Ich und meine Mutter

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Vivian Gornick ist eine Entdeckung!

Mütter sind anstrengend und bleiben es ein Leben lang. Schon als Kind spürt Vivian Gornick bei ihrer Mutter eine blinde Wut über deren Schicksal als Hausfrau. Begleitet von der trotzigen Behauptung, die wichtigste Rolle einer Frau sei die der Ehefrau und Mutter. Darüber, dass die Tochter Unabhängigkeit und Schriftstellerei wählt, können die beiden Frauen endlos streiten, zugleich sind sie unzertrennlich. In diesem biografischen Roman, der noch nie auf Deutsch erschienen ist und gerade in mehreren Ländern neu entdeckt wird, zerlegen Mutter und Tochter auf kilometerlangen Fußmärschen durch New York weibliche Lebensentwürfe und führen ein furioses und komödiantisches Defilee verschiedenster Charaktere, ihrer Liebhaber, Träume und Enttäuschungen auf.

»Kaum mit Worten zu sagen, wie überragend gut dieses Buch ist.« Washington Post

»An die Brillanz und den Witz und die Liebe dieses Memoirs, das man als Tochter einer Mutter eigentlich nur feiern kann, wird allerdings so schnell nichts herankommen«

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (12. Mai 2019)

Aus dem Englischen von pociao
Originaltitel: FIERCE ATTACHMENTS: A Memoir
Originalverlag: Farrar, Straus and Giroux
Hardcover mit Schutzumschlag, 224 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60030-5
Erschienen am  15. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ich und meine Mutter

Von: Bearnerdette

03.07.2019

Vivian Gornick ist eine Journalistin und Autorin, die als Tochter jüdischer Einwanderer in der Bronx aufwuchs. In ihrem berührenden Roman Ich und meine Mutter schreibt sie sehr reflektiert über die schwierige Beziehung zu ihrer Mutter. Statt einem roten Faden gibt es Ausschnitte und Anekdoten aus ihrem Leben. Die Geschichte deckt die aktuelle Zeit ab, in der Gornick mit ihrer Mutter durch New York spaziert und über gegenwärtiges und Vergangenes redet, arbeitet aber auch mit Rückblenden, die Gornicks Jugend, den Tot ihres Vaters und ihre vergangenen Beziehungen beleuchten. Wer Action sucht oder eine Geschichte mit klarem Aufbau, die auf ein Finale zusteuert, wird enttäuscht werden. Das Buch ist Reflektion, wohl ein Stück weit Selbsttherapie, ein Werk über Beziehungen und deren Höhen und Tiefen. Der frühe Tod des Vaters ist ein zentrales Element, genauso wie die Nachbarin Nettie und deren kompliziertes Verhältnis zu Gornick selbst und deren Mutter. Es geht um Liebe, Familie und Freundschaft. In erster Linie geht es aber um facettenreiche Frauen, unperfekte Geschöpfe mit Makeln, gefangen in sozialen Konventionen. Gornick hat einen sehr eingängigen Schreibstil. Sie tritt im Buch oft als Beobachterin auf, die die Personen um sie herum betrachtet und versucht, deren Verhalten zu verstehen. Doch auch sich selbst analysiert sie, beleuchtet reflektiert ihre eigene Gefühlswelt und die daraus resultierenden Handlungen. Ich und meine Mutter ist ein lesenswerter Roman über ambivalente Gefühle und schwierige Beziehungen, ein Ausschnitt aus dem Leben der Autorin.

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Ein starkes Buch einer starken Frau!

Von: librovore

28.06.2019

„Ich und meine Mutter“ ist ein wahnsinnig aufregendes Buch! Vivian Gornick schrieb diesen autobiografischen Roman bereits in den 1980er Jahren, es könnte aber genau so gut in der heutigen Zeit, im heutigen New York spielen. Gornick’s Vergangenheit ist in der Gegenwart immer noch sehr präsent und zeitlos. Vivian Gornick kommt im Jahre 1935 als Tochter von jüdischen Einwanderern in New York zur Welt. Sie wächst auf zwischen ihrer Familie, vor allem bei ihrer Mutter, zwischen Männern, die gewalttätig sind und Frauen, die ihr eigenes Leben nicht ausleben dürfen. Geprägt hiervon wächst sie heran zu einer intellektuellen Frau und späteren Feministin. Als Journalistin und Schriftstellerin weiß Vivian Gornick, wie sie mit Worten umgehen muss, damit die Eindrücklichkeit ihrer Geschichte bis zum Leser vordringt. Dabei geht sie hart mit sich und ihrer Mutter ins Gericht und manches Mal ist sie nicht ganz fair. Ihre Mutter ist eine Frau mit widersprüchlichen Gefühlen. Im Laufe ihrer Gespräche findet der Leser heraus, dass die Mutter nur Sinn sieht in der Liebe zu ihrem viel zu früh verstorbenen Ehemann - ein anderes Leben durfte sie nie leben, Arbeit, Eigenständigkeit und Reisen blieben ihr verwehrt. Nach dem Tod des Ehemanns und Vaters stürzt die Mutter in tiefe Depression - und die Wut in der Tochter steigt. Die Mutter versucht aus der Tochter eine Hausfrau zu machen. Sie versucht ihrer eigenen Tochter ihr eigenes, früheres Leben aufzudrängen, was bei Vivian Gornick gar nicht gut ankommt und eine Art Rebellion breitet sich in ihr aus. Sie geht studieren, was in den 50er Jahren nicht jeder Frau erlaubt wird, und wird Schriftstellerin. Die Tochter stößt bei ihrer Mutter auf Unverständnis, wobei sie sehr viel Missgunst gegenüber der Intelligenz und des Intellekts ihrer Tochter an den Tag bringt. Vivian Gornick ist eine unglaublich starke Frau, ihr Buch verdient definitiv mehr Aufmerksamkeit! Dass „Ich und meine Mutter“ erst heute ins Deutsche übersetzt wurde, ist eindeutig zu spät. Daher bin ich sehr dankbar, dass der Penguin Verlag das Buch ins Programm aufgenommen hat und der breiten Masse nahe bringen möchte. Fazit Ein starkes, feministisches Buch aus den 80er Jahren, das aber genau so gut viele Frauen im Jahre 2019 interessieren sollte. Liebe Frauen dieser Welt, lest dieses Buch! Aber auch ihr Männer solltet euch die Geschichte von Vivian Gornick und ihrer Mutter nicht entgehen lassen! Eine klare Leseempfehlung meinerseits.

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Vita

Vivian Gornick, 1935 als Tochter einfacher jüdischer Einwanderer in der Bronx geboren, ist Autorin, Journalistin, Literaturkritikerin und bekennende Feministin. Sie begann ihre Karriere bei der New Yorker Wochenzeitung The Village Voice und schreibt seither für zahlreiche renommierte Medien, darunter The New York Times und Atlantic Monthly. Gornick veröffentlichte bisher elf Sachbücher mit oft autobiografischem Hintergrund. Mit »Ich und meine Mutter«, diesem modernen Klassiker der amerikanischen Frauenbewegung, ist nun erstmals eines ihrer Werke auf Deutsch erhältlich. 2019 wurde »Ich und meine Mutter« von der New York Times zum besten Memoir der vergangenen fünfzig Jahre gewählt.

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pociao

Pociao studierte Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaften, übersetzt u.a. Paul Bowles, William S. Burroughs und Evelyn Waugh und gewann 2017 den Don DeLillo-Übersetzungswettbewerb.

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Pressestimmen

»Ein beeindruckendes Buch über zwei beeindruckende Frauen.«

»Die Verbindung von Intellektualität und Emotion, feinster auch sinnlicher Wahrnehmung durchdringt ihr ganzes Schreiben und bringt es zum Leuchten.«

taz (24. Juni 2019)

»Ein Buch, so rasant und lebendig wie die Stadt, in der es spielt«

Der Tagesspiegel, Susanne Kippenberger (20. April 2019)

»Vivian Gornick hat ein starkes Buch über die Verstrickungen zwischen Mutter und Tochter geschrieben«

«Was soll man sagen? Brillant. Ein amerikanischer Klassiker. Kaum mit Worten zu sagen, wie überragend gut dieses Buch ist.»

The Washington Post

»Die Geschichte einer anhaltend schwierigen Beziehung, glänzend und furios erzählt.»

The New York Times

»Zurecht als zeitloser Klassiker gefeiert.»

Jonathan Lethem

«Vibrierend und lebendig – ‹Ich und meine Mutter› kartografiert Gefühle und Prägungen und zeichnet eine genaue Landkarte der eigenen Persönlichkeit.»

Los Angeles Times