VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Gullivers Reisen Roman

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 28,00 [D] inkl. MwSt.
€ 28,80 [A] | CHF 38,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7175-2078-8

Erschienen:  20.11.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Service

  • Biblio

Nie war er aktueller als heute – Swifts «Gulliver» in der gültigen deutschen Übersetzung zum Jubiläum!

Gullivers Reisen nach Lilliput und zu den Riesen kennt jedes Kind. Und doch ist Swifts Fantasy-Saga vor allem ein eindrucksvolles Leseabenteuer für Erwachsene – tiefsinnig, amüsant, subversiv und desillusionierend –, eine zeitlos gültige Generalabrechnung mit menschlicher Dummheit und Selbstüberschätzung, ja eine besonders frühe Form der Polit-Satire: Die mit unerschöpflicher Fabulierlust bis ins Detail realistisch gestalteten Erlebnisse Gullivers in fremden Reichen sind gespickt mit polemischen Seitenhieben auf Staat, Kirche oder Rechtswesen.

Zum 350. Geburtstag des Autors am 30. November 2017 erscheint Christa Schuenkes kongeniale Übersetzung nun in der neu gestalteten Manesse Bibliothek - für alle, die den Menschen immer noch für die Krone der Schöpfung halten. Ein Klassiker, wie er gegenwärtiger gar nicht sein könnte!

»Er hat nicht nur eine grandiose Satire auf zeitgenössische Politik und existenzielle Grundzustände geschrieben, sondern eines der besten Bücher überhaupt. Es ist so irritierend aktuell, dass einem mulmig zumute werden kann.«

Salzburger Nachrichten, Anton Thuswaldner (25.11.2017)

Jonathan Swift (Autor)

Jonathan Swift (1667–1745) studierte Theologie in Dublin und wurde anglikanischer Geistlicher. Mit zahlreichen Flugschriften und ersten satirischen Erzählungen nahm er Stellung zu kirchlichen und politischen Themen. «Gulliver's Travels», die 1726 zunächst anonym erschienen, wurden zu einem überwältigenden Publikumserfolg und machten ihn zum bis heute bedeutendsten englischsprachigen Satiriker.


Christa Schuenke (Übersetzerin)

Christa Schuenke, geboren 1948 in Weimar, studierte Englisch und Französisch in Leipzig und absolvierte ein Philosophiestudium in Berlin. Sie ist seit 1978 als literarische Übersetzerin aus dem Englischen und Amerikanischen aktiv. Einen Namen machte sie sich vor allem mit Klassikerübertragungen, darunter William Shakespeare, John Donne, Herman Melville, John Keats oder Edgar Allan Poe. Dafür wurde sie u.a. mit dem Christoph-Martin-Wieland-Preis und dem Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW ausgezeichnet. Christa Schuenke lebt in Berlin.

»Er hat nicht nur eine grandiose Satire auf zeitgenössische Politik und existenzielle Grundzustände geschrieben, sondern eines der besten Bücher überhaupt. Es ist so irritierend aktuell, dass einem mulmig zumute werden kann.«

Salzburger Nachrichten, Anton Thuswaldner (25.11.2017)

»Der Manesse-Verlag hat der 2006 entstandenen, feinsinnigen Neuübersetzung von Christa Schuenke nun aus Anlass des 350. Geburtstags von Jonathan Swift eine edel gestaltete Neuausgabe gegönnt. Die ist im praktischen Liliput-Format aufgelegt und somit geeignet fürs Mitführen in (fast) allen Taschen.«

Weser Kurier, Iris Hetscher (30.11.2017)

»Aktuell wie eh und jeh und in einem heute noch beeindruckenden und aufrüttelnden Stil.«

DIE FURCHE (A), Brigitte Schwens-Harrant (30.11.2017)

»Was kann, was darf Satire ? Wenn sie, wie Swifts federleichte Prosa, von so überbordend wildem Witz, so scharfem Spott auf Kirche, Staat, Verwaltung und Justiz ist, einfach alles. Damit weitet sich Sozialsatire schlüssig bissig zur global genialisch gültigen Menschheitssatire. Er bleibt konkurrenzlos eine reine Lesefreude.«

Mannheimer Morgen, Erika Deiss (12.01.2018)

»Feinster Lesestoff, schönste Aufmachung. ... Die wundervollen Bände von Manesse begeistern die Leser seit Jahren, nicht anders ist es bei Gulliver, der vor fast 300 Jahren erstmals die Welt verzauberte.«

weltexpress.info, Frank Willmann (05.12.2017)

mehr anzeigen

Aus dem Englischen von Christa Schuenke

Mit Nachwort von Dieter Mehl

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 704 Seiten, 9,0 x 15,0 cm, 8 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-7175-2078-8

€ 28,00 [D] | € 28,80 [A] | CHF 38,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen:  20.11.2017

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Wertvolles Sammlerstück

Von: Thomas Lawall Datum: 03.03.2018

www.querblatt.com

Da kommen Erinnerungen hoch. An Verfilmungen und das, was man in Kindertagen gelesen hat. Damals faszinierten die Superlative auf den Inseln "Lilliput" und "Blefuscu" sowie deren Umkehrung in "Brobdingnag". Kinderherzen schlugen höher, wenn fabuliert wurde, dass wohl mindestens 1724 Lilliputaner in den Körper Gullivers passen würden. Später durfte er an eigenem Leib erfahren, wie man sich als "Kleinwüchsiger" fühlt, als ihn ein Riese mit Daumen und Zeigefinger packte, um dieses vermeintlich gefährliche Tier zu inspizieren.

Natürlich waren das die entschärften Versionen für Kinder und Jugendliche, weshalb auch heute längst nicht jeder weiß, dass es sich bei "Gullivers Reisen" um einen satirischen Roman handelt. Aus heutiger Betrachtungsweise sind gesellschaftliche Seitenhiebe, die der Autor auf sehr originelle Art und Weise in seinen Text eingebaut und versteckt hat, eine kleine Sensation, und das nicht nur, weil sie teilweise mühelos auf heutige Verhältnisse übertragbar sind.

Beispielsweise werden Kriege zwischen "Hochhacken" und "Flachhacken" ausgetragen. In der Tat geht es hier um eine ebenso langwierige wie ernsthafte Auseinandersetzung um die Höhe von "Schuhabsätzen". Es ist auch keineswegs egal, von welcher Seite man ein Ei aufschlägt. Usus war, dies am runden Ende zu tun, was der damalige Kaiser aber aufgrund eines ernsten Vorfalls unter Strafe stellte. "Rundendlerismus" galt fortan als Ketzerei. Allerdings regte sich in der Bevölkerung Widerstand und man ging lieber in den Tod, als sich zu unterwerfen und die Eier "fürderhin am spitzen Ende aufzuschlagen".

Für die Deutung dieser Kuriositäten ist es deshalb für den an Hintergrundwissen interessierten Leser eine große Hilfe, das Lesebändchen in den Anmerkungen ab Seite 645 einzulegen, um anhand von 193 Fußnoten jeweils sofort nachschlagen zu können, was Jonathan Swift tatsächlich meinte und ausdrücken wollte. In diesem Zusammenhang sind auch die Anmerkungen der Übersetzerin interessant, die auf falsche Zeitangaben hinweisen. Unglaublich hingegen, dass er zwar Geistlicher war, mit Kritik bezüglich kirchlichen und politischen Themen aber keineswegs sparte und mit jener an der menschlichen Vernunft, die im vierten Kapitel den Höhepunkt findet, schon gar nicht!

Die wohldosierten Worte des "Verlegers" in der Einleitung warnen vor einem "schlichten und einfachen" Schreibstil, gleichwohl vor einer umständlichen Ausdrucksweise. Dieses Leseerlebnis der ganz besonderen Art haben wir wohl der ambitionierten Übersetzungskunst von Christa Schuenkes zu verdanken. Zu diesem "Behufe" kann es durchaus sinnvoll sein, sich ein Zettelchen bereitzulegen, um gewisse Wortschätze einmal zu notieren, die im heutigen Sprachgebrauch leider fast völlig oder ganz verschwunden sind. Jene "Patina" war ihr ein Anliegen, auch jenes, welche die geneigte Leserschaft in den "fiktiven Realismus" Swifts geradezu eintauchen lässt. Das frühe 18. Jahrhundert fühlbar zu machen ist ihr gelungen.

Weniger erbaulich ist der kleine Schriftgrad, der, insbesondere der älteren Leserschaft, einiges an eventuell nicht mehr vorhandener Sehstärke abfordert. Grenzwertig wird es gar in den einleitenden, kursiv gedruckten Texten der Kapitelanfänge sowie im winzigen Fußnotentext. "Lilliput" lässt grüßen.

Den positiven Gesamteindruck kann dieser Umstand jedoch "nichtsdestominder" schmälern. Die liebevolle Aufmachung des im Postkartenformat gestalteten Büchleins ist nicht nur die Jubiläumsausgabe zum 350. Geburtstag des Autors, sondern auch ein wertvolles Sammlerstück, wobei "welchselbiges" sich nach einmaligem Lesen nicht unbedingt ins Bücherregal verabschieden möchte, sondern am liebsten noch einmal gelesen werden möchte.

Wunderschöne Ausgabe

Von: Books and Biscuit Datum: 03.12.2017

booksandbiscuit.blogspot.de

Ich finde es immer wieder faszinierend, Geschichten, die ich aus meiner Kndheit kenne, noch einmal zu lesen. Vor allem, wenn es sich dabei um Klassiker handelt. Mit den meisten Klassikern konnte ich damals nicht viel anfangen, die habe ich erst im Studium zu schätzen gelernt, aber ein paar mochte ich damals schon. Alice im Wunderland, Der Zauberer von Oz, Winnie the Puh, Gullivers Reisen... Als Kind sind es einfach nur zauberhafte Geschichten. Als Erwachsene erkennt man plötzlich, dass sie so viel mehr sind. Lemony Snickets A Series of Unfortnate Events sah ich plötzich in einem ganz anderen Licht, als ich die 13 Bände für meine Literaturabschlussarbeit an der Uni noch einmal las. Und auch Gullivers Reisen hatten diese Wirkung auf mich.

Diese wunderschöne bibliophile Ausgabe aus dem Manesse Verlag hat nun also ihren Weg in mein Bücherregal gefunden. Sie erschien anlässlich des 350ten Geburtstages des Autors in der Übersetzung von Christa Schuenkes. Für so ein Büchlein ist sie alles andere als preiswert, aber das ist es mir wert und außerdem hat dieses kleine Buch stolze 704 Seiten, was man ihm auf den ersten Blick gar nicht ansieht. Und sie passt optisch perfekt neben meine Frankstein Ausgabe aus dem Manesse Verlag.

Das Buch besteht nicht nur aus Gullivers wundersamen Reisen, die auf vier Kapitel aufgeteilt sind. Es gibt auch noch einen Anhang mit vielen zusätzlichen Informationen für alle, die mehr über die Hintergründe erfahren wollen. Denn Gullivers Reisen ist nicht nur Fantasy, es ist auch eine politische Satire über die damalige Zeit.

Diese wunderschöne Ausgabe ist ein Muss für jeden Fan und für jeden Nostalgiker.

Voransicht

  • Weitere Bücher des Autors