Meine ganz (außer) gewöhnlichen Nachbarn

Mit Illustrationen von Mikel Casal
Ab 5 Jahren
(4)
Hardcover
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Jeder Mensch ist etwas Besonderes

Diese pfiffigen und wunderlichen Porträts von Einwohnern einer Stadt feiern die Individualtät und Besonderheit jedes Einzelnen. Nico lebt in einer kleinen Küstenstadt, einem Ort wie jeder andere, wo ganz gewöhnliche Menschen wohnen. Aber sind sie wirklich gewöhnlich? Nico findet, seine Freunde sind alles außer gewöhnlich! So begegnen wir Dave, der ein Riese ist, aber gerne in der Menge untergehen würde, José war einmal olympischer Ruderer, Eva spielt meisterhaft Jazzgitarre und Claudius arbeitet tagsüber in einem Bistro und schaut nachts in seinem kleinen Observatorium die Sterne an. Der spanische Illustrator Mikel Casal widmet jedem dieser einundzwanzig außergewöhnlichen Personen und ihren Eigenheiten eine ausdrucksstarke Illustration. Ein Bilderbuch, das die Eigenheit und Individualität in jedem Menschen feiert und junge Leser ermutigt, selbst die Menschen ihrer Umgebung kennenzulernen und deren "Andersein" zu entdecken und wertzuschätzen.

»Nico stellt in einem Buch seine Nachbarn und Freunde vor. Die sind normal und trotzdem besonders. «

Mittelbayerische Zeitung (02. Juli 2019)

Aus dem Spanischen von Angelika Leik
Originaltitel: Gente pocco corriente
Originalverlag: Mosquito Books
Mit Illustrationen von Mikel Casal
Hardcover, Pappband, 48 Seiten, 23,0 x 27,0 cm, 20 farbige Abbildungen
ISBN: 978-3-7913-7382-9
Erschienen am  15. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Künstlerisch und thematisch ein wertvolles Buch

Von: Erlesene Seiten

28.08.2019

Neunzehn Persönlichkeiten, die facettenreicher kaum sein könnten und dabei in ein und derselben Nachbarschaft leben, werden in diesem farbenfroh illustrierten Kinderbuch vorgestellt. Dank der liebevollen Texte, wird einem schnell bewusst, dass wir unseren Fokus nicht ausschließlich auf jene richten sollten, die nach gesellschaftlichen Maßstäben etwas darstellen. Zum Beispiel, indem sie jede Menge Follower auf diversen Internetplattformen anhäufen. Oder sich mit großartigen Talenten in den Vordergrund drängen, eine dramatische, politische Botschaft verbreiten oder als Superheld im Kino auftreten. Auch hinter dem scheinbar Normalen kann sich eine außergewöhnliche Persönlichkeit verbergen. Man muss sie nur wahrnehmen. In „Meine ganz (außer) gewöhnlichen Nachbarn geht es nicht nur um Individualität, sondern auch darum, das Normale – was eventuell auch als langweilig eingestuft wird – mehr wertzuschätzen und die Menschen in unserem näheren Umfeld bewusst wahrzunehmen und ihnen mit mehr Offenheit zu begegnen. Das Buch animiert dazu an, sich seine eigenen Nachbarn einmal etwas genauer anzusehen und sie nicht nach einem kurzen Blick oder einem knappen Gruß in eine Schublade zu stecken. Für uns Erwachsene ist das natürlich schwerer als für Kinder. Wir wissen, wie viel Dummheit und Bosheit auf der Straße herumläuft. Wir sind häufig mit uns selbst und unseren Terminen beschäftigt. Aber dieses Buch bietet einen kleinen Denkanstoß, doch noch einmal genauer hinzusehen. Wer weiß, was und wen man entdeckt? Vielleicht doch etwas Gutes. Kinder öffnen sich dem Thema noch völlig unvoreingenommen. An dem Buch begeistern vor allem die Farben und die witzigen Hintergrundgeschichten. Auf die Altersempfehlung von mindestens 5 Jahren sollte schon geachtet werden, denn die Texte sind etwas tiefgründiger und mit allerlei außergewöhnlichem Vokabular gespickt, bei dem die Aufmerksamkeit jüngerer Kinder sich rasch verflüchtigt. Außerdem gibt es keine richtige Geschichte, sondern auf jeder Doppelseite nur eine Person mit der dazugehörigen Charakterisierung. Ich bedanke mich beim Prestel Verlag für das schöne Rezensionsexemplar!

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Ein Schmuckstück – optisch auf dem Kinderzimmertisch und erst recht inhaltlich: Dieses außergewöhnliches Bilderbuch lebt Akzeptanz vor.

Von: SternchenBlau

19.08.2019

„Meine ganz (außer) gewöhnlichen Nachbarn“ ermutigt hinter die Fassade zu blicken! Mit wunderschönen Bildern lernen wir in diesem Bilderbuch, wie vielfältig unsere Mitmenschen sind, wie sehr sie sich dem Schubladen-Denken entziehen. Mit den Vorurteilen, die wir auf den ersten Blick bilden, können wir diese nicht annähernd erfassen. Niko erzählt von seinen Nachbarn, wie dem Kellner Claude, dem bei seiner Arbeit im Café niemand ansieht, dass er ein begeisterter Astronom ist. Gegen die üblichen Bilder In diesem wundervollen Bilderbuch gibt kein schneller, höher, weiter. Die Besonderheit der Nachbarn ist nicht durch Wettbewerb geprägt (auch, wenn ein früherer Olympia-Teilnehmer vorkommt). Die Männer/Frauenbilder verweigern sich den „üblichen“ Gender-Zuschreibungen. Und die wunderschönen Illustrationen zeigen Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben und verschiedenem kulturellem Background. Hier ist Diversity Normalität. Durch diese Normalität predigt das Buch die Toleranz, Akzeptanz und Mitmenschlichkeit nicht, „Meine ganz (außer) gewöhnlichen Nachbarn“ lebt Toleranz, Akzeptanz und Mitmenschlichkeit einfach vor. Und es ruft die Leser*innen dazu auf, selbst einmal etwas zu tun, das nicht der sogenannten Normalität entspricht. Mein Lieblingsbild ist mit Ali, der die Ladefläche seines Pickups als Pool für seine Neffen Cem und Silas umfunktioniert. Highlight zur Selbstbestimmung Meine Lieblingsgeschichte ist über Jule, die nicht gerne küsst. Auf einer knappen Seite Text fasst Mikel Casal damit genial zusammen, was Selbstbestimmung über den eigenen Körper bedeutet. Seine Illustration zeigt eine selbstbewusste Jule: „Leg dich nicht mit mir an“, scheint ihr Blick zu sagen. Text und Bild sollte man vielen Erwachsenen ins Poesiealbum kleben, die von Kindern verlangen, Bekannten und Verwandten ein Küsschen zu geben. Mit dieser Doppelseite kann man Kindern wundervoll vermitteln, dass sie das Recht haben „Nein“ zu sagen und das dies schon bei einem Küsschen anfängt. Schon allein aufgrund dieser Geschichte ist „Meine ganz (außer) gewöhnlichen Nachbarn“ ein wundervolles Geschenk. Grafischer Künstler Der Autor Mikel Casal gibt in einer der Nachbar-Geschichten eine tolle Selbstbeschreibung: „Grafischer Künstler“. Seine Bilder sind so klar aufgebaut und doch bieten sie Raum für Entdeckungen. Ich habe das letztens erst geschrieben, die Bücher von Prestel sind einfach wunderschön. Und „Meine ganz (außer) gewöhnlichen Nachbarn“ liegt nicht nur schön auf dem Kaffee- oder Kinderzimmertisch, sondern ist auch beim Lesen ein wundervolles Buch. Das Gute im Menschen „Last, but not least“, das Buch glaubt an das Gute in den Menschen und zeichnet sie in all ihrer Vielfalt. Denn viele Menschen sind gut und freundlich. Ich muss zugeben, dass mich die politischen Entwicklungen der letzten Jahre an diesem Guten manchmal zweifeln lassen. „Meine ganz (außer) gewöhnlichen Nachbarn“ vermittelt einen tiefen Glauben daran, dass Menschen gut sind und freundlich. Das ist für das Urvertrauen von Kindern so wichtig und auch ein Seelenbalsam für Erwachsene, die manchmal an der Welt verzweifeln. Und für das Gute im Menschen und in der Welt brauchen wir Toleranz, Akzeptanz und Mitmenschlichkeit, die dieses Buch so spielerisch vermittelt. Fazit Wie jedes tolle Bilderbuch lässt sich hier für verschiedene Altersstufen etwas entdecken. Kinder nehmen die Komplexität dieses Buches mühelos an, wie ich bei meinem 7,5-jährigen Sohn gemerkt habe, er hat nachgefragt und überlegt. Als Erwachsene habe ich Spaß daran, die verschiedenen Ebenen zu entdecken. Und auch nach dem Schreiben dieser Rezi glaube ich, dass ich noch nicht alle wahrgenommen habe. Also freue mich schon auf viele weitere Lektüren dieses außergewöhnlichen Buches. 5 hingerissene Sterne und eine absolute (Vor-)Leseempfehlung!

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Vita

Mikel Casal ist ein spanischer Künstler und Illustrator. Er lebt in Donostia-San Sebastián im Baskenland.

Mikel Casal

Pressestimmen

»Nico lebt in einer spanischen Küstenstadt und stellt seine (ausßer)gewöhnlichen Nachbarn vor mit großen Bildern und kurzen Texten.«

Mitteldeutsche Zeitung (28. Juni 2019)

»Das Kinderbuch überzeugt durch seine Zeichnungen und die Beschreibungen der Personen.«

HALLO münchen (29. Juni 2019)

»Tatsächlich steckt in jedem von uns etwas Außergewöhnliches. Du wirst staunen.«

Thüringer Allgemeine (26. August 2019)

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