VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Ich bin niemand Roman

Kundenrezensionen (5)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 22,99 [D] inkl. MwSt.
€ 23,70 [A] | CHF 30,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-89667-578-1

NEU
Erschienen: 06.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Service

  • Biblio

Ein spannender und elegant erzählter Roman über die Welt in Zeiten wachsender Überwachung.

Als der Geschichtsprofessor Jeremy O’Keefe nach zehn Jahren aus Oxford in seine Heimatstadt New York zurückkehrt, um dort an der New York University zu unterrichten, gerät er in einen Sog seltsamer Vorfälle: Eine Studentin kommt nicht zum verabredeten Treffen, später stellt er verdutzt fest, dass er selbst die Verabredung abgesagt haben soll; ein ihm unbekannter junger Mann behauptet, ihn zu kennen; eine Reihe Pakete erreichen ihn, mit den Ausdrucken seiner Telefonverbindungen und seines Mailverkehrs der letzten Monate; der mysteriöse junge Mann taucht immer wieder auf – O’Keefe fühlt sich verfolgt, kann die Geschehnisse nicht zuordnen. Ist jemand hinter ihm her? Spielt ihm jemand einen bösen Streich? Wird er überwacht? Oder wird er einfach verrückt? Nach und nach stellt sich heraus, dass der Ursprung dieses Rätsels in O’Keefes Zeit in Oxford begründet liegt.

Ein stilistisch herausragender, hochintelligenter Roman über Erinnerung, Verdrängung und das, was geschieht, wenn unsere Vergangenheit uns einholt.

»Patrick Flanery erzählt … clever von der Kehrseite unseres durchtechnisierten Alltags.«

Glamour (16.03.2017)

Patrick Flanery (Autor)

Patrick Flanery wurde 1975 in Kalifornien geboren und lebt seit Jahren in Großbritannien. Nach einer Promotion an der Universität von Oxford unterrichtete er zunächst in Sheffield Literatur und arbeitet heute in London als Publizist. Sein Interesse gilt der Literatur und dem Filmschaffen Südafrikas. Absolution, sein erster Roman, wurde vielfach nominiert u.a. für den Guardian First Book Award, den Desmond Elliot Award, den IMPAC Dublin Award und den Royal Society of Literature’s Ondaatje Prize.

»Patrick Flanery erzählt … clever von der Kehrseite unseres durchtechnisierten Alltags.«

Glamour (16.03.2017)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Reinhild Böhnke
Originaltitel: I am No One
Originalverlag: Tim Duggan Books

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-89667-578-1

€ 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

NEU
Erschienen: 06.03.2017

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Ein spannendes Thema schwach umgesetzt

Von: Alexandra (The Read Pack) Datum: 18.05.2017

www.readpack.de

“Ich bin niemand” von Patrick Flanery erzählt davon, wie wir zwischen einem zu viel an Daten im Rahmen der Digitalisierung zu verschwinden drohen. Ganz konkret geschieht dies im Buch Jeremy O’Keefe, der nach einigen Jahren im Ausland in seine Heimat New York zurückkehrt. Immer häufiger zweifelt Jeremy an seinem eigenen Gedächtnis, immer seltsamere Vorfälle häufen sich in seinem Umfeld und er fühlt sich zunehmend beobachtet und beschattet.

Es ist gar nicht so leicht zu erkennen, dass dieses Buch um das Thema Big Data kreist. Vielmehr scheint sich die Erzählung zunächst um die eigene Realität und das Gedächtnis zu drehen. Erst allmählich werden Überwachung und Datensammlungen zum Thema der Geschichte. Leider schafft “Ich bin niemand” das Thema Big Data dann auch nicht neu aufzuarbeiten, es wird wenig substanzielles beigetragen. Außer der Paranoia des Protagonisten und der unheimlichen Datenflut, mit der er konfrontiert ist, wird zum “Gläsernen Mensch” wenig erzählt, wenig in Frage gestellt.

Zwar gibt es in der Handlung interessante Entwicklungen und Gedanken darüber, wie viel die über uns gesammelten Daten tatsächlich von uns erzählen, wie gut die Schlussfolgerungen sind, die unsere Daten zulassen. Aber das bleibt alles ziemlich schwammig.

Leider ist “schwammig” einer der Begriffe, der dieses Buch für mich generell ganz gut beschreibt. Die Geschichte ist hauptsächlich als innerer Monolog der Hauptfigur erzählt und nach einer Weile fingen mich die ständigen Abschweifungen in diesem Monolog wirklich an zu stören. Die Erzählung verliert sich in Nebensächlichkeiten, zum eigentlich spannenden Thema des Buches kehrt die erzählende Stimme selten zurück. Viel mehr finden sich ermüdende Einschübe über Heimat und Einsamkeit.

Für meinen Geschmack bildet die Geschichte am Ende keine harmonische Einheit. Es stehen Thema, Erzählstil und die Figuren recht zusammenhanglos im Raum und fügen sich mehr schlecht als recht zusammen. Das verdeutlicht vor allem Jeremy als Hauptcharakter. Er ist Geschichtsdozent und forscht (passenderweise) über die DDR als Überwachungsstaat, tatsächlich werden dazu auch einige interessante Einschübe geliefert. Neben diesen Fakten gibt es wenig, was ihn als Figur auszeichnet. Sein Charakter bleibt blass und wenig einprägsam. Er ist leider manchmal wirklich niemand.

Ich habe mich stellenweise sehr durch dieses Buch gekämpft und leider auch im Ende des Romans keine große Genugtuung gefunden. Zwar gibt es thematisch schöne Ansätze und interessante Abschnitte, insgesamt war das Buch für mich zu ziellos und die Figuren zu blass.

Im Strudel ungeklärter Ereignisse

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 02.05.2017

www.rezensions-seite.de

Zunächst scheint es so, als wäre der Professor der Geschichte mit Spezialisierung auf die „Überwachung“ in der DDR nach dem zweiten Weltkrieg einfach ein wenig vergesslich geworden.

Da wird ein Termin mit einer Doktorandin per Email verlegt, ohne dass sich Jeremy O´Keefe an seine selbst geschriebene Erklärung erinnern kann.

Da trifft er einen jungen Mann, der sehr vertraut mit ihm tut, aber beim besten Willen kann er jenen Michael Ramsey nicht einordnen als auch nur entfernt Bekannten.

Untersuchungen bei einer „Gedächtnisspezialistin“ (die Jeremy überaus attraktiv im Übrigen findet), bringen kein klares Ergebnis.

Und dann tauchen da Kartons auf. Gefüllt mit hunderten, tausenden Blättern Papier mit zunächst kryptischen Zeichen.

Und dann steht da dieser Mann vor dem Fenster. Und ein Geschäftsinhaber läuft ihm sogar auf offener Straße hinterher, um ihn zu warnen, dass er beobachtet wird.

Psychische Labilität? Gespeist aus dunklen Ereignissen der Vergangenheit an der Columbia Universität und in Oxford, die bisherigen Stationen seiner wissenschaftlichen Karriere?

Oder eine echte Überwachung, eine ernste Bedrohung und, wenn ja, warum?

Was für den Leser lange Zeit, wenn man genau liest bis zum Ende hin, nicht wirklich klar wird. Denn O`Keefe verschweigt Dinge. Sich und dem Leser. Es könnten also echte Verdrängungen sein. Oder doch ein Bespitzeln? Ob Verbindungen zu dunklen Gestalten, wenn auch, wie O`Keefe betont, nur indirekte Verbindungen? Oder eine persönliche Rache irgendeines sich zurückgesetzt fühlenden Studenten mit Hackerkenntnissen, der von den Web-Seiten bis zum Email Verkehr bis zu den Telefondaten alles über den Professor zu wissen scheint.

So tappt der Leser tatsächlich lange im Dunklen, bekommt keine andere Perspektive auf die Dinge geliefert und verirrt sich mit O`Keefe das ein um das andere Mal in breit dargelegten, bis in unwichtige Kleinigkeiten (die LKW vor dem Haus in Oxford) hinein dargestellte Einzelheiten an Erinnerungen, die vor allem immer eines sind: absolut subjektiv.

Bis zu faustdicken Überraschungen, was die familiäre Situation des Mannes angeht, was seine nicht immer saubere Trennung zwischen privat und Beruf angeht und ebenso, was die Verbindung zu einem (vermeintlichen?) „echten“ Spion betrifft.

Sprachlich ist es durchaus anregend, Flanery in diese sich verwirrende und verdrehende innere Welt zu folgen, gerade weil fast mäandernde Sätze den stetigen Fluss der Gedanken des Professors oft (nicht immer) gut emotional vermitteln.

Spannende Momente gibt es durchaus, wenn nachts auf dem Lande im Dunklen an die Tür geklopft wird und wenn sich dann, zumindest ein wenig, die Fäden verbinden, kommt auch weit genug Licht in das Dunkle all dieser Ereignisse, um die hintergründigen, in der Vergangenheit verankerten Vernetzungen all der Ereignisse mindestens zu erahnen.

Trotz mancher schwierig zu ertragenden Längen im Buch und einer endlosen „Erinnerungsorgie“ fast, die mit den Ereignissen der Gegenwart des Romans sich vernetzt und korrespondiert, diese Bedrohung, dass „einer“ alles über einen selbst zu wissen scheint, dass weder Telefon noch Email noch das „normale“ analoge Leben sicher zu sein scheinen und von allen Seiten unerklärliche Ereignisse sich zu einer zunehmenden Bedrohung ballen ist doch ein interessantes Sujet.

Alles in allem ein interessantes, aktuelles Thema in einer besonderen Form mit ganz eigener Atmosphäre durch die Konzentration auf eigentlich nur eine Figur gesetzt,

Voransicht

  • Weitere Bücher des Autors