HUNGER

Die Geschichte meines Körpers

(7)
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Sie schreibt die Geschichte ihres Hungers. Sie schreibt die Geschichte ihres Körpers. Es ist keine Geschichte des Triumphs. Es ist die eines Lebens, das in zwei Hälften geteilt ist. Es gibt das Vorher und das Nachher. Bevor sie zunahm und danach. Bevor sie vergewaltigt wurde und danach. Roxane Gay, eine der brillantesten, klügsten und aufregendsten weiblichen Stimmen der USA, erzählt eine Geschichte, die so noch nie geschrieben wurde: schonungslos offen, verstörend ehrlich und entwaffnend zart spricht sie über ihren »wilden und undisziplinierten« Körper, über Schmerz und Angst, über zwanghaftes Verlangen, zerstörende Verleugnung und Scham - „Ich war zerbrochen, und um den Schmerz dieser Zerbrochenheit zu betäuben, aß ich und aß und aß.“

»Über Körperideale und Traumata: Roxane Gays »Hunger« ist in den USA ein Bestseller. Sie erzählt darin von einem unstillbaren Verlangen – nicht nur nach Essen.«


Aus dem Englischen von Anne Spielmann
Originaltitel: Hunger
Originalverlag: Harper
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-75814-2
Erschienen am  22. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Huger

Von: Miss.mesmerized aus Deutschland

03.06.2019

„Je erfolgreicher ich werde, desto öfter werde ich daran erinnert, dass ich für sehr viele Menschen niemals mehr sein werde als mein Körper. Egal, was ich leiste, zuallererst werde ich immer dick sein.” Wenn die Menschen den Namen Roxane Gay hören oder lesen, weiß zumindest das US-amerikanische Publikum, dass es sich um eine sehr erfolgreiche Autorin, Professorin und Feministin handelt. Wenn sie dem Menschen Roxane Gay zum ersten Mal begegnen, sind viele jedoch erschrocken, denn mit dieser Person haben sie nicht gerechnet. Roxane Gay ist nicht nur schwarz, sondern auch noch dick. Sehr dick. Weit über das Maß von adipös hinaus. Vergessen ist in diesem Moment, was sie an intellektueller Leistung erbringt, es zählt nur noch der Körper, der alles andere verdrängt und ein finales Urteil beim Betrachter auslöst. Meist kein sehr schmeichelhaftes. Die Autorin ist sich dessen bewusst, schon lange lebt sie damit, doch nun erzählt sie ihre Geschichte hinter dem Gewicht. Die Geschichte eines Mädchens, das mit 12 Jahren brutal von mehreren Jungs vergewaltigt wird und danach beginnt, ihren Körper zu hassen. „Ich habe angefangen zu essen, um meinen Körper zu verändern. Das hatte ich wirklich gewollt. Ein paar Jungs hatten mich zerstört, und ich hatte es fast nicht überlebt. Ich wusste, ich würde keinen zweiten Übergriff dieser Art ertragen, und deshalb habe ich gegessen, weil ich dachte, wenn mein Körper abstoßend wäre, würde das die Männer von mir fernhalten.” Die junge Roxane fühlt sich schuldig und sieht sich nicht in der Lage, mit jemandem über das zu reden, was ihr geschehen ist. Es beginnen Jahres des Martyriums. Als Teenager versucht sie, sie hinter ihrem Körper zu verstecken, ein Schutzschild aufzubauen und Menschen nicht zu nahe an sich herankommen zu lassen. Ihr Umfeld sieht nur die Kilos und versucht mit zweifelhaften guten Tipps ihre Lage zu verbessern. In ihren 20ern gerät ihr Leben völlig aus dem Ruder. Neben der unkontrollierten Nahrungsaufnahme behandelt sie ihren Köper wenig rücksichtsvoll, geradezu fahrlässig begibt sie sich in Gefahr und verliert jede Bindung zu ihm. Erst jenseits der 30 kann sie langsam in einem stabilen Leben beginnen, das aufzuarbeiten, was geschehen ist. Sie kann nicht ungeschehen machen, was man ihr angetan hat und ebenso kommt sie nicht aus diesem Körper heraus, der auf sie wie ein Käfig wirkt, in dem sie gefangen ist. Sie sieht, was möglich wäre, aber ihr Leben ist das, was sie erlebt hat und was es aus ihr gemacht hat. Erst fast 30 Jahre nach den Ereignissen kann sie dieses Buch schreiben. Sie springt in ihren Gedanken vor und zurück, man merkt, dass der Schreibprozess Teil der Verarbeitung ist. Doch die dadurch lebendige Erzählung lässt den Bericht authentisch wirken, ihre Wut und Verzweiflung wirken so eindrücklicher als bei einem glattgebügelten Text. „Hunger“ beschäftigt sich jedoch nicht nur mit ihr, sondern auch mit der Gesellschaft und deren Reaktion auf Dicke. Sie schreibt von sensationslüsternen Sendungen wie „The Biggest Loser“ und absurden Diätprogrammen über alltägliche Probleme in Restaurants oder beim Kleidung kaufen; von dem Versuch Körperkontakt um jeden Preis zu vermeiden und dafür gesundheitliche Schäden in Kauf zu nehmen, nur um den Arztbesuch zu vermeiden; von Vorurteilen und dem schwierigen Umgang mit dem Selbsthass, den sie empfindet. Roxane Gay konfrontiert den Leser mit allerhand, das macht das Buch nicht immer einfach, aber sie bricht eine Lanze für all diejenigen, denen nicht die Chance gegeben wird, das zu sagen, was sie zu sagen hätten, wenn man hinter die Fassade blicken würde.

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Keine leichte Leselektüre

Von: cornflake112

31.05.2019

Dieses Buch ist wirklich keine leichte Kost zu lesen und lässt den Leser während des Lesens das ein oder andere Mal stocken, da es so krass ist was die Frau erlebt hat. Es ist eine Biographie, die sehr viel Verletzlichkeit, Traurigkeit und Wut enthält.. Es ist an der ein oder anderen Stelle schwer zu lesen, da man nicht weiß, welche schlimmen Details als nächstes folgen. Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig, sodass man das Buch sehr gut lesen kann. Es ist kein Buch für zwischendurch, sodass man sich sehr gut Zeit dafür nehmen sollte. Klare Kaufempfehlung!

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Vita

Roxane Gay, geboren 1974, ist Autorin, Professorin für Literatur und eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen und literarischen Stimmen ihrer Zeit. Sie schreibt u.a. für die New York Times und den Guardian, ist sie Mitautorin des Marvel-Comics »World of Wakanda«, Vorlage für den hochgelobten Actionfilm Black Panther (2018), dem dritterfolgreichsten Film aller Zeiten in den USA. Roxane Gay ist Gewinnerin des PEN Center USA Freedom to Write Award. Sie lebt in Indiana und Los Angeles.

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Events

13. Juli 2019

Lesung

20:00 Uhr | Zürich , Zürich | Lesungen
Roxane Gay
Bad Feminist | HUNGER

Pressestimmen

»Fettsein als Überlebensstrategie - die amerikanische Feministin Roxane Gay erkundet in ihrem schonungslosen Buch ,Hunger' die Festung ihres Körpers.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung (25. Mai 2019)

»Warum bin ich so fett? Roxane Gay gibt sich selbst eine schonungslos offene Antwort. [...] Nur so konnte ein derart eindrucksvolles Buch entstehen.«

stern (25. April 2019)

»Lesen, Lesen, Lesen!«

Elle (04. Juni 2019)

»Ein schonungslos offener Text über Begehren und Verletzkichkeit.«

Missy Magazine (23. Mai 2019)

»Was mich an diesem Buch am meisten beeindruckt hat, ist Roxanes kompromisslose Ehrlichkeit.«

Emma Watson

»Brillant, intellektuell herausragend und tief bewegend.«

The New York Times Book Review

»Ein Buch von widerspenstiger Schönheit.«

USA Today

»Bemerkenswert!«

Los Angeles Times

»Atemberaubend ehrlich, tief bewegend erzählt!«

New Republic

»So tief bewegend, so mutig und direkt, dass es sich anfühlt, als vertraute Roxane Gay uns ihre Seele an.«

Seattle Times

»In ihrem kraftvollen, mutigen Erzählen fordert Roxane Gay den Körper zurück, den sie nie hätte verlieren sollen.«

Entertainment Weekly

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