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Montana Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87440-1

Erschienen: 25.04.2016
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In den abgeschiedenen Tälern und nahezu undurchdringlichen Bergwäldern im Nordwesten von Montana ist der Sozialarbeiter Pete Snow unterwegs, um Kindern zu helfen. Da gibt es drogensüchtige Mütter, gewalttätige Väter, Waffen- und Bibelnarren, aber vor allem die ganz normale Armut. Als eines Tages Benjamin, ein halb wilder, vernachlässigter Junge, in seiner Stadt auftaucht, lernt er dessen Vater Jeremiah Pearl kennen, einen Anarchisten und Weltverschwörer, der im Wald lebt und sich gegen die Endzeit wappnet …

Pete Snow ist Sozialarbeiter in der kleinen Stadt Tenmile im Nordwesten von Montana, und es gibt viel zu tun in den Dörfern und abgelegenen Farmen mitten in der Wildnis. Das Leben vieler Leute ist geprägt von Armut, Gewalt, Alkohol und Drogen, und oft steht Pete zwischen seinen Klienten und der Polizei. Über sein eigenes Leben verliert Pete zusehends die Kontrolle, vor allem als seine halbwüchsige Tochter Rachel davonläuft und er immer wieder vergeblich nach ihr sucht.

Eines Tages trifft Pete in Tenmile auf Benjamin Pearl, einen unterernährten elfjährigen Jungen, der offenbar in der Wildnis lebt, und als er dessen Vater kennenlernt, stößt er fast an seine Grenzen, als Sozialarbeiter wie als Mensch. Denn Jeremiah Pearl ist ein paranoider Anarchist, der außerhalb des Gesetzes lebt. Nach und nach gewinnt Pete Jeremiahs Vertrauen, und eine seltsame Annäherung findet zwischen den beiden so unterschiedlichen Vätern statt. Bis plötzlich Polizei und FBI in Aktion treten, die Jeremiah Pearl schon länger im Visier haben …

Ein großer, packender amerikanischer Roman, der eine ganz eigene Stimme hat und der wie Richard Ford, Jonathan Franzen oder Cormac McCarthy wichtige Themen berührt, die diese komplexe und widersprüchliche Nation ausmachen.

"Wort- und bildgewaltig in Szene gesetzt. Das ist episches Erzählkino, so dass es mir wirklich Gänsehaut bereitet hat."

Karoline Laarmann / WDR 1 LIVE (24.04.2016)

Smith Henderson (Autor)

Smith Henderson, geboren und aufgewachsen in Montana, hat als Sozialarbeiter und Gefängniswärter sowie in einer Werbeagentur gearbeitet und lebt inzwischen als Schriftsteller in Los Angeles. Für seine Shortstorys erhielt er mehrere Preise, darunter 2011 den PEN Emerging Writers Award. Sein erster Roman „Montana“ löste in den Feuilletons amerikaweit Begeisterung aus, wurde in zahlreichen Zeitungen als eines der „Best Books of the Year“ empfohlen, wurde ausgezeichnet mit dem Montana Book Award 2014 und kam auf mehrere Shortlists, u.a. für den Ken Kesey Award for the Novel und den Fiction’s Flaherty-Dunnan First Novel Prize.

"Wort- und bildgewaltig in Szene gesetzt. Das ist episches Erzählkino, so dass es mir wirklich Gänsehaut bereitet hat."

Karoline Laarmann / WDR 1 LIVE (24.04.2016)

"Kristallklare Gesellschaftskritik im Gewande eines Spannungsromans, selbstbewusst komponiert und keine Zeile zu lang."

Stern (04.05.2016)

"Hendersons Buch reiht sich würdig ein in die Reihe der großen sozialkritischen, fern allen Flaggenschwenkens realistischen amerikanischen Romane."

Ulrich Rubens-Laarmann / Hellweger Anzeiger (07.05.2016)

„Die präzise Sozialstudie über die Unterschichten des amerikanischen Bundesstaats ist krass – auf berührende wie beängstigende Weise.“

Glamour (06.05.2016)

"Es ist eine im Untergang befindliche Welt, die Smith Henderson in seinem großen, stellenweise mitreißend erzählten Roman beschreibt."

Peter Henning / WDR 3 (31.05.2016)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Walter Ahlers, Sabine Roth
Originaltitel: Fourth of July Creek
Originalverlag: Ecco

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 608 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87440-1

€ 24,99 [D] | € 25,70 [A] | CHF 33,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 25.04.2016

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Montana

Von: Manuela Hahn Datum: 11.08.2016

lesenswertesausdembuecherhaus.blogspot.de/

Inhalt:

Pete Snow ist Sozialarbeiter in Tenmile einer kleinen Stadt irgendwo in Montana, sein Job besteht darin,Kinder aus teilweise schrecklichen Familienverhältnissen zu befreien und auf Dauer oder Zeitweise woanders unterbringen oder Familien zu helfen die ihre Kinder nicht allein versorgen können.

Das seine Ehe zerbrochen ist und er kaum noch Kontakt zu seiner eigenen Tochter hat, macht sein Leben nicht leichter. Aber leicht macht Pete sich sein Leben und seine Arbeit sowieso nicht, so manches Mal könnte er vor schwierigen Fällen die Augen verschließen, so wie vor dem Schicksal Benjamins der mit seinem paranoiden Vater Jerry in den Wäldern lebt.



Meine Meinung:

Montana ist ein großartiges Buch.

Smith Henderson entführte mich in eine mir völlig fremde Zeit und Welt, fern ab von Lagerfeuerromantik und Kleinstadtidylle, mitten hinein in die Probleme der Menschen in den späten 70iger Jahren, Probleme die damals so aktuell waren wie heute, denen aber in Filmen und anderen Büchern ein Romantikstempel aufgedrückt wurde der sicher nicht der Realität entsprach und in denen so gut wie nie das Schicksal der Kinder eine Rolle spielte. Um diese Kinder kümmert sich Pete und auch er wird nicht als der strahlende Held in funkelnder Rüstung dargestellt, sondern als der frustrierte, überarbeitete Mann der er ist, der zwar alles gibt, aber weiß das es nie genug sein kann und der seine eigenen Probleme gern mal weg zu saufen versucht.

Ich hatte zu jeder Zeit das Gefühl, das alles genau so passiert sein kann, sowohl Petes Handlungen als auch die Geschichten seiner Klienten waren glaubhaft beschrieben, zwar ist es für mich schwer vorstellbar das Menschen im 20.Jahrhundert in den Wäldern leben, aber Amerika ist groß und weit, dort ist das Möglich genauso wie es möglich ist das dort Menschen in ihren Autos leben, weil sie alles verloren haben. Dieses Wissen um die Umstände die teilweise herrschten und immer noch herrschen, dieses Wissen das das Schicksal der Kinder keine Fiktion ist sondern so und noch schlimmer überall auf der Welt Realität ist, riefen bei mir beklemmende Gefühle hervor, die auch nach Beendigung des Buches nicht sofort abklangen.

Es fällt mir schwer die richtigen Worten zu finden, für dieses Buch, das nicht nur durch einen fantastischen Schreibstil überzeugt, hier ist sicher ein Lob an den Übersetzer angebracht, sondern auch durch eine großartige Geschichte.



Kurz ein Wort zum Cover, dieses ist zwar sehr ansprechend, wird dem Inhalt aber nicht gerecht, es vermittelt eher den Eindruck einer unbeschwerten Kindheit irgendwo in einem sonnigen Land.

Montana

Von: Niklas' Leseblog Datum: 11.06.2016

niklas-leseblog.jimdo.com

In den abgeschiedenen Tälern und nahezu undurchdringlichen Bergwäldern im Nordwesten von Montana ist der Sozialarbeiter Pete Snow unterwegs, um Kindern zu helfen. Da gibt es drogensüchtige Mütter, gewalttätige Väter, Waffen- und Bibelnarren, aber vor allem die ganz normale Armut. Als eines Tages Benjamin, ein halb wilder, vernachlässigter Junge, in seiner Stadt auftaucht, lernt er dessen Vater Jeremiah Pearl kennen, einen Anarchisten und Weltverschwörer, der im Wald lebt und sich gegen die Endzeit wappnet …



Ein wirklich "großes" Buch, das nicht immer einfach, aber fast immer interessant und ergreifend zu lesen war.

Die Geschichte ist extrem vielseitig und greift wirklich alles auf, was Pete durch seinen Job als Sozialarbeiter erlebt. Gerade aber auch dadurch, dass hier wirklich alles geschildert wurde, gab es immer mal wieder Kapitel bzw. Passagen, die nicht sooo interessant waren bzw. die eher langatmig gestaltet waren.

Dennoch kann man sagen, dass der Schreibstil wirklich gut und toll zu lesen ist: Flüssig, schnell und meistens an die Geschichte fesselnd. Anfangs hatte ich noch ein paar Problemchen mit diesem Stil, schon bald konnte man sich aber darin einfinden.

Story-technisch möchte ich gar nichts verraten, einfach weil man sich darauf einlassen muss. Die Geschichte ist nicht immer einfach zu verstehen und hat gewiss seine Längen - dennoch ist sie etwas Besonderes und kann den Leser durch ihre Art ergreifen.



Fazit: Ein toller Roman mit kleineren Schwächen und mit ab und zu etwas zu vielen Längen.

Eine dringende Leseempfehlung

Von: Miriam Dörflinger aus Klagenfurt Datum: 06.07.2016

Buchhandlung: Buchhandlung J. Heyn GmbH & Co. KG

Eine dringende Leseempfehlung an alle Fans der düsteren, harten, amerikanischen Literatur! Smith Henderson kann mit "Montana" in einem Atemzug mit Cormac McCarthy, Willy Vlautin und Donald Ray Pollock genannt werden. Eindringlich, beängstigend, mitreißend - unglaublich!

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