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Jahrhundertzeugen Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler. 18 Begegnungen

Kundenrezensionen (7)

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€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-453-20124-8

Erschienen: 31.10.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ob Widerstandskämpfer oder Holocaust-Überlebende – die Lebenswege dieser besonderen Menschen beeindrucken gerade in unserer so unruhigen heutigen Zeit. Denn sich gegen Hitler zu stellen, seine Schreckensherrschaft zu überleben und trotzdem nicht mit dem Schicksal zu hadern, sondern immer wieder aufzustehen, dem Leben positiv und mit einem großen Ja zu begegnen, macht Mut für den Umgang mit Terror und Krieg, Flucht und Vertreibung – Themen, die heute wieder von bedrückender Aktualität sind. Tim Pröse hat einige dieser letzten Zeugen über viele Jahre begleitet und erzählt in 18 eindrucksvollen Porträts von ihrem Leben und ihrer Botschaft: ein Plädoyer der Unangepassten für mehr Toleranz und gegen das Vergessen!

»Eines der berührendsten Bücher des Jahres, dem viele Leser zu wünschen sind.«

Rainer Blasius, Frankfurter Allgemeine Zeitung (20.12.2016)

Tim Pröse (Autor)

Tim Pröse, geboren 1970 in Essen, ist Autor und Journalist in München. Er war Chefreporter der Münchner Abendzeitung und vierzehn Jahre Redakteur des Focus in den Ressorts »Menschen« und »Reportage«. Seine einfühlsamen zeitgeschichtlichen Porträts wurden mit dem »Katholischen Medienpreis« ausgezeichnet.

»Eines der berührendsten Bücher des Jahres, dem viele Leser zu wünschen sind.«

Rainer Blasius, Frankfurter Allgemeine Zeitung (20.12.2016)

»Ein Buch, das noch lange nachhallt.«

Wolfgang Bauer, »DIE ZEIT«

»Ein ergreifendes, spannendes und wichtiges Buch wider das Vergessen!«

Mario Adorf

»Dieses Buch betet nicht die Asche an, sondern reicht die Flamme weiter!«

Udo Lindenberg

»Tim Pröse hat den mutigen Menschen dieser so weit vergangenen Zeit einen wichtigen Gedenkstein gesetzt.«

Klaus von Dohnanyi

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10.03.2017 | 20:00 Uhr | München

Lesung und Gespräch mit Tim Pröse

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BücherCafé Lentner
Balanstraße 14
81669 München

Tel. 089/18 91 00 96

31.03.2017 | 19:30 Uhr | Hörzhausen

Lesung und Gespräch mit Tim Pröse

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Forum 11
Siedlungsstraße 12
86529 Hörzhausen

06.04.2017 | 19:00 Uhr | Berlin

Lesung und Gespräch mit Tim Pröse

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Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstraße 13-14
10785 Berlin

28.04.2017 | 19:00 Uhr | Torgau

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Stadtbibliothek
Ritterstraße 10
04860 Torgau

Weitere Informationen:
Stadtverwaltung Torgau - Referat für Kultur und Tourismus
04860 Torgau

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 18 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-453-20124-8

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 31.10.2016

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Ein wertvolles Zeitdokument

Von: Buchbahnhof Datum: 18.01.2017

www.buchbahnhof.de

Jahrhundertzeugen ist ein Buch, das ich nicht einfach so mal schnell runterlesen konnte. Man muss die 18 Geschichten langsam lesen, sie auf sich wirken lassen. Das verflixte dabei ist, dass sie dann noch mehr ihr Grauen entfalten. Ich muss gestehen, dass ich an einigen Geschichten schwer zu knabbern hatte. Dennoch: Dieses Buch muss von vielen Menschen gelesen werden!

Tim Pröse schreibt unheimlich sensibel über die Geschichten von Anne Frank, Kurt K. Keller, Hand Rosenthal, Sophie Scholl und vielen anderen.

Ich habe den größten Respekt vor den Menschen, die in diesem Buch zu Wort kommen. Einige sind inzwischen verstorben. Sie waren wirkliche Helden, aber das interessante ist, dass sie alle, sich selbst nicht als Helden sehen und auch nicht so bezeichnet werden wollen. Berthold Beitz sagte z. B. „Die Leute wollen mich zum Helden machen. Aber ich war keiner. Ich bin ein Mensch gewesen.“ (S. 45). Also, ganz ehrlich. Wer sich mutig an den Bahnsteig stellt und der SS die jüdischen Menschen quasi entreißt, um diese bei sich in der Fabrik zu beschäftigen und ggfls. zu verstecken. Der darf durchaus als Held bezeichnet werden. Nicht viele hatten und hätten den Mut dazu. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diesen Mut nicht aufbringen würde. Was aber auch immer wieder durchdringt ist, dass einige von ihnen Angst hatten. Angst zu versagen, Angst vor Repressalien, Angst vor dem Tod. Und genau das macht sie in meinen Augen noch mutiger. Denn, die Angst um das eigene Leben für das Leben von Tausenden zu überwinden… wenn das nicht Mut ist, dann weiß ich auch nicht.

Tim Pröse schafft es immer wieder, den Bogen von einem zum nächsten Interview zu schlagen. Es kommen die Widerstandskämpfer und die Holocoust-Überlebenden selbst zu Wort, oft berichten aber auch Freunde oder Verwandte, der bereits verstorbenen Widerstandskämpfer. Sei es die Schwester von Sophie Scholl oder der Sohn und die Enkelin von Wilm Hosenfeld. Ich muss gestehen, dass mir viele der Namen bis zu diesem Buch nichts sagten, aber, jede der hier interviewten oder porträtierten Personen hat seine ganz eigene, sehr spannende Geschichte.

Ich kann gar nicht so viel über dieses Buch sagen, außer, dass ihr es unbedingt lesen müsst. Hier geht es wirklich um Menschen, die sich mutig für andere Menschen eingesetzt haben, die in Zeiten absoluter Unmenschlichkeit ihre eigene Menschlichkeit nicht nur nicht vergessen, sondern ausgelebt haben. Dabei fand ich sehr spannend, dass bei Weitem nicht alle von Anfang an Widerstandskämpfer waren, sondern teilweise sogar jubelnd mit in den Krieg gezogen sind. Ihnen allen ist aber wieder gemeinsam, dass ihnen nach und nach die Augen geöffnet wurden und sie den Drehpunkt gefunden haben.

Ewald-Heinricht von Kleist sagte gegenüber Tim Pröse: „Man muss immer das Richtige tun. Mehr kann man ja nicht.“ (S.142) Ich denke, dass wir alle genau wissen, wie schwierig es ist, immer das Richtige zu tun. Diesen Satz sollten wir alle uns also ganz groß einrahmen. So einfach gesagt, so schwer umzusetzen und doch so essentiell wichtig.

Mich persönlich hat am meisten die Geschichte von Georg Elser beeindruckt. Ein einfacher Handwerker, der den Mut aufgebracht hat, eine Bombe zu bauen und diese in Bürgerbräukeller zu platzieren. Er zeigt, dass auch der Einzelne, der kleine Mann, den Mut aufbringen kann, die Welt zu verändern. Auch, wenn es ihm knapp nicht gelungen ist, so verdient er größten Respekt.

Ich war erstaunt darüber, wie oft versucht wurde Hitler zu töten und wie oft es nur um wenige Augenblicke nicht geklappt hat und muss gestehen, dass mir das bisher gar nicht so bewusst war.

Ich kann euch dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. Gerade in der heutigen Zeit wird es wieder enorm wichtig genau diese Geschichte nicht vergessen zu lassen. Wir steuern im Moment auf Zeiten zu, die mich besorgt machen, die mir Angst machen und ich denke, dass es extrem wichtig ist, dass wir uns alle vor Augen führen, dass so etwas nie wieder passieren darf. Wir alle müssen uns ein Beispiel an diesen Menschen nehmen. Nicht wegschauen, den Mund aufmachen, dafür sorgen, dass wir auch weiter in einem demokratischen Land leben dürfen. Eine schwere Aufgabe!

Von mir gibt es verdiente 5 Sterne für ein Zeitdokument, das sehr einfühlsam, aber mit genügend professionellem Abstand von Tim Pröse verfasst wurde.

Eindrucksvolle Erinnerungen und Portraits des Widerstandes gegen Hitler

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 05.01.2017

www.rezensions-seite.de

Es ist kein „Who is Who“ des 20. Jahrhunderts, sondern Präse geht einer konkreten Zeit und Haltung im Buch nach. Eine Skizzierung von Menschen, die je auf ihre Art dem Regime des Nationalsozialismus mit Widerstand begegnet sind.

„Dabei wussten wir doch, dass wir alle zum „Himmelskommando“ bestellt sind“.

So beginnt das Buch mit Erinnerungen des Holocaustüberlebenden Jurek Rotenberg.

Und führt im weiteren Verlauf zu Dietrich Bonhoeffer, Sophie Scholl, Carl Graf von Staufenberg, aber auch weniger prominente Namen kommen zu Wort und geht Pröse nach.

Wenn Kurt K. Keller noch einmal zum Omaha Beach aufbricht und seine Erinnerungen schildert, wenn der „Letzte von Schindlers Liste“ sein eigenes Ergehen erzählt. Oder wenn es zur Begegnung kommt zwischen dem erwähnten Jurek Rosenberg und seinem Retter, Berthold Beitz.

Seien es die Minuten vor der Hinrichtung der Geschwister Scholl, seien es die letzten Tage, Briefe, Texte, die Tiefe Frömmigkeit von Bonhoeffer, sei es das Überleben Hans Rosenthals im Versteck im Schrebergarten, dass ihm durch Bekannte ermöglicht wurde.

Erinnerungen fließen zusammen und werden ebenso flüssig von Pröse aufgenommen, die noch einmal unprätentiös vor Augen führen, wie schmal der Grat zwischen Leben und Tod zu Zeiten des dritten Reiches für jeden war, der das Regime bekämpfte oder schlichtweg versuchte, darin zu überleben.

„Draußen ist ein sonniger Februartag. Menschen gehen froh und heiter an diesen Mauern vorbei, nicht ahnend, dass hier wieder drei mutige Menschen dem Tod überantwortet werden sollen“.

Mut angesichts von Bedrängung unter Gefahr für das eigene Leben und Mut und Haltung auch Angesicht des Todes und der Minute der Hinrichtung, eindrucksvolle Erinnerungen legt Pröse ruhig und sachlich in der Form vor.

Die, gerade bei den prominenten Namen, nun nicht unbedingt neue Informationen enthalten, wohl aber den Leser in recht kurzer und prägnanter Form noch einmal erinnern, was war und was geschah. Durch die Augen noch lebender jener Zeit, die persönlich über die dort umgekommenen zu berichten wissen.

„Es ist etwas, das kann man nicht vernichten“. Das Menschliche, Humane, mutige sich zur Wehr setzen. Das gibt Yehuda Bacon dem Leser fast zum Ende des Werkes noch mit auf den Weg und setzt damit auch Wegzeichen für die Gegenwart. Sich für die Freiheit und das Miteinander einzusetzen. Auch wenn es einen Preis kostet.

Eine interessant zu lesende und auch emotional naherückende Lektüre.

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