Mein Ein und Alles

Roman

Hardcover
24,00 [D] inkl. MwSt.
24,70 [A] | CHF 33,90 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

»Ein Buch, das man mit angehaltenem Atem verschlingt.« Washington Post

Dieser Roman über ein junges Mädchen hat Amerikas Leserschaft überwältigt und gespalten. Denn Turtle Alveston, so verletzlich wie stark, ist eine der unvergesslichsten Heldinnen der zeitgenössischen Literatur. Sie wächst weltabgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern auf, wo sie jede Pflanze und jede Kreatur kennt. Auf tagelangen Streifzügen in der Natur sucht sie Zuflucht vor der besitzergreifenden Liebe ihres charismatischen und schwer gestörten Vaters. Erst als sie ihren Mitschüler Jacob näher kennenlernt und wahre Freundschaft erfährt, beginnt die Befreiung aus seinen Klauen. Gabriel Tallents Debut ist von eindringlicher Wucht und zugleich Zartheit, eine neue Stimme, die niemanden kalt lässt. »Als Leser schlägt einem das Herz bis zum Hals und man hofft nichts inständiger, als dass Turtle durchkommen möge. Intensiv und lebendig.« Marie Claire

»Der Begriff ‘Meisterwerk’ wird zu häufig benutzt, doch ‘Mein Ein und Alles’ ist ohne jeden Zweifel eines.«

Stephen King

Aus dem Amerikanischen von Stephan Kleiner
Originaltitel: My Absolute Darling
Originalverlag: Riverhead Books
Hardcover mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60028-2
Erschienen am  24. September 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein Buch, wie ein Sog

Von: Becca

14.02.2020

Die ersten Seiten vielen mir aufgrund der sehr groben Sprache des Protagonisten, der Vater der jungen Heldin Julia, genannt Turtle, sehr schwer. Auch die detaillierten Beschreibungen der Waffen und die Liebe der beiden zu diesen war nicht mein Ding. Doch es steckt auch in dem brutalen Vater eine faszinierende und intelligente Seite. Diese ist auch wohl auch ein Grund für seine Tochter Turtle ihren Vater zu decken, obwohl er sie missbraucht und auch mal ordentlich zuschlägt. Ihre Einstellung zum Vater ändert sich langsam, als sie durch einen Streifzug durch die kalifornischen Wälder einen Jungen kennenlernt. Ab hier nimmt die Handlung Fahrt auf und zieht einen immer weiter ins Geschehen. Was auch an der besonderen Art und Gedanken von Turtle liegt. Faszinierend für mich war die Beschreibung der Flora und Fauna des nordkalifornischen Waldes. Viele Pflanzennamen habe ich noch nie gehört, aber ich konnte ihn mir in meiner Fantasie gut vorstellen. Ein sehr amerikanisch angehauchter Roman, der trotz der beschriebenen Gewalt fesselt.

Lesen Sie weiter

Dieses Buch hat mich alle Gefühlsstadien durchleben lassen

Von: SaBineBe

11.02.2020

Turtle lebt abgeschieden in der Nähe einer Kleinstadt allein mit ihrem Vater Martin in beinahe schon heruntergekommenen Verhältnissen. Nach dem Tod seiner Frau hat er sich voll und ganz auf seine Tochter konzentriert. Aber diese Vaterliebe hat schon obsessive Züge angenommen. Nicht nur, dass er Turtle, außer dass sie zur Schule geht, fast vollständig von der Außenwelt abkoppelt, er lehrt sie den Umgang mit Waffen und missbraucht sie in jeglicher Hinsicht. Erst als Turtle die Bekanntschaft mit Jacob macht, beginnt sie zu realisieren, dass ihr Leben auch anders sein könnte. Aber Martin ist nicht bereit Turtle gehen zu lassen. Es entbrennt ein Kampf ums Überleben. Dieses Buch zu beurteilen fällt mir nicht leicht, obwohl ich ihm volle fünf Sterne zugestehe. Schon vom ersten Kapitel an hat mich dieses Buch mit einer Wucht getroffen, die ich bis dato keinem Buch zugetraut hätte. Der Leser wird hier mit allen Ausformungen der Grausamkeit konfrontiert, die man einem Kind sowohl in physischer als auch psychischer Hinsicht antun kann. Und das alles in einer so bildgewaltigen Sprache, dass es einem beinahe die Luft nimmt. So kam es denn auch, dass ich schon nach dem ersten Kapitel das Buch erst einmal beiseitegelegt und mir überlegt habe, ob ich den Rest wirklich lesen will. Denn der Leser wird ohne große Vorgeschichte oder Einführung direkt in Turtels Leben geworfen. Etwas aufgehoben werden die detaillierten Grausamkeiten dadurch, dass auch die schönen Seiten, wie die Natur, eben auch sehr bildlich ausgearbeitet sind. So kommt man nicht auf den Gedanken, der Autor hätte hier nur einen brutalen und reißerischen Roman schreiben wollen. Beschrieben wird die ganze Situation nicht aus der Sicht von Turtle, wie man vermuten könnte, sondern aus Sicht eines beinahe schon neutralen Beobachters. Man hat wirklich den Eindruck, man wäre mit Turtle und Martin zusammen in dem Haus. Und so kam es denn auch immer wieder vor, dass ich das Bedürfnis hatte Turtle zu sagen: Mensch, Mädel, merkst du nicht, dass das nicht normal ist? Ich war auf jeder Seite hin und her gerissen zwischen Bewunderung Turtle gegenüber, Trauer, Unverständnis und Wut. Ein solches Gefühlserlebnis hatte ich bisher noch nicht bei einem Buch. Es fällt schwer, mehr über dieses Buch zu schreiben ohne zu spoilern. Aber es ist definitiv kein leichtes Buch. Wer nur schwer mit dem Thema Misshandlung und Gewalt umgehen kann, der sollte es vielleicht besser nicht lesen. Wer jedoch damit umgehen kann, der wird ein Leseerlebnis der besonderen Art haben. Mich jedenfalls wird dieses Buch so schnell nicht wieder aus seinen Fängen entlassen.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Gabriel Tallent, geboren 1987 in New Mexico, wuchs in der Nähe von Mendocino mit zwei Müttern in einem sehr liberalen Umfeld auf. Nach seinem Universitätsabschluss 2010 führte er zwei Sommer lang Gruppen mit Jugendlichen durch die Wildnis der Nordpazifischen Küste. Gabriel Tallent lebt heute in Salt Lake City.

Zur AUTORENSEITE

Stephan Kleiner

Stephan Kleiner, geboren 1975, lebt als literarischer Übersetzer in München. Er übertrug u. a. Geoff Dyer, Michel Houellebecq, Gabriel Tallent und Hanya Yanagihara ins Deutsche.

zum Übersetzer

Pressestimmen

»Hin und wieder gerät man an ein Romandebut, das aufhorchen läßt, weil man einen solchen Ton im Chor der internationalen Gegenwartsliteratur noch nie vernommen hat. So ein Roman ist ›Mein Ein und Alles‹ von Gabriel Tallent. Dies ist ein Buch über Kindesmißbrauch, unerträgliche Gewalt und stumpfe Brutalität, und gleichzeitig eine rhapsodische Feier der Schönheit der kalifornischen Natur, von Fauna und Flora von Mendocino in einer unvergesslichen Sprache. Eine abgründige Familiengeschichte mit der 14jährigen Turtle, eine Waffennärrin, die sich eines Tages gegen ihren Vater zur Wehr setzt.«

»Ein selbstbewusster Debütroman, und er ist in Amerika eingeschlagen wie eine Explosion. Verstörend! Brillant! Erschreckend grausam, so die stammelnden Rezensionen.«

DIE ZEIT, Susanne Mayer (22. November 2018)

»Kann ein Buch zu gut sein? So, dass es man es kaum erträgt? Noch während der Lektüre von Gabriel Tallents Debüt weiß man: Ja. Die Geschichte der 14-Jährigen Turtle, die von ihrem waffennärrischen Vater misshandelt, missbraucht und grausam geliebt wird, lässt den Leser nicht mehr los.«

Welt am Sonntag kompakt, Barbara Weitzel (18. November 2018)

»Die Roman-Entdeckung des Jahres.«

Hamburger Abendblatt (26. September 2018)

»Ein harter Brocken und eine Offenbarung zugleich. Man leidet 500 Seiten lang mit der Heldin und vergisst sie dann nie wieder.«

style (CH), Anita Lehmeier (01. November 2018)

»Wer (…) bis zum Ende aushält, wird Turtle, seine Heldin, vermutlich niemals wieder vergessen.«

BRIGITTE WOMAN, Antje Liebsch (05. September 2018)

»Ein ganz bemerkenswertes Debüt.«

»Schrecklich spannend ... immer zittert man mit der harten, schiefen, ungebrochenen Heldin, dass es endlich aufhört. ... Gabriel Tallent trumpft in seinem Debüt als mitreißender Erzähler auf.«

Berliner Zeitung, Birgit Walter (03. November 2018)

»Im Verlauf der Geschichte entwickelt ›Mein Ein und Alles‹ einen rasenden Sog. In sprachgewaltiger Wucht und gleichzeitig verstörend zart kommen die einzelnen Plots daher, verschlingen sich zu einem Gesamthandlungsstrang, der niemanden kalt lässt.«

Passauer Neue Presse, Alexandra von Poschinger (24. Juni 2019)

»Eine unkonventionelle Heldin und die furchtlose Darstellung ihres Überlebenskampfes machen ‘Mein Ein und Alles‘ zum erfolgreichsten Debüt des Jahres 2017.«

The New York Times

»Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann … ein erschütterndes, ein gewaltiges Debüt.«

National Public Radio