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Gedichte und Prosa

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Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7175-1100-7

Erschienen: 01.07.1949
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Tauglanz, Blütenweiß und das Flüstern des Wacholders – gerade den unscheinbaren Reizen der Natur galt Annette von Droste-Hülshoffs ganze Anteilnahme. In Werken von herber Schönheit setzte die «größte deutsche Dichterin» (Emil Staiger) den Spuren des paradiesischen Urzustands ein Denkmal. Die vorliegende Sammlung würdigt den großen Nuancenreichtum ihres lyrischen wie epischen Schaffens.

Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848) hinterließ ein Werk von unverwechselbarer Eigenart. Scharfe Beobachtungsgabe und sinnliche Erlebniskraft zeichnen es ebenso aus wie mutig-rückhaltlose Aufgeschlossenheit für die vielgestaltigen, auch übernatürlichen Phänomene der Natur. Tief im Glauben verwurzelt, pflegte die «Droste» eine stets strenge, im Rhythmus eigenwillige Sprache, wie unsere repräsentative Auswahl zeigt. Neben der unvergänglichen Lyrik und den beiden Epen «Das Verhältnis des Arztes» und «Der Spiritus familiaris des Roßtäuschers» wurden das stark autobiographische Romanfragment «Ledwina» und die «Bilder aus Westfalen» aufgenommen. Das erzählerische Meisterwerk «Die Judenbuche» rundet diese Sammlung ab.

In einem umfassenden Nachwort gelingt es dem Herausgeber und intimen Kenner des Drosteschen Werks, Emil Staiger, die Dichterin vor dem Hintergrund ihrer Schaffenszeit zu porträtieren. Er beschreibt ihren «Platz an der Schwelle der Zeiten» zwischen Romantik und jungem Deutschland und nähert sich über Einzelinterpretationen dem Einmaligen ihrer außergewöhnlichen Erscheinung.

Annette von Droste-Hülshoff (Autorin)

Annette von Droste-Hülshoff wurde 1797 auf Schloss Hülshoff bei Münster geboren. Sie stammte aus altwestfälischem Geschlecht. Trotz der von Krankheiten erschütterten Jugend erhielt sie eine reichhaltige Bildung. Sie knüpfte Bekanntschaft mit A. W. Schlegel, Adele Schopenhauer, Levin Schücking, Ludwig Uhland, Gustav Schwab und anderen. Seit 1841 lebte sie meist am Bodensee. Dort erfuhr sie eine halbmütterliche Liebe zum 17 Jahre jüngeren Schücking. Sie starb am 24. Mai 1848 in Meersburg am Bodensee.


Emil Staiger (Nachwort)

Emil Staiger (1908-1987), Professor der Germanistik an der Universität Zürich, war in den 1940er bis 1960er Jahren einer der meistbeachteten deutschen Literaturwissenschaftler; zudem machte er sich als Theater- und Literaturkritiker sowie als Übersetzer antiker Literatur (u.a. Sophokles, Vergil) einen Namen.

"Der literarische Gourmet unter den Germanisten" (Die Zeit)

Mit Nachwort von Emil Staiger

Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 368 Seiten, 9,0 x 15,0 cm

ISBN: 978-3-7175-1100-7

€ 19,90 [D] | € 20,50 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen: 01.07.1949

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