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Im Herbst Mit Bildern von Vanessa Baird

Die Jahreszeiten-Bände (1)

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€ 22,70 [A] | CHF 29,90*
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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87514-9

NEU
Erschienen: 18.09.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Die Jahreszeiten-Bände von Karl Ove Knausgård: "Im Herbst" ist der erste Teil einer aus vier Bänden bestehenden grandiosen Liebeserklärung an das Leben und die sinnlich erfahrbare Welt. Enthalten: Briefe an eine ungeborene Tochter, Reflektionen über alltägliche Phänomene.

Ein Kind wird zur Welt kommen. Und ein Vater setzt sich hin, um ihm zu schreiben. Er will dem Kind zeigen, was es erwartet, die Myriade von Phänomenen und Materie, Tieren und Menschen, die wir die Welt nennen. Er schreibt über die Sonne und den Dachs, über die Thermoskanne und Urin, über das Bett und die Einsamkeit, während das Kind im Dunkeln wächst.

„All das Fantastische, dem du bald begegnen wirst, das du bald sehen darfst, verliert man so leicht aus den Augen, und es gibt fast so viele Arten, dies zu tun, wie es Menschen gibt. Deshalb schreibe dieses Buch für dich. Ich will dir die Welt zeigen, wie sie ist und wie sie uns umgibt, die ganze Zeit. Nur indem ich das tue, kann ich selbst sie sehen. Was macht das Leben lebenswert?“





Video: Das Phänomen Karl Ove Knausgård Zum Beitrag im SRF

Österreichischer Staatspreis für europäische Literatur 2017 Laudatio von Anton Thuswaldner

Dankesrede von Karl Ove Knausgård

»Wer Knausgård liebt (und das sind inzwischen nicht wenige), wird glücklich sein, dass ihm dieses helle Buch gelang.«

Burkhard Müller / Süddeutsche Zeitung (10.10.2017)

Das autobiographische Projekt

Die Jahreszeiten-Bände

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Karl Ove Knausgård (Autor)

Karl Ove Knausgård wurde 1968 geboren und gilt als wichtigster norwegischer Autor der Gegenwart. Die Romane seines sechsbändigen, autobiographischen Projektes wurden weltweit zur Sensation. Sie sind in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach preisgekrönt. 2015 erhielt Karl Ove Knausgård den WELT-Literaturpreis, 2017 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. Er lebt mit seiner Familie an der schwedischen Südküste.


Paul Berf (Übersetzer)

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, Kjell Westö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

»Wer Knausgård liebt (und das sind inzwischen nicht wenige), wird glücklich sein, dass ihm dieses helle Buch gelang.«

Burkhard Müller / Süddeutsche Zeitung (10.10.2017)

»Knausgård ist tatsächlich Gott, wie sich nun zeigt. Indem er die Welt beschreibt, erschafft er sie auf seine Weise noch einmal neu.«

Frank Junghänel / Frankfurter Rundschau (13.10.2017)

»Ein einziger Absatz genügt, und schon ist er wieder da, dieser typische Knausgård-Sound.«

Bettina Baltchev / MDR Kultur (21.09.2017)

»Knausgård zeigt sich als empfindsamer und melancholischer Mensch, der sich lieber hundert Gedanken zu viele macht als keine.«

Alexandra Stahl / dpa (24.10.2017)

»Das passende Buch für trübe Herbsttage.«

Hörzu (03.11.2017)

mehr anzeigen

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Norwegischen von Paul Berf
Originaltitel: Om høsten
Originalverlag: Forlaget Oktober

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,0 x 20,5 cm, 8 farbige Abbildungen
mit Lesebändchen

ISBN: 978-3-630-87514-9

€ 22,00 [D] | € 22,70 [A] | CHF 29,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

NEU
Erschienen: 18.09.2017

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https://bubobuboslesewelt.blogspot.com/b/post-preview?token=wm33218BAAA.m0ZpWAvqB6h6SqIQLTgGJrpbU7DG3c711oAssqqaYxyp-tOyWNPkD5d5DECghgRP1HKgkDYoe069ITNPnIaH2w.s64fx4gpp8cIsM81Sbfg5g&postId=2362966171361470327&type=POST

Von: BuboBubo Datum: 20.11.2017

bubobuboslesewelt.blogspot.de/

Ein Vater schreibt seiner ungeborenen Tochter Briefe und erklärt in einer phantastischen Sprache das Alltägliche, was es in der Welt zu entdecken gibt. Er will ihr zeigen, was sie alles entdecken kann wenn sie den Bauch ihrer liebevollen Mutter und Frau von Karl Ove Knausgård verlässt.
"Im Herbst" ist der erste Teil des Jahreszeitenzyklus, eingeteilt in einzelne Monate finden wir hier kurze Essays über verschiedenste Dinge. Er philosophiert und erklärt - er beschreibt und interpretiert.
Über Blut, Frösche, Schamlippen, Konservendosen und ganz vielen Dingen, denen wir in unserem Leben begegnen. Er zeigt und neue Blickwinkel und Gedankengänge. Er zeigt seiner Tochter seine Welt.
Es wird keine zusammenhängende Geschichte erzählt, die einzelnen Passagen laden dazu ein, immer mal wieder einen kurzen Abschnitt zu lesen um das Buch dann wieder zur Seite zu legen.
Leider sind mir die Gedankengänge des Autors manchmal etwas zu sprunghaft. Viele Abschnitte haben mir gefallen, aber einige konnten mich leider weniger überzeugen.
Die Idee, der ungeborenen Tochter die Welt zu zeigen finde ich grandios. Doch leider fehlt mir manchmal die Leichtigkeit und die Tiefgründigkeit mancher Texte wirkte manchmal zu aufgesetzt.
Zudem haben mir die Bilder von der Künstlerin Vanessa Baird wenig zugesagt, da sie für mich wenig zum Kontext gepasst haben. Dennoch werde ich die Reihe weiterverfolgen um mir ein besseres Bild zu Karl Ove Knausgård machen zu können.
Mehr kann ich zu diesem doch sehr außergewöhnlichen Buch nicht sagen, außer dass ihr es euch selbst anschauen müsst und euch die Welt nochmal neu von dem Autor zeigen lasst.

Eine Liebeserklärung an das Leben

Von: Starting2Read Datum: 15.11.2017

https://starting2read.wordpress.com/

Auf knapp dreihundert Seiten wandert Karl Ove Knausgård durch den Herbst, er beobachtet, erinnert sich, und philosophiert. Es gelingt ihm auf beeindruckende Weise, den Bogen zu spannen zwischen dem Alltäglichen und scheinbar Banalen auf der einen Seite sowie seinen tiefsinnigen Reflexionen über das Leben auf der anderen.

Knausgårds Schreibstil ist unglaublich intensiv; er schreibt direkt und schonungslos, schreckt nicht vor etwaigen Konventionen zurück. Mit unverblümter Ehrlichkeit scheint er jegliche Schmerzgrenzen zu überschreiten - und beweist doch großes Gefühl für die leisen Töne. Dadurch bekommt der Leser nie das Gefühl, Knausgård schreibe, um Aufsehen zu erregen. Vielmehr gelingt es ihm so, eine ungemeine Offenheit und Verletzlichkeit zu generieren.

Im Herbst zeichnet sich durch Knausgårds Fähigkeit zu beobachten, zu analysieren, zu induzieren aus. Er eröffnet dem Leser eine ganz neue Sicht auf die Dinge. Seine Wahrnehmung der Natur, der Menschen, der Dinge ist so faszinierend und kann mit unglaublich vielen Erkenntnissen und Einsichten aufwarten.

Knausgård besitzt die Gabe, dem Leser die Welt auf eine vollkommen neue Art darzulegen. Mit viel Liebe zum Detail und zum Leben selbst beschreibt er Situationen und Gegenstände, welche unter anderen Umständen leicht als gewöhnliche Nichtigkeiten abgetan werden würden. Doch es ist seine Erzählkunst, die es vermag, selbst den alltäglichsten Banalitäten den Zauber des Besonderen zu verleihen. Und das ist es letztlich auch, was er seiner Tochter mit den Briefen nahebringen möchte: dass sie lernen wird, das Leben zu lieben und sich die Begeisterung für die Welt auch über die Kindheit hinaus zu bewahren.

Beinahe sprunghaft bewegt sich Knausgård zwischen kindlicher Freude über den Geschmack von Äpfeln und schwermütigen Erinnerungen an den verstorbenen Vater. Dem Buch wohnt wie der titelgebenden Jahreszeit eine gewisse Wehmütigkeit inne. Der Herbst symbolisiert Reife und Vergänglichkeit - und keine andere der Jahreszeiten führt dem Menschen den Lauf der Dinge und das unaufhörliche Voranschreiten der Zeit ähnlich deutlich vor Augen. Unsere Welt ist endlich und ständigen Veränderungen unterworfen. Bildgewaltig und präzise gelingt es Knausgård, diese Essenz des Wandels zu greifen, zu begreifen, und dem Leser so die Augen für die Schönheit des Augenblickes zu öffnen. In "Laub" schreibt er: "Warum wusste ich es nicht zu schätzen, als ich es hatte? Weil ich es dann, denke ich manchmal, nicht gehabt hätte. Nur das, was einem zwischen den Fingern zerrinnt, nur das, was keine Worte findet, keine Gedanken hat, existiert voll und ganz. Das ist der Preis der Nähe: Man sieht es nicht. Weiß nicht, dass es da ist. Dann ist es vorbei, dann sieht man es" (S. 146). Dies ist mit Sicherheit eine meiner Lieblingspassagen, zeigt sie doch die bittersüße Poesie, welche Im Herbst innewohnt.

Was für ein poetisches und philosophisches Werk. Dank der Aufteilung und der kurzen, voneinander unabhängigen Episoden eignet sich das Buch als idealer Begleiter durch die Jahreszeit. Ich habe früh, direkt nach dem Aufwachen gerne ein oder zwei Geschichten gelesen, und mich dann im Laufe des Tages immer wieder dabei ertappt, wie meine Gedanken unbewusst zurück zu Knausgårds Ausführungen wanderten. Die Erzählungen haben etwas magisches und fesselndes - so zieht er Parallelen, wo sich auf den ersten Blick kaum Gemeinsamkeiten erkennen lassen, und die doch nach der Lektüre so augenscheinlich und klar wirken, dass man sich fragen muss, warum man nicht selbst längst darauf gekommen ist. Das ist große Erzählkunst. Im Herbst ist unbedingt lesenswert und macht einmal mehr Knausgårds Talent, dem Leser die Welt auf eine neue und unerwartete Welt aufzuzeigen, deutlich. ,Auf knapp dreihundert Seiten wandert Karl Ove Knausgård durch den Herbst, er beobachtet, erinnert sich, und philosophiert. Es gelingt ihm auf beeindruckende Weise, den Bogen zu spannen zwischen dem Alltäglichen und scheinbar Banalen auf der einen Seite sowie seinen tiefsinnigen Reflexionen über das Leben auf der anderen.

Knausgårds Schreibstil ist unglaublich intensiv; er schreibt direkt und schonungslos, schreckt nicht vor etwaigen Konventionen zurück. Mit unverblümter Ehrlichkeit scheint er jegliche Schmerzgrenzen zu überschreiten - und beweist doch großes Gefühl für die leisen Töne. Dadurch bekommt der Leser nie das Gefühl, Knausgård schreibe, um Aufsehen zu erregen. Vielmehr gelingt es ihm so, eine ungemeine Offenheit und Verletzlichkeit zu generieren.

Im Herbst zeichnet sich durch Knausgårds Fähigkeit zu beobachten, zu analysieren, zu induzieren aus. Er eröffnet dem Leser eine ganz neue Sicht auf die Dinge. Seine Wahrnehmung der Natur, der Menschen, der Dinge ist so faszinierend und kann mit unglaublich vielen Erkenntnissen und Einsichten aufwarten.

Knausgård besitzt die Gabe, dem Leser die Welt auf eine vollkommen neue Art darzulegen. Mit viel Liebe zum Detail und zum Leben selbst beschreibt er Situationen und Gegenstände, welche unter anderen Umständen leicht als gewöhnliche Nichtigkeiten abgetan werden würden. Doch es ist seine Erzählkunst, die es vermag, selbst den alltäglichsten Banalitäten den Zauber des Besonderen zu verleihen. Und das ist es letztlich auch, was er seiner Tochter mit den Briefen nahebringen möchte: dass sie lernen wird, das Leben zu lieben und sich die Begeisterung für die Welt auch über die Kindheit hinaus zu bewahren.

Beinahe sprunghaft bewegt sich Knausgård zwischen kindlicher Freude über den Geschmack von Äpfeln und schwermütigen Erinnerungen an den verstorbenen Vater. Dem Buch wohnt wie der titelgebenden Jahreszeit eine gewisse Wehmütigkeit inne. Der Herbst symbolisiert Reife und Vergänglichkeit - und keine andere der Jahreszeiten führt dem Menschen den Lauf der Dinge und das unaufhörliche Voranschreiten der Zeit ähnlich deutlich vor Augen. Unsere Welt ist endlich und ständigen Veränderungen unterworfen. Bildgewaltig und präzise gelingt es Knausgård, diese Essenz des Wandels zu greifen, zu begreifen, und dem Leser so die Augen für die Schönheit des Augenblickes zu öffnen. In "Laub" schreibt er: "Warum wusste ich es nicht zu schätzen, als ich es hatte? Weil ich es dann, denke ich manchmal, nicht gehabt hätte. Nur das, was einem zwischen den Fingern zerrinnt, nur das, was keine Worte findet, keine Gedanken hat, existiert voll und ganz. Das ist der Preis der Nähe: Man sieht es nicht. Weiß nicht, dass es da ist. Dann ist es vorbei, dann sieht man es" (S. 146). Dies ist mit Sicherheit eine meiner Lieblingspassagen, zeigt sie doch die bittersüße Poesie, welche Im Herbst innewohnt.

Was für ein poetisches und philosophisches Werk. Dank der Aufteilung und der kurzen, voneinander unabhängigen Episoden eignet sich das Buch als idealer Begleiter durch die Jahreszeit. Ich habe früh, direkt nach dem Aufwachen gerne ein oder zwei Geschichten gelesen, und mich dann im Laufe des Tages immer wieder dabei ertappt, wie meine Gedanken unbewusst zurück zu Knausgårds Ausführungen wanderten. Die Erzählungen haben etwas magisches und fesselndes - so zieht er Parallelen, wo sich auf den ersten Blick kaum Gemeinsamkeiten erkennen lassen, und die doch nach der Lektüre so augenscheinlich und klar wirken, dass man sich fragen muss, warum man nicht selbst längst darauf gekommen ist. Das ist große Erzählkunst. Im Herbst ist unbedingt lesenswert und macht einmal mehr Knausgårds Talent, dem Leser die Welt auf eine neue und unerwartete Welt aufzuzeigen, deutlich.

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