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Kopfkissenbuch

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Gebundenes Buch ISBN: 978-3-7175-2398-7

Erschienen: 12.10.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Das bibliophile Klassiker-Ereignis

Diese auf 500 handnummerierte Exemplare beschränkte Luxusausgabe wird in einer Schmuckschatulle geliefert. Der Einband aus bedrucktem und foliengeprägtem Feinleinen, die farbige Fadenheftung und der Zweifarbdruck (Schmuckfarbe rot) auf Satinpapier machen diese Ausgabe zu einer bibliophilen Kostbarkeit.



Ein Bündel edlen Papiers diente Sei Shonagon vor tausend Jahren als Notizbuch. Ihm vertraute sie an, was ihr durch den Kopf ging, darunter Vertrauliches und Delikates aus den Privatgemächern des Kaiserpalasts. Ob sie geistreiche Zwiegespräche schildert, ein intimes Tête-à-Tête oder das Schwertlilienfest ausmalt – ihre Impressionen wirken wie mit dem Tuschepinsel hingetupfte Ewigkeitsbilder. Nie hat man eine Frau inspirierter über sich und ihre Welt plaudern hören!

Sei Shonagons «Telegramme» aus einer sagenhaften Hochkultur gewähren tiefe Einblicke in das Japan der Heian-Zeit wie auch ins Seelenleben der Verfasserin selbst. Ihr radikal subjektives Bekenntnisbuch, erstmals vollständig ins Deutsche übersetzt und dabei von aller falschen Süßlichkeit befreit, bezaubert durch seinen klaren, ungekünstelten Ton. Freizügig stellt hier eine kluge, selbstbewusste Frau Weltbewegendes neben scheinbar Banales, spricht über Mode oder Galanterie und entlarvt mit spitzer Feder das Intrigenspiel bei Hofe. Aus kritischer Halbdistanz zu den Mächtigen zeigt sie das Treiben einer müßiggängerischen Feudalkaste, die sich ihre Zeit mit Kalligraphie, Flötenspiel oder Fußball vertreibt. Und amüsiert erkennen wir heutigen Leser: Auch vor tausend Jahren gab es sie schon, die eitlen Parvenüs und Bonzen, Trendsetter und Stilikonen, Ästheten und Fashion-Victims.

Japan Foundation Übersetzerpreis für Michael Stein für seine Neuübersetzung des "Kopfkissenbuches" Mehr Infos auf boersenblatt.net

Interview mit dem Übersetzer Michael Stein - wdr.de

»Es ist ein wunderbares Buch geworden: eines, das schon äußerlich ... so japanisch-kostbar anmutet, dass man mit Genuss eintaucht in ein Stück Weltliteratur«

Süddeutsche Zeitung, 02.03.2016, Burkhard Müller

Sei Shonagon (Autorin)

Sei Shonagon (ca. 966-nach 1010) stammte aus einer literarisch und wissenschaftlich hochbegabten Familie – ihr Vater war ein bekannter Dichter –, trat mit sechsundzwanzig Jahren in den Dienst der Kaiserin Sadako und verbrachte ein Jahrzehnt bis zu deren Tod im Hofdienst.

»Es ist ein wunderbares Buch geworden: eines, das schon äußerlich ... so japanisch-kostbar anmutet, dass man mit Genuss eintaucht in ein Stück Weltliteratur«

Süddeutsche Zeitung, 02.03.2016, Burkhard Müller

»Mit einem Blick, der auch nach tausend Jahren frisch geblieben ist. Ein bibliophiles Schmuckstück und gleichzeitig eine Einführung in die japanische Kultur.«

Süddeutsche Zeitung, 27.12.2016, Lukas Bärfuss

»Eine wunderschön gestaltete Buchausgabe, und dazu noch erstmals die Komplettübersetzung. Was will man mehr?«

japanliteratur.net, 12.10.2015

»Ein Riesenverdienst von Übersetzer wie Verlag, dass es nun in seiner Gänze zu lesen und zu genießen ist.«

Deutschlandfunk, Sdg. Büchermarkt, 18.02.2016

Aus dem Japanischen von Michael Stein
Originaltitel: Makura-no-Soshi

Gebundenes Buch, 384 Seiten, 22,0 x 22,0 cm
Leinenband mit Goldprägung in einer Schmuckschatulle

ISBN: 978-3-7175-2398-7

€ 130,00 [D] | € 133,60 [A] | CHF 163,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen: 12.10.2015

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Das Kopfkissenbuch

Von: Feyza Datum: 14.12.2016

beeed.net/

SEI SHANAGON – DAS KOPFKISSENBUCH

"In diesem Buch habe ich all das, was ich gesehen oder empfunden habe, niedergeschrieben, und zwar in den Mußestunden zu Hause, denn andernfalls hätte ich damit rechnen müssen, dass es womöglich Fremde zu Gesicht bekämen. Es mag hier und da vorkommen, dass ich mir Aus-drucksweisen geleistet habe, die bedauerlicherweise irgendjemanden vor den Kopf stoßen könn-ten."

Sei Shōnagon erklärt dies in ihrem "Kopfkissenbuch", mit dem sie Literaturgeschichte schrieb und sich für die Ewigkeit einen Platz in den Herzen ihrer japanischen Landsleute sicherte. In Japan ist dieses Buch Pflichtlektüre in den Schulen , denn es schildert auf poetische Weise das höfische Leben in der Vergangenheit dieses großartigen Landes.Doch eine wichtige Frage stellte ich mir schon vor Beginn des Lesens, wie kam es denn dazu, dass eine Frau im Jahr 1000, die die Hofda-me der Kaiserin Sadako war, dieses Meisterwerk verfassen konnte?

Sei Shōnagon war eine sehr kluge junge Dame, die aus einer literarisch und wissenschaftlich hochbegabten Familie stammte und als 26-Jährige in den Dienst des japanischen Hofes trat, dies ist ihr lieber, als bloß als Ehefrau zu Hause herumzusitzen, schreibt sie. Zehn Jahre lang stand sie im Dienst der Kaiserin, in dieser Zeit schreibt sie Anekdoten aus dem Alltag auf, dokumentiert ihre persönlichen Vorlieben und Abneigungen sowie Ansichten über ihre Mitmenschen in ihrem Tagebuch. Ihren Einträgen gibt sie Titel wie "Peinliches", "Was mich neidisch macht", "Womit man sich Zeit lässt" oder "Was mein Herz anrührt". Dabei ist das Kopfkissenbuch kein zusam-menhängendes Tagebuch, sondern die Aufzeichnungen sind lose und ohne chronologischen Auf-bau aneinandergereiht. Shōnagon schreibt auch über Jahreszeiten und deren Stimmung, Gipfel und Schluchten, Paläste und Wolken, zu jedem Thema fällt ihr etwas Geistreiches und Interessantes ein. Sogar der äußerst merkwürdige Buchtitel stammt von ihr, denn als man sich am kaiserlichen Hofe fragt, was man mit einem Stapel Papier anfangen solle, das der Kaiser geschenkt bekommen hatte, gibt sie zur Antwort: "Zu einem Kopfkissen taugt es doch allemal…!"
Daraufhin schenkt die Kaiserin der schlagfertigen Shōnagon den Papierstapel und sie weiß auch gleich was sie damit machen wird:
"Ich wollte nun diese Menge Schreibpapier unbedingt vollschreiben, was mit der Aufzeichnung seltsamer Vorkommnisse und mancherlei Kleinigkeiten eigentlich gar nicht zu bewältigen ist, und deshalb habe ich eine Unzahl abwegigster Gedanken zu Papier gebracht."


Das "Kopfkissenbuch" ist viel mehr als eine Notizensammlung, es ist meiner Meinung nach ein Kunstwerk mit ganz viel voller Humor und Lebendigkeit. Das liegt vor allem an dem launigen Stil der Autorin, die vor keinem Thema zurückschreckt, dennoch muss ich ehrlich sagen, dass wir de-finitiv keine Freundinnen gewesen wären, weil ich sie unsympathisch fand. Auch wenn sie nicht eitel war und auf ihre eigenen Schwächen und Missgeschicke aufmerksam machte, zwar war das sehr authentisch. Und ich bewundere diese Ehrlichkeit wirklich sehr, aber das macht sie in meinen Augen nicht gleich liebenswert.
Mit einer gewissen Berechtigung war die Dame bei ihren Mitmenschen aber auch nicht sonderlich beliebt. Abgesehen davon, dass sie verwöhnt war (zu den Unanehmlichkeiten ihres Lebens gehör-ten inkorrekte Höflichkeitsfloskeln in Briefen und quietschende Wagenräder. Gänzlich verdorben ist ein Tag, der eine Verhandlung mit einem so unwürdigen Menschen wie einem Handwerker erfordert – also das sind so Dinge, die für mich keinen so prickelnden Charakter ausmachen) Ich glaube, da bin ich schon sympathischeren Menschen begegnet.

Was aber auch gesagt werden muss ist, dass sie oft noch nachgeahmt wird, jedoch ohne Erfolg, sie schafft mit ihren Aufzeichnungen die neue literarische Gattung „Zuihitsu“.
Ich persönlich fand es aber auf jeden Fall beeindruckend, dass sie noch zu Lebzeiten zum literari-schen Star wurde, und nun über 1000 Jahre später liegt ihr Meisterwerk in einer deutschen Neu-übersetzung und in seiner ungekürzten Pracht vor, wenn sie das erlebt hätte...
Die äußerst liebevoll gestaltete Spezial-Ausgabe des Manesse Verlags, mit der seidigen Polste-rung
verleitet dazu, das Buch tatsächlich als Kopfkissen zu benutzen, sein Inhalt verhindert das Ein-schlafen jedoch, kaum glauben, dass ihre Beobachtungen über 1000 Jahre alt sind.


"Was mein Herz anrührt“

Spatzen, die ihre Jungen aufziehen.
Wenn ich an spielenden Kindern vorbeigehe
Wenn ich Räucherwekt anzünde, das angenehm duftet, und mich dann allein zur Ruhe lege. [...]" (37)

Liebe Grüße
Feyza (_FOEZ_)

Kopfkissenbuch

Von: Nicca Datum: 22.08.2016

www.kosmeticca.blogspot.de

Dieses Buch ist wirklich wunderschön. Es ist so weich, dass man es tatsächlich als Kopfkissen nutzen könnte - aber dafür ist es natürlich viel zu schade. Das Buch fühlt sich unglaublich gut an, ich könnte stundenlang darin blättern und es einfach in den Händen halten. "Kopfkissenbuch" und ich - das war Liebe auf den ersten Blick.

Es handelt sich hierbei um ein Tagebuch und es wirkt schon äußerlich wie eins, da es so schön gestaltet worden ist. Dem Leser wird hier kein langweiliges, steifes Buch geboten sondern ein lebendiges, spannendes Tagebuch. Ich finde es sehr gut, dass das Buch sowohl inhaltlich als auch vom Design her diese Lebendigkeit ausstrahlt und den Leser hypnotisiert.

Man lernt auch viel über die japanische Kultur. Wie bei Manesse üblich, gibt es zu bestimmten Dingen genauere Erklärungen. Das finde ich immer toll - man braucht kein Internet, um das Buch zu verstehen, weil unbekannte, neue Dinge gleich mit erklärt werden. Somit gibt es keine Verständigungsprobleme. Zusätzlich zu den Erläuterungen, die man auf fast jeder Seite findet, gibt es auch noch ein Glossar. Besser kann man die Leser wirklich nicht informieren.

Der Schreibstil ist eher anspruchsvoll, man sollte schon fit sein beim Lesen und sich für dieses Buch Zeit nehmen - zumindest, wenn man wirklich alles verstehen möchte und auch etwas von dem übermittelten Wissen behalten möchte.

Dieses Buch eignet sich auch hervorragend als Geschenk.

Fazit

Ein wunderschönes, lehrreiches und spannendes Buch, in das ich mich auf den ersten Blick verliebt habe.

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