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Geschichten aus Istanbul Erzählungen

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Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7175-2288-1

Erschienen: 01.10.2012
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Ein zärtliches Porträt von Istanbul

Sait Faiks Istanbul ist ein Kosmos wundersamer und doch ganz normaler Menschen. Der Straße abgelauscht, im Kaffeehaus notiert, verleiht jede seiner unvergesslichen Geschichten der Vielvölkermetropole ein eigenes Gesicht: Die sanfte Barfrau Melâhat hilft einem phlegmatischen Kaufmannssohn beim Erwachsenwerden; Haydas, ein Kaffeehausbesitzer, verliert sein Herz an einen gefräßigen Seehund; Ahmet und Gülüm beginnen ihre arrangierte Ehe mit einer ungewöhnlichen Hochzeitsnacht. Sait Faiks atmosphärisch-dichte, skizzenartige Erzählungen schlugen in der türkischen Literatur des 20. Jahrhunderts einen völlig neuen Ton an. Mit dieser Kurzprosa führte er sie stilistisch wie thematisch in die Moderne.

»Dieser Auswahlband versammelt einige der schönsten Geschichten. […] Wer sie liest, vermag die ›Zwangsjacke des Alltags‹ zu erleben – und doch bisweilen davonzufliegen.«

Süddeutsche Zeitung (04.12.2012)

Sait Faik Abasiyanik (Autor)

Sait Faik Abasiyanik (1906–1954), in seiner Heimat unter dem Namen Sait Faik bekannt, studierte Literatur in Istanbul und Grenoble. Er war Lebenskünstler, Genussmensch und bekannt für seine Volksnähe. Bis zu seinem frühen Tod entstanden zwei Romane und rund 140 Kurzgeschichten. Noch heute gilt er als bedeutendste Erzählstimme der Türkei.


Gerhard Meier (Übersetzer, Nachwort)

Gerhard Meier, geboren 1957, übersetzt seit 1986 literarische Werke aus dem Französischen und Türkischen, unter anderem von Orhan Pamuk, Amin Maalouf und Sait Faik. 2014 erhielt er für sein Gesamtwerk den Paul-Celan-Preis.

»Dieser Auswahlband versammelt einige der schönsten Geschichten. […] Wer sie liest, vermag die ›Zwangsjacke des Alltags‹ zu erleben – und doch bisweilen davonzufliegen.«

Süddeutsche Zeitung (04.12.2012)

»Die schönsten vierzig Geschichten dazu in Neu- und Erstübersetzung sind wunderbar, um der Schwermut der kalten Wintertage zu entfliehen.«

Kurier (A) (26.01.2013)

Aus dem Türkischen von Gerhard Meier

Mit Nachwort von Gerhard Meier

Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 9,0 x 15,0 cm

ISBN: 978-3-7175-2288-1

€ 22,95 [D] | € 23,60 [A] | CHF 29,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen: 01.10.2012

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Ein Bummel durch Istanbul mit Sait Faik

Von: Birgit Böllinger Datum: 18.02.2017

www.saetzeundschaetze.com

Sait Faik zeichnet ein Portrait der Metropole in ihrer ganzen Vielfalt: Ein weltoffenes, kosmopolitisches Istanbul zur Zeit der Modernisierungspolitik unter Atatürk. Zweimal war ich Ende der 1990er-Jahre selbst in der Stadt am Goldenen Horn – viel zu kurz, um mit wirklichen Kenntnissen aufzuwarten. Aber diese Mischung aus Okzident und Orient, das Mit- oder wenigstens gute Nebeneinander der Kulturen und religiösen Auffassungen, die Energie, die die Stadt ausstrahlte – das hat mich fasziniert. Und so las ich nun die Istanbuler Erzählungen auch mit einem guten Schuss Wehmut und Sorge: Wer weiß, wieviel von diesem Istanbuler Charakter unter Erdogan verloren geht?
Auch Sait Faik ließ sich in seiner Kurzprosa stark von westlichen Vorbildern beeinflussen und gilt, so Gerhard Meier, als einer der Erneuerer der türkischen Literatur. Obwohl er 2010 von türkischen Schriftstellern in einer Umfrage zum besten türkischen Erzähler gewählt wurde, scheint er mir in Deutschland relativ unbekannt – viele der in diesem Buch enthaltenen Geschichten wurden überhaupt das erste Mal ins Deutsche übersetzt. Dabei sind sie nicht nur aus Gründen des „Lokalkolorits“ interessant: Ob „Kaffeehaus Eftalikus“, ob „Das Grammophon und die Schreibmaschine“, oftmals kreisen die Erzählungen auch um das Erzählen an sich, um die Bedingungen des und dem Zwang vom Schreiben.

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