Heimat

Ein deutsches Familienalbum

(7)
Hardcover
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„Wie kann man verstehen, wer man ist, wenn man nicht weiß, woher man kommt?“

Sie lebt seit über 17 Jahren in New York, ist verheiratet mit einem amerikanischen Juden und fühlt sich deutscher als jemals zuvor. Woher kommt das? Und wer ist sie eigentlich? Die preisgekrönte, 1977 in Karlsruhe geborene Autorin und Illustratorin Nora Krug fragt sich, was Heimat für sie bedeutet, und unternimmt eine literarisch-grafische Spurensuche in der Vergangenheit ihrer Familie: Was hatte Großvaters Fahrschule mit dem jüdischen Unternehmer zu tun, dessen Chauffeur er vor dem Krieg gewesen war? Und was sagen die mit Hakenkreuzen dekorierten Schulaufsätze über ihren Onkel, der mit 18 Jahren im Zweiten Weltkrieg fiel? Ihre gezeichneten und handgeschriebenen Bildergeschichten fügt Krug mit Fotografien, Archiv- und Flohmarktfunden zu einem völlig neuen Ganzen zusammen. „Heimat“ ist ein einzigartiges Erinnerungskunstwerk, in dem Familiengeschichte auf Zeitgeschichte trifft. Ein Graphic Memoir, lebendig, wahr und poetisch erzählt.

»Ein spektakuläres Debüt von Nora Krug.«


Hardcover, 288 Seiten, 19,0 x 26,0 cm
mit Abb., durchgehend 4c
ISBN: 978-3-328-60005-3
Erschienen am  27. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Was ist das eigentlich - Heimat?

Von: OliviaPlotwist

07.01.2019

Nora Krug ist Deutsche im Ausland. Seit zwölf Jahren lebt die gebürtige Karlsruherin in New York, wo sie an der Parsons School of Design lehrt. Heimat … Ein zweischneidiges Schwert für eine freiwillige Exilantin. Was ist also das Sujet ihres Buches? - In dem "deutschen Familienalbum" (so der Untertitel) begibt sich Krug auf biographische Spurensuche, vermengt private Fotografien mit Flohmarktfunden, selbstgezeichneten Comics und archivarischen Dokumenten. Herausgekommen ist ein beeindruckendes Graphic Memoir in dessen Fokus die deutsche Schuldfrage steht. Und zwar als individuelles, gar identitäres Problem. Anhand ihrer Familiengeschichte führt die Illustratorin kunstfertig vor Augen, wie dramatisch der kriegsbedingte biographische Bruch für viele Überlebende war. Sie geht auf detektivische Spurensuche, scheut nicht, dort nachzuhaken, wo es wehtut, und zeigt eine beeindruckende Sensibilität für die unangenehmen Fragen (Bsp: Nazitum Großeltern). Aber auch ihr Humor blitzt immer wieder durch. Ich habe mich in Krugs Ausführungen erstaunlich oft wiedergefunden und habe das Memoir mit heller Begeisterung (und zum Teil auch großer Bestürzung) gelesen. Bisher habe ich mein „Deutschsein“ noch nie so konsequent überdacht und reflektiert wie die Autorin. Vielleicht braucht es den räumlichen Abstand dazu, wer weiß... Fest steht, dass ich das Buch über die Weihnachtsfeiertage mit zu meiner Familie nehmen werde und mich auf spannende Gespräche freue. Es wird sicherlich reichlich Material dazu bieten, da bin ich mir sicher. Wer noch ein kurzfristiges Geschenk sucht, ist mit HEIMAT bestimmt gut beraten! Eine uneingeschränkte Empfehlung. - Was für ein grandioses Buch. Ich danke dem @PENGUIN_VERLAG sehr herzlich für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

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Ein Gesamtkunstwerk - fantastische Gestaltung, bewegender Inhalt

Von: floskel

26.12.2018

Sechs Jahre hat Nora Krug an dem Graphic Memoir „Heimat“ gearbeitet. Das kommt einem erstmal ganz schön lange vor. Sobald man das Buch aber aufschlägt, versteht man sofort wie diese sechs Jahre zustande gekommen sind. In einer Mischung aus Fotografien, Zeichnungen, Dokumenten, Zeitungsausschnitten und Text sind die 300 Seiten konzeptuell sehr beeindruckend. Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass dies das am liebevollsten gestaltete Buch ist, das mir je in die Hände gekommen ist. Aber nicht nur das, auch der Inhalt ist erfrischend aufbereitet – in einer Mischung aus Fakten zur deutschen Geschichte und persönlicher Familiengeschichte. Nora Krug, eine in Brooklyn lebende Professorin für Illustration, beschäftigt sich in diesem Buch mit der Vergangenheit ihrer Familie und somit mit ihrer eigenen Identität. Sie stellt Nachforschungen darüber an, welche Rolle ihre Familienmitglieder im Nationalsozialismus gespielt haben (ja, alleine die Recherche hat zwei Jahre gedauert), will die Schuldfrage für sich klären – und nimmt uns mit auf diese persönliche Reise, mit Hilfe dieses bewegenden Protokolls ihrer Suche. Und letztendlich glaubt sie an Hannah Arendts Satz: „Wo alle schuld sind, ist es keiner.“ Diese Einblicke in eine deutsche Familie waren für mich sehr erhellend, kannte ich doch bisher nur meine eigene (polnische) fragmentarische Familiengeschichte rund um diese Zeit. Ein Gesamtkunstwerk, das einen aufgrund seiner Gestaltung und seines Inhalts staunen und innehalten lässt.

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Vita

Nora Krug, geboren 1977 in Karlsruhe, studierte Bühnenbild, Dokumentarfilm und Illustration in Liverpool, Berlin und New York. Ihre Zeichnungen und Bildergeschichten erscheinen regelmäßig in großen Tageszeitungen und Magazinen (u.a. »The New York Times«, »The Guardian«, »Le Monde diplomatique«). Sie ist Fulbright-Stipendiatin und erhielt zahlreiche Preise und Förderungen, u.a. der John Simon Guggenheim Memorial Foundation, der Pollock-Krasner Foundation und der Maurice Sendak Foundation. Krug ist Professorin für Illustration an der “Parsons School of Design” in New York und lebt in Brooklyn.

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Events

12. März 2019

Vortrag und Gespräch im Rahmen der Graphic Novel Tage, mit dem Berliner Comiczeichner Hamin Eshrat

19:00 Uhr | Hamburg | Lesungen & Events
Heimat

13. März 2019

Vortrag und Gespräch

19:00 Uhr | Karlsruhe | Lesungen & Events
Heimat

14. März 2019

Vortrag und Gespräch

19:30 Uhr | Stuttgart | Lesungen & Events
Heimat

Videos

Pressestimmen

»Es ist ein großes Kunstwerk mit einer ganz großen erzählerischen Wucht.«

»Eine Meistererzählung – so bewegend wie ein Roman, so tiefsinnig wie ein Sachbuch.«

stern (25. Oktober 2018)

«Nora Krug hat ein eindrucksvolles graphisches Werk über eine düstere Zeit der Geschichte geschaffen. Eine Zeit, die uns bis heute verfolgt. Krug stellt Fragen und sucht nach der Wahrheit, sie weicht dem schwierigen Erbe ihrer Familie und ihres Landes nicht aus. Sie fragt auch, wie jeder von uns seine Familiengeschichte durchsteht. Am Ende kann das nur heißen, vor den Antworten nicht die Augen zu verschließen.»

»‘Heimat‘ ist das Ergebnis einer Tiefenrecherche, bei der eigene Erinnerungen und überlieferte Familiengeschichte nur der Anfang einer Suche nach Antworten sind.«

Der Tagesspiegel, Lars von Törne (30. August 2018)

»Intensiver Blick auf die Familiengeschichte: Nora Krug hat mit 'Heimat' ein großartiges, eindrucksvolles Buch herausgebracht.«

BADISCHE NEUESTE NACHRICHTEN, Michael Hübl (08. September 2018)

«Heimat ist ein überraschend ehrliches Buch, das eine erschütternde – und unwiderstehliche – Recherche über den Überlebenskampf der eigenen Familie mit den Kräften der Geschichte zu verbinden weiß. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, und als ich fertig war, konnte ich nicht aufhören, darüber nachzudenken. Krug erzählt in gewisser Weise von uns allen.»

«Eine spannende Collage aus Erinnerungen, Bedeutung und Verantwortung lässt Nora Krugs Familiengeschichte uns Leser nicht los mit ihrer Unmittelbarkeit der Bilder, den handschriftlichen Notizen und nicht zuletzt den beunruhigenden Parallelen zu unserem Leben im heutigen, aktuellen Amerika. Heimat ist ein wichtiges, leicht verständliches und sehr empfehlenswertes Buch.»

«Wir können nicht beeinflussen, was der Ort, von dem wir stammen, mit uns macht. Wir können lediglich bestimmen, was wir mit ihm machen. Nora Krug setzt sich mit ihrer deutschen Abstammung auseinander und zeigt uns, was es heißt, heute Deutsch zu sein, und wie man sich gelungen mit der Vergangenheit auseinandersetzen kann.»

«Nora Krugs Buch Heimat ist eine herzzerreißende, spannende und faszinierende Odyssee, die eine unerforschte, unzugängliche und unverständliche Vergangenheit aufzudecken sucht. Ein Kaleidoskop unterbrochener Leben, das unerbittlich auf ein endgültiges Ergebnis zusteuert. Ich konnte nicht mit dem Lesen aufhören.»

«Heimat ist ein fesselndes und wunderschön handgezeichnetes Graphic Memoir. Hält man dieses Buch in Händen und blättert durch die Seiten, die voller Fotografien, handgeschriebener Briefe und herrlicher Zeichnungen sind, ist es, als würde die Vergangenheit dich einholen und nach dir greifen. Eine Erkundung der Hinterlassenschaften und der Erinnerungen, der Dinge, die wir erben, der Geschichten, die wir weitergeben und der merkwürdigen Macht, die die Vergangenheit über uns hat. Ich habe es sehr gern gelesen.»

«Als Nachfahre jüdischer Großeltern, die dem aufkommenden Faschismus in ihrer Heimat Deutschland entfliehen mussten, empfinde ich die herzergreifende Recherche von Enkelin Nora Krug in ihrer eigenen über all die Jahre sorgsam verschlossenen Familiengeschichte als besonders bewegend. Doch als Amerikaner, der diese unsere Jahre des scheinbar unaufhaltsamen Driftens ins noch immer Ungreifbare durchlebt, fand ich Krugs schmerzlich gut realisiertes Graphic Memoir ausgesprochen beunruhigend. Denn was werden unsere Enkel einmal von uns und unseren alltäglichen Kompromissen und unserem alltäglichen Scheitern halten?»

»Ein beeindruckendes Bilderbuch für Erwachsene.«

Augsburger Allgemeine Zeitung, Stefanie Wirsching (23. Oktober 2018)

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