VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Frankenstein oder Der moderne Prometheus. Roman

Manesse Bibliothek (3)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 22,00 [D] inkl. MwSt.
€ 22,70 [A] | CHF 30,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7175-2370-3

Erschienen:  02.10.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Nichts verpassen und zum kostenlosen Buchentdecker-Service anmelden!

Anmeldung

  • Info

  • Reihen

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Termine

  • Service

  • Biblio

«Eine der großen moralischen Erzählungen der europäischen Literatur.» (Jürgen Kaube, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Die Faszination des Frankenstein-Mythos ist bis heute ungebrochen. Mary Shelleys spannendes Meisterwerk lotet die Grenzen unserer Fantasie aus und erweckt einen ewigen Traum zum Leben: den Traum von der Erschaffung eines menschenähnlichen Wesens.

Nach Jahren des Experimentierens ist es dem ehrgeizigen Forscher Victor Frankenstein gelungen, aus toter Materie einen künstlichen Menschen zu erschaffen. Doch das Ergebnis seiner alchemistischen Versuche erschüttert ihn bis ins Mark. Entsetzt überlässt er das Wesen seinem Schicksal. Dessen verzweifelte Suche nach Nähe und Akzeptanz endet in Chaos und Verwüstung. Als das Wesen nach und nach Rache an Frankensteins Familie nimmt, beschließt dieser, seine Kreatur zu jagen und zu töten… Das Erstlingswerk einer 19-Jährigen entstand als Gruselgeschichte zum Vorlesen im Freundeskreis. Der jungen Mary Shelley gelang einer der berühmtesten Romane der Weltliteratur, der seit nunmehr 200 Jahren und auch heute noch gültige Fragen zur Verantwortung des Menschen über seine Schöpfung stellt. Zum Jubiläumsjahr veröffentlichen wir eine Übersetzung der Urfassung von 1818.

»Alexander Pechmanns Neuübersetzung der Erstausgabe von 1818 bringt das aus heutiger Sicht etwas verschnörkelte Englisch des frühen 19. Jahrhunderts in ein klares Deutsch, ohne seinen oft schwärmerischen Ton zu verfälschen. Die Ausgabe ist darüberhinaus besser kommentiert als manche englische.«

Süddeutsche Zeitung, Nicolas Freund (04.01.2018)

MANESSE BIBLIOTHEK

Manesse Bibliothek

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Mary Shelley (Autorin)

Mary Wollstonecraft Shelley, die 1797 in London als Tochter einer Frauenrechtlerin und eines Revolutionärs geboren wurde, schrieb im Alter von zehn ihr erstes Buch. Noch keine 17 Jahre alt, brannte sie 1814 mit dem jungen Dichter Percy Shelley durch, den sie schließlich 1816 heiratete. Angeregt durch die Lektüre von Gruselgeschichten entstand ihr erster Roman «Frankenstein», der in seiner Urfassung von 1818 für einen Skandal sorgte und ein großer Erfolg wurde. Nach dem frühen Tod ihres Mannes schrieb Shelley fünf weitere Romane sowie Erzählungen. Sie starb 1851 in London.


Georg Klein (Nachwort)

Georg Klein, geboren 1953 in Augsburg, lebt mit seiner Familie in Berlin und Ostfriesland. Sein Roman «Libidissi» wurde als eine der wichtigsten Neuerscheinungen des Jahres 1998 gefeiert und in mehrere Sprachen übersetzt. Im Jahr 2000 erhielt er für einen Ausschnitt aus «Barbar Rosa» den Ingeborg-Bachmann-Preis; 2010 für «Roman unserer Kindheit» den Preis der Leipziger Buchmesse.

»Alexander Pechmanns Neuübersetzung der Erstausgabe von 1818 bringt das aus heutiger Sicht etwas verschnörkelte Englisch des frühen 19. Jahrhunderts in ein klares Deutsch, ohne seinen oft schwärmerischen Ton zu verfälschen. Die Ausgabe ist darüberhinaus besser kommentiert als manche englische.«

Süddeutsche Zeitung, Nicolas Freund (04.01.2018)

»Die weltliterarische Bedeutung und zeitlose Größe des Frankenstein-Romans liegt in der Kombination aus erzählerischem Wagnis, wissenschaftlicher Fantasie und sprachlicher Schönheit.«

rbb kulturradio, Frank Dietschreit (03.11.2017)

»Das Bestechende an der neuen Ausgabe der Urfassung besteht nun genau darin, der ›vorherrschenden‹ Lesart einige Varianten hinzuzufügen.«

FALTER (A), Ausg. 41/2017, Jutta Person (12.10.2017)

»Die poppige Neuauflage animiert, die Geschichte des machtgierigen Mannes, der tief fällt, nachzulesen. Das Buch von 1818 ist von erschreckender Aktualität.«

SI style (CH), Anita Lehmeier (01.12.2017)

»Ein Roman, der vom Thema und von der Machart her die Diskrepanz zwischen Trivialliteratur und Kunstwerk aufhebt.«

WDR 5, Sdg. Bücher, Buch der Woche, Franz Schuh (16.12.2017)

mehr anzeigen

07.09.2018 | 18:00 Uhr | Frankfurt

200 JAHRE MARY SHELLEYS "FRANKENSTEIN"
REIHE: MEDIZIN TRIFFT LITERATUR
Lesung mit Mechthild Großmann

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Evangelische Akademie Frankfurt
Römerberg 9
60311 Frankfurt

Tel. 069 174 15 26 13

Übersetzt von Alexander Pechmann

Mit Nachwort von Georg Klein

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 464 Seiten, 9,0 x 15,0 cm

ISBN: 978-3-7175-2370-3

€ 22,00 [D] | € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen:  02.10.2017

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Frankenstein oder Der neue Prometheus

Von: MarySophie Datum: 19.05.2018

https://lalolololala.blogspot.de/

Handlung:
Viktor Frankenstein zeigte schon von klein auf großes Interesse an der Naturwissenschaft und verschlang diverse Werke darüber. Sein großes Ziel wurde es, einen künstlichen Menschen zu erschaffen. Während der Arbeit an dem Experiment zog sich Viktor immer mehr zurück und lebte eine Zeit lang nur für dieses Experiment. Eines Nachts war es dann soweit, Viktor hatte sein Werk vollendet, jedoch ist das Wesen anders geworden als ursprünglich gedacht, es hat monströse Züge und Viktor sucht das Weite.
Der künstliche Mensch, Frankenstein, lässt seinen Erschaffer jedoch nicht so schnell entkommen. Er jagt ihm hinterher und vergeht sich schließlich auch an Viktor´s Familie, mit dem Ziel, ihm seinen großen Wunsch zu erfüllen...

Meinung:
Mir war es bekannt, dass es zu Frankenstein einen Roman gibt und ich habe bei der Erwähnung des Namen direkt ein Bild vor Augen gehabt. Jedoch muss ich sagen, dass ich mich nicht erinnern kann, jemals die Geschichte davon gehört zu haben oder einen Film dazu gesehen zu haben. Deshalb war ich sehr gespannt auf den Roman, nicht nur auf die Darstellung des Monsters, sondern auch auf die gesamte Geschichte.

Der Einstieg in den Roman war für mich etwa beschwerlich, weil ich nicht recht zuordnen konnte, wie alles zusammenhängt. Dies erschließt sich im weiteren Verlauf dann recht schnell und wird schnell spannend zu lesen und darauf zu schauen, wie die Handlungsstränge am Ende zusammenlaufen.

Mit der Schreibweise hatte ich im Verlauf des Romans immer mal meine Probleme, es ist recht hochtrabend geschrieben, noch dazu sind manche Seiten nicht sehr ereignisreich und dadurch fast schon langweilig, weshalb ich mich an solchen Stellen beherrschen musste, um die Stelle nicht nur schnell zu überfliegen. Dies kam glücklicherweise nicht sehr häufig vor, meist war die Handlung spannend und gut geschrieben.
Das Setting war ansprechend, es war der Zeit gerecht, zu welcher der Roman handelt und aufgrund der guten Beschreibungen von Gegenden und Reisen war es sehr leicht, sich auf den Roman einzulassen.

Der Roman beginnt mit dem Vorwort der Autorin, in welchem erklärt wird, wie sie auf die Idee kam, diesen Roman zu schreiben. Das fand ich sehr interessant und war auch froh, dass die Entstehung des Romans vorangestellt wurde.
Der eigentliche Roman beginnt mit Briefen, welche an eine Schwester gerichtet sind und die Fortschritte einer Expedition geschildert sind. Auf dieser Reise begegnet er Viktor Frankenstein, der Erschaffer der monströsen Figut Frankenstein. Dieser schildert sowohl Robert, als auch der restlichen Mannschaft an Bord seine Lebensgeschichte und die Erschaffung des Wesens. In dessen Erzählung sind sowohl Dialoge eingebracht, als auch Briefe und Ereignisse, die Frankenstein seinem Erschaffer erzählt hat. Diese Erzählperspektive fand ich unglaublich gelungen, es war vielseitig und wunderbar umgesetzt.

Frankenstein als Hauptprotagonist fand ich sehr interessant, nicht nur die Erstellung, sondern auch sein Auftreten und seinen Charakter. Dies mutet teilweise absurd an, besonders sein großer Wunsch, der ab ca. der Mitte des Romans geäußert wird. Toll fand ich, dass man erst relativ am Ende eine richtige Beschreibung erhalten hat und sich bis dahin selbst ein Bild machen konnte. Charakterlich war er sehr stark beschrieben, ich fand ihn als Charakter toll und obwohl er monströse Züge hatte, fand ich Frankenstein zu weiten Teilen sympathisch, besonders seine Gedankengänge haben mir gefallen.

Fazit:
Eine tolle Geschichte, die für mich noch Potenzial für mehr gehabt hätte und an einigen Stellen leider ein paar Längen hatte. Besonders gelungen fand ich den Hauptcharakter Frankenstein, der sehr gut durchdacht war und interessante Züge hatte.

Die Daumenschrauben wurden poliert: Frankenstein von Mary Shelley

Von: Marcel (Aufziehvogel) Datum: 08.04.2018

misteraufziehvogel.blogspot.de/

Großbritannien 1818

Frankenstein
Alternativ: Frankenstein oder der moderne Prometheus
Autorin: Mary Shelley
Verlag: Manesse
Übersetzung: Alexander Pechmann
Nachwort: Georg Klein
Genre: Drama, Grusel


Die Irrtümer der Menschheit hier aufzuzählen würde ein wenig den Rahmen sprengen. Zum einen wäre da aber die fälschliche Behauptung, die Erde sei flach. Eine weitere bekannte Behauptung, die sich über die Jahre fälschlicherweise etabliert hat, ist, das Monster mit den Daumenschrauben im Hals, vorzugsweise verkörpert von Boris Karloff, heiße Frankenstein. Tatsächlich aber hat dieser große, sensible Zeitgenosse keinen Namen und ist stattdessen die Schöpfung eines Forschers namens Victor Frankenstein. Frankensteins Monster gehört mit zu den wohl populärsten Figuren, die das Horror-Kino erschaffen hat. Sämtliche Verfilmungen von Mary Shelleys weltberühmter Gruselgeschichte hielten sich inhaltlich sehr frei an die Vorlage. Lediglich Multitalent Kenneth Branagh brachte 1994 eine treuere Adaption mit Robert De Niro als Monster auf die große Leinwand.

Was heute als großer Klassiker der Weltliteratur zählt, begann als eher beiläufige Geschichte unter Freunden während eines Ausflugs, wie die Autorin bescheiden im Vorwort anmerkt. Aus dieser Geschichte wurde jedoch mehr und ehe sie sich versah, hat Mary Shelley damals einen Roman verfasst, wie man ihn nur von einem Mann erwarten hätte. Doch sobald man die erste Seite Aufschlägt, wird die feine Feder deutlich, wie sie nur eine Frau zu führen vermag. Über den Inhalt ist in den vergangenen, rund 200 Jahren eine menge diskutiert worden und ich möchte in dieser Rezension auch nicht zu genau darauf eingehen. Interessanter für meine Rezension ist dann schon die hier vorliegende Fassung. Dazu gleich mehr.

Frankenstein wird oftmals dem Horror-Genre zugeteilt. Für die Filme mag das zutreffend sein, der Roman schlägt aber in eine andere Kerbe. Im Kern ist Frankenstein eine Gruselgeschichte, aber die Gesellschaftskritik steht hier wesentlich mehr im Vordergrund. Schon damals befassten die Menschen sich mit der Frage, ob es möglich ist, ob der Mensch in der Lage ist, ein anderes menschliches Wesen zu erschaffen. Das die Menschheit dazu eindeutig in der Lage ist, haben sie nun seit einigen Millionen Jahren bewiesen. Doch kann der Mensch anderes Leben ohne den Geschlechtsakt erschaffen? Eine zentrale Frage, womit sich dieser Roman befasst. So befasste sich die Autorin in diesem 1818 veröffentlichten Werk mit Themen wie Alchemie und einer Frühform des Steam Punk. So dreht sich die zentrale Frage in Frankenstein nicht darum, ob es möglich ist, ein menschenähnliches Wesen auf diese Weise zu erschaffen, sondern, ob man mit seiner Schöpfung zufrieden ist. Der gute Doktor Frankenstein ist es nämlich nicht und überlässt das Monster seinem Schicksal was gleichbedeutend mit seinem eigenen Untergang verbunden ist. So ist das zentrale Thema dann nicht der Grusel, sondern die Frage um Menschlichkeit und Existenz. Diese schwerwiegenden Fragen hat Mary Shelley aber unglaublich gut verpackt und so ist es möglich, diese Tragödie, dieses menschliche Drama auch als Gruselgeschichte anzusehen.

Bei der deutschen Ausgabe, die mir hier vorliegt, handelt es sich um eine neue Ausgabe, eine Jubiläumsausgabe, die ende vergangenen Jahres erschienen ist. Hier wird nicht nur das rund 200 jährige Bestehen dieses Werks gefeiert, der Verlag feiert hier auch gleichzeitig seine neue Manesse Bibliothek die hier die alte "Bibliothek der Weltliteratur" ersetzen wird. Doch nicht nur das Gewand ist hier neu und farbenfroh, auch der Inhalt ist es (natürlich nur von der Übersetzung her). Tatsächlich gab es hier nicht nur ein neues Cover und Design spendiert, auch die Ausgabe selbst unterscheidet sich in vielen Aspekten her der vorherigen Ausgabe, die, ebenfalls bei Manesse, in den 80ern erschienen ist.

Herausgegeben und neu übersetzt wurde der Roman von Alexander Pechmann. Als Ausgangsmaterial stand hier die Erstauflage aus dem Jahr 1818 Pate. Ziel der Übersetzung war es, den ursprünglichen Stil beizubehalten, die Geschichte jedoch in eine moderne deutsche Sprache zu adaptieren. Auch wenn der Text hier und da immer noch einige sehr geschwollene Passagen hat (was natürlich dem Stil Mary Shelleys zugrunde liegt), so war ich überrascht, wie flüssig und verständlich der Text sich liest. Zusätzlich gibt es noch ein ziemlich umfangreiches Register mit verschiedensten Erklärungen zum Roman und zur Epoche. Dieses Register befindet sich auf den letzten Seiten des Buches und bringen den Leser somit nicht aus dem Lesefluss.


"Ich danke Ihnen für Ihre Anteilnahme", sagte er, "aber es hat keinen Zweck. Meine Bestimmung hat sich beinahe erfüllt. Ich warte nur noch auf ein letztes Ereignis, dann werde ich in Frieden ruhen. Ich verstehe Ihre Gefühle", fuhr er fort, da er merkte, dass ich ihm Ins Wort fallen wollte, "aber Sie haben unrecht, mein Freund - wenn Sie mir erlauben, Sie so zu nennen. Nichts kann mein Schicksal ändern. Hören Sie meine Geschichte, dann werden Sie begreifen, wie unwiderruflich alles vorbestimmt ist."



Resümee

Die vermutlich beste Gelegenheit, das Original in seiner ursprünglichen Fassung in einer modernen deutschen Adaption zu lesen, die, trotz ihrer flinken Sprache, nie zu modern wirkt. Der Staub wird von der Oberfläche entfernt, aber tief im Kern dieses Romans ist und bleibt es ein Klassiker der Weltliteratur. Zugänglicher als je zuvor und mit viel Hintergrundwissen hat sich diese handliche, hochwertige Jubiläumsausgabe einen Platz in meiner Sammlung an Klassikern verdient. So schnell und zufriedenstellend konnte ich vermutlich noch nie eine Rezension beenden.

Voransicht

  • Weitere Bücher der Autorin