Farbenblind

Hardcover
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Trevor Noah kam 1984 im Township Soweto als Sohn einer Xhosa und eines Schweizers zur Welt. Zu einer Zeit, da das südafrikanische Apartheidsregime „gemischtrassige“ Beziehungen weiterhin unter Strafe stellte. Als Kind, das es nicht geben durfte, erlebte er Armut und systematischen Rassismus, aber auch die mutige Auflehnung seiner "farbenblinden" Eltern, die einfallsreich versuchten, Trennungen zwischen Ethnien und Geschlechtern zu überwinden. Heute ist er ein international gefeierter Comedian, der die legendäre "The Daily Show" in den USA leitet und weltweit – ob Sydney, Dubai, Toronto, San Francisco oder Berlin – in ausverkauften Sälen auftritt.

In "Farbenblind" erzählt Trevor Noah ebenso feinsinnig wie komisch in achtzehn Geschichten von seinem Aufwachsen in Südafrika, das den ganzen Aberwitz der Apartheid bündelt: warum ihn seine Mutter aus einem fahrenden Minibus warf, um Gottes Willen zu erfüllen, welche Musik er für einen tanzenden Hitler aufzulegen pflegte, um sein erstes Geld zu verdienen, und wie ihn eine Überwachungskamera, die nicht einmal zwischen Schwarz und Weiß unterscheiden konnte, vor dem Gefängnis bewahrte.

»Er kokettiert mit dem Leser. Witzig? Ja. Eine Lachnummer? Nein«


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Heike Schlatterer
Originaltitel: Born a Crime - Stories From A South African Childhood
Originalverlag: Spiegel & Grau
Hardcover mit Schutzumschlag, 336 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-89667-590-3
Erschienen am  06. März 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eine Liebeserklärung...

Von: ichundelaine

17.04.2019

https://www.lovelybooks.de/autor/Trevor-Noah/Farbenblind-1428185023-w/rezension/2028868937/ ...hätte ich hier ehrlich gesagt nicht erwartet, aber genau das ist dieses herrlich komische, aber dennoch kritische und irgendwie schlimme Buch von Trevor Noah. Trevor Noah wird zur Zeit des Apartheitsregimes als Sohn einer Südafrikanerin und eines Schweizers in einem Ghetto geboren, die Zwickmühle - Mischlingskinder wie ihn sollte es gar nicht geben, denn das ist strengstens verboten! So beginnt ein ewiges Katz-und-Maus-Spiel, ein Verstecken und Heimlich Tun, was Dank der Stärke seiner Mutter und deren Familie für den kleinen Trevor mehr Leichtigkeit hat, als man annehmen mag. Generell zieht sich der leichte, locker flockige, witzige Ton, den man auch von seinen Live-Darbietungen kennt durch eine Geschichte, die eigentlich tottraurig macht, weil sie zeigt, was Menschen mit Menschen tun udn wie manche Volksgruppen systematisch abgehängt werden. Was mir an diesem biographischen Buch ganz besonders gefallen habe, ist die Art und Weise, wie Trevor über seine Mutter erzählt, wie er diese starke Frau und ihren eisernen Willen beschreibt, sowie seine Liebe zu ihr. Dieses Buch ist primär eine Liebeserklärung an die Mutter, die ihn mit all den Dingen ausgestattet hat, die es ihm ermöglichten, aus dem Gettho zu kommen und eine Karriere als Comedian zu beginnen - und DAS ist wirklich herzzerreißend schön. Klare Leseempfehlung

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Farbenblind

Von: ahukader

17.03.2019

Das Wort Apartheid habe ich für mich persönlich aus meinem Wörterschatz entfernt. Denn das, was hinter diesem Wort steckt, ist für mich nie akzeptabel gewesen. Als ich das Buch von Trevor Noah angefragt habe, hat mich das Cover und der Titel angesprochen. Ich kannte Trevor Noah vorher nicht und wusste auch nicht, dass er ein Comedian ist. Dass er ein Comedian ist und das Zeug dazu hat, ist in seinem Buch klar ersichtlich. Zwar geht es in diesem Buch nicht um seine Karriere als Comedian, aber es gab Stellen in diesem Buch, an denen ich laut gelacht habe. Die Apartheid liegt nicht allzu lange her. Sie wurde 1994 abgeschafft. Bis dahin war eine strikte Rassentrennung vorgeschrieben. Weiße durften nichts mit Schwarzen zu tun haben und verkehrt herum. Doch Trevors Mutter Patricia ist durch und durch eine Rebellin und lässt sich von niemanden etwas vorschreiben, außer von Gott. Somit geht sie eine außereheliche Beziehung mit Trevors Vater, der Schweizer ist, ein. Von einer all zu lange dauernden Beziehung kann man nicht sprechen. Sie möchte ein Kind von ihm und ist bereit, alle damit verbundenen Probleme auf sich zu nehmen. Somit entsteht aus dieser Beziehung Trevor. Ein Junge, der weder schwarz noch weiß ist. In seinem Buch erzählt Trevor über die Apartheid. Darüber was es bedeutet, weder weiß noch schwarz zu sein. Zwar fühlt er sich als schwarzer aber seine helle Hautfarbe lässt es nicht zu, dass er von den Schwarzen akzeptiert wird. Er ist ein schwarzes Kind unter den weißen ein weißes Kind unter den schwarzen Kindern. Seine Kindheit ist von den Kirchgängen seiner Mutter geprägt, die sehr gläubig ist und Trevor immer mit in die Kirche nimmt. Sie kümmert sich sehr um ihn. Aber Trevors Kindheit ist keine Leichte und ist von einer Mutter geprägt, die immer skeptisch gegenüber ihrem Kind ist. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit und definitiv der Grund dafür, warum Trevor auch zu einer starken Persönlichkeit herangewaschen ist. Man erkennt seine Liebe zu seiner Mutter durch das ganze Buch hindurch. Während man an manchen Stellen des Buches laut auflacht, hält man an einigen Stellen inne und muss das Gelesene verkraften. Das Kapitel Farbenblind, welches diesem Buch seinen Namen gegeben hat, war für mich eins der Kapitel, wo ich mir selbst sagte, „das kann doch nicht sein“. Ich kann dieses Buch einfach nur empfehlen. Man lernt viel über Südafrika. Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar.

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Vita

Trevor Noah, geboren 1984 in Johannisburg, ist als Fernseh- und Radiomoderator, Comedian und Schauspieler tätig. 2011 zog er in die Vereinigten Staaten, im selben Jahr erschien die mehrfach preisgekrönte Netflix-Dokumentation You Laugh, But It's True über seinen Werdegang als Künstler bis zu seinem ersten Soloprogramm. 2015 wurde er als "Personality of the Year" bei den MTV Africa Music Awards ausgezeichnet und übernahm die Präsentation der einflussreichen US-amerikanischen Satiresendung The Daily Show. Noah, der sieben Sprachen spricht, darunter Deutsch, lebt in New York.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Farbenblind ist rührend und komisch und enthält ziemlich gute Beobachtungen. Denn niemand sieht die Absurditäten eines Systems besser als der, der durch jedes Raster fällt.«

Andrea Diener, Frankfurter Allgemeine Zeitung (20. Juni 2017)

»Sein Talent ist das Geschichtenerzählen ... Packend, luzide, selbstironisch bringt er die Tragik seines Heimatlands auf den Punkt …«

»Noahs Erzählung liest sich rasant, und sie erlangt aktuelle Relevanz durch die Mittlerrolle des Erzählenden im Zeitalter des wiedererstarkenden Rassismus.«

»Damit liefert Noah auch ein – über tatsächlich atemberaubende Geschichten erzeugtes – faszinierend komplexes und grotesk-realistisches Kaleidoskop der Übergangsjahre Südafrikas.«

»Über alles macht sich Trevor Noah lustig, nur über das Thema häusliche Gewalt nicht. Seine Mutter ist die wahre Heldin seiner Geschichte.«

Antje Deistler, Deutschlandfunk (16. August 2017)

»Ein fesselndes Buch - erschreckend, traurig, komisch.«

The New York Times

»Futter für die Seele – trotz dunkler Töne und verrückter Wendungen erzählt Noah flott, warm und ungezwungen davon, wie er Erniedrigungen und Anfeindungen zu überwinden lernte. Das Buch ist so etwas wie ein Geschenk an seine Mutter – und ein unglaubliches Geschenk für uns alle.«

USA Today

»Eine bewegende Lebensgeschichte – und ein Liebesbrief an seine Mutter.«

Washington Post

»Dass Trevor Noah, der weltmännisch gewandte Nachfolger von Jon Stewart bei der Daily Show, ein smartes Buch schreiben würde, ist keine Überraschung. Aber ‚smart‘ beschreibt nicht mal im Ansatz, was ihm mit Farbenblind gelingt. Sein Memoir ist außergewöhnlich, ein Lektüre-Muss in allen Belangen. Schwer vorstellbar, dass irgendjemand das besser hätte hinbekommen können.«

Seattle Times

»Der Daily-Show-Moderator, Kind einer schwarzen Mutter und eines weißen Vaters, war ein wandelndes Verbrechen im Südafrika der Apartheid. Seine Geschichte des Überlebens und Über-sich-hinaus-Wachsens ist – Sch#$&e noch mal – überwältigend.«

Cosmopolitan

»Trevor Noah offenbart den blanken Terror und die diabolische Absurdität der Apartheid. Eine gewichtige Sammlung erstaunlich persönlicher Erzählungen.«

Booklist