Meine dunkle Vanessa

Roman - Der New-York-Times-Bestseller

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Brillant und verstörend! Ein brandaktueller Roman, der mitten ins Herz der #MeToo-Debatte trifft

Vanessa ist gerade fünfzehn, als sie das erste Mal mit ihrem Englisch-Lehrer schläft. Jacob Strane ist der einzige Mensch, der sie wirklich versteht. Und Vanessa ist sich sicher: Es ist Liebe. Alles geschieht mit ihrem Einverständnis. Fast zwanzig Jahre später wird Strane von einer anderen ehemaligen Schülerin wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt. Taylor kontaktiert Vanessa und bittet sie um Unterstützung. Das zwingt Vanessa zu einer erbarmungslosen Entscheidung: Stillschweigen bewahren oder ihrer Beziehung zu Strane auf den Grund gehen. Doch kann es ihr wirklich gelingen, ihre eigene Geschichte umzudeuten – war auch sie nur Stranes Opfer?

»Meine dunkle Vanessa« ist ein brillanter Roman über all die Widersprüche, die unsere Beziehungen prägen, ein Roman, der alle Gewissheiten erschüttert und uns spüren lässt, wie schwierig es ist, klare Grenzen zu ziehen. Verstörend und unvergesslich!

»Ein eindringlicher, wirklich unvergesslicher, tiefer Roman mit einem irrsinnigen erzählerischen Sog (...)«

Vea Kaiser, ZDF "Literarisches Quartett" (28. August 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Ulrike Thiesmeyer
Originaltitel: My Dark Vanessa
Originalverlag: Morrow
Hardcover mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-10427-9
Erschienen am  17. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Mitreisend und schrecklich

Von: Buchlieblich

25.10.2020

Das Buch hat ganz schön viel von mir abverlangt. Es hat einen ganz dunklen Sog dem man sich kaum entziehen kann. Und obwohl man ab und an gar nicht mehr weiter lesen mag, nimmt man es zur Hand. Dafür ist es zu gut geschrieben und trotz allem will man wissen wie es weiter geht. Wie Vanessa die Dinge sieht. Ob sie es irgendwann begreift. Ich war stellenweise angewidert, voller Mitleid und auch Verständnis. Ein junges Mädchen, mitten in der Pubertät verliebt sich in ihren Lehrer. Aber darum geht’s im Buch gar nicht. Es geht um Manipulation, um Hilflosigkeit um die Frage „wo fängt Missbrauch an?“ und „wo hört es auf?“ *nächster Abschnitt kann Spoiler enthalten* Ich war stellenweise so wütend. Für mich war von Anfang an klar, dass es missbraucht ist und ich war so wütend auf die erwachsene Vanessa die es nicht sehen wollte und weiter machte. Das war so mit das schlimmste an allem. Wie sie sich die Dinge „schön“ geredet hat und ihn auch noch verteidigt. Ich hätte kotzen können und hätte Vanessa so oft so gern geschüttelt. Und dennoch, hab ich auch verstanden wieso sie so handelt. Sich das alles einzugestehen ist mit Sicherheit nach so langer Zeit schwer möglich. Das war am Buch das mitreisende. Dieses Verständnis und diese Wut die man beim lesen spürte. Ich war auch so wütend auf die anderen Lehrer, auf diese Schule, auf ihre Eltern im besonderen... dieses Buch war schrecklich. Und das macht es in meinen Auge so wichtig. Jemand der sowas nie erlebt hat wird merken wie kompliziert ein Missbrauch ist. Das es keine klare Linie gibt wo es anfängt. Was ich aber noch betonen muss: man bekommt ab und an im Buch den Eindruck Vanessa trägt eine Mitschuld. Und diese Frage kann ich nur mit „sie war 15“ beantworten. Da gibt es für mich keine Diskussion. Sie trifft keine Schuld.

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So, so wichtiges Buch!!

Von: marvellous.books

19.10.2020

Als ich vor mehr als 10 Jahren als noch relativ junges Mädel #Lotita von Nabokov gelesen habe, ging mir schon durch den Kopf, dass diese wahnsinnig intensive Geschichte über einen Pädophilen, der ein junges Mädchen missbraucht, viel interessanter gewesen wäre, wenn sie aus dem Blickwinkel des Mädchens geschrieben worden wäre. Und nun ist es endlich soweit: #meinedunklevanessa ist genau das: eine moderne Adaption einer einsamen, talentierten Schülerin, die mit dem egozentrischen, manipulativen Englisch-Lehrer Strane mit gerade einmal 15 eine Beziehung eingeht. Er stellt von vornherein klar, dass er sein ganzes Leben, seine Existenz, für diese Liebelei auf das Spiel setzt, und umgarnt sie mit seiner durchaus einnehmenden Persönlichkeit so komplett, dass sie selbst unschöne sexuelle Begegnungen, die, entgegen seiner Behauptungen, ganz eindeutig nicht im gegenseitigen Einverständnis geschehen, absolut ausblendet und ihre Geschichte auch noch Jahre später in ihrer verblendeten Phantasie als Liebesgeschichte und nicht als die eines sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener wahrnimmt. Der Mann, der 27 Jahre älter ist als die einsame Schülerin, schafft es, sie an sich zu binden, sie in all seine pädophilen Vorstellungen reinzuziehen. Die Art der Erzählung fesselt dabei den Leser so sehr, dass diese durchaus harte Kost, die stellenweise in seiner Eindringlichkeit sehr erschreckend und ergreifend ist, den Leser komplett einnimmt und fasziniert, da sie durch die Brille der Verblendung erzählt wird. Man will das Mädchen schütteln, dass sie endlich begreift, wie falsch das alles in Wirklichkeit ist. In Verbindung mit #metoo ist diese Geschichte so, so wichtig, weil sie zeigt, dass die Welt der Opfer nicht schwarz-weiß ist, und diese Art von toxischer Manipulation wahnsinnig komplexe Auswirkungen auf ihr Erwachsenenleben haben. Eine sehr fesselnde, intensive, an Stellen auch schmerzhafte Geschichte, die einen sicherlich noch lange nach Beendung des Buches beschäftigen wird. Eindeutig ein Jahreshighlight für mich!

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Vita

Kate Elizabeth Russell wurde in Maine geboren und hat an der University of Kansas promoviert. Sie schreibt für verschiedene Magazine, und eine ihrer Erzählungen wurde für den renommierten Pushcart Preis nominiert. Ihr Debütroman »Meine dunkle Vanessa« stieg direkt nach Erscheinen in die Top Ten der New-York-Times-Bestsellerliste ein und wird von Kritikern wie Leserinnen heiß diskutiert. Das Buch erscheint in rund 25 Ländern. Kate Elizabeth Russell lebt in Madison, Wisconsin.

Zur AUTORENSEITE

Ulrike Thiesmeyer

Ulrike Thiesmeyer, 1967 geboren, studierte Literatur-Übersetzen in Düsseldorf, wo sie auch bis heute lebt. Sie hat zahlreiche Romane wie Sachbücher aus dem Englischen und Französischen ins Deutsche übertragen. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören u. a. William Boyd, Raymond Khoury, Ann Patchett, Kamila Shamsie und Joanna Trollope.

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Pressestimmen

»Ohne plump oder vordergründig zu werden, zeigt Russell, wie sehr das Lolita-Motiv die Popkultur geprägt hat.«

Der Spiegel (29. August 2020)

»›Meine dunkle Vanessa‹ ist harte Kost und große Literatur. Ein sehr komplexer, tiefgehender und überzeugender Roman.«

BR 5, Neues vom Buchmarkt, Roana Brogsitter (16. September 2020)

»Kate Elizabeth Russell fängt die überwältigenden Gefühle in ihrem Debüt verstörend gut ein. Und genauso die zerstörerische Macht. (…) Russell bringt eine neue Perspektive in die #MeToo-Debatte«

Emotion (02. September 2020)

»Beklemmend gut«

Donna (02. September 2020)

»Ein starkes Debüt. … Das Schreiben in der ersten Person ist ein genial-riskanter Kunstgriff, der das immense psychologische Geschick dieser Autorin offenbart.«

Kölnische Rundschau (17. August 2020)

»›Lolita‹ für die #MeToo-Generation.«

Marie Claire (05. März 2020)

»Ein umwerfendes Debüt. ›Meine dunkle Vanessa‹ ist zutiefst erschütternd und doch menschlich in seiner Unerbittlichkeit. Ein Buch, bei dem es einem kalt über den Rücken läuft. Ein absolutes Lese-Muss.«

Gillian Flynn, Bestsellerautorin von Gone Girl (22. Januar 2020)

»›Meine dunkle Vanessa‹ ist ein erschütternder Triumph. Komplex, klug und von Anfang bis Ende fesselnd: Kate Elizabeth Russells Debütroman bricht mit Mutmaßungen und Klischees und liefert eine vielschichtige, nuancierte Erzählung, die für ein umfassenderes Verständnis über das Ausmaß und die Langlebigkeit des Schadens, den sexueller Missbrauch anrichtet, unerlässlich ist. Machen Sie sich darauf gefasst, dass Sie mit flauem Gefühl im Bauch und einem Kloß im Hals bis spät in die Nacht hinein lesen werden.«

Lily King, Bestsellerautorin von Euphoria (14. Februar 2020)

»›Meine dunkle Vanessa‹ ist ein absolutes Meisterwerk an Ton und Sichtweise, das dadurch umso beeindruckender ist, dass es scheinbar gar nicht das Ziel hat zu beeindrucken. Es ist faszinierend und niederschmetternd und brillant. Ich habe es geliebt.«

Kristen Roupenian, Bestsellerautorin von Cat Person (14. Februar 2020)

»›Meine dunkle Vanessa‹ kann wie ein Spiegelbild von Nabokovs ›Lolita‹ gelesen werden.«

The New York Magazine (05. März 2020)

»Dieses zeitgemäße, fesselnde Debüt beleuchtet das Wechselspiel zwischen der herzzerreißenden Verwirrung eines Kindes und den tiefsten Perversionen von Macht.«

People (19. März 2020)

»›Meine dunkle Vanessa‹ ist eine einzigartige Leistung - ein Meisterwerk der Spannung und des Tons, das Sie gleichzeitig packen, schockieren und bewegen wird ... Mit größter Sensibilität und anschaulichen, herzzerreißenden Details beleuchtet Russell Vanessas Kampf, ihre Lebensgeschichte als die Tragödie zu sehen, die sie ist. Räumen Sie Ihren Terminplan für die nächsten Tage frei, bevor Sie anfangen ›Meine dunkle Vanessa‹ zu lesen - es wird Sie völlig in Beschlag nehmen.«

Esquire, The Best Books Coming Out This Winter (14. Februar 2020)

»Das ist keine klischeehafte Schüler-Lehrer-Beziehung an einer High School. Kate Elizabeth Russell bringt all ihre Emotionen und Komplexität hervor.«

Marie Claire, Best Winter Books (14. Februar 2020)

»Ihre Überzeugungen werden infrage gestellt werden, Sie werden sich hilflos, wütend und möglicherweise ein wenig verdorben fühlen, aber Sie werden mitfühlen. Dieser Tage eine Seltenheit. Sie sollten sich genügend Zeit nehmen, bevor Sie anfangen zu lesen, weil ›Meine dunkle Vanessa‹ Sie nicht mehr loslassen wird. Ich habe die erste Hälfte des Buches so fieberhaft verschlungen, dass ich nicht mehr geschlafen und Mahlzeiten verpasst habe … In weniger begabten Händen wäre das unerträglich, aber Russell gelingt es, schöne Prosa gekonnt mit herzzerreißender Wahrheit zu verknüpfen, dass selbst der empfindlichste Leser nicht davon abgehalten werden kann einzutauchen. Das Geniale an diesem Buch ist das, was ungesagt bleibt, die täuschend einfache Nuance, mit der dieses schwierige Thema behandelt wird. Ein brillanter Roman.«

The Washington Post (19. März 2020)