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Jahre wie diese Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04629-1

Erschienen: 16.03.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Luke Kanowski beschließt, Provinz und Elternhaus den Rücken zu kehren, um in London seine Lorbeeren als Dramatiker zu verdienen. Mit Paul, einem angehenden Produzenten, und Leigh, Pauls Freundin, gründet er eine Theaterkompagnie, die bald erste Erfolge feiert. Die drei sind unzertrennlich – bis Luke auf Nina trifft, eine temperamentvolle, aber labile Schauspielerin, die ihn nicht mehr loslässt.

Alles, worum er gekämpft hat – Loyalität, Freundschaft, Karriere –, droht dem Versuch zum Opfer zu fallen, Ninas versehrte Seele zu retten. Wie viel ist er bereit, für sie zu riskieren?
Ein überaus romantischer, eleganter Roman über vier junge Menschen, die um ihren Platz in der Liebe und im Leben kämpfen und dabei immer wieder von den Prägungen ihrer Kindheit eingeholt werden.

"Hinter den Kulissen des Herzens" - Sadie Jones über ihren neuen Roman Zum Special

"London und die wilden 70er Jahre" - deutschlandradio.de

„Eine Geschichte über eine Zeit im Leben, in der alles bedeutungsvoll erscheint - fragil, haarscharf am Fiasko entlang kalkuliert, und genau deshalb voller Chancen auf Erfolg.“

NDR (05.05.2015)

Sadie Jones (Autorin)

Sadie Jones, 1967 in London geboren, arbeitete als Drehbuchautorin, unter anderem für die BBC. 2005 verfilmte John Irvin ihr Drehbuch „The Fine Art of Love“ mit Jacqueline Bisset in der Hauptrolle. Ihr preisgekröntes Romandebüt „Der Außenseiter“ (2008) wurde in Großbritannien auf Anhieb ein Nr.-1-Bestseller und war auch in Deutschland ein großer Presse- und Publikumserfolg. 2012 erschien bei der DVA "Der ungeladene Gast". „Jahre wie diese“ ist ihr vierter Roman.

„Eine Geschichte über eine Zeit im Leben, in der alles bedeutungsvoll erscheint - fragil, haarscharf am Fiasko entlang kalkuliert, und genau deshalb voller Chancen auf Erfolg.“

NDR (05.05.2015)

»Jahre wie diese. Darüber will man gar nicht viele Worte verlieren. Das will man einfach genießen, allein.«

Kurier (A), 28.03.2015

»Ein intensiver Roman über Londons Künstlerszene in den Siebzigern, Freundschaft und Loyalität.«

InStyle, 04/15

"Intensiv und hochemotional, präzise und feinfühlig. Mit diesem Roman ist Sadie Jones auf der Höhe ihres Schaffens."

The Observer (04.05.2014)

»Mit Tempo und zugeneigtem Witz beschwört Sadie Jones eine bewegte Zeit herauf bis hin zum unverhofften Happy End.«

Saarbrücker Zeitung, 06.03.2015

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Aus dem Englischen von Brigitte Walitzek
Originaltitel: Fallout
Originalverlag: Chatto & Windus

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-421-04629-1

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

Erschienen: 16.03.2015

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Hypnotisierend wie ein Op-Art-Muster!

Von: artWORDising Diana Wieser Datum: 06.03.2017

schreiblust-leselust.de

London, Anfang der siebziger Jahre: Die Theaterszene der pulsierenden Stadt ist im Aufbruch. Politische Satiren, Nackte auf der Bühne, anarchische Inszenierungen. Die kreative WG um Luke, Paul und die schöne Leigh versucht hier Fuß zu fassen. Sie gründen ein eigenes Theater, hadern mit finanziellen Problemen, Selbstzweifeln, verkrusteten Rollenbildern. Von der 68er-Bewegung scheinbar befreit, erkennen sie, dass sich familäre Prägungen nicht so einfach ablegen lassen. Als Luke die fragile Nina kennenlernt, droht die eingeschworene Gemeinschaft zu zerbrechen. Ein wundervoller Rückblick auf die elektrisierende Zeit zwischen Bob Dylan, Bukowski und Batisthemden.

Luke Kanowski ist mitten in seinen Zwanzigern und voller Tatendrang. Er beschließt die Provinz mit all ihrem Ballast – zum Beispiel der Mutter, die seit Jahren in einer Psychiatrie lebt – hinter sich zu lassen. In London trifft er auf Freigeister und Gleichgesinnte. Er zieht mit Paul und Leigh zusammen, die ein Paar und zu seiner Ersatzfamilie werden. Gemeinsam eröffnen sie ein Theater, schreiben Stücke, wagen große Träume. Bis Luke auf die depressive Schauspielerin Nina trifft. Als Schwerenöter hat er bislang alle Frauen emotional auf Distanz gehalten, doch in Nina glaubt er eine zerbrechliche Seele gefunden zu haben, die ihn in das unüberwundende Trauma seiner verlorenen Mutter zurück katapultiert. Vor Liebe wie von Sinnen, setzt Luke für Nina alles aufs Spiel.

Die Londoner Autorin Sadie Jones, die unter anderem Drehbücher für die BBC verfasste, kennt London wie ihre Westentasche und lässt eine vergangene Ära stilvoll aufleben. Gleichzeitig schafft sie es auf einer psychologisch subtilen Ebene zu arbeiten. Alle Charaktere tragen Prägungen mit sich, die sie unbewusst beeinflussen. Zerbrochene Familien, lieblose Väter, ehrgeizige Mütter, die ihre geplatzten Karriereträume auf ihre Töchter übertragen.

Die Figuren handeln menschlich, oft unklug, selbstzerstörerisch. Sie verdrängen so lange, bis sich Gefühle eruptiv entladen. Sie versuchen ihrer Vergangenheit zu entfliehen und rennen dabei geradewegs in eine identische Zukunft hinein. Sie suchen, wo sie nichts finden und übersehen, was direkt vor ihnen liegt. Der „allwissende“ Leser, der ihre Retrospektiven in die Kindheit begleitet, ist versucht, mitten in den Plot zu springen, um sie aufzurütteln. Dies führt zu einer starken emotionalen Bindung, daraus zieht das Buch seine Spannung.

Sadie Jones‘ Prosa wirkt hypnosisierend. Wie eines jener Op-Art-Muster, die den Betrachter in ihren Bann ziehen. Einmal in die Hand genommen, ist es nahezu unmöglich, sich von der Geschichte zu lösen. Eine nostalgische Hommage an London, die Siebziger und die große Bühne des Theaters.

EIN JUNGES BUCH

Von: Tanja Jeschke  aus Stuttgart Datum: 02.06.2016

Rezension
Sadie Jones: Jahre wie diese. Roman.
Aus dem Englischen von Brigitte Walitzek.
Deutsche Verlagsanstalt, 2015.
416 Seiten, 19,99 Euro.

Von Tanja Jeschke

EIN JUNGES BUCH

Die 70ger Jahre mit ihrem unbekümmerten Flair, ihrer schrägen Romantik, ihrer politischen Unkorrektheit, ihren Songs und ihrer grell-bunten, raffinierten Innenarchitektur: sie erfreuen sich nach wie vor allseits großer Beliebtheit. Die Londoner Autorin Sadie Jones nutzt dies in ihrem neuen Roman „Jahre wie diese“, erschienen bei DVA, mit viel literarischem Geschick. Ihr gelingt das, was man ein junges Buch nennen könnte. Die unverbrauchte Experimentierfreude, mit der Luk sich in London ins Theaterleben stürzt; die großzügige Loyalität, mit der Leigh sich zur Bühnenmanagerin entwickelt, und der Glanz, der von Pauls Ideenreichtum als werdender Produzent ausgeht – alles hat dieses Verschwörerische der Jugend. Es geht um etwas, zum ersten Mal im Leben, und alles will entdeckt werden, auch die eigenen Abgründe. Noch ist keiner von ihnen gescheitert, alles ist noch möglich und die Stimmung gespannt, geladen und gut. Nächte werden zum Tag, Arbeit ist Leidenschaft, Zeit ist einfach da und Geld natürlich nicht, aber ein eigenes Theater wird auf die Beine gestellt, und gut muss es schon sein. Talent und Erfolg öffnen Türen, die Gesellschaft drum herum guckt hin. Wie mit einer Kamera läuft Sadie Jones dem Prickeln nach, das in der Luft liegt, nicht nur, als Luk der jungen Schauspielerin Nina in einer irrlichternden Liebe verfällt. Diese Kamera, das ist die Sprache: kristallklar, präzise, eloquent, manchmal witzig, aber nie glatt; in ausgezeichneter Übersetzung von Brigitte Walitzek. Und dann ist da dieses unsentimentale Verständnis der Autorin für den Hunger und das Geschädigtsein ihrer Figuren, das den Text zu begleiten scheint wie ein Sound. Auch das jung, unverbraucht. Es ist viel los in diesem Roman (so waren sie, die 70ger, und so ist sie, die Jugend!), aber es gehört zu seiner Stärke, wie subtil die Ausgewogenheit zwischen Handlung und Reflexion gelingt. „Sie redeten nicht, sie waren einfach beieinander. Es fühlte sich nicht beabsichtigt an. Es fühlte sich nicht schicksalhaft an“, heißt es am Schluss.
Das Absichtslose und die Theaterbühne – Sadie Jones kriegt die richtige Mischung hin.

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