Mein Ein und Alles

Roman

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»Ein Buch, das man mit angehaltenem Atem verschlingt.« Washington Post

Dieser Roman über ein junges Mädchen hat Amerikas Leserschaft überwältigt und gespalten. Denn Turtle Alveston, so verletzlich wie stark, ist eine der unvergesslichsten Heldinnen der zeitgenössischen Literatur. Sie wächst weltabgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern auf, wo sie jede Pflanze und jede Kreatur kennt. Auf tagelangen Streifzügen in der Natur sucht sie Zuflucht vor der besitzergreifenden Liebe ihres charismatischen und schwer gestörten Vaters. Erst als sie ihren Mitschüler Jacob näher kennenlernt und wahre Freundschaft erfährt, beginnt die Befreiung aus seinen Klauen. Gabriel Tallents Debut ist von eindringlicher Wucht und zugleich Zartheit, eine neue Stimme, die niemanden kalt lässt. »Als Leser schlägt einem das Herz bis zum Hals und man hofft nichts inständiger, als dass Turtle durchkommen möge. Intensiv und lebendig.« Marie Claire

»Der Begriff ‘Meisterwerk’ wird zu häufig benutzt, doch ‘Mein Ein und Alles’ ist ohne jeden Zweifel eines.«

Stephen King

Aus dem Amerikanischen von Stephan Kleiner
Originaltitel: My Absolute Darling
Originalverlag: Riverhead Books
Hardcover mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60028-2
Erschienen am  24. September 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Starkes, verstörendes Debut

Von: Friedrichs Biggi

05.12.2018

Die vierzehnjährige Turtle lebt mit ihrem Vater in einem völlig heruntergekommenen Haus in den Wäldern von Nordkalifornien auf. Ihr Großvater lebt in der Nähe in einem alten Wohnwagen mit seiner Hündin. Turtle besucht mehr oder minder erfolgreich die Schule. Sie ist eine Außenseiterin, wird aber von ihren Mitschülern in Ruhe gelassen. Ihre Lehrerin versucht Turtle zu helfen, doch diese Hilfe will das junge Mädchen nicht. Turtle kann mit vielen Schusswaffen umgehen und ist von ihrem Vater auf das Überleben in der Natur vorbereitet worden. Der Vater ist schwer gestört und sehr grausam zu seiner Tochter. Warum, kann man nur erahnen, das wird in der Geschichte nicht näher beleuchtet. Er betrachtet seine Tochter als seinen Besitz und macht das auch sehr deutlich. Als Julia, so heißt Turtle, einen Jungen kennen lernt und sich verliebt, ahnt man schon, dass das schwere Folgen für beide haben wird. Sofort ist man mitten in der Geschichte. Gabriel Tallent beschreibt die Natur rund um Mendocino bild- und wortgewaltig, teilweise fast poetisch. Die Dialoge zwischen Turtle und ihrem Vater sind hingegen sehr derb, teilweise ordinär und brutal. Dieser Missbrauch, der da abläuft ist sehr verstörend. Turtle ist eine starke Protagonistin, die ihren Vater schützt, egal was er ihr antut. Sie versucht zu überleben und man zittert und hofft, dass es ihr gelingen wird. Manchmal ist es fast nicht auszuhalten, was das Mädchen alles ertragen muss. Dieser Roman ist ein starkes Debut, der von Gegensätzen lebt, den Leser mitleiden lässt und berührt. Diesen knallharten Pageturner kann ich euch nur empfehlen.

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Darling, oh Darling

Von: Exlibris JMalula

03.12.2018

„My absolute darling“ - so der Originaltitel von „Mein Ein und Alles“ – ist die 14-jährige Turtle für ihren Vater Martin, mit dem sie in der toxischen Abgeschiedenheit eines heruntergekommenen Hauses in den nordkalifornischen Wäldern lebt. Bis auf den Großvater ist Turtle isoliert von jeglichem menschlichen, über die Oberflächlichkeit des Alltags hinausgehenden, Kontakt. Was die Beziehung Martins zu seiner Tochter betrifft, ist das „absolute“ des Titel wörtlich zu nehmen ist - „Woran es Dir auch fehlte, was auch immer ich dir nicht geben konnte, du wurdest immer geliebt, innig und bedingungslos.“ Es ist jedoch eine krankhaft obsessive, besitzerergreifende, missbrauchende Liebe. Ein Liebe die physisch und psychisch zerstört. Gabriel Tallent schockiert (und vergrault einige) seine(r) LeserInnen schon auf den ersten Seiten seines Debütromans mit einer sehr expliziten Beschreibung eines sexuellen Missbrauchs – er folgt damit wohl dem literarischen Trend der „Tabulosigkeit“, der sich schon in Romanen wie „Und es schmilzt“ und „Ein wenig Leben“ zeigt. Die Grenzen zwischen für die Story nötiger Konfrontation mit dem Grauen und die Verkaufszahlen ankurbelnden, überflüssigen Voyeurismus sind sicher fließend und werden von jedem Leser anders empfunden. Schwerer auszuhalten für mich waren jedoch die intensiven inneren Monologe der Protagonistin Turtle (von ihrem Vater bezeichnender Weise „Krümmel“ genannt), die zeigen wie „brainwashed“ Turtle durch den jahrelangen manipulativen Missbrauch durch ihren Vater ist. Leider jedoch teilweise auf eine für mich zu platte und plakativen Weise, wenn in den Gedankenmonologen 1:1 dessen degradierenden „Vergewaltigungsjargon“ aufgegriffen wird. Auch stilistisch nervt es irgendwann, wenn sich zwischen jedem Halbsatz der Einschub „denkt sie“ wiederholt. Für mich war „Mein Ein und Alles“ eine kurzweilige Lektüre mit ziemlicher Sogwirkung. Literarisch wechselhaft, jedoch durchaus mit Passagen, die das große erzählerische Potential Gabriel Tallents erahnen lassen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was von ihm noch kommt.

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Vita

Gabriel Tallent, geboren 1987 in New Mexico, wuchs in der Nähe von Mendocino mit zwei Müttern in einem sehr liberalen Umfeld auf. Nach seinem Universitätsabschluss 2010 führte er zwei Sommer lang Gruppen mit Jugendlichen durch die Wildnis der Nordpazifischen Küste. Gabriel Tallent lebt heute in Salt Lake City.

Zur AUTORENSEITE

Stephan Kleiner

Stephan Kleiner, geboren 1975, lebt als literarischer Übersetzer in München. Er übertrug u. a. Chad Harbach, Michel Houellebecq, Tao Lin und Hanya Yanagihara ins Deutsche.

zum Übersetzer

Zitate

»Hin und wieder gerät man an ein Romandebut, das aufhorchen läßt, weil man einen solchen Ton im Chor der internationalen Gegenwartsliteratur noch nie vernommen hat. So ein Roman ist ›Mein Ein und Alles‹ von Gabriel Tallent. Dies ist ein Buch über Kindesmißbrauch, unerträgliche Gewalt und stumpfe Brutalität, und gleichzeitig eine rhapsodische Feier der Schönheit der kalifornischen Natur, von Fauna und Flora von Mendocino in einer unvergesslichen Sprache. Eine abgründige Familiengeschichte mit der 14jährigen Turtle, eine Waffennärrin, die sich eines Tages gegen ihren Vater zur Wehr setzt.«

»Ein selbstbewusster Debütroman, und er ist in Amerika eingeschlagen wie eine Explosion. Verstörend! Brillant! Erschreckend grausam, so die stammelnden Rezensionen.«

DIE ZEIT, Susanne Mayer (22. November 2018)

»Kann ein Buch zu gut sein? So, dass es man es kaum erträgt? Noch während der Lektüre von Gabriel Tallents Debüt weiß man: Ja. Die Geschichte der 14-Jährigen Turtle, die von ihrem waffennärrischen Vater misshandelt, missbraucht und grausam geliebt wird, lässt den Leser nicht mehr los.«

Welt am Sonntag kompakt, Barbara Weitzel (18. November 2018)

»Die Roman-Entdeckung des Jahres.«

Hamburger Abendblatt (26. September 2018)

»Ein harter Brocken und eine Offenbarung zugleich. Man leidet 500 Seiten lang mit der Heldin und vergisst sie dann nie wieder.«

style (CH), Anita Lehmeier (01. November 2018)

»Wer (…) bis zum Ende aushält, wird Turtle, seine Heldin, vermutlich niemals wieder vergessen.«

BRIGITTE WOMAN, Antje Liebsch (05. September 2018)

»Ein ganz bemerkenswertes Debüt.«

»Schrecklich spannend ... immer zittert man mit der harten, schiefen, ungebrochenen Heldin, dass es endlich aufhört. ... Gabriel Tallent trumpft in seinem Debüt als mitreißender Erzähler auf.«

Berliner Zeitung, Birgit Walter (03. November 2018)

»Eine unkonventionelle Heldin und die furchtlose Darstellung ihres Überlebenskampfes machen ‘Mein Ein und Alles‘ zum erfolgreichsten Debüt des Jahres 2017.«

The New York Times

»Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann … ein erschütterndes, ein gewaltiges Debüt.«

National Public Radio