Friday Black

Storys - Der Überraschungsbestseller aus den USA - DEUTSCHSPRACHIGE AUSGABE

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»Aufregend und ein Wunder« George Saunders

»Mit dem Mord an George Floyd bekommen die drastischen Kurzgeschichten des Afroamerikaners Nana Kwame Adjei-Brenyah in dem Band ›Friday Black‹ einmal mehr eine traurige Aktualität. Aktueller kann eine Sammlung von Kurzgeschichten kaum sein.« (Deutschlandfunk Kultur, Johannes Kaiser)

In zwölf verstörenden Storys erzählt Nana Kwame Adjei-Brenyah von Liebe und Leidenschaft in Zeiten von Gewalt, Rassismus und ungezügeltem Konsum. Wie fühlt es sich an, im heutigen Amerika jung und schwarz zu sein? Welche Spuren hinterlässt alltägliche Ungerechtigkeit? In einer unkonventionellen Mischung aus hartem Realismus, dystopischer Fantasie und greller Komik findet der US-Amerikaner eine neue Sprache für die brennenden Themen unserer Zeit. Ein selten kraftvolles, mitreißendes und ungewöhnliches Debüt!

»In der satirischen Überspitzung der Wirklichkeit hält der junge afroamerikanische Schriftsteller der amerikanischen Gesellschaft einen Spiegel vor: sie ist rassistisch, herzlos, geldbesessen, gewalttätig. Ein atemraubendes Debüt.«


Aus dem Englischen von Thomas Gunkel
Originaltitel: Friday Black
Originalverlag: Houghton Mifflin Harcourt
Hardcover, Pappband, 240 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-328-60129-6
Erschienen am  27. April 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Leserstimmen

Starker Tobak!

Von: Tausendléxi

28.06.2020

Zwölf Kurzgeschichten, die es in sich haben. Teilweise verstörend, mit Liebe und Leidenschaft geschrieben, über den Rassismus, die hohe Gewaltbereitschaft und das ungezügelte Konsumverhalten unserer Gesellschaft. Der Autor Nana Kwame Adjei – Brenyah schreibt über den Alltag in den USA, partiell gefüllt mit rassistischem Hass und grotesken Dystopien. Auf zwei der Storys möchte ich hier etwas näher eingehen, da sie eine besondere Wirkung versprühen. In > Die Finkelstein Five < wird eine Gruppe von schwarzen Kindern von einem weißen Familienvater ermordet. Er fühlte sich allein durch ihre Präsenz bedroht. Der Protagonist dieser Erzählung ist Emmanuel, ein junger, schwarzer Mann. Ihn verfolgen diese Traumbilder der ermordeten Kinder im Schlaf. Er bewirbt sich eifrig um Jobs, doch wenn seine Hautfarbe ins Spiel kommt, ist er raus aus der Nummer. Emmanuel bemüht sich seine Schwarzheit zu verringern, indem er mit gut gewählter Kleidung glänzen will. So versucht er den Grad seiner Schwarzheit zu drücken. Für ihn gilt, je schlampiger die Kleidung, desto höher der Grad, gemessen von 1 bis 10. Die Story > Friday Black < handelt um den > Black Friday <. Ein Verkäufer, der in einem Geschäft für Funktionskleidung arbeitet, berichtet über seine Beobachtungen an diesem Tag. Er sieht wie Kunden / innen regelrecht ausrasten, um sich Jacken einer bestimmten Marke zu sichern. Das Ganze eskaliert wie in einer Zombieapokalypse. Nun, die Storys sind gefüllt mit Humor und Horror, eine interessante Mischung, die mich persönlich nicht ganz überzeugen konnte. Die Plots sind teilweise so schräg und brutal, das sollte man aushalten können. Der Autor vermittelt das Gefühl, wie es sich wohl anfühlt in Amerika schwarz zu sein. Wie man irgendwie klarkommt, mit den täglichen Ungerechtigkeiten. Er greift die Polizeigewalt auf und vor allem ist das Thema Rassismus hier ernüchternd und ausdrucksvoll bedient. Mit einer Leseempfehlung tue ich mich etwas schwer, da manche Stellen im Buch erbarmungslos entmenscht sind. Dennoch sollte man sich an manche der Storys herantrauen. 🔖🔖🔖,5 von 5

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Brandaktuelles, starkes und wachrüttelndes Debüt

Von: Lesendes Federvieh

26.06.2020

Nana Kwame Adjei-Brenyah erzählt in zwölf außergewöhnlichen Geschichten von Rassismus, Gewalt und ausuferndem Komsumverhalten. Wie ist es in Amerika jung und schwarz zu sein? Wie sieht Rassismus im Alltag aus? Aktueller kann ein Buch momentan nicht sein... Friday Black ist eine Sammlung von 12 Kurzgeschichten die es in sich haben. Storys, die man nicht einfach so wegliest, sondern wirken lassen muss. Der Autor öffnet dem Leser auf ganz eigene Art und Weise die Augen über das aktuelle Amerika. Rassismus, Gewalt und Konsumterror sind die zentralen Themen, mit denen er sich in seinem klasse Debütroman beschäftigt. Er erzählt nicht einfach Geschichten, sondern verpackt sein Anliegen und seine Kritik in einem Mix aus realitätsnahen und dystopischen Kurzgeschichten. Er schreibt in einer klaren, sehr direkten und mitreißenden Art und Weise. Manchmal ziemlich brutal, aber immer auf den Punkt gebracht. Er nimmt eben kein Blatt vor den Mund und bereitet seine Gedankengänge und Überlegungen erfrischend modern für seine Leser auf. Bei jeder seiner Storys waren es für mich die Zwischentöne, die den Leser dazu bringen, sich noch intensiver über die Missstände Gedanken zu machen. "Die Finkelstein Five"- Geschichte ist mein absoluter Favorit im Buch. Erschreckend aktuell angesichts der Unruhen in den USA nach dem Tod von George Floyd, aber auch unbegreiflich mit welch zweierlei Maß Menschen nach Hautfarbe beurteilt werden. Obwohl ich das Buch insgesamt super finde und sehr gerne gelesen habe, fand ich nicht alle Kurzgeschichten gleich stark, die Botschaften, die der Autor darin verpackt hat, jedoch schon. "Friday Black" ist ein aufrüttelnder Debütroman, durch den man sich vorstellen kann, was Rassismus im Alltag wirklich bedeutet und wie tief verwurzelt dieser in der Gesellschaft ist. Es ist allerhöchste Zeit zu begreifen, dass wir alle gleich sind! Fazit: Brandaktuelles, starkes und wachrüttelndes Debüt

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Vita

Nana Kwame Adjei-Brenyah, Sohn ghanaischer Eltern, wurde 1990 in Spring Valley, New York, geboren, studierte Fine Arts und unterrichtet heute Creative Writing an der Syracuse University. Sein Debüt »Friday Black«, ein New York Times-Bestseller, errang den PEN-Jean Stein Book Award 2019, stand auf der Shortlist für den Dylan Thomas Prize 2019 und auf der Longlist der Andrew Carnegie Medal for Excellence in Fiction. Universal Pictures hat sich die Filmrechte an der Titelgeschichte seines Debüts gesichert.

Zur AUTORENSEITE

Thomas Gunkel

Thomas Gunkel, 1956 in Treysa geboren, arbeitete mehrere Jahre als Erzieher. Nach seinem Studium der Germanistik und Geografie in Marburg/Lahn wurde er 1991 Literaturübersetzer. Zu den von ihm übersetzten Autoren gehören u.a. Larry Brown, John Cheever, Stewart O'Nan, William Trevor und Richard Yates.

zum Übersetzer

Events

19. Sep. 2020

Lesung und Gespräch mit Nana Kwame Adjei-Brenyah

20:00 Uhr | Hamburg | Lesungen
Nana Kwame Adjei-Brenyah
Friday Black

Pressestimmen

»Adjei-Brenyahs furchtlose Geschichten treffen den Leser erst in die Magengrube, dann ins Gehirn, aber in Wahrheit zielen sie mitten ins Herz.«

»Der Afroamerikaner führt den Lesern vor Augen, wie jahrhundertelanger Rassismus das Land ausgehöhlt und zerrissen hat, wie ›Schwarzheit‹ darüber entscheidet, welche Chancen auf Bildung, Gesundheit und Wohlstand man bekommt.«

RND RedaktionsNetzwerk Deutschland, Martina Sulner (20. Juni 2020)

»Ein Buch der Stunde: Der 1990 in New York geborene Sohn ghanaischer Einwanderer thematisiert in zwölf kraftvollen Erzählungen Rassismus und Ungerechtigkeit. Adjei-Brenyahs Humor ist bitter und überdreht, aber dahinter steckt ein tiefer Ernst: Gewalt ist das Fundament, auf dem seine Welt steht.«

SWR-Bestenliste Juli/August 2020 - Platz 8 (01. Juli 2020)

»In ›Friday Black‹ wird von einer Zukunft erzählt, die schon morgen beginnen könnte. Eine neue und radikal frische Stimme in der US-Literatur.«

stern (30. April 2020)

»Der US-Autor Nana Kwame Adjei-Brenyah hat die amerikanische Gegenwart weitergedacht – und beschreibt sie in furiosen Erzählungen.«

St. Galler Tagblatt (CH), Valeria Heintges (13. Mai 2020)

»Adjei-Brenyahs Erzählungen sind auch jenseits dieses plötzlichen Aktualitätsbezugs bestechend gut.«

der Freitag, Florian Schmid (25. Juni 2020)

»Nana Kwame Adjei-Brenyahs Storys stilisieren die Mechaniken rassistischen Hasses zu grotesken Dystopien.«

Süddeutsche Zeitung, Hanna Engelmeier (22. Mai 2020)