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Kritische Textedition und umfassende Einführung in Bubers Romanerzählung Gog und Magog

Die Romanerzählung Gog und Magog (hebräisch 1943, deutsch 1949) basiert auf einer Kontroverse zwischen zwei chassidischen Schulen vor dem Hintergrund der Napoleonischen Kriege und den damit einhergehenden messianischen Hoffnungen unter den osteuropäischen Juden. Die Erzählung kann als Aussage Bubers zur politischen Theologie gelesen werden, sowohl innerhalb des Judentums (und zwar im Zionismus) wie auch darüber hinaus.


Hardcover mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 15,0 x 22,5 cm
ISBN: 978-3-579-02695-4
Erschienen am  21. September 2009
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Was ist GoG und MaGoG?

Von: Peter Friedrich aus Langenhagen

20.06.2019

Bubers Erzählung ist gut und angenehm zu lesen. Spannend und verwunderlich zugleich. Viele magische Begebenheiten, von denen er spricht, heben uns in eine Sphäre, in der Wunder zum Alltäglichen gehören. Der dualistische Druck, eine Meinung gegen die andere Meinung, gehört genauso dazu, wie die Erkenntnis, dass Beides gelebt werden kann, aber nicht muss. Letztlich muss der Leser seinen eigenen Weg finden, um sich der Dualität zu stellen, um sie zu überwinden. Der Mashia und dessen Erscheinen in dieser Welt ist seit dem Propheten Ezechiel schon immer ein heikles Thema gewesen. Buber zeigt uns beide Seiten. Die materialistische Auslegung, und die Spirituelle. Wenn wir die Erzählung Bubers über die Auseinandersetzungen chassidischer Juden lesen, die Rolle, die Napoleon spielen sollte, und der Magie kabbalistisch-chassidischer Rabbiner, geraten wir in einen Sog, der uns für die spirituelle Welt sensibilisieren will. Die Erkenntnis des Begründers der Chassidismus, den man bal shem tov - Träger des guten Namen- nennt, gibt uns darüber hinaus eine wertvolle Verständnishilfe. Gog und Magog, als Vorentscheidung zur Erscheinung des Mashia, findet IN uns statt. Nicht durch kriegerische Auseinandersetzungen im Orient, wie es einige Hardliner wiedermal planen. So sollte jeder Mensch für sich entscheiden, ob Napoleon, Adolf Hitler, die Kriege der Bush’s und die gerade ablaufende Provokation der USA im nahen Osten Vorboten der Apokalypse waren, beziehungsweise sind. Nehmen wir GOG und Magog als inneren Konflikt wahrt, so wie es uns der bal shem tov vorausgesagt hat, entpuppen sich alle Kriege der USA im nahen Osten als reine wirtschaftliche Maßnahmen geheimer Eliten. Es ist sogar zu hören, dass sie durch GOG und MAGOG, der Apokalypse im nahen Osten, den Mashia zu seiner Erscheinung zwingen wollen. Koste es was es wolle. Im Übrigen wird der Begriff Apokalypse mit ENTHÜLLUNG übersetzt. Das, was Martin Buber uns sagen wollte.

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Vita

Ran HaCohen unterrichtet Literatur an der Universität Tel Aviv und arbeitet als Übersetzer literarischer Texte, vor allem aus dem Deutschen und Niederländischen. Sein Buch Reclaiming the Hebrew Bible über die jüdische Rezeption der Bibelkritik im Deutschland des 19. Jahrhunderts ist 2010 erschienen. Für die erste annotierte hebräische Übersetzung des äthiopischen Nationalepos Kebra Nagast wurde er 2010 mit dem renommierten Tschernichowski-Übersetzerpreis ausgezeichent.

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Martin Buber

Martin Buber (1878–1965), Religionsforscher, Religionsphilosoph und Schriftsteller, war eine der führenden Persönlichkeiten des Judentums im 20. Jahrhundert und ein Vorreiter des jüdisch-christlichen Dialogs.

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