Geht doch!

Wie nur ein paar Schritte mehr unser Leben besser machen

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Lieber gut zu Fuß statt schlecht gelaunt

Uli Hauser ist immer schon gern zu Fuß gegangen, auch längere Strecken, wo andere lieber das Auto nehmen. Warum, darüber hatte er sich nicht den Kopf zerbrochen, so wenig wie über Schuhe oder darüber, wie man einen Fuß vor den anderen setzt. Im vergangenen Sommer nun hat er sich auf den Weg gemacht, von Hamburg aus Richtung Süden. Sein Ziel: Italien. Weil er wissen wollte, wie das geht: Gehen. Was es mit einem macht, im Kopf und in den Beinen. Weil er das Gefühl hatte, dass wir zu oft von Ort zu Ort hetzen, zu viel fahren, zu viel sitzen, zu wenig auf uns achten. Er lebte ohne Tempowahn und Terminkalender und hörte endlich mal auf seine Füße. Traf Ärzte, besuchte Schuhmacher und Mönche. Ließ sich von Menschen am Wegrand leiten, zur nächsten Begegnung und zur nächsten Geschichte. Er genoss die Schönheit des Augenblicks, Schritt für Schritt. Und ist überzeugt: Allen ginge es besser, wenn alle mehr gingen.

»Sein Buch ‚Geht doch‘ ist die Geschichte eines Aufbruchs und eine wunderbare Liebeserklärung an das Wandern.«

BRIGITTE WOMAN (29. Juni 2018)

Hardcover mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-8135-0779-9
Erschienen am  16. April 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Also dann mal los

Von: Silvie Sommer

22.11.2018

Auf und davon Von Hamburg nach Rom begibt sich Uli Hauser auf Schusters Rappen. Am Anfang in schweren Bergstiefeln im hohem Tempo am Ende schlendernd barfuß. Er traf viele Leute an der Strecke, einige davon die ihn berührten hat er am Schluss extra dankend erwähnt. Er nennt sie Menschen die einen weiterbringen, im übertragenen Sinne. Auch hatte er vorgesorgt und sich beim Alpenverein einen Pass bestellt um in Hütten nächtigen zu dürfen Ich lernte den Gluteus maximus von ihm kennen, den wir heute fast alle durch langes Sitzen ermüden , er langweilt sich im Bürostühl , er ist dafür gedacht um uns aufrecht gehen zu lassen. Er bringt uns den aufrechten Gang. also dann mal los Einfach mal weg sein. Raus aus allem. Raus aus dem Hamsterrad, aus dem grauen Alltag. Wer kennt ihn nicht diesen Wunsch, diese Sehnsucht auszubrechen ? Alles hinter sich zu lassen . Diese Idee sprach mich an und ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Ohne viel Gedöns auf Tour zu gehen nur mit kleinem Gepäck , wer möchte das nicht mal ? Zu Fuß war er schon immer gut , ein richtiger Laufbube ! Irgendwann wuchs der Wunsch in ihm sich auf dem Weg zu machen, nach Italien das war sein Ziel ! So ein Entschluß kann schon mal schnell aus einer Bierlaune heraus gemacht werden aber sich dann tatsächlich auf dem Weg zu begeben bedarf es schon mal etwas mehr, bis es dann endlich los ging mußten einige Hürden genommen werden. Besonderen Dank gebührt hier und maßgeblich zum „Entstehen“ des Buches hat wohl seine Partnerin beigetragen. Ihre „Großzügigkeit“ oder besser gesagt ihre Freigiebigkeit ihn „laufen zu lassen“ hat dieses Buch ja doch erst möglich gemacht. Genauso wie sein Arbeitgeber der ihn frei gab um ihn laufen zu lassen….. Ein „Normalo“ hätte sich schon ein Sabbatical dazu nehmen müssen…… Keine Zeit saß ihm im Nacken, ohne Zeitdruck und sein Terminkalender war gelöscht. Er war nun frei, hörte nur auf seine Füße und fand sein inneres Tempo. Laufen macht den Kopf frei, man öffnet sich, bleibt neugierig. Auf seiner Reise trifft er auf allerhand Leute . Man kommt so leicht ins Gespräch , bekommt Geschichten, da ist z. B. Kenny, er nennt sich „Wolfsberater“ sogar von offizieller Seite her….oder seine Frau Barbara die so gerne Bäume umarmt oder der historische Geograph, mit Herrn Denecke begab er sich auf eine Zeitreise bis zu den Römern und erfuhr, das Moguntiacum das heutige Mainz ist, oder dass es zu DDR - Zeiten verboten war am Todesstreifen auf die andere Seite hin zu Freunden oder Verwandten rüber zu winken. Es stand unter Geldstrafe und eine Dame wurde sogar gebüst und mußte zahlen. Er ist ein moderner Tramp, er läßt sich Zeit, bleibt mal länger hier mal länger dort. Er macht es sich schon leichter, er muß sich nicht in Gefahr begeben und wie ein Clochard unter freien Himmel nächtigen oder an jeden Abend einen besonders guten Platz für sein Zelt zu finden, nein es ist ganz ok in Pensionen, Hotels oder bei Freunden zu nächtigen. Ich finde zu diesem trip hätte auch besonders gut couchsurfing gepasst. Er sagt vorab das er gerne läuft aber es ist auch nicht schlimm wenn er ab und zu mal quasi reinspringt in eine einladend weit geöffneten Beifahrertüre oder sich per Anhalter mit Hilfe seines Daumens zutritt verschafft um sich mitnehmen zu lassen oder per Bahn wenns mal pladdert und es nicht so leicht weitergeht weil die Füße ihm qualmen. Das ist absolut ok. Es ist kein Ablasshandel dieses wandern. Dieses Buch ist auch kein Reiseführer, obwohl er über Deutschland sehr ausführlich schwelgt, hält er doch mit den Impressionen der Schweiz sehr hinterm Berg und in Italien ist er rapido schnell beim Papst. Auch wenn diese Reise beim Papst endet, es ist kein Pilgerbuch . Es ist ein Buch über das Gehen und sich selber zu begleiten. Zahlreiche Gedanken, Erkenntnisse, Probleme und Begegnungen werden ausführlich und wie ich finde sehr interessant beschrieben. Die Schweiz und Italien kamen mir schon zu kurz, vielleicht hat er sich auch noch einiges davon aufgehoben um es uns in einem zweiten Teil noch mehr über sich und seinen Weg, innerlich wie äußerlich zu erzählen.. Dieses Buch hat mir richtig Lust gemacht auch einfach drauflos zu laufen, ich liebe es ebenfalls mit meinem Hund neue Wege und Orte zu erkunden und diese Wege erläuft man sich eben viel intensiver als man es mit dem Auto je tun könnte. Das Cover spricht mich ebenfalls sofort an, wie da jemand so allein seinen Weg durch diese schöne Kulisse zieht. Er zeigt einem auf, das man es auf diesem Wege auch gut mit sich allein aushalten muß. Die Augen und alle Sinne zu öffnen , der Weg ist das Ziel. Ganz lieben Dank an Euch, dem Randomhouse Bloggerportal das ich dieses Buch lesen durfte, Dankeschön. eure Silvi

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Anleitung zum Ausbruch

Von: Thomas Lawall

19.05.2018

Warum eigentlich nicht? Man könnte doch einfach mal alles liegenlassen und sich auf den Weg machen. Irgendwohin. Ohne genaue Planung. Immer der Nase lang und herausfinden, wie sich das anfühlt. Raus aus dem Trott. An die frische Luft. Uli Hauser hat es getan, wenn auch nicht ganz ohne Vorbereitungen. Zwei Chefs müssen mitspielen. Einmal der Arbeitgeber und auf der privaten Seite die Freundin. Er ist dankbar dafür. "So eine Frau, die gönnen kann, wünsche ich jedem." Niemand bremste seine Neugier. Jene trieb ihn ungehindert hinaus. Spontan und unkontrolliert. Fast jedenfalls, denn die Auswahl der zu tragenden Garderobe spielte keine Rolle, ebenso wie der neue Technikfirlefanz, auch "Fitness-App, Pulsmesser und Kalorienzähler", aber ein Smartphone, selbstverständlich auch mit Ladekabel, muss es dann trotzdem sein. Zwecks Orientierung ... Das dämpfte die anfängliche Begeisterung des Rezensenten dann doch etwas. Gerne zitiert Uli Hauser seine großen Vorbilder, die vor Jahrhunderten diesen und jenen Weg oder gar bis Rom zu Fuß unterwegs waren. Wie sie das wohl "ohne" geschafft haben mögen? Neben aller Spontanität konnte auf eine gewisse Bequemlichkeit ebenfalls nicht verzichtet werden. Ein Zelt kam nicht in Frage, ebensowenig wie die Übernachtung unter freiem Himmel. Teilzeitselbstfindung also, oder so ähnlich. Tagsüber der fröhliche Vagabund, nachts aber die gewohnte Sicherheit der vier Wände, wobei es auch gerne einmal etwas luxuriöser sein darf. Auch auf Bus und Bahn darf man in dieser Sichtweise nicht verzichten. Und auf den Daumen ebenfalls nicht. Schließlich ist man ein (moderner) "Tramp". Wie dem auch sei. Lust darauf, der Bude samt Alltag einmal, oder auch gerne öfter, den Rücken zu kehren, macht "Geht doch!" auf jeden Fall und trotzdem. So bitterernst nimmt der Autor sowieso nichts, was sich in dem doppeldeutigen Titel, der wohl einerseits als Aufforderung und andererseits als Feststellung zu verstehen ist, unzweifelhaft andeutet. Die ebenso unterhaltsame wie unkonventionelle Schilderung der Erlebnisse zwischen den einzelnen Stationen (die eine gewisse Voraussicht eben doch verraten) versetzen Leserinnen und Leser in eine Art Aufbruchstimmung. Man sollte aber schon die Fähigkeit besitzen, auf Menschen zuzugehen, ihnen zuhören zu können und Interesse für ihre Lebenssituation aufbringen. Dann lernt man auf diesen Wegen nicht nur sich selbst (besser), sondern auch eine ganze Menge, unter Umständen recht originelle, Zeitgenossen kennen. So stellt uns Uli Hauser beispielsweise einen historischen Geographen, einen Münchner Gefäßchirurgen, einen ehemaligen Heizungsmonteur, der in einem abgelegenen Waldhaus wohnt und jetzt als Naturfotograf arbeitet, einen Doktor, welcher der Meinung ist, "Borreliose sei der Clown unter den Infektionskrankheiten", oder eine "Nachtschutzbeauftragte" vor. Er schwärmt in tiefster Ehrfurcht von der Schönheit der "Thürengeti", kommt in der Rhön vor lauter Begeisterung vom Weg ab oder klärt uns auf, dass es in Deutschland tatsächlich "unzerschnittenen verkehrsarmen Raum" gibt. Mindestens hundert Quadratkilometer muss so ein Gebiet haben. Was es nicht haben muss, sind Straßen, Bahnstrecken oder Kanäle. Kaum zu glauben, dass es noch sechshundert davon in unserem Land geben soll. Das und noch viel mehr hat der fröhliche Wanderer zu erzählen. Geistreich bindet er Episoden der jeweiligen Landesgeschichte in seine Wegbeschreibungen ein und nähert sich, langsam aber unaufhaltsam, seinem Ziel: Rom. Die Füße machen nicht immer mit, aber Gott sei Dank kennt man ja genug Ärzte, Orthopäden oder lernt sie einfach spontan kennen. Und zur Not gibt es ja die Navi-Telefon-Kamera. Während die Gegend zwischen Füssen und Bodensee genauestens und mehrfach beschrieben wird, wird der finale Weg durch Italien verhältnismäßig rasch abgehandelt. Man befindet sich am Comer See, dann plötzlich in Florenz und von dort geht es mit dem Zug nach Assisi. Immerhin sind dann noch 250 km zu laufen. Das ist völlig in Ordnung, aber als "Spaziergang von Hamburg nach Rom" sollte man das nicht verkaufen. Die Anleitung zum Ausbruch aus dem Büro- und sonstigem Alltag, um es wieder einmal zu Fuß zu versuchen, gibt immerhin zu denken. Den stark unterforderten Gehapparat sollte man hin und wieder etwas mehr herausfordern. Wer sich das außerhalb der üblichen Ferien erlauben kann, steht dann wieder auf einem ganz anderen Blatt. Vielleicht trifft Leserinnen und Leser ebenfalls einmal so eine Art "Mutausbruch". Einfach loslaufen. Schön wär's und warum eigentlich nicht? Und wer zu weit laufen sollte, kann ja zur Not einfach zurückfahren ...

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Vita

Uli Hauser, Jahrgang 1962, ist Reporter beim „Stern“ und Autor mehrerer Sachbücher (u.a. "Jedes Kind ist hoch begabt" und "Würde", beide mit Gerald Hüther). Er lebt in Hamburg.

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Zitate

»Die Geschichte seiner ungewöhnlichen Reise macht Lust auf eigene Abenteuer.«

BRIGITTE WIR, Meike Schnitzler (01. Juli 2018)

»Ein wunderschönes, lesenswertes Buch, das Uli Hauser da geschrieben hat.«

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