Mehr als tausend Worte

Roman

Hardcover
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Liebe und Hoffnung in einer Zeit, die kein morgen kennt …

Berlin, 9. November 1938: Aliza erwacht von durchdringenden Schreien, als ihr Großvater von der Gestapo abgeholt wird. Die politische Lage in Deutschland spitzt sich immer weiter zu, doch entgegen aller Mahnungen weigert sich ihr Vater, ein jüdischer Arzt, das Land zu verlassen. Nur seine Tochter will er im Ausland in Sicherheit bringen. Aliza ist am Boden zerstört, dass sie Fabian, ihre große Liebe, zurücklassen muss. Beim Abschied versprechen sich die beiden, nach ihrer Rückkehr zu heiraten. Doch werden sie die Wirren des Krieges überstehen?

»Zwischen 1938 und 1945 angesiedelter Liebesroman, der vor allem durch seine Liebe zum Detail besticht.«

Hörzu (24. Mai 2019)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 496 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-0650-6
Erschienen am  25. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Leserstimmen

Erschreckend und berührend

Von: die.buecherdiebin

12.02.2020

Inhalt: Berlin, November 1938: Für die gutsituierte jüdische Familie Landau wird die politische Lage in Deutschland immer gefährlicher, denn der Judenhass der Nazis nimmt immer extremere Formen an. Die Eltern weigern sich, das Land zu verlassen, doch für die knapp 17-jährige Tochter Aliza gibt es die Möglichkeit, sich mit einem Kindertransport nach England in Sicherheit zu bringen. Aliza ist verzweifelt, denn sie ist in den 18-jährigen Fabian verliebt und will weder ihn, noch ihre Familie verlassen. Doch auch Fabian drängt Aliza zur Flucht und die beiden geben sich das Versprechen, nach ihrer Rückkehr sofort zu heiraten. Doch dann bricht der Krieg aus… Meine Meinung: Der Schreibstil von Lilli Beck ist wie immer leicht und flüssig zu lesen. Während sie in ihrer fiktiven Geschichte hauptsächlich von Aliza erzählt, gibt sie aber auch immer wieder sporadisch Einblicke in das Leben der in Berlin zurückgebliebenen Familie, die sich immer weiter einschränken muss und der immer mehr Rechte genommen werden. Diese Kapitel fand ich besonders erschreckend und berührend und ich hätte gerne noch mehr von den Landaus gelesen. Von Samuel und Rachel, Alizas Eltern und von ihrem Bruder Harald. Aliza hatte das Glück, mit ihren knapp 17 Jahren noch in einem Kindertransport mitfahren zu dürfen. Die Beschreibungen des Transportes fand ich sehr interessant. Wie schwer muss es für Eltern und Kinder gewesen sein, sich voneinander zu trennen. Die Engländer haben damit viele Kinder vor dem sicheren Tod in Deutschland bewahrt. Obwohl Aliza für ihren Unterhalt teilweise schwer arbeiten muss und von vielen Engländern während des Krieges als Nazi beschimpft wird, nur weil sie Deutsche ist, fühlt sie sich doch sicher in England und findet in Mizzie schnell eine gleichaltrige Freundin. Sehr interessant fand ich die Erwähnung von einigen jüdischen Sprichwörtern, Sitten und Gebräuchen, die ich noch nicht kannte oder jüdische Ausdrücke, die auch in unserem Sprachgebrauch nicht unbekannt sind, z.B. meschugge. Auch die Schilderungen vom völlig zerstörten Berlin und den beharrlichen Aufräumarbeiten der Berliner sind sehr gut gelungen. Die Liebesgeschichte fand ich ganz in Ordnung, wenn man bedenkt, wie jung Aliza und Fabian sind. Bei älteren Protagonisten wäre sie mir zu kitschig gewesen. Trotzdem nervte mich irgendwann etwas die häufige Wiederholung des Satzes „Ich liebe dich mehr, als tausend Worte sagen könnten" , auch wenn ein Teil dieses Satzes der Buchtitel ist. Leider gibt es im letzten Drittel des Buches Wendungen, die mir nicht so gut gefallen haben und die auch eher unglaubwürdig wirken, sowie wichtige und emotionale Passagen, die zu schnell abgehandelt werden. Fazit: Ich habe das Buch trotz einiger Kritikpunkte sehr gerne gelesen und bin derselben Meinung wie Lilli Beck: „Und obwohl Aliza und ihre Familie von mir erdacht wurden, so steht ihre Geschichte für all die Schicksale, die niemals vergessen werden dürfen.“ - Zitat aus dem Nachwort.

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Mehr als tausend Worte...

Von: Tine_0111

05.02.2020

Der Klappentext des Buches sprach mich sofort an und freute ich mich umso mehr, dass ich die Möglichkeit vom Verlag bekam, dieses Buch als Rezensionsexemplar zu lesen. Die Geschichte um Aliza beginnt sehr emotional, beginnt doch Kapitel eins direkt in der Reichspogromnacht im November 1938. Die Autorin beschreibt die Verfolgung der Juden, die Demütigungen und Verhaftungen sehr detailliert. Unterstützt wird dies von ihrem flüssigen und sehr bildhaften Schreibstil. Wie man erahnen kann, bleibt Alizas Familie nicht lange von den Demütigungen der Nazis verschont und die Tragik der Geschichte nimmt seinen Lauf. Machtlos muss der Leser Seite für Seite mit seinen Emotionen kämpfen, die sich durch Trauer und Wut abwechseln. Ich hatte oftmals wirklich Tränen in den Augen stehen, weil ich einfach so wütend auf diese Zeit war. Zu Lesen mit welch einer Selbstverständlichkeit die Nazis sich alles der Juden angeeignet haben, um sich selbst damit zu schmücken kann einen nur wütend werden lassen. Aliza wird dann von ihrer Familie in einen Kinderzug nach England geschickt, damit sie dort in Sicherheit ist. Nun beginnt natürlich ein anderes Leben für sie, welches aber nicht weniger leicht und uninteressanter für die Geschichte ist. Hat Aliza doch ihre große Liebe Fabian in Berlin zurücklassen müssen. Geplagt von Heimweh muss sie sich mit ihrer neuen Lebenssituation arrangieren und beginnt ein neues Leben - nicht aber ohne das Alte zu vergessen. Spannend erzählt auch hier die Autorin, welche Hürden Aliza in einem fremden Land nehmen muss, in dem sie als der Feind angesehen wird. In der Mitte des Buches nimmt dann die Geschichte einen Lauf, der mit weniger gefallen hat, aber für Aliza wichtig ist, denn ohne diesen kann sie ihren Weg nicht fortsetzen. Zum Ende hin wirkte dann die Geschichte für mich etwas überzogen und überstürzt. Hatte doch sonst alles familiäre sehr viel Raum in der Geschichte, so wird dies gegen Ende nur kurz thematisiert. Dennoch war ich letztendlich mit dem Ausgang der Geschichte dann doch noch zufrieden. Für mich wird es nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein. Fazit: sehr emotionale Geschichte, die leider einen sehr realen Hintergrund hat. Lesen gegen das Vergessen!

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Vita

Lilli Beck wurde in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie »Brigitte«, »Burda-Moden« und »Twen«. »Mehr als tausend Worte« ist nach »Glück und Glas« und »Wie der Wind und das Meer« ihr dritter historischer Roman bei Blanvalet.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Eine bewegende Schicksalsgeschichte.«

Neue Welt (30. April 2019)

»Eine berührende Geschichte mit der deutschen Historie als Spannungsrahmen. Wunderbar geschrieben. Absolut lesenswert.«

Ruhr Nachrichten – Dortmunder Zeitung Süd (19. Juni 2019)

»In anschaulicher Sprache erzählt Lilli Beck von den schweren Schicksalsschlägen Alizas und ihrer Liebe zu einem Nicht-Juden.«

Lübecker Nachrichten (04. Juli 2019)

Weitere Bücher der Autorin