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Mein Leben als Schäfer

Kundenrezensionen (3)

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-10291-6

Erschienen: 09.05.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Das Leben auf dem Land – packend und authentisch
erzählt

James Rebanks’ Familie lebt seit Generationen im englischen Hochland, dem Lake District. Die Lebensweise ist seit Jahrhunderten von den Jahreszeiten und Arbeitsabläufen bestimmt. Im Sommer werden die Schafe auf die kahlen Berge getrieben und das Heu geerntet; im Herbst folgen die Handelsmessen, wo die Herden aufgestockt werden, im Winter der Kampf, dass die Schafe am Leben bleiben, und im Frühjahr schließlich die Erleichterung, wenn die Lämmer geboren und die Tiere wieder in die Berge getrieben werden können. James Rebanks erzählt von einer archaischen Landschaft, von der tiefen Verwurzelung an einen Ort. In eindrucksvoll klarer Prosa schildert er den Jahresablauf in der Arbeit eines Hirten, bietet uns einen einzigartigen Einblick in das ländliche Leben. Er schreibt auch von den Menschen, die ihm nahe stehen, Menschen mit großer Beharrlichkeit, obwohl sich die Welt um sie herum vollständig verändert hat.

"Rebanks erzählt von der Hoffnung, die im Miteinander liegt, vom Halt, den Familie bietet – und vom Vertrauen auf eine natürliche Ordnung der Dinge. Er schreibt unsentimental, voller Gefühl und ohne Nostalgie."

ARD "ttt" (21.08.2016)

James Rebanks (Autor)

James Rebanks ist Schäfer im Lake District im Norden Englands. Wie seine Vorfahren, die seit über sechshundert Jahren ihrer Arbeit nachgehen, lebt er in dieser kargen Landschaft. Einblicke in sein Leben gibt er in seiner Autobiografie, aber auch auf Twitter (@herdyshepherd1).

"Rebanks erzählt von der Hoffnung, die im Miteinander liegt, vom Halt, den Familie bietet – und vom Vertrauen auf eine natürliche Ordnung der Dinge. Er schreibt unsentimental, voller Gefühl und ohne Nostalgie."

ARD "ttt" (21.08.2016)

"Ein gänzlich unsentimentales Buch, geschrieben von jemandem, dem man tiefe Liebe zur Heimat anmerkt, der aber den kritischen Blick auf sich und die Welt bewahrt."

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (15.05.2016)

"Rebanks hat einen autobiographischen Bericht über seine Welt verfasst. Das Buch führte wochenlang die Bestseller-Listen der Insel an. Gerade ist 'Mein Leben als Schäfer', einfühlsam übersetzt, auch auf Deutsch erschienen."

Frankfurter Rundschau (18.05.2016)

"Rebanks hat sich bewahrt, was Ausbildung, Geld und Städte kosten: eine Heimat, in der man schon immer und für immer verwurzelt ist."

Die literarische Welt (21.05.2016)

"Rebanks' Sprachstil ist unpatentiös, doch voller Liebe zu dem, was er tut und wie er lebt. Er weist den Weg zurück zu Grundwerten im Leben mit der Natur."

Ostthüringer Zeitung (10.09.2016)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Maria Andreas
Originaltitel: The Shepherd's Life
Originalverlag: Allen Lane (Penguin Books), London 2015

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
s/w-Fotos im Text

ISBN: 978-3-570-10291-6

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: C. Bertelsmann

Erschienen: 09.05.2016

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Für alle, die mehr über die Bergschäfereien im Lake District wissen wollen

Von: Bücherfüllhorn Datum: 07.08.2016

https://buecherfuellhorn.wordpress.com

Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, dass es ausschließlich um die Schafzucht ging, und irgendwie war meine Vorstellung von einem Schäfer, dass er mit den Schafen übers Land zieht, weit übers Land zieht. Davon handelt dieses Buch nur bedingt, es erzählt nicht von den Wanderschäfern, sondern von Bergschäfereien, die ihre Schafe schon seit 600 Jahren auf die Fells treiben, und dort belassen. Die Schafe, meist Herdwicks, sind so robust, dass ihnen das strenge Wetter fast nichts ausmacht. Ein großes Thema ist auch die Mentalität der Menschen, geprägt von hunderten Jahren Schafzüchterei. Dies beschreibt ein Zitat auf Seite 19 von der Lehrerin Daphne Ellington sehr treffend, sie oben im Text.

Für mich war das Buch sehr interessant, weil einige Aspekte meiner Kindheit auf dem Land ähnlich sind. Ich habe einen kleinen Einblick in das Leben einer Bergschäferei bekommen. Es ist kein Buch, das man mal gerade so runter lesen kann. Gerade am Anfang brauchte ich etwas Zeit, bis ich den Standpunkt des Autors verstehen konnte. Das ist in diesem Sinne nicht spannend, es ist informativ und gibt Einblicke in das Leben des Autors, der stellvertretend für die Schäfer im Lake District Einblicke in dieses Leben gibt. Es gibt sehr lange Rückblicke über die „verhasste“ Schulzeit des Autors und viele Anekdoten, die ich nicht so gerne las, die aber für den Kontext der Mentalität wichtig sind. Es geht um Werte, Wertvorstellungen, Traditionen und um das Kulturerbe.
Dieses Buch wird sicherlich die Bekanntheit des Lake Districts fördern und ist, was viel wichtiger ist, ein wichtiger Beitrag für die Sensibilisierung für Kulturlandschaften. Ein wertvolles Buch, das aber schwierig zu vermitteln sein wird, weil es nicht jeder verstehen kann.

Ich zumindest würde gerne den Briefwechsel zwischen Beatrix Potter und Joseph Moscrop lesen. Soweit ich gesehen habe, gibt es diesen aber nur auf Englisch, schade. ( Beatrix Potter's Farming Friendship: Lake District Letters to Joseph Moscrop, 1926-1943).

Alles in allem: Mir hat das Buch gut gefallen, aber wenn ich überlegen müsste, wem ich es empfehlen würde, fällt mir fast niemand ein. Es muss ein Mensch mit Interesse an Allem sein, der auch längere langweilige Passagen und Informationen lesen will und der mehr über das Leben dieses ganz bestimmten Bevölkerungs-Schlags im Lake District wissen will.

Das Leben schreibt bekanntlich die besten Geschichten!

Von: Tinka Datum: 20.05.2016

literaturaustausch.blogspot.co.at/

Wenn man noch kein Exemplar dieses großartigen Buches zu Hause hat, rate ich die nächste Buchhandlung aufzusuchen und eines zu kaufen, sich hinzusetzen und mit dem Lesen zu beginnen. Der Autor verwebt in diesem großartigen Memoire die Geschichte um die Landschaft des Lake Districts mit der Geschichte seiner Familie zu einer großartigen Erzählung, die einen nicht mehr loslässt, bis man das Buch durch hat!

Wer schon einmal in Großbritannien war, dort vielleicht sogar gewandert ist, der wird beim Lesen die frische Luft dieser Landschaft spüren, das Bild von grünen, saftigen Wiesen vor seinem Auge haben und den Regen, der auf das nasse Moos fällt, hören. Und wer noch nicht dort war, wird seinen Rucksaft packen, Wanderschuhe anziehen und sich früher oder später auf eine Reise dorthin begeben.

Wie auch immer, beim Lesen lernt man so viel Neues und taucht in eine großartige Welt ein, die von einem Leben im Einklang mit der Natur berichtet. Sie erzählt von Bergschafen, über die menschliche Kultur, die von der Landschaft nicht zu trennen ist, über Schäfer und ihre Arbeit, ihren Alltag und über die Jahreszeiten. Mit jeder Seite wird man vertrauter mit diesem Leben. Täglich wandert man mit James Rebanks über das Hochgebirge, wird nass, ziemlich nass! und begleitet ihn durch den Englischen Nationalpark. Das Leben der Schäfer verläuft auch heute noch wie vor Jahrhunderten im Takt der Jahreszeiten und der Arbeiten, die sie mit sich bringen. In einzigartien Szenen schilder er das bäuerliche Leben und die Verbundenheit mit dem Land, welche eigentlich so gut wie die meisten von uns völlig verloren haben.

Das alles passiert so poetisch, so voller Leidenschaft und Gefühl, in eidrucksvoller Prosa, dass man jeden Satz, jede Seite aufsaugt und einfach nicht genug davon bekommt. James ist ein Mensch, der seine Arbeit als Schäfer liebt, sie einem gemütlichen trockenem Dasein in einem Büro vorzieht und der an vielen Stellen spöttisch über diese Menschen, die nicht in der Natur leben, seine Äußerungen auslässt, bis er eines Tages selbst für eine kurze Dauer in London leben muss. Danach lernt er sie zu verstehen und wird in seinem Tun noch mehr bestätigt.

Aber wer glaubt, dass James Rebanks Welt von Langeweile und Monotonie zeugt, wird eines Besseren belehrt werden. Verurteilen wir einfach Mal nicht die Welt eines Bauerns und lassen uns auf seine Geschichte ein, denn er erzählt von einem Leben, das so irgendwie für jeden selbstverständlich sein sollte, es aber leider nicht ist. In dieser Welt gibt es keinen Pizzalieferservice und das Ergebnis des nächsten Fußballspiels oder Songcontests spielt einfach keine Rolle. Es ist ein Buch, das über eine Welt erzählt, die wir Urbanen Menschen völlig vergessen haben. In diesem Leben tötet ein Winter, Füchse und Raben sind nicht freundlich und Blut und Scheiße gehören dazu, wie für eine Sekretärin das Parfüm, das sie täglich aufträgt, bevor sie in die Arbeit fährt.

Natürlich kann man seine Nase aus reinster Neugier in dieses Buch stecken, aber man kann es auch lesen und von Rebanks lernen. Dieses Buch hat eine tiefe Sehnsucht hervor beschwört und ich bin dankbar dafür. Es erinnert mich an jene Tage, als ich noch Kind war und auf dem Hof meiner Großeltern herumtollte und an ein Leben, das in der Stadt einfach nicht möglich ist. Es ist eine stolze, liebevolle, harte und ehrliche Homage an das Landleben, das Rebanks hier porträtiert.


Fazit:

Dieses Buch entführt in eine andere Welt, es nimmt den Leser mit in eine archäische Landschaft, die viele interessante Geschichten zu bieten hat. Eindrucksvoll erzählt, von einem Menschen, den man sicher kein zweites Mal findet. Kann das Buch nur empfehlen!! 5/5 Sternen :)

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