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Kalter Sommer Ein Fall für Maresciallo Fenoglio

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-31228-3

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Erschienen:  11.06.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

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Der Sommer 1992 ist ein extrem kalter Sommer in Süditalien. Und es ist der Sommer der brutalen Mafia-Anschläge auf die Staatsanwälte Falcone und Borsellino. In Bari wütet derweil ein regelrechter Krieg zwischen verschiedenen Mafia-Gangs. Als der Sohn des Clanführers Grimaldi entführt und kurz darauf tot aufgefunden wird, übernimmt Maresciallo Fenoglio die Ermittlungen. Der Verdacht fällt schnell auf Grimaldis Gegenspieler Lopez, der Fenoglio daraufhin Informationen anbietet, um seine Familie zu schützen. Doch ist Lopez wirklich für den Tod des Jungen verantwortlich?

Interviews mit Gianrico Carofiglio über seine Krimis

»Eine packende Lektüre.«

Hamburger Abendblatt (07.07.2018)

Gianrico Carofiglio (Autor)

Gianrico Carofiglio wurde in Bari geboren und arbeitete viele Jahre als Antimafia-Staatsanwalt. Er war Parlamentsberater für den Bereich organisierte Kriminalität und jahrelang Mitglied des italienischen Senats. Seine Bücher wurden in 27 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen geehrt.

»Eine packende Lektüre.«

Hamburger Abendblatt (07.07.2018)

»Krimikunst auf höchstem Niveau.«

literaturmarkt.info (16.07.2018)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Italienischen von Verena v. Koskull
Originaltitel: L’estate fredda
Originalverlag: Einaudi

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-442-31228-3

€ 20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 27,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

NEU
Erschienen:  11.06.2018

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Mit viel internem Wissen gestaltet

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 04.07.2018

www.rezensions-seite.de

„Soeben ist ein Anruf eingegangen. In Enziteto ist eine Schießerei auf offener Straße…..im Gang“.

Und als die Carabinieri anlangen, mit Verstärkung, ist der Spul bereits vorbei. Die Straße übersät mit Munitionshülsen, aber natürlich hat keiner der Anwohner etwas gesehen oder bemerkt.

Was das Problem im Kampf gegen die Mafia an sich ist. Angst, Ehre, Schweigen um jeden Preis, selbst wenn das eigene Kind entführt wird, eine Unsumme an Lösegeld bezahlt wurde und das Kind dennoch nur noch tot aufgefunden werden kann.

Allerdings, wenn es der Sohn eines der Mafia-Chefs von Bari ist, dann ist dem Carabinieri Fenoglio umgehend klar, dass hier das letzte Wort nicht gesprochen sein wird.

Und auch der leitenden Staatsanwältin geht ein ungutes Licht auf, als der Hauptverdächtige „Konkurrent“ des Mafia-Bosses, Lopez, sich der Polizei zur Verfügung stellt und die „Omerta“ ganz weit nach hinten rückt, um intern auszupacken. Der Mann hat eh nichts mehr zu verlieren, die halbe Mafia der Stadt macht bereits Jagd auf ihn.

Als ehemaliger Staatsanwalt im Bereich des organisierten Verbrechens ist Carofiglio Insider und bewandert genug, um detailliert die Organisation, das Vorgehen, den „Alltag“ der Mafia geschickt in den Thriller mit einfließen zu lassen. Decknamen, das Wissen um mannigfaltige Gewalttaten, die vermeintliche Ehre, die vor allem eine Verteidigung der eigenen Macht darstellt, all das liest sich realistisch, packend und gut. IN Verbindung mit dem Mord an einem unschuldigen Kind und der Bedrohung für die Staatskräfte, die an jeder Ecke lauert, entfaltet sich ein attraktives Puzzle mit Spannung und Tempo.

Ein Gesamtbild, in dem auch der „menschliche Faktor nicht zu kurz kommt. Die leiden einer Mutter, Freundschaften und Feindschaften und auch der Carabinieri Fenoglo zeigt menschlich allzu menschliches in Bezug auf seine Ehe, die gerade pausiert und öffnet sich gar Kollegen gegenüber, was in früheren Zeiten unvorstellbar gewesen wäre.

„Ich weiß, du magst mich nicht. Ich mag mich auch nicht, und das schon seit einer ganzen Weile. Ich kanns dir also nicht übelnehmen“.
„Es ist, als hättest du eine Art Superkraft…… Das macht mich sauer, und ich bewundere es. Vielleicht macht es mich sauer, weil ich es bewundere“.

Aber alle vermeintlichen Superkräfte nutzen zunächst nicht, wenn lange unklar bleibt, was da eigentlich für ein Spiel gespielt wird, wer den Tod des Jungen verschuldet hat und das man Grimaldi, die örtliche Mafia-Größe, einfach nicht wirklich zu fassen bekommt auf seinem verborgenen Feldzug der Rache und seiner Bedrohung gegen Staatsanwältin und überhaupt jeden, der meint, sich ihm in den Weg stellen zu müssen.

Mit der Besonderheit im Stil, dass Carofiglio großen Wert auf realistische Abläufe legt und phasenweise das Tempo des Romans zurücknimmt gegenüber der eher ruhigen, schrittweisen Ermittlungstätigkeit der Polizei vor Ort anzuführen. Dadurch gewinnt der Roman an sachlicher Tiefe und führt den Leser gut ein in die Welt des Mafia-bedrohten, teils -bestimmten Lebens in Süditalien, dieser Realismus benötigt aber auch die entsprechende Geduld und Ruhe des Lesers bei der Lektüre. Schnellschüsse finden sich in diesem Werk nicht.

Eine empfehlenswerte Lektüre.

An der Mafia ist nicht wirklich irgendwas romantisches…

Von: Tina Datum: 03.07.2018

tinas-buch-rezensionen.de/

Gianrico Carofiglio war viele Jahre Staatsanwalt und war an der Antimafia-Kampagne des italienischen Staates beteiligt. Ich kann also getrost davon ausgehen, dass er weiß, wovon er schreibt. Natürlich wird für einen Roman immer ein gewisses Maß an Fiktion dazugepackt, denn ein reiner Polizeibericht liest sich vermutlich nicht sonderlich spannend.

Mafiamethoden

In Kalter Sommer ist die Mischung aus Realität und Fiktion gut gelungen. Ich vermag mich recht gut in die verschiedenen Situation hineinversetzen und das Wissen, das dieser Geschichte wahre Begebenheiten zu Grunde liegen sorgen per se schon für eine gewisse Spannung. Auch die recht schonungslose Schilderung diverser Mafia-Größen und ihrer Methoden lassen immer mal wieder eine leichte Gänsehaut aufkommen.

Roman vs. Krimi

Nun ist dieses Buch als Roman veröffentlicht worden und nicht als Krimi. Das hat auch so seine Berechtigung, denn auch wenn einzelne Passagen sehr spannend sind, fehlt ein gewisser Spannungsbogen. Vermutlich liegt das daran, dass tatsächliche Polizeiarbeit einfach nicht so wahnsinnig aufregend ist. Aber in Kalter Sommer verliert sich viel Spannung in zu vielen Details der Ermittlungsarbeit.

Insgesamt spannend

Trotzdem ist das Buch in seiner Gesamtheit spannend zu lesen und man erfährt sehr viel über die Arbeit und auch die Gefahr, die die Ermittlungen gegen die Mafia so mit sich gebracht haben. Mit der allgemeinen Globalisierung hat sich auch die Mafia und andere vergleichbare Organisationen globalisiert und ihre Gegner werden offenbar niemals arbeitslos. Aber wir Leser werden dafür sicher auch weiter mit spannenden Geschichten versorgt :-)

Mein Fazit:

Kalter Sommer ist ein spannender Roman über die Arbeit der Carabinieri in Italiens Süden und deren Kampf gegen die Mafia. Es ist kein Krimi (und behauptet das auch nicht) aber trotzdem sehr spannend zu lesen.

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