VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Justizpalast Roman

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 25,00 [D] inkl. MwSt.
€ 25,70 [A] | CHF 33,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8135-0373-9

NEU
Erschienen: 04.09.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Bestseller Platz 31
Spiegel Hardcover Belletristik

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Termine

  • Service

  • Biblio

Petra Morsbachs großer Roman über Gerechtigkeit und jene, die sie schaffen sollen - realistisch und präzise, lakonisch und opulent, komisch und schonungslos

Thirza Zorniger stammt aus einer desaströsen Schauspielerehe und will für Gerechtigkeit sorgen. Sie wird Richterin im Münchner Justizpalast, doch auch hier ist die Wirklichkeit anders als die Theorie: Eine hochdifferenzierte Gerechtigkeitsmaschine muss das ganze Spektrum des Lebens verarbeiten, wobei sie sich gelegentlich verschluckt, und auch unter Richtern geht es gelegentlich zu wie in einer chaotischen Familie. "Justizpalast" ist ein Roman über die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, über erregte, zynische, unverschämte, verblendete, verrückte, verwirrte und verzweifelte Rechtssuchende sowie überlastete, mehr oder weniger skrupulöse, kauzige, weise, verknöcherte und leidenschaftliche Richter.

»Wer aus diesem Roman herauskommt, der ist nicht nur fortan in lingua iustitiae gestählt, ohne selbst vor Gericht gemusst zu haben, der ist auch klüger.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus (29.07.2017)

Petra Morsbach (Autorin)

Petra Morsbach, geboren 1956, studierte in München und St. Petersburg. Danach arbeitete sie zehn Jahre als Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1993 lebt sie als freie Schriftstellerin in der Nähe von München. Bisher schrieb sie mehrere von der Kritik hoch gelobte Romane, u.a. "Opernroman", "Gottesdiener" und "Dichterliebe". Ihr Werk wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Jean-Paul-Preis. 2017 erhält sie den Roswitha-Literaturpreis der Stadt Bad Gandersheim und den Wilhelm-Raabe-Preis. Für die Arbeit an "Justizpalast" recherchierte die Autorin über neun Jahre.

»Wer aus diesem Roman herauskommt, der ist nicht nur fortan in lingua iustitiae gestählt, ohne selbst vor Gericht gemusst zu haben, der ist auch klüger.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus (29.07.2017)

»Kennzeichen all ihrer Romane sind exakte Recherche und eine präzise, jedem Klischee abholde Sprache.«

Süddeutsche Zeitung, Sabine Reithmaier (24.08.2017)

»Diesem Roman wünscht man 100 000 Leser. Petra Morsbach hat mit „Justizpalast“ ein so unterhaltsames wie tiefgründiges Buch geschrieben.«

Passauer Neue Presse, Karl Birkenseer (04.09.2017)

»Als Skulptur würde Morsbachs Justizia, statt eine Augenbinde zu tragen, leise mit den Augen lächeln.«

Süddeutsche Zeitung, Hubert Winkels (05.09.2017)

»'Justizpalast' ist eine große, geschichtenreiche menschliche Tragikomödie«

Deutschlandfunk "Büchermarkt", Wolfgang Schneider (22.09.2017)

mehr anzeigen

29.11.2017 | 19:00 Uhr | Ulm

Lesung

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Buchhandlung Kerler Inh. Axel Werner
Rosengasse 13
89073 Ulm

Tel. 0731/63978, buchkerler@t-online.de

08.01.2018 | Köln

Lesung und Gespräch

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Literaturhaus Köln e.V.
Großer Griechenmarkt 39
50676 Köln

Tel. 0221/995558-0

18.01.2018 | 18:00 Uhr | München

Lesung und Gespräch

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Justizpalast München
Prielmayerstraße 7
80335 München

25.01.2018 | 20:00 Uhr | Berlin

Lesung und Gespräch
Moderation: Sigrid Löffler

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

05.02.2018 | 20:00 Uhr | Friedrichshafen

Lesung

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Kiesel im k42
Karlstraße 42
88045 Friedrichshafen

08.03.2018 | 19:30 Uhr | Essen

Lesung

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Medienforum des Bistums Essen
Zwölfling 14
45127 Essen

Tel. 0201/2204-275

17.05.2018 | 20:00 Uhr | Mindelheim

Lesung im Rahmen des Allgäuer Literaturfestival

Allgäuer Literaturfestival

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Silvestersaal
Hungerbachgasse 9
87719 Mindelheim

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-8135-0373-9

€ 25,00 [D] | € 25,70 [A] | CHF 33,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

NEU
Erschienen: 04.09.2017

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Griffig, kantig, intensiv, emotional dicht und hervorragend geschrieben

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 03.11.2017

www.rezensions-seite.de


Schon die ersten Sätze nehmen den Leser umgehend in die Geschichte gefangen. Eine Geschichte, die sich um das Rechtswesen“ dreht, um dessen Protagonisten, aber auch um deren Umfeld. Die im Gerichtsgebäude auch spielt, aber dazu nimmt das Buch erst einmal ausführlich und ganz hervorragend im Timing seinen Anlauf.

Denn am Wichtigsten, zentral, für diesen Roman sind die Figuren Jede der Figuren, Die Morsbach lebendig, abwechslungsreich, packend sowohl analytisch wie emotional für den Leser fast real werden lässt, statt in den Buchstaben eines Romans zu erstarren.

Der Großvater, ehemaliger Richter, nach dem Krieg „zu spät gekommen“, irgendwo wesensverwandt untergekommen und, wie so viele im Buch, eine starke Szene, als Anspruch und Wirklichkeit aufeinandertreffen, als klar wird, dass da zwar einer „nie gegen das Recht verstoßen hat“ (hätte er mal besser zu Zeiten des dritten Reiches), aber wenig „Gerechtigkeit“ im Herzten trägt.

„Dr. Wilhelm Kargus nun hatte für die Karriere seine Prinzipien verraten, ohne es zu merken. Er wusste nicht einmal, dass er nicht gerecht war“. Und das ist schon eine Kunst, das nicht zu wissen, wenn man mit der Axt „ungerecht“ eine Hütte zu Kleinholz verarbeitet“.

Die Mutter, auf gutem Wege, gar nicht die die Jurisprudenz weiterverfolgt, denn Carlos Zorniger kam dazwischen. Und wie der dazwischenkam. Und wie der kantig, grob, fein, charismatisch, intensiv, distanziert von Morsbach ins Leben gerufen wird. Wie herzergreifend seine, unbewussten, verletzten Worte die kleine Tochter treffen, dass ist mitreißend geschrieben und löst die Distanz zwischen Leser und Werk treffend auf.

Was alles in Thirzas Kopf zunächst und aus ihren Erinnerungen heraus dem Leser nahegebracht wird. Thirza, die Tochter einer dann verbitterten Mutter, eines abwesenden, egomanischen Vaters und eines frustrierten und dennoch ständig „Haltung vorführenden“ Großvaters. Die nun auch Richterin werden will. Aus all dem an Prägungen heraus, auch das baut Morsbach zwingend im Charakter der Thirza auf,

Wie sie alle Personen unaufdringlich in ihrem „Sein“ erläutert. Die Tanten, die Mutter, die Großmutter, den Vater, Großvater, die Halbschwester und dutzende andere Figuren, die mal im flüssig verfassten Rückblick, oder in kantigen, fast assoziativ wirkenden Aufzählungen oder auch, dass vor allem, in ihrem Agieren dem Leser ihre inneren Haltungen emotional vermitteln.

Eine Melange, die von allen Seiten ebenso zwingend in die Justiz führt. Die zerstörte, kaputte „Heimatfamilie“, die den Wunsch nach „etwas wieder zusammenfügen“ ebenso entstehen lässt, wie der „erfolgreiche“ Teil der mütterlichen Familie, in denen Juristen seit Generationen auf die ein oder andere Weise diesem „Handwerk“ nachgehen, was bei Thirza weitgehend zu Distanz und einem „es besser machen wollen“ führt.

Aber ebensolche Menschen, wie sie als Kind kennenlernte, werden sie ihr gesamtes Berufsleben als Juristin „im System“ begleiten. Wie das an ihr etwas verändern? Wird sie manche heikle Situation und manche schmierigen Menschen Herr(in) werden könnten?

Denn alles, was an „Typen“ in der Rechtsprechung zu finden ist, führt Morsbach mit klarem Blick für die Eigenarten der Persönlichkeiten und mit ebenso klarer und flüssiger Sprache hervorragend vor Augen.

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

Ein Blick hinter die Kulissen der Gerichtsbarkeit

Von: vielleser18 Datum: 27.10.2017

https://www.lovelybooks.de/mitglied/vielleser18/

Thirza Zorniger wächst bei ihrem Großvater, einem Richter auf. Schon früh interessiert sie sich für die Welt der Gerichtsbarkeit. So verwundert es auch nicht, dass sie den selben Weg einschlägt, Jura studiert, verschiedene Stufen der Richterlaufbahn erringt, und es bis in den Justizpalast in München in eine führende Rolle schafft.

Petra Morsbach erzählt das Leben von Thirza, von ihrem Schauspielervater, ihrer unglücklichen Mutter, ihrer Kindheit und Jugend, aber den meisten Raum nimmt ihre berufliche Laufbahn ein. Eingeflochten dabei immer wieder Gerichtsfälle, Gerichtsverhandlungen, Gerichtsurteile, es wird von Kollegen berichtet, von Arbeitsbelastungen, von wenig Freizeit. Der Roman ist nicht linear erzählt, er springt immer mal wieder vor und zurück im Leben von Thirza.

Der Erzählstil ist nüchtern, erst gegen Ende kommen auch Emotionen ins Spiel, wird die Figur der Thirza menschlicher, greifbarer. Aber irgendwie passt der Stil auch zu der Protagonistin, die in einer eher als "trocken" geltenden Zunft arbeitet, in der es um Gesetze. Rechtsauslegungen, Aktenstudium und Urteilsbegründungen geht. Aber hinter jedem Fall stehen auch Menschen und das macht die Autorin mit den vielen beschriebenen Fällen auch deutlich. Thirza hingegen ist eine eher zurückgezogene, einsame Figur, die lange braucht um nicht nur ein berufliches Leben, sondern auch privates Glück zu haben, sich zu verlieben und einen Mann fürs Leben zu finden.
Der Roman vereint das berufliche und private Leben der Protagonistin Thirza. Obwohl der Beruf der Richterin hier im absoluten Mittelpunkt steht und ihr Privatleben eher als Untermalung dient. Sie bleibt als Figur eher kühl und nur am Ende wird es emotionaler. Die Autorin deutet das Ende am Anfang an, doch erst nach und nach, Schritt für Schritt, schließt sich der Kreis im beruflichen Leben sowie im privaten Umfeld.

Wer sich für die Arbeit und die Arbeitsbelastungen an deutschen Gerichten interessiert und dies auch noch verpackt in einem Roman, der viele Fälle aufgreift, dazu durch die Protagonistin Gedanken und Entwicklungen im Rechtssystem debattiert, dem kann ich den Roman empfehlen. Er bietet eine breite Palette an Einblicken hinter die Kulissen der Gerichtsbarkeit. Die Autorin hat neun Jahre recherchiert, mit gut 50 Juristen über ihre Arbeit gesprochen und deren Erfahrungen und Erlebnisse mit in diesen Roman verwoben. Zusammen mit dem Lebensweg der fiktiven Protagonistin ergibt sich ein interessanter Roman, der, wenn auch kühl und nüchtern beschrieben, mich fesseln konnte.

Voransicht

  • Weitere Bücher der Autorin