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Ich hab mich nie so leicht gefühlt

Ab 11 Jahren

Kundenrezensionen (4)

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-16408-2

Erschienen: 21.09.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Wer braucht schon Familie?

Von einem Tag auf den anderen landet Carley in einer Pflegefamilie. Ihr gewalttätiger Stiefvater sitzt hinter Gittern und ihre Mutter liegt im Krankenhaus. Carley verschanzt sich hinter einer Mauer aus sarkastischem Humor und derben Sprüchen. Sie fühlt sich fremd in der perfekten Bilderbuch-Familie der Murphys. Doch mit viel Geduld und Liebe zeigen die Murphys ihr, was es heißt, sich in einer Familie geborgen zu fühlen. Und irgendwann gibt Carley ihren Widerstand auf. Eine ganz neue Zukunft tut sich vor ihr auf. Aber dann will ihre Mutter sie zurück und Carley muss sich entscheiden ...

"Sehr einfühlsam geschrieben."

Neue Presse (21.12.2015)

Lynda Mullaly Hunt (Autorin)

Lynda Mullaly Hunt wuchs als Jüngste von fünf Geschwistern auf. Sie arbeitete als Lehrerin, bis sie beschloss, das zum Beruf zu machen, was ihr am meisten am Herzen liegt: Lesen, Geschichten erzählen und Kinder. Ihr erstes Kinderbuch Ich hab mich nie so leicht gefühlt schaffte es auf Anhieb auf mehrere Bestenlisten, ihr zweiter Roman Wie ein Fisch im Baum landete auf der New York Times-Bestsellerliste. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern sowie Hund und Katze in Connecticut.

"Sehr einfühlsam geschrieben."

Neue Presse (21.12.2015)

"Am Ende wünscht man sich als Leser auch ein Teil der Murphys zu sein."

nightingale-blog.ne (30.10.2015)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Renate Weitbrecht
Originaltitel: One of the Murphys
Originalverlag: Penguin, US

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-570-16408-2

€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbt

Erschienen: 21.09.2015

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Großartiger Jugendroman über das Leben und die Liebe

Von: Klawitter Datum: 07.12.2015

www.lauras-leseecke.blogspot.de

Das Buch hat mich vor allem interessiert, weil es hier um eine Pflegefamilie geht. Ich hatte bisher nur Bücher gelesen, in denen dieser Aspekt nebenbei vorkommt, aber bei diesem buch liegt der ganze Fokus darauf.

Die Protagonistin Carley hat anfangs große Angst davor, in einer neuen Familie zu leben. Sie wurde von Haus aus ihr ganzes Leben lang vernachlässigt, was ihr allerdings überhaupt nicht klar war. Als sie auf die Murphys trifft, ist sie überfordert, denn an so viel Liebe ist sie keineswegs gewöhnt. Sie reagiert trotzig, wie es wohl die meisten Kinder in ihrer Situation täten. Sie kann einfach nicht glauben, dass eine völlig fremde Familie es so gut mit ihr meint.

Zwar habe ich Carleys Humor vor allem anfänglich sehr geschätzt, doch ihre Reaktionen haben mich auch sehr nachdenklich gestimmt und mich über mein eigenes Leben nachdenken lassen.

Ich hatte große Freude daran mitzuerleben, wie Carley von einem verschlossenen Mädchen zu einem immer offeneren Charakter wird.
Sie muss auf ihrem Weg Hürden meistern, die gewiss nicht leicht sind, doch sie übersteht es - So zeichnet sich auch ab, was für eine starke und liebenswerte Person sie ist.

Ich fand es großartig, mitzuerleben, wie Carley Freunde finden, Vertrauen zu den Murphys fasst und langsam mit ihrer Vergangenheit abschließt.

Das Buch war durchgehend sehr emotional, doch vor allem zum Ende hin, als es für Carley so weit war, sich zwischen ihrer Mutter und ihrer Pflegefamilie zu entscheiden, hatte ich mehrmals Tränen in den Augen.

Obwohl das Buch merklich für Kinder ab zehn Jahren ausgelegt ist, lohnt es sich auch für Jugendliche und Erwachsene, mal einen Blick darauf zu werfen.
Wer eine emotionale und schöne Geschichte über Familienliebe, Stärke und Zusammenhalt sucht, wird in "Ich hab mich nie so leicht gefühlt" definitiv fündig.
Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Schwalben.

Macht nachdenklich, geht ans Herz und unter die Haut

Von: Sandy Datum: 30.10.2015

nightingale-blog.net/

Der Plot

Nach einem Fall von häuslicher Gewalt, sitzt ihr gewalttätiger Stiefvater hinter Gittern und ihre Mutter liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Die aufgewühlte 12-jährige Carley wird aufgrund dessen nach ihrem Krankenhausaufenthalt aus der gewohnten Umgebung gerissen und in eine Pflegefamilie gesteckt. Sie versteckt ihren Kummer hinter einer Mauer aus sarkastischem Humor und derben Sprüchen. Fremd fühlt Carley sich in der perfekten Bilderbuch-Familie Murphy. Doch mit viel Geduld und Liebe zeigen die Murphys ihr, was es heißt, sich in einer Familie geborgen zu fühlen. Und irgendwann gibt Carley ihren Widerstand auf. Sie beginnt zaghaft hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Aber dann will ihre Mutter sie zurück…



Meine Meinung

Das Debüt von Lynda Mullaly Hunt hat schon lange vor Veröffentlichung mein Interesse geweckt. Ich wollte unbedingt mal etwas für die Mittelstufen-Zielgruppen lesen, was zudem realistisch angehaucht ist. Mit ICH HAB MICH NIE SO LEICHT GEFÜHLT wurde ich nicht nur fündig, sondern auch emotional sehr mitgerissen.

Die amerikanische Autorin setzt zu Beginn der Geschichte die Protagonistin Carley und mich, den Leser, in ein Auto. Das Ziel? Eine Pflegefamilie für eine unbestimmte Zeit, denn das junge Mädchen hat Schlimmes erleben müssen.

Carley ist ein Mädchen aus der unteren Mittelschicht, die ein Familienleben nicht kennt. Sie wirkt etwas abgebrühter und manches Mal reifer, weil ihre Mutter sie schon sehr früh zur Selbstständigkeit zwingt.

Die Familie Murphy zu treffen ist für Carley äußerst aufwühlend. Liebevolle Gesten und Umarmungen, sowie offene Gespräche sind für Carley fremdes Terrain, denen sie aber bei der Familie Murphy mit voller Wucht ausgesetzt wird. Für mich war es traurig mitzuerleben, wie wenig Zuwendung das Mädchen von ihrer Mutter bisher bekommen hat. Als Einzelkind weiß sie zunächst auch gar nicht, wie sie sich den drei Jungs Michael Eric, Adam und Daniel gegenüber verhalten soll. Verständlicherweise ist sie nach kurzer Zeit vollkommen überfordert. Neue Familie, neue Umgebung, neue Schule. Sie will einfach nur weg. Doch zumindest bei Michael Eric und Adam muss sie sich keine Sorgen machen. Der Niedlichkeitsfaktor wird durch die beiden kleinen Jungs natürlich sehr hoch gesetzt. Man schmilzt einfach dahin, wenn die beiden Carley für ihre Spiele begeistern und auf Kuschelkurs gehen möchten.

Auch Mrs. Murphy hat mein Herz erobert. Als dreifache Mutter und Ehefrau hat sie eigentlich schon genügend Trubel Zuhause. Doch der Entschluss ein Pflegekind aufzunehmen wird hartnäckig, aber vor allem mit ganz viel Herzenswärme und Verständnis umgesetzt. Carley ist vollkommen überrumpelt, wie fremde Menschen, denen sie zum ersten Mal begegnet, ihr so viel Zuneigung geben können.

Die Autorin hat mit der Familie Murphy ganz wunderbare und besonders nahbare Figuren gezeichnet. Sie schildert die schicksalhaften Ereignisse sehr real und die Emotionen wirken immer nachvollziehbar. Man hat nach dem Lesen das Gefühl, zu wissen, was für ein Kampf Pflegekinder und die Familie wirklich innerlich ausfechten müssen. Auch hat die Autorin immer wieder eingestreut, dass die Protagonistin Glück mit den Murphys hatte und es auch ganz anders kommen kann. Sehr empfehlen möchte ich das Buch um die Murphys nicht nur der Zielgruppe, sondern auch Eltern und Lehrer. Es macht nachdenklich und geht unter die Haut.





Fazit

Lynda Mullaly Hunts Debüt ist eine Geschichte über die Kunst uneingeschränkt (Nächsten)Liebe zu geben, Verlust, Freundschaft und Familiensinn. Mit ihrer Darstellung trifft die Autorin, durch die wunderbare Figurenzeichnungen und einem zugleich einfachen Schreibstil, immer den richtigen Ton. Am Ende wünscht man sich als Leser auch ein Teil der Murphys zu sein.

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