Mein Name ist Judith

Roman

Hardcover
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Wenn sich Geschichte wiederholt … ein hellsichtiger und sehr berührender Roman

Wien in der nahen Zukunft. Seit einem Attentat auf dem Hauptbahnhof ist der Ausnahmezustand zur Regel geworden. Auch die Welt des Autors León Kortner ist aus den Fugen geraten: Bei dem Anschlag sind Frau und Tochter umgekommen, seitdem führt er ein Leben unter Toten. Einsam versucht er einen Roman über die jüdische Familie Klein zu schreiben, die bis zur Flucht vor den Nazis eine Buchhandlung in dem Haus führte, in dem León wohnt. Eines Morgens sitzt ein fremdes Mädchen in einem altmodischen Mantel in seiner Küche. Wer ist diese Judith, die behauptet, dass ihrem Vater der Buchladen gehört?

Mit großem Feingefühl erzählt Martin Horváth von Verfolgung, Flucht und Exil einer jüdischen Wiener Familie und zieht Parallelen zu unserer Zeit – ein kluger, eindringlicher Roman über die Macht des Erzählens und das Vergessen, Vergessen-Wollen und Nicht-vergessen-Können.

»›Mein Name ist Judith‹ ist eine komplexe Geschichte aus Erinnerung und Trauer, in der sich Figuren der Vergangenheit materialisieren und Literatur große Kraft zugesprochen wird. Ein ungewöhnliches Buch.«

Tiroler Tageszeitung (16. April 2019)

Hardcover mit Schutzumschlag, 368 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60010-7
Erschienen am  25. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Wien, Österreich

Leserstimmen

Viel Emotion, Spannung, aber auch Nachdenkliches

Von: Daniela

19.07.2019

Die Welt des Autors León Kortner gerät aus den Fugen, als bei einem terroristischen Anschlag seine Frau Lydia und seine Tochter Hanna umkommen. Er führt seitdem ein seltsam einsames Leben. Eines Tages taucht in seiner Wohnung ein Mädchen auf, es ist aber nicht seine tote Tochter, sondern Judith, eine zehnjähriges Mädchen…. aber Judith ist nicht wirklich da, sie existiert nur in seiner Fantasie. „ Ist das klug, fragte ich mich – mein Herz zu binden an ein Kind, das vielleicht nur in meinem Kopf existiert?“ – Zitat Seite 112 Judith behauptet sie sei Jüdin und der Buchladen im Haus, wo León wohnt, ihrem Vater gehört. Doch der Buchladen gibt's schon lange nicht mehr, die Kleins wurden damals von den Nazis vertrieben... León fängt an, für Judith die Geschichte ihrer Familie zu erzählen. Er erzählt von Familie Klein, von Max und Lena, Judiths Geschwister. Traurige und berührende Erinnerungen. Er erzählt auch von Lydia und Hanna. Mehr verrate ich nicht, auf den Roman muss man sich bewusst einlassen… Martin Horváth Roman „Mein Name ist Judith“ verknüpft private Dramen gekonnt mir der Zeitgeschichte. Er bereitet vor dem Leser traurige Familiengeschichten, die eng verwoben sind mit der Nazizeit und der Gegenwartsgeschichte. Horvárth erzählt flüssig, bildhaft und spannend. Obwohl es sich um einen fiktiven Roman handelt, kann man die Charaktere nicht vergessen. Der Protagonist León Kortner möchte der Familie Klein einen Roman widmen. Nach dem Verlust seiner Familie und einer Zeit der Lethargie, setzt er sich aktiv mit seinem Trauma auseinander. Man spürt seine Trauer um die geliebten Menschen, seine Selbstzweifel und Sorgen. Das Cover ist schlicht gehalten und hat mich angesprochen. Der Roman fordert hohe Aufmerksamkeit und Konzentration, um der Handlung folgen zu können. Lässt man sich darauf ein, wird man zufrieden gestellt. Viel Emotion, Spannung, aber auch Nachdenkliches - von mir eine Leseempfehlung. Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Leider nicht überzeugend!

Von: Tausendléxi

29.05.2019

Die Welt von dem Autor León Kortner wird auf den Kopf gestellt. Er verliert bei einem Attentat am Wiener Hauptbahnhof, seine Liebsten, seine Frau und seine Tochter. Seit diesem tragischen Ereignis, lebt León wie in einem Vakuum gehüllt, von der Realität ausgeschlossen. Eines Morgens dann, sitzt ganz unverhofft, ein etwa zehnjähriges Mädchen in seiner Küche. Bekleidet ist sie mit einem auffälligen, altmodischen Mantel. Ihr Name ist Judith Klein. Sie behauptet allen Ernstes, dass ihrem Vater die Buchhandlung unten im Haus gehört. Doch diese besagte Buchhandlung gibt es schon lange nicht mehr. Die Familie Klein musste die Buchhandlung Ende der 1930 Jahre aufgeben. Sie flüchteten vor den Nazis. Durch Judith wird León aus seiner Lethargie und Schwermüdigkeit gerissen. Nicht nur das, denn León ist auch seines Lebens müde, ohne seine Familie fühlt er sich verloren. Er weiß um das Schicksal der Familie Klein, doch möchte er diesem Kind die schmerzliche Wahrheit ersparen und erfindet sehr geschönte Geschichten. >Aber die Lügen waren, so sei zu meiner Verteidigung vorgebracht, der Barmherzigkeit entsprungen. Sie waren aus Liebe geboren. Aus der Liebe eines Vaters, der wusste, was es bedeutete ein Kind zu verlieren.< An sich liest sich das interessant, jedoch, ich sollte eines Besseren belehrt werden. Martin Horváth ist ein abwechslungsreicher Plot gelungen, der mich auf den ersten Blick angezogen hat. Doch waren mir einige Handlungsstränge zu verwirrend und mein Feuer der Geduld war bei 230 Seiten endgültig verraucht. Martin Horváth´s Schreibstil ist durchaus poetisch zu bezeichnen. Dies war auch der Anlass weiter an der Story dran zu bleiben, um den Sinn zu verstehen, weshalb er Vergangenheit, Gegenwart und Phantasie oder diverse Wahrnehmungen derart vermischt. Leider, und dies sage ich mit Ausdruck, konnten das Buch und ich unsere gemeinsame Reise nicht zu Ende führen, dennoch werde ich Martin Horváth gerne im Auge behalten.

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Vita

Martin Horváth, Jahrgang 1967, studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, wo er als freischaffender Musiker und Autor lebt. Während eines mehrjährigen New-York-Aufenthalts arbeitete er am Leo Baeck Institute über die Geschichte der österreichisch-jüdischen Emigration in die USA. 2012 erschien sein Debüt, »Mohr im Hemd« (DVA), für das er mit der AutorInnenprämie des österreichischen Kulturministeriums ausgezeichnet wurde. »Mein Name ist Judith« ist sein zweiter Roman.

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Pressestimmen

»Vielschichtig.«

Wienerin, 04/2019

»Berührend!«

vormagazin (A), Helmut Schneider (01. August 2019)

»Horváth beweist viel Feingefühl in seiner Geschichte und weist Parallelen zu unserer Zeit auf. Lesenswert.«

Hellweger Anzeiger (11. Mai 2019)

»›Mohr im Hemd‹ ist ein wahrer Glücksfall für die österreichische Literatur.«

ORF, Ö1, Ex libris, über MOHR IM HEMD

»Man darf diesen starken Roman ruhig als Simplizissimus-Geschichte aus dem 21. Jahrhundert lesen. Dem Autor ist ein furioser Erstling gelungen.«

Buchkultur, über MOHR IM HEMD

"Ein literarisch mutiges Debüt, das einen genauen und frischen Blick auf jene Menschen wirft, die von der Mitte der Gesellschaft gerne übersehen werden."

WAZ - Westdeutsche Allgemeine Zeitung, über MOHR IM HEMD

»Selten ist das aktuelle Thema der Migration, des Fremdseins, des Geringachtens der an den Rand Gedrängten so scharfsichtig verpackt und mit unbändiger Formulierkunst dahergekommen.«

Passauer Neue Presse, über MOHR IM HEMD

»Martin Horváths Debüt überzeugt, weil man eine realistische Geschichte liest, die unangenehme Themen unverschleiert anspricht.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, über MOHR IM HEMD

»Ein von Zorn getriebener und dennoch leichtfüßig-irrwitzig fabulierender Schelmenroman über das Überleben in der Unmenschlichkeit ist Horváth da gelungen.«

die tageszeitung, über MOHR IM HEMD

»... ein mutiges, bestürzendes, wahnwitziges, zorniges, wichtiges Buch.«

ORF, fm4, über MOHR IM HEMD