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Kleine große Schritte Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-10237-4

Erschienen:  02.10.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Jodi Picoult - bewegend wie nie

Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist …

»Picoult ist mit ihrem Roman ein mal bunt schillerndes, mal düster melancholisches, tiefgründiges Meisterwerk gelungen.«

Die Rheinpfalz (30.09.2017)

Jodi Picoult (Autorin)

Jodi Picoult, geboren 1966 in New York, hat weltweit eine riesige Fangemeinde für ihre mehrfach ausgezeichneten Romane. »Kleine große Schritte« stand wochenlang an der Spitze der amerikanischen Bestsellerlisten und wurde von der LA-Times zum »Pageturner des Jahres« gekürt und als zeitgemäße Variante von Harper Lees Roman »Wer die Nachtigall stört« gefeiert. Jodi Picoult lebt in Hanover, New Hampshire.

»Picoult ist mit ihrem Roman ein mal bunt schillerndes, mal düster melancholisches, tiefgründiges Meisterwerk gelungen.«

Die Rheinpfalz (30.09.2017)

»Aufwühlendes Drama von der großartigen Geschichtenerzählerin Jodi Picoult.«

Maxi

»Jodi Picoult will mit ihrem Roman vor allem den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus aufdecken, der auch heute längst nicht verschwunden ist. Ein Pageturner.«

flow (17.10.2017)

»Furchtbar bedrückend, aber zugleich unglaublich erhellend. All das ist glänzend geschrieben. Es fällt schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen.«

Deutschlandfunk Kultur ,"Lesart" (03.12.2017)

»Das neue Buch von Bestsellerautorin Jodi Picoult ist ein bewegendes Rassismus-Drama. Vielschichtig und erschütternd.«

Hamburger Morgenpost (09.11.2017)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Elfriede Peschel
Originaltitel: Small Great Things
Originalverlag: Ballantine Books (Penguin Random House), New York 2016

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 592 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-570-10237-4

€ 20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 27,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: C. Bertelsmann

Erschienen:  02.10.2017

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Eine emotional aufwühlende Geschichte

Von: paperlove Datum: 17.07.2018

https://mrspaperlove.blogspot.ch/

Ich habe die Geschichte völlig unvoreingenommen begonnen - ja ich habe sogar vorher nicht mal die Inhaltsangabe gelesen. Das Einzige, das mir vor dem Lesen bekannt war, war der Umstand, dass das Buch auf Goodreads überdurchschnittlich gute Bewertungen hat. Das war für mich Grund genug herausfinden zu wollen, woran das lag. Und eines kann ich schon mal vorneweg verraten: Ich teile die vielen begeisterten Stimmen zum Buch und war positiv überrascht, wie nachdenklich mich das Buch immer wieder gestimmt hat. Bei dem Cover hätte ich eher mit einer seichten Chick-Lit Lektüre gerechnet, aber tatsächlich gelesen habe ich eine tiefgreifende, emotionale Story, die sich mit vielen Facetten von Rassismus befasst.

Zu Beginn lernen wir die afroamerikanische Hebamme Ruth bei ihrer Arbeit im Krankenhaus kennen. Seit Jahren hilft sie hier tagtäglich gebärenden Frauen ihre Kinder in Empfang zu nehmen. Sie arbeitet seit Jahren in ihrem Beruf und ist sehr erfahren in dem, was sie tut. Doch das soll keine Rolle spielen, als sie eines Tages mit Turk und Brit Bauer - einem rechtsextremen Ehepaar - konfrontiert wird, die ihr jeglichen Kontakt mit ihrem neugeborenen Sohn Davis untersagen. Sie wollen nicht, dass ihr Neugeborenes von einer afroamerikanischen Hebamme untersucht oder behandelt wird, denn das würde ihrer Ideologie widersprechen. Und sie machen keinen Hehl daraus, dies auch genauso zu kommunizieren.
Ihrem Wunsch wird nachgekommen, was den Bauers letztendlich zum Verhängnis wird. Davis gerät einige Zeit später in eine Notsituation und da es Ruth untersagt ist, das Neugeborene überhaupt anzufassen, zögert sie, als es um die notwendigen Wiederbelebungsmassnahmen geht. Obwohl kurze Zeit später weitere Leute aus dem Behandlungsteam eintreffen und Ruth eindeutige Anweisungen geben, das Kind durch eine Herzdruckmassage wiederzubeleben, kommt die Hilfe zu spät und Davis stirbt. Für das Ehepaar Bauer ist klar: Ruth hat Schuld am Tod des Kindes. Und sie setzen alles daran, um dies auch vor Gericht zu beweisen.

In den darauffolgenden Monaten erwartet Ruth einen nervenaufreibenden Gerichtsprozess. Unterstützt wird sie dabei von der Pflichtverteidigerin Kennedy, die ein besonderes Interesse an dem Fall entwickelt. Was anfänglich eine professionelle Arbeitsbeziehung ist, entwickelt sich mit der Zeit mehr und mehr zu einer tiefergehenden Freundschaft zwischen den beiden Frauen. Kennedy will den Fall strikt von rassistischen Hintergründen trennen, denn sie ist überzeugt davon, dass dies zum Nachteil von Ruth ausgelegt werden kann und sie den Fall so verlieren würden.
Doch nach und nach muss sie feststellen, dass Rassismus sich nicht nur in einer einzigen, aktiven Form (wie bei Turk und Brit Bauer) äussert, sondern ganz viele Facetten haben kann und sich nicht einfach so von Ruths Geschichte abtrennen lässt. Sie muss sich eingestehen, dass Ruth nicht nur bei ihrem Aufeinandertreffen mit den Bauers, sondern in tagtäglichen Situationen mit Vorurteilen und Ablehnung konfrontiert ist, selbst wenn dies manchmal nur unterschwellig wahrnehmbar ist.
Immer wieder beginnt sie ihre eigenen Einstellungen zu überdenken und sieht den Fall bis zum Schluss in einem ganz anderen Licht. Die neugewonnene Freundschaft verhilft ihr so zu einer neuen Perspektive zu gelangen, von der sie bisher gar nicht angenommen hatte, dass sie bei ihr verborgen war.

Zuletzt überschlagen sich die Ereignisse und im Fall von Ruth wird ein überraschendes Urteil gefällt, mit dem sie – und auch ich als Leser – wahrscheinlich nicht gerechnet hätte.

Den Verlauf der Geschichte fand ich sehr gut und nachvollziehbar aufgebaut. Ich habe mit Ruth emotional mitgelitten und sehr viel Mitgefühl für sie entwickelt. Während sich die Geschichte sehr gemächlich entwickelt, war mir das Ende dann im Vergleich etwas zu schnell abgehandelt. Bevor man weiss was passiert, ist das Urteil plötzlich gefällt und man wird gleichzeitig noch mit Enthüllungen aus dem Leben der Bauers überhäuft, die für mich etwas zu viel des Guten waren und auch ein wenig unglaubwürdig wirkten. Für mich hätte die Geschichte auch ohne diese Entwicklungen in den letzten Kapiteln funktioniert und es wirkte für meinen Geschmack teilweise etwas zu konstruiert, was sich die Autorin da noch alles ausgedacht hat, was die Schicksale von Britt und Turk Bauer angeht. Deshalb würde ich dem Buch letztendlich „nur“ 4.5 Sterne vergeben.

Fazit:
Eine eher ruhige und trotzdem emotional aufwühlende Geschichte über eine afroamerikanische Frau, deren Geschichte sinnbildlich für ganz viele Schicksale aus den USA steht, die tagtäglich mit Rassismus konfrontiert sind. Mich konnte Ruths Geschichte von Anfang an packen und ich habe bis zuletzt emotional mitgelitten. Insgesamt eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

Jodi Picoult bestes Buch!

Von: eulenmatz liest Datum: 02.07.2018

https://eulenmatz-liest.com/

INHALT:
Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist …

MEINUNG:
Seit vielen, vielen Jahren bin ich Jodi Picoult Fan und habe fast alle ihre Bücher gelesen. Ich denke, dass ich sagen kann, dass sie meine absolute Lieblingsautorin ist. Bisher sind mir nur wenige Schriftsteller begegnet, die so abwechslungsreich und vor allem eindringlich schreiben. Jodi Picoult ergreift oft Themen, die unbequem sind und man windet sich plötzlich in seiner eigenen Haut. Bei Themen, zu denen man vorher eine klare Meinung hattet, wird man durch ihre Romane häufig ein wenig erschüttert und gezwungen auch andere Seiten zu betrachten. In ihren Romanen gibt kein Weiß und Schwarz.

Kleine große Schritte ist ein Buch auf das ich mich sehr gefreut habe, aber seit Erscheinen im Oktober hatte ich lange Zeit nicht das Gefühl bereit für die Geschichte zu sein. Ich ahnte, dass es in Form des Rassismus eine schwere Thematik werden würde und dass es genauso ein Buch ist, durch das man auch wieder mit sich selbst, seiner Meinung und hier besonders mit der eigenen Stellung in der Gesellschaft konfrontiert wird.

Das Buch wird aus drei Sichten erzählt. Die Sicht von Kennedy, Ruths Anwältin, gefiel mir am besten und ich konnte mir hier auch am besten mit identifizieren. Die Sicht von Turk was für mich die Schlimmste, weil es für mich zum Teil unerträglich zu lesen war. Der Sicht von Ruth stand ich mit gemischten Gefühlen gegenüber, denn ich fand einerseits ihren Beruf so interessant, aber ihre Sichtweise aufs Leben war neu und ungewohnt für mich. Ich gab mich eigentlich bis jetzt der Vorstellung hin, dass zwischen Weißen und Schwarzen kein so großer Unterschied sein kann, jedenfalls nicht mehr heute, aber ich habe mich geirrt, wie das Buch mir aufzeigte.

Jodi Picoults Schreibstil ist sehr gehaltvoll und voll mit Informationen, die man erstmal verarbeiten muss. Es ist auf jeden Fall ratsam, dass Buch Stück für Stück zu lesen und Pausen zu lassen. Diese habe ich auch häufig genutzt, um noch parallel ein paar Sachen nachzulesen. Die Geschichte besteht zum größten Teil aus der Gerichtsverhandlung gegen Ruth, die des Mordes angeklagt ist. Ich bin großer Fan von Romanen, in denen es um Justiz und Anwälte geht. Schon alleine deswegen habe ich das Buch inhaliert. Ruths Fall ist nicht einfach, denn sowohl sie als auch der Leser erkennt das moralische Dilemma, in dem sie steckt. Was wiegt mehr? Der Wunsch der Eltern, dass ihr Kind nicht von einer Afroamerikanerin berührt und behandelt wird oder ihr Eid, der sie beschwor alles in ihrer Macht stehende zu tun, um Leben zu retten? Auch mir fiel es sehr schwer, wie so häufig in Jodi Picoults Romanen, hier einen klaren Standpunkt zu finden, weil am Ende beide Entscheidungen zu Ruths Verhängnis geworden sind bzw. geworden wären. Dennoch litt ich mit ihr. Beim Lesen krampfte sich mein Herz zusammen, so viel Ungerechtigkeit, wie ihr hier wiederfährt.

Rassismus wird zum zentralen Thema des Buches. Ich finde es eine unfassbare Leistung, wie Jodi Picoult hier aus den drei Ich-Perspektive geschrieben hat. Man spürt, wie viel Recherche hier geleistet worden ist. Auch Kennedy und Ruth reiben sich aneinander, auch sie auf einer Seite stehen. Ruth führt Kennedy immer vor Augen, wie privilegiert sie durch ihre Hautfarbe ist. Das Buch schafft es einem die Augen zu öffnen.

FAZIT:
Kleine große Schritte ist für mich das beste Buch, was Jodi Picoult je geschrieben hat. Es ist für mich ein Buchs fürs Leben. Ich kann nur jedem raten das Buch zu lesen, ganz besonders auch dann, wenn sich für Rassismus (in den USA) interessiert. Die Geschichte wird lange nachklingen und regt zum Nachdenken und zur Selbstreflexion an.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Von: Annette Südmeier aus Minden Datum: 04.10.2017

Buchhandlung: Ravensbergische Buchhandlung

Ein tolles Buch! Sehr berührend, emotional ohne ins Seichte abzugleiten - hat mir sehr gut gefallen.

Von: S. Pawlowska aus Düsseldorf Datum: 04.10.2017

Buchhandlung: Mayersche Droste GmbH & Co. KG

Ein ganz großartiges Buch. Spannend, einfühlsam und klug bis zur letzten Seite. Ich war traurig, als es zu Ende war.

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