Ich war der Lärm, ich war die Kälte

Ab 14 Jahren
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Lexis Wut brodelt unter der Oberfläche und wartet nur darauf, ans Tageslicht zu kommen

Die fünfzehnjährige Lexi kämpft mit Aggressionsproblemen. Sie zertrümmert Möbel, wirft Sachen aus dem Auto und zerstört Handys, wenn ihr die Sicherungen durchbrennen. Dabei möchte Lexi einfach nur von ihrer Familie akzeptiert werden: von ihrem Stiefvater John, der meint: »Warum passieren in deiner Nähe immer schlimme Dinge, Alexandra?«. Vom älteren Stiefbruder Kass, in den sie sich rettungslos verliebt hat. Und von ihrer Mutter, die sich immer mehr von ihr abwendet. Doch ihre Wut zu unterdrücken, lässt sie nicht verschwinden ...

Eine unerschrocken ehrliche und außergewöhnlich berührende Geschichte über emotionalen Missbrauch von der mehrfach ausgezeichneten Autorin von »Bevor ich sterbe«.

»Eine intensive Geschichte, die tief ans Herz geht.«

Neue Presse Hannover über »Ich war der Lärm, ich war die Kälte« (14. September 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Astrid Arz
Originaltitel: Furious Thing
Originalverlag: David Fickling Books, UK
Hardcover mit Schutzumschlag, 432 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-16582-9
Erschienen am  31. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Leserstimmen

Buchhandlung J. Heyn GmbH & Co. KG

Von: Kathrin Zupanc aus Klagenfurt

12.11.2020

Jenny Downham´s Roman ist eine fesselnde Geschichte über ein 15-jähriges Mädchen, das verzweifelt und vergebens versucht, so geliebt zu werden wie sie ist. Alexandra (Lexi), die Protagonistin des Romans, ist sehr impulsiv und neigt zu Wutausbrüchen. Obwohl sie ihrem Stiefvater einfach nur gefallen möchte. Ihrer Mutter zu Liebe. Diese ist ihrem Verlobten, der sich immer mehr als Tyrann entpuppt, völlig hörig und unterwirft sich ihm zusehends. Sie lässt sich von John emotional und finanziell unterdrücken. Lexi erkennt sein manipulatives Verhalten und wehrt sich immer mehr dagegen. Dies hat vermehrte Wutausbrüche und Eskalationen zur Folge. Es kommt zu einem Machtspiel, das vom Kräfteverhältnis alles andere als ausgeglichen ist. Auf der einen Seite steht Lexi, das junge Mädchen, das seine Mutter und seine kleine Schwester beschützen möchte - auf der anderen Seite John - der erfolgreiche Manager, stark und unverwüstlich. Eine Zeit lang befürchtet man, das Lexi diesen Kampf nicht gewinnen kann. Sie fällt in ein sehr tiefes Loch und findet scheinbar keinen Ausweg. Als Lexi merkt, dass sie Freunde an ihrer Seite hat, auf die sie bauen kann, entwickelt sie Kräfte, die es ihr schließlich möglich machen, den Tyrannen John zu bezwingen. Ihre Mutter löst sich endlich aus ihrer Abhängigkeit zu John und Lexi kann wieder Fuß fassen und ihr Leben wendet sich dem Guten zu. Der Roman hat mich emotional sehr berührt und wirft ein sehr heikles Thema auf. Emotionaler Missbrauch ist weitaus verbreiteter als man meinen möchte und wird leider sehr oft nicht erkannt bzw. zu einem Tabu erklärt. Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter und freue mich schon auf das nächste von Jenny Downham...

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Emotional und mitreißend

Von: art_of_books97

28.10.2020

„Also legte ich ein Gelübde ab. Ich schwor es auf Iris’ Leben, damit ich es niemals brechen konnte. Das Gelübde lautete: Hör auf, um Liebe zu betteln.“ Dieses Zitat aus „Ich war der Lärm, ich war die Kälte“ hat mich wirklich extrem berührt. Und es beschreibt die Geschichte perfekt. Es geht um die fünfzehnjährige Lexi, die immer wieder mit Aggressionsproblemen zu kämpfen hat. Dabei will sie eigentlich nur allen gefallen. „Mach das Monster“ wie ihre kleine Schwester Iris es so schön formuliert. Im Grunde begleiten wir Lexi, wie sie versucht mit ihrem Leben klar zu kommen. Eine kleine Triggerwarnung: Es geht um emotionalen Missbrauch. Ich finde dieses Thema wurde sehr gut aufgearbeitet. Auch wenn Lexis Gedanken teilweise etwas verdreht sind, weil sie eine teilweise sehr spezielle Art hat, die Welt um sich herum zu betrachten. Wir begleiten sie auf ihrer Entwicklung zu einem starken Charakter. Zu Beginn der Geschichte zeigt sie sich als Liebe bedürftig. Sie will nur ihrem Stiefvater gefallen, sie will von ihrem Stiefbruder geliebt werden und sie will, dass ihre Mutter glücklich ist. Dafür versucht sie alles, aber ihr Stiefvater scheint sie dennoch nicht zu akzeptieren und ihr die Schuld an allem zu geben, was schief läuft. Letztlich versteht Lexi aber, dass es nicht ihre Schuld ist, sondern dass ihr Stiefvater sich falsch verhält, es aber niemand wahrhaben will. Die Geschichte zeigt Extreme auf. Wie Lexi irgendwann nicht mehr weiter weiß, ihre Mutter und ihre Schwester einfach nur beschützen will. Und sie zeigt, wie ein emotionaler Missbrauch in Kombination mit einer emotionalen Abhängigkeit funktioniert. Es sind Wunden, die keiner sehen kann. Als Leser war es schon fast frustrierend, Lexi dabei zu zusehen, wie sie allen versucht zu sagen, was für ein Monster ihr Stiefvater ist. Auch wenn er sie nie geschlagen hat. Aber es will niemand so richtig verstehen. Grade weil Lexi durch ihre Aggressionsprobleme als schwieriges Kind gilt. Alles in allem hat mich der Schreibstil gepackt. Ich war in der Geschichte und habe mitgelitten, eine innere Wut aufgebaut. Ich habe komplett die Emotionen übernommen und Lexis Verhalten als sehr authentisch wahrgenommen. Auch wenn ich nicht immer alles nachvollziehen konnte, sie ist halt fünfzehn, da handelt man nicht immer rational. Demnach kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen, aber natürlich nur mit Triggerwarnung.

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Vita

Jenny Downham hat als Schauspielerin in einer freien Theatergruppe gearbeitet, bevor sie anfing zu schreiben. Ihr erster Roman »Bevor ich sterbe« wurde von der internationalen Presse hoch gelobt und war ein weltweiter Erfolg. Sie lebt mit ihren beiden Söhnen in London.

Zur Autor*innenseite

Astrid Arz wurde 1958 in Sibiu (Rumänien) geboren und kam 1965 nach Deutschland. Sie studierte Germanistik und Skandinavistik in München. Zudem gründete sie die Literaturzeitschrift federlese, welche sie ebenfalls mit herausgab. Seit 1981 übersetzt sie literarische Werke aus dem Schwedischen, Norwegischen und Englischen, darunter Titel von Märta Tikkanen, Emma Tennant, Larry McMurtry, Barbara Kingsolver, Ann-Marie MacDonald, Louise Doughty und Amy Gentry.

Zur Übersetzer*innenseite

Pressestimmen

»Ein ergreifendes und tiefgehendes Buch.«

Buchkultur über »Ich war der Lärm, ich war die Kälte« (20. August 2020)

»Nicht nur spannend und bewegend erzählt, sondern auch so gewaltig, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.«

Buchmarkt über »Ich war der Lärm, ich war die Kälte« (01. September 2020)

»[…] entwickelt die Geschichte bald eine beeindruckende Tiefe […]. […] vermittelt Jenny Downhams Roman eine wichtige Botschaft: Hört euren Monstern zu. Liebt sie. Sie machen euch stark.«

Eselsohr über »Ich war der Lärm, ich war die Kälte« (01. September 2020)

»Bemerkenswert ist die Erzählperspektive: Eine pubertierende 15jährige, in voller Wut, mitten im Höllenfeuer, Täterin, Opfer, Möchtegernheldin, unglücklich in Kass verliebt, einfach voller überbordender Emotionen.«

AJuM über »Ich war der Lärm, ich war die Kälte« (02. Oktober 2020)

»Downham kann schreiben, besser als viele andere […]. Was ihrer Feder entstammt, hat eine ungeheure Sogwirkung. Sich dieser zu entziehen ist schier unmöglich. Einfach nur grandios!« »«

»Ein vielschichtiger Jugendroman, der den Leserinnen und Lesern nicht nur tiefgründige Unterhaltung bietet, sondern auch auf ein Problem hinweist, das nach außen kaum sichtbar wird.« »«

»Jenny Downham schreibt in einem außerordentlich gut lesbaren Stil! Ich habe die Geschichte regelrecht verschlungen.«

»Lexi zeigt uns, dass es manchmal durchaus berechtigt ist wütend zu sein und dass es dafür auch durchaus gute Gründe gibt.«

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