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Haus der Kindheit Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87064-9

Erschienen: 21.02.2000
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Die Fotografie eines Hauses in einer österreichischen Kleinstadt hatte die Mutter von Max so sehr geliebt, daß sie diese in jeder neuen Wohnung in New York aufstellte, in jeder weiteren, immer ärmlicher werdenden Station ihres Exils. Zurück wollte sie jedoch nie. Daß ihre Schwester den Nazis nicht entkommen konnte, hat sie für immer von ihrem Zuhause abgeschnitten. Und auch Max zieht nichts zurück in die alte Heimat seiner Eltern: Er hat in New York Erfolg als Restaurator, und er führt ein ungebundenes Leben.
Dennoch bleibt in ihm eine heimliche Sehnsucht nach Europa wach. Knapp dreißig Jahre nach Kriegsende reist er zurück nach Österreich, findet dort allerdings nicht das in den Träumen seiner Mutter immer verlockender gewordene Haus, sondern trifft auf Beamte, die, unempfindlich gegenüber seiner jüdischen Familiengeschichte, ihn danach fragen, mit welchem Recht er die Rückgabe seines Besitzes überhaupt fordere. Bis ans Herz ernüchtert bricht Max seinen ersten Aufenthalt ab und kommt erst Jahre später wieder zurück.
Rätselhaft für ihn selber ist die Sehnsucht nach dem Ort, an dem seine Mutter für wenige Jahre glücklich war, und auch bei seinem zweiten Aufenthalt findet er keine Erklärung für dieses Gefühl. Dafür trifft er einige Menschen wie Spitzer, den alten Vorsteher der kleinen jüdischen Gemeinde, und eine Frau, die ihn einst sehr geliebt hat. Und er stößt auf eine unsichtbare Stadt, die verborgene Geschichte der
Juden, aber in allen diesen Vergangenheiten kann er auf Dauer nicht leben.
Anna Mitgutsch hat einen Roman über Suchen und Finden geschrieben, eine im höchsten Maß aktuelle Geschichte der Liebe zu einer Heimat, die nur noch in der Erinnerung betreten werden kann.

2015 erhielt Anna Mitgutsch das Ehrendoktorat der Universität Salzburg zur Laudatio

Anna Mitgutsch (Autorin)

Anna Mitgutsch, 1948 in Linz geboren, unterrichtete Germanistik und amerikanische Literatur an österreichischen und amerikanischen Universitäten. Für ihr literarisches Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Solothurner Literaturpreis, den Würdigungspreis (Staatspreis) für Literatur der Republik Österreich und das Ehrendoktorat der Universität Salzburg. Seit den siebziger Jahren übersetzt sie Lyrik und verfasste bisher zehn Romane, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Bei Luchterhand erschienen die Romane „Ausgrenzung“ (1989), „In fremden Städten“ (1992), „Haus der Kindheit“ (2000), „Familienfest“ (2003), „Zwei Leben und ein Tag“ (2007) und „Wenn du wiederkommst“ (2010) sowie zuletzt der Essayband „Die Welt, die Rätsel bleibt“ (2014).

www.anna-mitgutsch.at

29.01.2017 | 10:00 Uhr | Wels

Lesung und Gespräch
im Rahmen der Reihe "Literaturfrühstück"
Moderation: Gabriele Hofer-Stelzhammer
Musik: Mariia Pankiv (Klavier)
Eintritt: 26 € (inkl. Frühstücksbuffet)

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01.02.2017 | 20:30 Uhr | Bielefeld

Lesung

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07.04.2017 | 18:00 Uhr | Stift Göttweig

Lesung
im Rahmen der "Langen Lesenacht"

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Mehr Infos

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 336 Seiten, 20,5 x 11,6 cm

ISBN: 978-3-630-87064-9

€ 20,40 [D] | € 21,00 [A] | CHF 27,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 21.02.2000

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