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Landschaften der Metropole des Todes Auschwitz und die Grenzen der Erinnerung und der Vorstellungskraft

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04593-5

Erschienen:  11.03.2013
Dieser Titel ist lieferbar.

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Die einzigartigen Betrachtungen eines Mannes über die wiederkehrenden Erinnerungen an seine Kindheit in Auschwitz

Die Metropole des Todes, das ist Auschwitz-Birkenau. Als Kind wird Otto Dov Kulka zusammen mit seiner Mutter erst in das Ghetto Theresienstadt und dann nach Auschwitz deportiert. Er überlebt die zweimalige Liquidierung des sogenannten Familienlagers und verlässt Auschwitz schließlich im Januar 1945 auf einem Todesmarsch. Lange Zeit hat er über seine Erlebnisse geschwiegen, sich als Historiker allein streng wissenschaftlich mit dem Mord an den Juden befasst. In diesem außergewöhnlichen Text erkundet Kulka nun die Fragmente seiner Erinnerung an Auschwitz, die wiederkehrenden Träume und Bilder, die sein Leben begleiten und unauslöschlich prägen. Eine beeindruckende literarische Reflexion, die unsere Wahrnehmung der Vergangenheit verändert.

Geschwister-Scholl-Preis 2013 für Otto Dov Kulka, "Landschaften der Metropole des Todes" Mehr Informationen

»Das bewegende Buch des Otto Dov Kulka über seine Kindheit in Auschwitz.«

DER SPIEGEL, 15.07.2013

Otto Dov Kulka (Autor)

Otto Dov Kulka wurde 1933 in der Tschechoslowakei geboren. Der emeritierte Professor für die Geschichte des jüdischen Volkes an der Hebräischen Universität in Jerusalem hat sich zeitlebens mit dem Völkermord an den Juden beschäftigt.

»Das bewegende Buch des Otto Dov Kulka über seine Kindheit in Auschwitz.«

DER SPIEGEL, 15.07.2013

»Eindringlich, berührend und beunruhigend.«

Neue Zürcher Zeitung (CH), 28.12.2013

»Ein in manchen Passagen unerträgliches, ein schwieriges Buch gewiss, aber auch ein mutiges und wichtiges.«

Münchner Merkur (26.04.2013)

»Die Magie eines alles überdauernden Lebenskeimes ist es, die Kulkas Buch im Untergrund durchweht.«

Die Drei - Zeitschrift für Anthroposophie in Wissenschaft, Kunst und sozialem Leben, 02/14

Aus dem Hebräischen von Inka Arroyo Antezana, Anne Birkenhauer, Noa Mkayton
Originaltitel: Landscapes of the Metropolis of Death: Reflections on Memory and Imagination
Originalverlag: Penguin Books

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 192 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
mit Abbildungen

ISBN: 978-3-421-04593-5

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Sachbuch

Erschienen:  11.03.2013

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Ein sehr persönliches Buch des Historikers

Von: Anne-Marit Strandborg Datum: 02.05.2018

didonia.blogspot.de/

Aus dem Hebräischen übersetzt von Inka Arroyo Antezana sowie Anne Birkenhauer und Noa Mkayton

1978, während eines internationalen Kongresses in Polen, fuhr Otto Dov Kulka nach Auschwitz. Er flog nach Krakau und von dort weiter mit einem Taxi. Und während der Taxifahrer erzählt und erzählt, reagiert er nicht mehr auf seine Worte und beginnt sich zu erinnern:

"Ich nehme nicht mehr auf, was er sagt. Ich nehme vielmehr diesen Weg auf. Spüre plötzlich, dass ich an diesen Orten schon einmal gewesen bin. Ich kenne die Schilder, diese Häuser.
Obwohl es eine andere Landschaft gewesen war, eine nächtliche Winterlandschaft, vor allem in der ersten Nacht, aber dann auch eine Landschaft bei Tag, und ich verstand etwas, worauf ich nicht vorbereitet gewesen war: dass ich in der Gegenrichtung auf jener Straße fuhr, auf der man uns am 18. Januar 1945 und in darauffolgenden Tagen hinausgeführt hatte, hinaus aus diesem unheimlichen Getriebe, aus dem, da war ich mir sicher, da waren wir uns alle sicher, es kein Entrinnen gab."

Auf diese Straße hinaus führte der, wie man es später nannte, Todesmarsch. Am eindrücklichsten bleibt ihm die nächtliche Farbe in Erinnerung, dann schwarze Flecken, die im blendenden Weiß des Schnees liegen. Bis er begreift, dass es menschliche Leichen waren, die seinen Weg säumten.

Wir erfahren bruchstückhaft, wie es in Auschwitz zuging. Eine Stelle blieb mir besonders im Gedächtnis: Das Hervorheben der Ängste, die die Menschen erlitten haben, die auf die Gasbaracken zugehen mussten und die genau wussten, was sie dort erwartet.

Es ist kein Erinnerungsbuch. Der Autor hat Jahrzehnte keines der Art, wie wir sie kennen, geschrieben. Es sind vielmehr die Empfindungen eines zehnjährigen Jungen, der er damals war. Der es geschafft hat, zu überleben. Er schrieb es in einer fast poetischen Sprache.

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