Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner

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Der kleine Fuchs ist nicht so wie andere Füchse. Er ist Vegetarier. Hähnchen frisst er nicht, am liebsten mag er Schweizer Käse. Und am allerliebsten will er Detektiv werden. Doch eines Tages ist es so weit: „Ferdinand“, sagt Vater Fuchs, „bald bist du ein großer Fuchs. Es wird Zeit, dass du dein erstes Huhn fängst.“ Das Fangen ist ein Hühnerspiel, aber das Huhn fressen … Und plötzlich ist das Hühnchen auch noch verschwunden und Papa überträgt Ferdinand seinen ersten Fall: das Huhn fi nden. Der kleine Fuchs macht sich an die Verfolgung und am Ende hat er eine ganz ausgefuchste Lösung für sein Problem.

Modern und ohne Zucker geschrieben und illustriert von Claudia Boldt.

Kölner Stadt-Anzeiger (04. März 2016)

Aus dem Englischen von Birgit Franz
Originaltitel: Outfoxed
Originalverlag: Tate Publishing
Hardcover, Pappband, 32 Seiten, 19,5x22, 32 farbige Abbildungen
ISBN: 978-3-7913-7243-3
Erschienen am  29. Februar 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Der etwas andere Fuchs

Von: katrini

19.04.2017

Das Kinderbuch rund um den etwas anderen Fuchs Ferdinand besticht für mich durch die farbenfrohen Illustrationen von Claudia Boldt. Auf jeder Seite gibt es etwas zu entdecken – so sind die Hühner grün mit weißen Tupfen, die Baumstämme leuchtend gelb, rot und türkis, die Heuballen rot, grün und grau. Weiterlesen? Hier: https://katrinisite.wordpress.com/2017/04/02/der-etwas-andere-fuchs/

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Ein vegetarisches Bilderbuch.

Von: hundimbuch.blog Anja Beisiegel

14.04.2017

Ein Fuchs ist schlau, hat ein rotes Fell, gute Ohren und: Er frisst, was er so erbeuten kann. Auch Hühner. Mit diesem ungezügelten Fressverhalten hat der Fuchs es etwas schwerer als andere Tiere, sich die Herzen der Kinder zu erobern. Darum ist er im Kinderbuch oft der listige (oder gar hinterlistige) Bösewicht. Claudia Boldt hat einen ganz neuen Fuchstypen entworfen: Ferdinand, ein junger Fuchs, der keine Hühner fressen möchte, weil er Vegetarier ist und lieber Schweizer Käse mag. Auch bezüglich seiner Berufswünsche tanzt er aus der Reihe: Anstelle Dieb mit Spezialrichtung Federvieh zu sein, möchte er später einmal Detektiv werden. Nun geht es in Ferdinands Fuchsfamilie aber auch nicht anders zu als bei uns Menschen: Vater Fuchs hat andere Pläne, er möchte einen Sohn, auf den er stolz sein kann. Zwingend bedeutet dies, dass Ferdinand der Detektiv-Anwärter sein erstes Huhn erbeuten soll. Ferdinand ist hin- und hergerissen. Auf der einen Seite findet er Hühnerstehlen doof, auf der anderen Seite möchte er seinen Papa stolz machen. Ferdinand ist ein kluger und mutiger Kerl. Mit detektivischem Spürsinn und viel Mut findet er eine Lösung für das Dilemma: Papa kann am Ende des Buchs sehr stolz auf seinen Sohn sein und kein Huhn bleibt auf der Strecke. Mit viel Humor und Hintersinn gelingt Claudia Boldt ein sehr unterhaltsames Kinderbuch, das auch Erwachsenen beim Durchblättern und Vorlesen viel Freude bereitet. Bild und Text sind sehr gut mit einander im Einklang. Die Illustrationen sind - bei aller Schlichtheit der Zeichnung –sehr detailfreudig: So ist Ferdinands füchsisches Elternhaus voller sprechender Accessoires (Fernsehapparat, Bierhumpen, Teller mit abgenagten Knochen, Senftube und Ketchup-Flasche) gut getroffen. Dies macht Kindern Lust, immer wieder neues zu entdecken, auch wenn man das Buch schon einige Male in den Händen hatte. Boldts Zeichenstil ist eher flächig und bleibt stets auf das Wesentliche konzentriert. Hintergründe sind oft nur monochrome Fläche vor der sich rote Füchse und bunte Hühner tummeln. Wälder und Felder sind grafisch als farbenfrohe abstrakte Strukturen gestaltet. Die Bäume sind kunterbunt und habe lustige Punkt- und Strichmuster, die Wiesen schillern in allen Regenbogenfarben. Kindern (und Erwachsenen) wird so nicht nur auf der Erzähl-Ebene, sondern auch mithilfe der fantasievollen Illustrationen nahegebracht, dass nicht alles so sein muss, wie es sonst immer ist. Dass Füchse – zumindest im Kinderbuch - auf Schweizer Käse stehen dürfen und Bäume durchaus auch blau mit roten Tupfen sein können. Aus meiner persönlichen Hunde-Literatur-Bloggerinnen-Sicht gefällt mir das Buch vor allem deshalb, weil es mit den Vorurteilen gegen den listigen Fuchs aufräumt. Der Fuchs ist ein enger Verwandter des Hundes und somit freue ich mich darüber, dass in diesem Kinderbuch der kleine Canide als Sympathieträger auftritt. Ein Wermutstropfen bleibt: Der Wolf als Betreiber der Rotisserie „Hauer & Klaue“ ist so böse und bedrohlich charakterisiert, wie in Kinderbüchern und Märchen üblich. Das ist bedauerlich, schadet dem Lese- und Bilder-Betrachten-Vergnügen aber nicht ernstlich.

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Vita

Claudia Boldt

Claudia Boldt besuchte die Glasgow School of Art und später die Kingston University in London. Heute lebt und arbeitet sie in Los Angeles. 2011 wurde Claudia Boldt von Booktrust zu einem der „Ten Best New Illustrators“ gekürt.

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