Mehr als tausend Worte

Roman

HardcoverNEU
20,00 [D] inkl. MwSt.
20,60 [A] | CHF 28,90 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Liebe und Hoffnung in einer Zeit, die kein morgen kennt …

Berlin, 9. November 1938: Aliza erwacht von durchdringenden Schreien, als ihr Großvater von der Gestapo abgeholt wird. Die politische Lage in Deutschland spitzt sich immer weiter zu, doch entgegen aller Mahnungen weigert sich ihr Vater, ein jüdischer Arzt, das Land zu verlassen. Nur seine Tochter will er im Ausland in Sicherheit bringen. Aliza ist am Boden zerstört, dass sie Fabian, ihre große Liebe, zurücklassen muss. Beim Abschied versprechen sich die beiden, nach ihrer Rückkehr zu heiraten. Doch werden sie die Wirren des Krieges überstehen?


ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 496 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-0650-6
Erschienen am  25. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Liebe in einer grausamen Zeit

Von: Petra Radtke

02.05.2019

Lilli Beck ist einer meiner Lieblingsautorinnen und ich war schon sehr gespannt auf ihren neuen Roman. Ich wurde nicht enttäuscht. Von der ersten Zeile an war ich in die Geschichte versunken. Die Schreibweise der Autorin ist so bildhaft, dass man einfach in die Handlung eintaucht und nicht aufhören kann mit Lesen... Aliza, die 16 jährige Hauptheldin, ist mir gleich ans Herz gewachsen. Sie ist Tochter eines Berliner jüdischen Arztes und sehr stolz darauf, ihm in der Praxis helfen zu können. Ihre große Liebe gehört Fabian, der kein Jude ist und deshalb muss ihre Liebe gehiem bleiben. Durch die Rassengesetze würden beide schwer betsraft werden, wenn es andere mitbekämen. Doch die Judenverfolgung in Deutschland verschärft sich und viele jüdische Bekannte und Freunde verschwinden oft über Nacht aus ihren Wohnungen, abgeholt von der Gestapo. Da Aliza bis zu ihrem 17. Geburtstag noch die Möglichkeit hat, mit einem Kindertransport nach England zu emigrieren, schicken ihre Eltern sie zu Bekannten in London. Es zereißt ihr fast das Herz, da es ein Abschied auf ungewisse Zeit ist. Doch Fabian schwört ihr ewige Liebe. Er muss seinen Wehrdienst antreten und eines Tages beginnt der 2.Weltkrieg und alle Träume von Aliza scheinen dadurch zerstört. In England wird sie verachtet, weil die Menschen in ihr nur die Deutsche und damit eine Feindin sehen. Doch sie lernt auch gute Menschen kennen, die ihr in der schweren Zeit zu Seite stehen. Darunter eine junge Berlinerin, mit der sie über Jahre Freude und Leid teilt. Alizia muss lernen, für ihren eigenen Lebensunterhalt zu sorgen und das unter sehr harten Bedingungen. Der Leser erfährt nun auf zwei Erzählsträngen, wie es Aliza in England und ihrer Familie im faschistischen Berlin ergeht. Werden Fabian und Aliza sich wiedersehen? Was wird aus ihrer Familie? Können sie dem Terror der Faschisten entgehen? Der historische Hintergrund des Romans ist sehr gut recherchiert. Man erfährt vom Wahnsinn der Judenprogromme, dem Schicksal Tausender jüdischer Kinder, die Dank der Bereitschaft englischer Menschen eine neue Heimat finden konnten, aber auch von Deutschen, die sich mithilfe der Gesetze gegen die Juden in Deutschland an deren Eigentum bereicherten und sie dadurch mittelos ein elendes Leben führen ließen... Die Geschichte wird mich noch lange begleiten. Sie ist Mahnung, solche Verbrechen nie wieder zuzulassen und zeigt gleichzeitig, wie stark die Liebe und Freundschaft für das Leben sein kann. Ich danke Lilli Beck für bewegende Lesemomente.

Lesen Sie weiter

Anders als gedacht

Von: Buchmomente

02.05.2019

Über große Strecken hat mich das Buch gut unterhalten, dennoch hatte ich andere Erwartungen und war deshalb ein wenig enttäuscht. Die Geschichte beginnt in den 1930er Jahren in Berlin und erzählt von einer jüdischen Arztfamilie. Im Mittelpunkt steht dabei die junge Tochter Aliza, die als 17jährige gerade noch mit einen der Kindertransporte nach England flüchten kann. Dass sie ihren Verlobten und damit ihre große Liebe zurücklassen muss, schmerzt sehr und prägt ihr Leben in England – und das ist nicht immer ein leichtes; denn auch hier gibt es Hunger und Not. Als dann der Krieg ausbricht, ist sie als Deutsche mehr gelitten als gerne gesehen, und nur mit ihrer Freundin Mizzi kann sie dem ganzen Hass standhalten. Aliza möchte ich gerne, auch wenn sie an manchen Stellen etwas naiv wirkt – selbst noch in England, als ihr viel Hass entgegenschlägt, bleibt sie gutgläubig; das zeigt aber auch ihr großes Herz¸ das sie liebenswert und sympathisch macht. Das Leben der Juden in Berlin ist schrecklich, und den zunehmenden Faschismus am Beispiel dieser Familie zu erleben tut weh – diese Hoffnung und Zuversicht, an die sich die Juden klammern, ist grausam, insbesondere weil man den Ausgang ja kennt. Leider tritt dieser Erzählstrang in Berlin sehr in den Hintergrund, als Aliza nach England kommt. Auch die Geschichte um ihren Verlobten Fabian, der eingezogen wird, bleibt nahezu unerwähnt – dabei hätten mich diese beiden Handlungsstränge genauso interessiert wie der von Aliza. Sie hat in England schwierige Zeiten, zum Glück aber Mizzi an ihrer Seite. Mizzi ist das genaue Gegenteil von Aliza – selbstbewusst, nicht auf den Mund gefallen, unangepasst – und doch hat auch sie ihr Herz am rechten Fleck und hilft Aliza in vielen Situationen. Ich bin wirklich schnell in die Geschichte reingekommen und fand sie auch sehr interessant – mindestens genauso hat mich aber interssiert, was mit Fabian und Alizas Familie geschieht. Ich fand schade, dass das nur im Nebensatz erwähnt wurde, das Leben Alizas in England dagegen sehr ausführlich dargestellt wurde. So hat man zwar einige Veränderungen bei ihr gut nachvollziehen können, die anderen Schicksale sind so aber sehr in den Hintergrund getreten. Die Beschreibungen des zerbombten Berlins dagegen waren sehr eindrücklich, interessant auch das Leben der Trümmerfrauen und der Menschen, die die Stadt versuchten wiederaufzubauen. Am Ende wurde mir die Geschichte um Aliza und ihren Fabian dann doch zu kitschig, das aber konnte ich wegen der anderen vielen interessanten Beschreibungen verschmerzen. Leider hat mich die Umsetzung nicht ganz angesprochen, trotzdem hatte ich auch schöne Lesestunden, so dass ich knappe 4 von 5 Sternen vergebe. Mein Fazit So interessant das Leben der jungen jüdischen Aliza in England auch war, so sehr hätten mich die Erzählstränge in Berlin und an der Front auch interessiert. Leider hat die Autorin diese nur im Nebensatz erwähnt – trotzdem war auch Alizas Handlungsstrang interessant und ich habe die sympathische Protagonistin gerne begleitet.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Lilli Beck wurde in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie »Brigitte«, »Burda-Moden« und »Twen«. »Mehr als tausend Worte« ist nach »Glück und Glas« und »Wie der Wind und das Meer« ihr dritter historischer Roman bei Blanvalet.

Zur AUTORENSEITE

Events

19. Juni 2019

Event

18:00 Uhr | Events
Alex Beer, Lilli Beck, Anette Hinrichs, Eva Seifert, Christine Brand, Anne Sanders, Sophie Bonnet, Stefan Nink
Wild at Heart - Willkommen im Hotel der Herzen | Blind | Nordlicht - Die Tote am Strand | Provenzalischer Rosenkrieg | Treffinger und der Mörder aus der letzten Reihe | Der dunkle Bote | Ein schwedischer Sommer | Wie der Wind und das Meer

Weitere Bücher der Autorin