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Ismaels Orangen Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7645-0516-5

Erschienen: 16.03.2015
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Kann Liebe wachsen, wo Hass gesät wird?

Jaffa, April 1948. Der siebenjährige Salim Al-Ismaeli, Sohn eines palästinensischen Orangenzüchters, freut sich darauf, die ersten Früchte des Orangenbaums zu ernten, der zu seiner Geburt gepflanzt wurde. Doch der Krieg bricht aus und treibt die ganze Familie in die Flucht. Von nun an hat Salim nur noch einen Traum: Eines Tages zu seinem Baum zurückzukehren und im Land seiner Väter zu leben.

Zur selben Zeit wächst Judith als Tochter von Holocaust-Überlebenden in England auf – und sehnt sich danach, irgendwann ein normales und glückliches Leben führen zu dürfen. Als Salim und Judith sich im London der Sechzigerjahre begegnen und ineinander verlieben, nimmt das Schicksal seinen Lauf und stellt ihre Liebe auf eine harte Probe …

»Ein wunderschön geschriebener Roman, der die Tragödie zwischen Palästina und Israel greifbar macht. Höchst empfehlenswert!« Library Journal

Wussten Sie, dass Claire Hajaj ihre Lieblingsfilme- und Bücher so oft anguckt und liest, dass sie fast jede Szene auswendig wiedergeben kann? Zum Interview, Videos und Rezepten

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"Einfühlsam und differenziert erzählt die Autorin die Geschichte […] von der Zerreißprobe einer Familie und von zwei unversöhnlichen Völkern, die sich näher sind, als sie sich eingestehen wollen."

Donna, Ausgabe 04/2015

Claire Hajaj (Autorin)

Claire Hajaj, 1973 in London geboren, hat ihr bisheriges Leben zwischen zwei Kulturen, der jüdischen und der palästinensischen, verbracht und versucht, sie zu vereinbaren. In ihrer Kindheit lebte sie sowohl im Nahen Osten als auch im ländlichen England. Sie bereiste alle vier Kontinente und arbeitete für die UN in Kriegsgebieten wie Burma oder Baghdad. Sie schrieb Beiträge für den BBC World Service, außerdem veröffentlichte sie Artikel in Time Out und Literary Review. Ihren Master in Klassischer und Englischer Literatur hat sie in Oxford gemacht. Zur Zeit lebt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Beirut.

"Einfühlsam und differenziert erzählt die Autorin die Geschichte […] von der Zerreißprobe einer Familie und von zwei unversöhnlichen Völkern, die sich näher sind, als sie sich eingestehen wollen."

Donna, Ausgabe 04/2015

"Claire Hajaj hat ihre Familiengeschichte und zugleich einen großen Roman über den Nahostkonflikt geschrieben."

NDR Kultur HF (10.03.2015)

"Ein anregendes Debüt von Claire Hajaj schlägt eine literarische Brücke zwischen einer jüdischen Mutter und einem Vater aus Palästina."

3sat Kulturzeit, (12.03.2015)

"Claire Hajaj […] schildert mit feinfühliger, intensiver Wucht und einer atemberaubenden Stilsicherheit beide Seiten dieses Konfliktes, während die große Sehnsucht nach Frieden allgegenwärtig ist. Ein großartiges Debüt!"

Hamburger Morgenpost (26.03.2015)

"Claire Hajaj sieht die Welt durch zwei paar Augen: Ihre Mutter ist Jüdin, ihr Vater Palästinenser – das hat ihr mitreißendes Romandebüt inspiriert."

emotion, Ausgabe 04/2015

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Karin Dufner
Originaltitel: Ishmael's Oranges
Originalverlag: Oneworld Publications, London 2014

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-7645-0516-5

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 16.03.2015

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Der süße Saft in der bitteren Schale

Von: Frau Goethe Datum: 18.08.2015

https://www.facebook.com/fraugoetheliest

Salim Al-Ismaeli lebt 1948 auf einer Orangenbaumplantage in Palästina. Der siebenjährige wartet darauf, dass sein Orangenbaum die ersten Früchte trägt, als jüdische Truppen in seine Heimat einmarschieren und seine Familie nach Nazareth flieht. Man hört das Heulen der Sirenen, das Quietschen von Reifen und die Schreie der Menschen, während um sie herum die Bomben einschlagen.

Der Hauptstrang dieses Romans handelt von Salim, der als Student in London seine spätere Ehefrau Jude kennenlernt. Sie ist Jüdin. Der Konflikt, der sich schon allein aus den beiden Familiengeschichten ergibt, ist eine Belastung für die junge Beziehung. Beide halten jedoch zusammen und mit der Geburt der Zwillinge scheint das Familienleben perfekt. Offenbar kann man seine Vergangenheit aber nie abstreifen. Das merkt das junge Paar, als Salims Bruder als PLO-Kämpfer Unterstützung von Salim fordert. Für welche Seite er sich auch entscheidet, wird er einen der beiden verletzen.

Die britische Autorin mit den Israelischen Wurzeln verdeutlicht in ihrem Roman, wie schwer es ist, Familiengeschichte und Zukunft miteinander zu verbinden. Sie erzählt ihre Geschichte aus Sicht der beiden Liebenden, die vom Wunsch getrieben werden, ihren eigenen Frieden zu finden, jedoch in ihrem Umfeld immer wieder auf Schwierigkeiten stoßen. Nicht nur, dass ihre Familien immer wieder in Zorn geraten, wenn es um verlorenes Land geht und eine unausgesprochene Schuldzuweisung im Raum steht. Besonders Marc, der Sohn der beiden, spürt diese Zerrissenheit und wird damit in seinem Leben nicht fertig. Diese Tragik lässt sich von der kleinen Familie auf das ganze Volk übertragen. Über allem schwebt die Hoffnung, dass irgendwann ein Nebeneinander ohne Waffen möglich ist.

Claire Hajajs Debüt fordert, dass der Leser in die Geschichte eintaucht. Der Zugang ist zwar weit offen, gelingt aber nur denjenigen, die sich unvoreingenommen der Geschichte nähern. Der Konflikt im nahen Osten schwelt seit Jahrtausenden und oft hat man den Eindruck, dass niemand mehr weiß, wo der Auslöser war. Beide Völker bestehen nur noch aus Schmerz. Die Situation wird hier auf eine Familie reduziert, deren Ziel es ist, die Liebe zueinander siegen zu lassen. Beide Seiten dürfen ihre Sicht auf die Dinge darlegen und ernten dafür Verständnis beim Leser. Von daher ist das Buch absolut lesenswert für politisch Interessierte.

Ein wunderbares Buch, welches sich nicht im Vorbeigehen lesen lässt

Von: Steffis Bücherkiste Datum: 18.08.2015

www.steffis-buecherkiste.de

Möchte man bei diesem stimmungsvollen Cover nicht direkt in den Flieger steigen, um den nächsten Garten voller Orangenbäume zu besuchen? Doch lasst Euch von dem sonnigen gelb-orange nicht täuschen, denn hinter diesem hübsch gestalteten Buchdeckel steckt eine aufwühlende Geschichte.

Das Buch liest sich nicht im Vorbeigehen, da es jüdische und arabische Ausdrücke enhält (dazu gibt es hinten im Buch ein Glossar) und sich einer durchaus blumigen Sprache bedient. Wenn Hajaj mit beeindruckenden Metaphern und Bildern arbeitet, fällt es manchmal wirklich schwer durch das Buch zu jagen, weil man sich in der Sprache verlieren und die fremde Welt aufsaugen will. Auf der anderen Seite ist die Handlung so packend, dass man sich meistens dann doch zu einem lapidaren „schöner Satz, ich komm später noch mal vorbei und würdige dich ausgiebig“ genötigt sieht.

Das zwischen einem Palästinenser und einer Jüdin keine leichte Liebe möglich ist, ist aufgrund der historischen Gegebenenheiten eigentlich kaum erwähnenswert. Dennoch habe ich in einigen Rezensionen gelesen, dass es Lesern zu problembeladen und schwierig wirkte, was mich ehrlich gesagt zu einem hilflosen Schulterzucken animiert. Haben wir mittlerweile so wenig Empathie, dass wir uns nicht mehr in die Probleme, Wünsche und Hoffnungen anderer Menschen hineinversetzen können? Sei deren Kultur uns noch so fremd?

Mich hat Salims und Judiths Geschichte sehr berührt und sie zeigt auch, dass es sich immer lohnt für die Liebe zu kämpfen, mögen die Umstände auch noch so widrig sein. Dabei geht die Autorin zwar durchaus auf den bis heute schwelenden Nahost-Konflikt ein, überfrachtet ihren Roman jedoch nicht mit Politik und Geschichte. Dem ein oder anderen werden deswegen vielleicht ein paar Eklärungen fehlen. Jeder hat schließlich einen anderen Kenntnisstand über den nahen Osten. Wer sich aufgrund des Romans also besser informieren möchte, muss selbst tätig werden. Eventuell könnte man hier das Fehlen einer Karte und eines geschichtlichen Abrisses monieren, wobei letzteres wohl ohnehin zu knapp wäre, um ausreichend informieren zu können.

Trotzdem ist der Konflikt auch ohne weiteres Wissen spürbar, weil es die Autorin versteht sie durch die Verschiedenartigkeit ihrer Protagonisten erlebbar zu machen. Gekonnt zeigt sie Salims Zerrissenheit, dessen Heimatlosigkeit sein Wesen für immer verändert. Gerade heutzutage sollten mehr Menschen lesen, wie sich jemand fühlt, der in ein fremdes Land kommt und dort nicht geschätzt wird. Wenn man einem Mann den Stolz nimmt und dies ein Schatten über sein ganzes Leben und seine ganze Familie wirft.

Man muss sich auf diesen Roman einlassen, auf fremde Kulturen, auf die farbenfrohe bildgewaltige Sprache. Man muss sein Herz öffnen für eine berührende Geschichte voller Tragödien, aber auch voller Wärme und Liebe. Wenn man das tut, dann ist „Ismaels Orangen“ einfach wundervoll!

Von: Franziska Kommert aus Göttingen Datum: 03.06.2015

Buchhandlung: Buchhandlung Decius GmbH

Nahostkonflikt spannend und nicht belehrend in einer Familiengeschichte eingebaut. 3 Worte: rührend, emotional, dramatisch.

Von: Ingrid Kühn aus Wahlstedt Datum: 08.05.2015

Buchhandlung: Kühn(e) Bücher

Ein sehr bewegendes Buch, das einem die Nahost-Problematik eindringlich vor Augen führt!

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