Für immer die Alpen

Roman

Hardcover
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Staatsfeind Nummer 1 zu sein ist nicht leicht. Das gilt auch dann, wenn dieser Staat einer der kleinsten der Erde ist: das Fürstentum Liechtenstein. Johann Kaiser, Sohn eines Fotografen, Weltenbummler, Meister der Manipulation, lebt unter falschem Namen an einem unbekannten Ort. Mit dem Verkauf gestohlener Kundendaten einer großen Bank hat er so gut verdient, dass es sich unbesorgt leben ließe – wären da nicht die Verleumdungen aus seiner Heimat, die aus ihm einen Verräter machen wollen. Im Versuch, die Deutungshoheit über sein Leben zurückzuerlangen, greift Johann zu Stift und Papier.

Benjamin Quaderer hat einen tollkühnen Debütroman geschrieben über die Macht des Geldes und die Macht des Erzählens. Das Porträt eines Hochstaplers, der die Gesellschaft spiegelt, die er betrügt.

»Quaderer ist eine Entdeckung.«

Hubert Winkels / Süddeutsche Zeitung (22. März 2020)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 592 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87613-9
Erschienen am  09. März 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Vaduz, Liechtenstein

Leserstimmen

Unterhaltsam, informativ und absolut empfehlenswert

Von: Gute Seiten Schlechte Seiten

04.10.2020

Das Liechtensteiner Waisenkind Johann wird bereits in frühen Jahren von allen Vertrauenspersonen entweder mißhandelt oder verlassen. Die Eltern verschwinden, die Schwestern wollen ihn bereits als Baby ersticken, die Lehrerin quält ihn. Einzig die Liechtensteiner Fürstin Gloria ist eine Konstante des Vertrauens und der Freundschaft in seinem Leben. Später hintergeht er dieses Fürstenhaus, indem er geheime Daten der Liechtensteiner Bank an den Bundesnachrichtendienst verkauft. ⠀ ⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀ ⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀ ⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀ Eine fiktive Geschichte über einen realen Datendieb, irgendwo zwischen Thomas Glavinic und einer Spiegel TV-Reportage. ⠀ ⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀ ⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀ ⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀ Unterhaltsam, informativ und absolut empfehlenswert. ⠀ ⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀

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Hochklassige Literatur, fulminant, spannend, tragisch und komisch zugleich

Von: Manfred Fürst aus Kirchbichl

12.09.2020

An seinem Erstlingswerk Für immer die Alpen hat der Nendler (LIE) Autor Benjamin Quaderers fünf Jahre gearbeitet. Darin hat er mit viel Liebe zum Detail und tiefgreifenden Recherchen das Gefühlsleben wie auch die Lebensumstände des Datendiebs Johann Kaiser – angelehnt an die Geschichte Heinrich Kiebers - aufgearbeitet. Für immer die Alpen ist ein mehrdimensional, über weite Teile des 585-seitigen Romans Johann Kaiser als Ich-Erzähler, fasziniert Quaderer mit der Darlegung des Mikrokosmos des kleinen Liechtenstein: Vom Fürstenhaus über die Sportvereine bis hin zu den Stammtischen der Beizen im Land - jede und jeder scheint eine Geschichte mit ihm (Kieber) zu haben. Es sind diese Sätze Quaderers, die die literarische Qualität belegen: „Ein Satz je schöner, desto mehr Wahrheit er enthält.“ „Es war eine Spezialform des Magnetismus, die ihre Beziehung bestimmte.“ „…im Angesicht einer Zeichnung, die eine Dose zeigte, fand ich (Johann) zu mir selbst.“ Johann, der Sancho Panza des Liechtenstein. Bei dem Großen, dem Dicken und dem Dünnen, Männer der Finanzelite Liechtensteins, kommen mir „The Good, the Bad and the Ugly” Sergio Leone, 1966) in den Sinn. In diesem Moment wurde eine epochale überwältigende Idee geboren. Selbst die Fußnoten haben es in sich und sind lesenswert: „Der Zwergenstaat (LIE) am Rande der Alpen, umringt von der Schweiz und Österreich, ist das verschwiegenste Steuerparadies in Europa. Das kleine Land ist eine Festung, ein Hochsicherheitstrakt für die vom Fiskus verfolgten, die ehrbaren und die anderen. Kein anderer Staat in Europa hat so viele Briefkästen-Adressen, die nicht erkennen lassen, wer in Wahrheit die Post abholt.“ (Die Stifter im Dunklen aus DER SPIEGEL v. 15.12.1997, Bölke/Scheiber). Quaderer beschreibt die Digitalisierung der Stiftungsdokumente mit chirurgischer Präzision, bezeichnen sich doch die Mitarbeiter als Mediziner und ihre Kunden als Patienten. Der (ein) Kriminalpsychologe attestiert den brillant formulierten Passagen (Johanns Brief an Fürst Hans-Adam II.) soviel Tragik wie Komik. Der Briefschreiber sein ein außergewöhnlicher Mensch. Sympathie oder Ablehnung des Helden von B. Quaderer? Fürstliche Entlohnung vom BND für die Übergabe der deutschen Kundenmandate, „fürstlich“ - welch Ironie. Quaderers Für immer die Alpen erfordert eine ambitionierte und aufgeschlossene Leserschaft, die sich gern auf Neues einlässt, was Stil und Format betrifft. Ein Stück deutsche Zeitgeschichte, literarisch brillant umgesetzt. Ein epochaler Finanzskandal, die einen werden sich daran erinnern, die anderen werden erst überrascht, dann fasziniert sein. Cover Erstellt nach einer Illustration von Ruth Botzenhardt, die stilisiert das Schloss Liechtenstein in Vaduz darstellt, in dem Fürst Hans-Adam II. residiert. Literaturtipps Der Fürst. Der Dieb. Die Daten Tatsachenbericht von Heinrich Klieber, 2009, pdf-Edition. Der Datendieb - Wie Heinrich Kieber den größten Steuerskandal aller Zeiten auslöste Autor: Sigvard Wohlwend ISBN: 978-3867891455 Herausgeber: Rotbuch Verlag; 1. Auflage (12. Oktober 2011)

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Vita

Benjamin Quaderer, geboren 1989 in Feldkirch, Österreich, und aufgewachsen in Liechtenstein, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim und in Wien. Er war Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „BELLA triste“ und Teil der künstlerischen Leitung von „PROSANOVA 2014 – Festival für junge Literatur“. „Für immer die Alpen“ ist sein erster Roman. Für einen Auszug daraus erhielt er den 2. Preis beim Open Mike 2016 und ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats.

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Events

23. Okt. 2020

«Erzählzeit» zu Gast bei «Zürich liest» mit Nadine Schneider und Benjamin Quaderer

20:00 Uhr | Zürich | Lesungen
Benjamin Quaderer
Für immer die Alpen

25. Okt. 2020

Lesung

17:00 Uhr | Basel | Lesungen
Benjamin Quaderer
Für immer die Alpen

06. Nov. 2020

Lesung

19:30 Uhr | Berlin-Neukölln | Lesungen
Benjamin Quaderer
Für immer die Alpen

Pressestimmen

»So fulminant, so spannend, so lustig hat er all das aufgeschrieben.«

Jochen Overbeck / spiegel.de (10. März 2020)

»Mit ›Für immer die Alpen‹ ist Benjamin Quaderer ein wundersam anzuschauendes Gleichnis unseres Verschwindens gelungen.«

»Benjamin Quaderer hat einen mit Einfällen vollgestopften Hochstapler- und Liechtensteinroman geschrieben, in dem es nebenbei um den Diebstahl von Bankdaten geht.«

David Hugendick / DIE ZEIT (12. März 2020)

»Lesen Sie. Lesen Sie dieses Buch. Es hat Risiken und Nebenwirkungen, bei Büchern ist das was Gutes.«

»Eine Geschichte erzählt in der Tradition von John Irving. Mit wunderbarer Sprache und viel Fantasie. Sehr lesenswert.«

Beate Rottgardt / Ruhr Nachrichten (11. März 2020)

»Sechshundert Seiten, die vor fantastischen Einfällen und außergewöhnlichen Stilexperimenten bersten: Benjamin Quaderers Roman "Für immer die Alpen" ist buchförmige Performancelust.«

Hubert Winkels / Süddeutsche Zeitung (22. März 2020)