschossen und Hunde die gegessen werden. Dazu kommt schwarzes (nicht mehr wirklich lebendes) „Fleisch“ am Menschen. Teilweise verlangte das selbst mir so einiges ab. Meine Gefühle schwankten zwischen Faszination und Ekel, zwischen Mitleid und Verachtung, … Eine spannende Reise, an einen der vielleicht faszinierendsten Orten dieser Welt.

Spannend konstruiertes Psychodrama

Von: YukBook Datum: 16.07.2017

www.yukbook.me

Dieser Roman hat mich ganz schön Kraft gekostet. Sicher nicht in dem Maße wie die Crew der beschriebenen Antarktis-Expedition, doch immerhin. Das liegt zum einen an den vielen Zeitsprüngen. 1913 brechen drei Männer des britischen Forschungsteams ‚Kismet‘ zur fiktiven Insel Everland auf, um sie zu erforschen. Parallel wird von einer zweiten Expedition erzählt, die hundert Jahre später stattfindet. Diesmal macht sich der Expeditionsleiter Decker mit einer unerfahrenen Wissenschaftlerin und einer kompetenten Feldassistentin nach Everland auf, um Feldforschung an Pinguinen und Seebären zu betreiben. Innerhalb dieser zwei Handlungsstränge gibt es wiederum Zeitsprünge, so dass man nur bruchstückartig Details erfährt, die das Geschehen immer wieder in ein neues Licht rücken.

Doch es ist nicht nur die ungewöhnliche Konstruktion, die dem Leser einiges abverlangt. Rebecca Hunt geht es vor allem um das menschliche Verhalten in Extremsituationen, um zwischenmenschliche Dramen und psychologische Spielchen untereinander. Jeder einzelne ist nicht nur den gnadenlosen Naturgewalten, sondern auch menschlicher Eiseskälte und Wahnvorstellungen ausgeliefert.

Feinheiten werden herausgearbeitet, zum Beispiel wie Matrosen herumblödeln, um den Ernst ihrer Situation herunterzuspielen, welche Phobien und Aberglauben sie haben oder wie sich verletzte Crewmitglieder abmühen, anderen nicht zur Last zu fallen und sich nützlich zu machen. Eine verstümmelte Hand kann eine so starke Präsenz ausstrahlen wie ein vierter Mann im Team, ein verletztes Bein kann so viel Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen, dass sich zwei Frauen das ‚Sorgerecht‘ darum teilen. Auf solche originellen Ausdrücke muss man erst einmal kommen.

Wie geht man damit um, wenn man erkennt, dass eine unerfahrene Person aus rein egoistischen Motiven angeheuert wurde und damit die ganze Expedition gefährdet? Dieses und noch viele andere Muster wiederholen sich bei beiden Forschungsteams und werden plastisch gegenübergestellt. Die Beschreibung der allumfassenden Kälte sorgte für eine angenehme Abkühlung an den heißen Sommertagen, doch sie ging auch ganz schön an die Substanz. Schonungslos beschreibt Rebecca Hunt ausgemergelte Körper, erfrorene Gliedmaßen und Tierkadaver – das ist nichts für zartbesaitete Gemüter. Der Wechsel zwischen den Zeitebenen ist zum Ende hin immer enger getaktet, die Spannung steigt, bis zum Schluss die Wahrheit ans Licht kommt und ein beklemmendes Gefühl hinterlässt.

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