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Laufen lernt man nur durch Hinfallen Wie wir zu echter innerer Stärke finden

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-424-63129-6

Erschienen: 25.07.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Wahre innere Stärke erwächst nicht aus Siegen, sondern aus Niederlagen: Gerade zu straucheln und hinzufallen, birgt die Chance für inneres Wachstum und weist uns den Weg zu Weisheit, Hoffnung und einem tieferen Lebenssinn.

Die US-amerikanische Starpsychologin Brené Brown erforscht seit vielen Jahren die Gesetzmäßigkeiten innerer Stärke. Anschaulich und anhand vieler Beispiele beschreibt sie den Entwicklungsprozess, der uns in Krisenzeiten positiv formt: Wir lernen, mit Scham umzugehen. Uns trotz widriger Umstände als wertvoll zu empfinden. Gehen das Wagnis ein, uns in unserer Verletzlichkeit zu zeigen. Entwickeln den Mut, uns über die eigenen Grenzen hinauszuwagen und unser Leben aktiv zu gestalten – und sind schließlich stärker als je zuvor.

»Bereits während des Lesens beginnt man, sein [...] Leben [...] mit anderen Augen zu sehen – und liebevoller mit der eigenen Unvollkommenheit und der seiner Mitmenschen umzugehen.«

Stern Gesund leben (09.11.2016)

Brené Brown (Autorin)

Brené Brown ist Professorin am Graduate College of Social Work in Houston, Texas. Seit dreizehn Jahren erforscht sie die Themen Verletzlichkeit, Scham, Authentizität und innere Stärke. Ihr TED-Talk „Die Kraft der Verletzlichkeit“, der über 23 Millionen Mal heruntergeladen wurde, machte sie weltweit bekannt. Ihre Bücher, darunter „Die Gaben der Unvollkommenheit“ und „Verletzlichkeit macht stark“, avancierten in den USA zu Bestsellern. Die beliebte Vortragsrednerin lebt mit ihrem Mann Steve und zwei Kindern in Houston.

brenebrown.com/

»Bereits während des Lesens beginnt man, sein [...] Leben [...] mit anderen Augen zu sehen – und liebevoller mit der eigenen Unvollkommenheit und der seiner Mitmenschen umzugehen.«

Stern Gesund leben (09.11.2016)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Margarethe Randow-Tesch
Originaltitel: Rising strong
Originalverlag: Vermilion

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-424-63129-6

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Kailash

Erschienen: 25.07.2016

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Die Heldenreise braucht den zweiten Akt - das Scheitern

Von: Bri Datum: 09.09.2017

www.feinerbuchstoff.wordpress.com

rnt man nur durch Hinfallen aufzeigt einfach abnicken. Es tat gut, es kam meiner Einstellung sehr nah. Viel Information im Buch und äußere Umstände im wahren Leben zwangen mich allerdings dazu, das Buch zur Seite zu legen. Einen durch Eigenbedarf der Vermieter bedingten und vollzogenen Umzug später, auf der Suche nach geeignetem Lesestoff, der sich zwar stapelt, aber trotzdem nicht anbot, griff ich wieder zu Browns Buch. Nahtlos schloss die Lektüre dort an, wo ich mein Lesezeichen hinterlassen hatte. Aber nicht nur von Scham und deren Auslösern spricht Brown, sondern auch davon, wie man diese Auslöser erkennt und den Emotionen, die sie in uns wecken, begegnen kann.Wichtig dabei ist, immer zu wissen: Es ist meine Geschichte, meine Emotion, die berechtigt ist. Wenn ich mich ihr aber vollkommen hingebe, dann tut mir das nicht gut.

Doch genau für solche Situationen weiß Brown Rat. Durch viele Umfragen, auch durch Interviews und Gespräche mit Führungskräften, beleuchtet sie nicht nur das private Umfeld in Bezug auf Emotionen, sondern auch die zwischenmenschliche Komponente im beruflichen Bereich. Dabei ist ganz klar: Zwischenmenschlich wird es immer dann schwierig, wenn etwas nicht wie geplant durchzuführen ist. Dieses Scheitern doch noch in einen Erfolg umzuwandeln ist möglich, dazu muss man aber ehrlich mit sich und allen anderen Beteiligten umgehen. Und das heißt: Es geht nicht um Schuldzuweisungen. Hat man das einmal verinnerlicht, wird das Zusammenspiel deutlich einfacher, angenehmer und produktiver.Dabei hilft es laut Brown, davon auszugehen, dass alle Menschen immer im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihr Bestes geben. Ja, alle und immer. Auch wenn das Beste gefährlich sein kann. Auf dieses Beste zu reagieren – dafür gibt es immer verschiedene Möglichkeiten. Denkt mal drüber nach. Denn wenn man davon ausgeht, erleichtert man sich das Leben, indem man Groll und Ärger möglichst nicht mehr Überhand gewinnen lässt und empathisch und neugierig ist. Und trotzdem muss man seine Grenzen setzen, denn was für mich okay ist, mag es für andere nicht sein.

Sprachlich sehr flüssig und mit lebensnahen Praxisbeispielen versehen, liest sich Laufen lernt man nur durch Hinfallen (im Original Rising Strong) trotzdem anders als die gängigen Bücher aus der Lebensberatungsecke. Es verzichtet auf Plattitüden und zeigt eine Autorin, die sich nicht scheut, auch ihre inneren Kämpfe zum Besten zu geben, ohne sich selbst in eine Opferrolle zu bringen. Lösungsorientiert wird ein Schema angeboten, dass sich auf jedwede Situation unseres Lebens anwenden lässt, die uns stolpern lässt. Das Aufstehen, wenn wir tatsächlich gefallen sind, wird so von Mal zu Mal einfacher. An das Ende des Buches hat Brown, neben einer Zusammenfassung der Schlüsselerkenntnisse und einer kurzen Theorie eines Lebens aus vollem Herzen, ein wunderschön verfasstes Manifest gestellt, das folgendermaßen beginnt:

Es gibt keine größere Bedrohung für die Kritiker, Zyniker und Angstmacher als jene unter uns, die riskieren zu fallen, weil sie gelernt haben, wieder aufzustehen.

und so endet:

Uns zu zeigen ist unsere Macht. Geschichten sind unser Weg nach Hause. Die Wahrheit ist unser Lied. wir sind die Mutigen mit dem gebrochenen Herzen. Wir entwickeln uns zu innerer Stärke und stehen unerschrocken wieder auf.

Laufen lernt man nur durch Hinfallen hat mich verändert. Im Bezug auf mich selbst, die ich auch Unangenehmes über mich entdeckt habe, im Bezug auf andere und im Bezug auf meine Reaktion auf das Verhalten anderer mir gegenüber. Ich bin noch lange nicht fertig, ich muss mich immer wieder verorten, aber dank dieses Buches, das einen festen Platz in meinem Regal hat, wird das nicht mehr so schwierig sein. Auch weil es okay und richtig ist, dass wir alle immer auf dem Weg sind, zu werden, wer wir sind. Vielleicht ist auch das die Frage nach dem Sinn unseres Lebens. Wer weiß?

Wer ein authentisches, ehrliches Leben aus vollem Herzen führen möchte, dem sei dieses wohltuende Buch wärmstens empfohlen – es erspart einem keine unangenehmen Gefühle oder Situationen, aber es hilft, mutig seine Emotionen zu zeigen und damit bei der Fortsetzung unserer Heldenreise, auf der wir alle sind und die wir auch einfach Leben nennen können. Denn egal, was wir tun, wichtig ist nicht, was irgendwer von uns denkt. Denn Krtiik wird es von irgendeiner Seite immer geben. Also zeigen wir uns doch lieber, tun wir das, wohinter wir stehen, denn Fallen ist nicht schlimm, wir können ja wieder aufstehen..

Wichtige Reflexion

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 08.08.2016

www.rezensions-seite.de

Eigentlich liegt es offen vor aller Augen und ist vom Prinzip her ganz einfach. Wenn man sich Kindern betrachtet, die Laufen lernen, dann ist dies ein Prozess des immer wieder Angehens und Versuchens, des „Stützen“ suchen und, eben, des ständigen Hinfallens, bis das Kind die Balance auf zwei Beinen gefunden hat.

Übertragen gesehen, und auch das entspricht der allgemeinen Lebenserfahrung, ist jedes Herangehen an Neues, Unbekanntes, noch nicht Antrainiertes oder Eingeübtes ein ähnlicher Vorgang. Behaftet mit Aneignen, Erproben, vielfachem Scheitern und dann sicherer werden in dem, was man da Neues lernt.

Das allgemeine Bild der Gesellschaft aber sucht, offenkundig, wenn man die Medien verfolgt, den dynamischen, erfolgreichen, belastbaren, kompetenten, souveränen, schlanken, fitten und attraktiven Menschen. Als „fertiges Produkt“ zudem noch.

Hier aus der Reihe Fallen, sich Blößen geben, hochkant Scheitern und „Hinfallen“, das löst Sorge aus, das möchte niemand so richtig, der ins Erwachsenenleben eingetreten ist.

Beides zusammen nun aber geht nicht, Neues wagen und den Lernweg betreten (der zunächst mit Scheitern und Fehlern und Hinfallen gepflastert ist) und zugleich bereits kompetent und souverän zumindest erscheinen können. So mag es sein, dass sich eine Vielzahl von Menschen im Lauf des Lebens immer weniger Risiken aussetzen und immer mehr nur in dem Verbleiben, was sie meinen, zu können, in dem sie sich sicher fühlen.

Echte innere Stärke, so wie Brown sie nachvollziehbar im Buch vor Augen führt, besteht aber nun gar nicht in jenem „Image“, das aktuell so hoch im Kurs steht, sondern eben aus der Kraft, Neues anzugehen, unbekanntes Gebiet zu betreten und das Hinfallen als Lernprozess und nicht als Blamage zu betrachten. Auch wenn das Buch natürlich für den je individuellen Leser geschrieben ist, hier fast Brown spürbar ein allgemeines, gesellschaftsbestimmendes Thema an. Die Frage nach individueller, innerer Stärke und der Sicherheit seiner selbst im Gegensatz zum „sich eingliedern“ in die allgemein vorgegebene Rahmenbedingungen und „auf Nummer sicher“ gehen im Rahmen der umgebenden Kulturgruppe.

Hemdsärmelig, mit vielen praktischen Beispielen aus dem Leben zur Illustration versehen, hautnah in der Sprache, führt Brown dabei mit spürbarer Begeisterung auf diesen Weg zum „Erlernen des Ertragens von Niederlagen und des Weitermachens nach einem solchen Hinfallen“.

„Ich glaube mittlerweile, dass wir alle uns in unserem Leben zeigen und gesehen werden willen. Das heißt, dass wir kämpfen und Niederlagen erleiden werden“.

Was, recht verstanden, zur Kerneinsicht führt, die Brown dem ausgeprägten Individualismus unserer Tage entgegensetzt: „Wir begleiten uns alle gegenseitig nach Hause“.

Der praktische Kern (der einfach klingt aber tatsächliche hohe Überwindung kostet und ins Risiko führt) dabei ist eben jene „Verletzlichkeit“, die Brown definiert als „die Bereitwilligkeit, sich zu zeigen und gesehen zu werden ohne das Ergebnis zu kennen“.

Der einzige Weg zu mehr Freude und Liebe. Mit dem Nachteil, das Stolpern und Fallen unabtrennbar zu diesem Weg gehören werden (ebenso, wie wunderbare Ergebnisse und Erlebnisse, was man aber erst hinterher wissen wird).

Mutig zu sein und sich nach draußen zu zeigen. Wie man wirklich ist und fühlt. Mit gewisser Bangigkeit, aber auch mit der Erkenntnis, dass nur das zu Beziehungen und Ereignissen führt, die wirklich der eigenen Person, wie sie ist, gelten, den Weg dazu legt Brown in diesem Buch humorvoll und sehr, sehr verständlich vor die Augen des Lesers. Und motiviert ungemein, dass „das Wagnis sich lohnt“.

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