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Franz von Assisi Der Traum vom einfachen Leben

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Erschienen: 26.09.2016
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Wer war Franziskus – und was hat der Mann aus Assisi uns heute noch zu sagen?

Die katholische Kirche hat Franz von Assisi und seinen »Traum vom einfachen Leben« stets für sich vereinnahmt, seine Lebensgeschichte zur Hagiographie umgeschrieben. Dabei hat die Lehre Franz von Assisis eine Strahlkraft, die über konfessionelle Grenzen hinweg wirkt, gerade heute. Gunnar Decker enthüllt den klerikalen Mythos, der sich hinter der Gestalt des Mönchs verbirgt. Und er zeigt, auf welche Weise uns seine Lehre noch immer bewegt.

In Erinnerung an Franz von Assisi hat sich der Jesuit Jorge Mario Bergoglio den Namen Franziskus gegeben – eine richtungsweisende Wahl, zumal keiner seiner Vorgänger im Vatikan diesen Namen trug. Es ist die »Rückkehr zu den Ursprüngen«, mit der der Begründer des Franziskanerordens und »Anwalt der Armen« nicht nur das 13. Jahrhundert prägte. Sein Ideal machte ein modernes Menschenbild überhaupt erst möglich und bietet in diesen Zeiten, angesichts von Turbokapitalismus und digitalem Überdruss, mehr denn je Halt und Zuflucht. In seiner klugen und kenntnisreichen Biographie zeichnet Gunnar Decker das Wirken Franz von Assisis nach und führt seine Ideale in unser Denken zurück: Oftmals liefert dessen Botschaft Antworten auf die Fragen, die wir heute an das Leben stellen.

Rezension in christ-in-der-welt.de

»Faszinierend, wie Decker in seiner brillanten, bewundernswert kenntnisreichen und souverän gegliederten Erzählung [...] die Realien dieses Daseins gewinnt.«

Lesart (26.09.2016)

Gunnar Decker (Autor)

Gunnar Decker, 1965 in Kühlungsborn geboren, wurde in Religionsphilosophie promoviert. Er lebt als Autor in Berlin, veröffentlichte vielfach gelobte Biographien unter anderem zu Hermann Hesse, Gottfried Benn und Franz Fühmann, zuletzt das Geschichtsbuch »1965. Der kurze Sommer der DDR«. Weiter ist er Filmkritiker und Redakteur der Zeitschrift Theater der Zeit. 2016 wurde er mit dem von der Berliner Akademie der Künste verliehenen Heinrich-Mann-Preis ausgezeichnet.

»Faszinierend, wie Decker in seiner brillanten, bewundernswert kenntnisreichen und souverän gegliederten Erzählung [...] die Realien dieses Daseins gewinnt.«

Lesart (26.09.2016)

»Plastisch und vielfarbig ... Eine lohnende Lektüre.«

Christ in der Gegenwart (23.10.2016)

»Eine kluge und kenntnisreiche Biografie.«

Franziskaner - Magazin für franziskanische Kultur und Lebensart (01.10.2016)

»Eine ungemein detailreiche, liebevolle, aber durchaus unsentimentale Biografie des großen Heiligen des Mittelalters«.

Das Wesentliche (20.10.2016)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 432 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-8275-0061-8

€ 26,99 [D] | € 27,80 [A] | CHF 35,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Siedler

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Erschienen: 26.09.2016

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Detaillierte Biographie unter breiter Einordnung in den historischen Kontext

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 14.10.2016

www.rezensions-seite.de

Einerseits ist da der Mann Franziskus von Assisi, der am Ende sich von seinem „Orden“ zurückzog, der bis zu seinem Tode die absolute Einfachheit und Zuwendung zu Gott und seiner Kreatur wohl radikal lebte.

Und auf der anderen Seite ist die, sehr geschickte, Vereinnahmung des Mannes und damit „Zähmung“ seiner sozialrevolutionären Ideen und Haltung durch die „Amtskirche““ seit Jahrhunderten (und schon zu Lebzeiten des Franz) am Werk, um einerseits die Aura und das Charisma des Mannes für sich zu nutzen, ohne die an den Fundamenten der weltlichen Seite der Kirche rüttelnden Inhalte wirklich aufzunehmen. Nicht nur ein wenig hat die Amtskirche diesem Franziskus, seiner fast messianischen Beliebtheit über das regionale Umfeld hinaus und seiner auch provozierenden Haltung „die Zähne gezogen“.

Immerhin nicht im Sinne der Ketzerei, wie es den Katharern und Waldensern erging.

Doch wer das Innere der Basilika in Assisi betritt, wer allein den Prachtbau von außen sieht und dann die verschwenderische, fast überladen wirkende Ausstattung im Inneren, der sieht mit eigenen Augen, wie aus dem „ganz anderen“ Weg des Franziskus nun ein Teil der traditionellen katholischen Amtskirche geworden ist. Wobei es eine hohe Symbolkraft besitzt für die Gesamtschau dieses Lebens, wie die kleine, schmucklose Kapelle mitten in der Basilika anzuschauen ist.

Wobei ebenso klar ist, dass gerade der Bezug des aktuellen Papstes in seiner Haltung und schon seiner Namenswahl verdeutlicht, dass die Kerngedanken des Franziskus von Assisi bis heute durchaus bewegend und mit Veränderungspotential vorhanden sind.

Eine Spannung, die durchaus schon in der Person des Bettelmönches selber angelegt ist. Denn, anders als andere Reformbewegungen und durchaus in Kenntnis der Missstände in „seiner“ Kirche wollte Franziskus verbunden bleiben (und blieb es auch). Wie schon die Reise zu Beginn der Ordensgründung nach Rom zeigt, wo Franziskus die Erlaubnis des Papstes zum „neuen Weg der minderen Brüder“ einholen wollte (und bekam).

„Franz von Assisi war kein Fanatiker. Er zügelte den Rebellen in sich, weil er wusste, ungerechte Verhältnisse ändern sich nur, wenn sich die Menschen ändern“. Und das geht besser „von innen“ als „von außen“. Mit der Folge eben, als Person in den letzten Lebensjahren den inneren Konflikt sehen und ertragen zu müssen. Zwischen seinem „Ideal“ und der „realen (Kirchen-) Welt“.

Wie aber kam es überhaupt zu jener Wandlung im Leben des Franz von Assisi? Welche anderen Reformströmungen haben ihn beeinflusst? Was ist dran an so manchen Legenden, von den „Dreigefährten“ bis hin zu den „Stigmata“?

Beim Anfang beginnt Decker und geht doch über eine reine äußere Beschreibung von Beginn an weit hinaus. „Vom Anfangen“ erhellt eben auch die inneren Entwicklungen, erzählt breit und flüssig von der Atmosphäre der Zeit, von der „neuen Religiosität der Städte“, von einer Zeit, in der „Umschwung“ in der Luft lag, individuelle Formen entstanden und die „harte Hand“ der Kirche zu spüren bekamen.

Eine „Härte“, die auch innere Spannungen hervorrufen sollte im neuen „Orden der Minoriten“, bis hin zur Spaltung des Ordens 1517. Und in der inquisitorischen Wendung von „Franziskanern gegen Franziskaner“. Ein bis heute bestehender Hohn auf das, wofür Franziskus stand und steht.

Interessant und kenntnisreich erzählt Decker die Lebensgeschichte, aber auch die Folgegeschichte der Wirkung dieses Lebens, erläutert die Adaption des „Heiligen Franziskus“ in innere Spannung zu den Idealen des „realen“ Franziskus und zeigt die Linien des Glaubens des Mannes aus Assisi bis hin die Befreiungstheologie Lateinamerikas auf und erstellt so, trotz dürftiger Quellenlage, ein „rundes“ und lesenswertes Bild des Lebens und der Wirkung des Franziskus von Assisi.

"Die Freiheit des Himmels..." Franz von Assisi Biographie

Von: wortweg08 Datum: 09.10.2016

https://literaturoutdoors.wordpress.com

„Die Freiheit des Himmels…“ Franz von Assisi Biographie. Neuerscheinung Siedler Verlag.

Das Hochmittelalter um 1200. Eine Zeit der Unruhe nach dem plötzlichen Tod des Kaisers bricht an. Der Blüte höfischer Muse und Eleganz folgen Rivalitäten und Kämpfe. Die Erde bebt vom Norden bis in den Süden. Auch in Umbrien stürmen Bewaffnete die Burg oberhalb der Stadt und nehmen sie im Handstreich. Das neue Selbstbewusstsein führt auch hier nicht zum Frieden. Die neu gewonnene Macht will mehr – Perugia, die Hauptstadt der Region ist nun das Ziel. Mit in den Krieg zieht auch ein junger Tuchhändlersohn. Ruhm und Ehre locken. Sein Name: Francesco Bernardone. Doch eine vernichtende Niederlage erwartet sie. Tod und Tränen. Die Söhne der Adeligen werden in Kerkerhaft genommen, um Lösegeld zu bekommen. Francesco, mit Pferd und Rüstung, wird zu ihnen gerechnet und überlebt so. Die Kerkerhaft wird ihn verändern. Als er zurückkehrt wird er zum Suchenden und Hörenden. Auf Spaziergängen entdeckt er Sonne und Mond, Himmel und Erde neu. Ein neuer Weg beginnt nun für ihn. Es ist die Freiheit und Einfachheit des Himmels, der er nun folgt. Und er bleibt nicht allein…

Der Name Franz von Assisi ist einer der prägnantesten und rätselhaftesten im Bewusstsein abendländischer Geschichte. Es sind Ideale mit Person und Wirken verbunden, die Sehnsüchte öffnen, die jede Generation für sich neu zu bestimmen sucht – Der Aussteiger, der stille Rebell, der Asket, der Vordenker, der Kompromisslose… – Wer war Franz von Assisi aber nun wirklich?

Der Siedler Verlag legt nun eine biographische Spurensuche zu Leben, Werk und Wirkungsgeschichte vor, die facettenreich die wenigen historischen Fakten zu öffnen sucht und mit kulturellen Analogien verbindet. Gunnar Decker gelingt es in acht Überblicks-Kapiteln Darstellung und Interpretation fließend zu setzen und damit nah an Zeit, Ort und Person heranzuführen. Motive und Umstände werden historisch und psychologisch verortet und erhellen die Lebens- wie Wirkungsgeschichte im Weg durch die Zeiten. Der Autor bleibt stets dem offenen Dialog verbunden, den er vor letztgültige Schlüsse setzt. Franz von Assisi bleibt so auf dem Weg – zum interessierten Leser.

Gunnar Decker, Franz von Assisi – Der Traum vom einfachen Leben, Siedler Verlag 2016

Walter Pobaschnig, Wien 9_2016

https://literaturoutdoors.wordpress.com https://literaturoutdoors.wordpress.com/Rezensionen

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