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Nachtlichter

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-75733-6

Erschienen:  09.10.2017
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Die ursprüngliche Kraft einer einzigartigen Landschaft lässt alte Wunden heilen: Mit Anfang dreißig spült das Leben Amy Liptrot zurück an den Ort ihrer Kindheit - die Orkney Islands, im dünn besiedelten Schottland wohl die abgelegenste Region. Hier schwimmt die britische Journalistin morgens im eiskalten Meer, verbringt ihre Tage als Vogelwärterin auf den Spuren von Orkneys Flora und Fauna und ihre Nächte auf der Suche nach den »Merry Dancers«, den Nordlichtern, die irgendwo im Dunkeln strahlen. Und hier beginnt sie nach zehn Jahren Alkoholsucht wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Mit entwaffnender Ehrlichkeit erzählt Amy Liptrot von ihrer Kindheit, ihrem Aufbruch in die Stadt, nach Edinburgh, weiter nach London. Vom wilden Leben, dem Alkohol, dem Absturz. Vom Entzug und der Rückkehr zu ihren Wurzeln auf Orkney, wo sie der Natur und sich selbst mit neuen Augen begegnet.

»Amy Liptrot liefert mit "Nachtlichter" ein umwerfendes Stück nature writing(...)« einer der „...aktuell stärksten, durchdringendsten Texten darüber, wie Naturbeobachtung und Selbstreflektion sich bedingen. (...) Das wahrhaft Umwerfende dieses Textes ist, dass Liptrot da draußen, droben im einsamen Nordwesten der Orkneys, ihre Stimme als Autorin findet.«

Anne Haeming, Spiegel online (17.10.2017)

Amy Liptrot (Autorin)

Amy Liptrot ist auf den Orkneyinseln aufgewachsen. Als Journalistin schreibt sie für verschiedene britische Magazine. Das Memoir NACHTLICHTER, ihr erstes Buch, begeisterte Leser wie Presse gleichermaßen, stand wochenlang auf den britishen Bestsellerlisten und wurde u.a. mit dem Wainwright Prize for Best Nature and Travel Writing sowie dem PEN Ackerley Prize für autobiografisches Schreiben ausgezeichnet.

»Amy Liptrot liefert mit "Nachtlichter" ein umwerfendes Stück nature writing(...)« einer der „...aktuell stärksten, durchdringendsten Texten darüber, wie Naturbeobachtung und Selbstreflektion sich bedingen. (...) Das wahrhaft Umwerfende dieses Textes ist, dass Liptrot da draußen, droben im einsamen Nordwesten der Orkneys, ihre Stimme als Autorin findet.«

Anne Haeming, Spiegel online (17.10.2017)

»„Sie (Amy Liptrot) ist nicht der Typ, der gern von sich spricht. Aber das macht nichts, schreibt sie doch umso besser davon. (…) Bei Amy Liptrot ist alles verbunden, die Natur, die Geschichte, die Elemente: Sie verwebt Informationen, Beobachtungen und Stimmungen in ihrem Buch zu einer einzigartigen Lektüre.“«

Meike Schnitzler, Brigitte

Vier von fünf Sternen
»Es könnte pathetisch wirken, Naturbeschreibungen mit der eigenen Geschichte gegenzuschneiden, aber Liptrot umschifft das. Eindrücklich beschreibt sie, wie viel Kraft es kostet, der Sucht zu widerstehen – und wie sehr es sich lohnt.«

Fiona Weber-Steinhaus, stern H 44/2017

»Literaturentdeckung Amy Liptrot, ein fulminantes Debüt (...) Wir alle wissen irgendwas über den Suff – aber wie Amy Liptrot ihre Zustände und Abgründe, auch ihr "Trockenwerden" bzw. "Trockenbleiben" beschreibt, das fesselt.«

Gerald Giesecke, zdf aspekte

»Amy Liptrot schreibt in 'Nachtlichter' um ihr Leben. Das spürt man in jeder Zeile.«

Meike Schnitzler, Brigitte

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Bettina Münch
Originaltitel: The Outrun
Originalverlag: Canongate

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-442-75733-6

€ 18,00 [D] | € 18,50 [A] | CHF 25,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen:  09.10.2017

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Nachtlichter.

Von: SeekingZamonia Datum: 03.05.2018

www.ofbooksandmen.com

Amy und ihr Bruder Tom wachsen auf den Orkney Inseln in Schottland auf. Einsame Weiten, unberührte Natur, viel Wildnis und eine bäuerliche Abgeschiedenheit.
Nach einer Kindheit geprägt durch einen streng religiösen Mutter und einem psychisch labilen Vater verlässt Amy ihr Zuhause, um in London ein neues Leben zu beginnen.

Sie holt auf, was sie an Leben auf den einsamen Inseln bisher meint, versäumt zu haben.
Männer, Parties, Lichter, Krach, Menschen und viel viel Alkohol.

Sie wird abhängig, trinkt bis zum Exzess und driftet immer weiter ab. Amy verliert ihren Freund, schließlich ihren Job und entschließt sich, ihrer Sucht mithilfe eines Alkoholprogramms entgegenzutreten.

Schlussendlich kehrt sie nach zwölf Jahren Großstadt zurück auf die Orkney Inseln, sieht ihre Eltern wieder, arbeitet und hilft vor Ort. Eigentlich geplant als Zwischenstopp auf dem Weg zur Heilung werden die Inseln aufgrund mangelnder Alternativen erneut zur ihrer Heimat.

Sie lässt sich mitreissen von der Natur, der Wildnis, der rauen Umwelt und ihre Sehnsucht nach dem Alkohol nimmt langsam ab.



-

So rau und natürlich wie die Gegend der Orkney Inseln, so schreibt auch Amy. Schonungslos und direkt, ohne Umschweife auf den Punkt.
Sie nimmt den Leser mit auf die Reise durch ihr Leben und manchmal kann man fast vergessen, dass es sich um einen autobiografischen Roman handelt, den man hier vor sich hat.

Die Beschreibungen der Natur, unfassbar plastisch, machen greifbar, was in Amy nach ihrer Rückkehr vorgeht und lassen ahnen, wie sie es schafft, langsam von der Sucht abzulassen.

Besonders faszinierend geschrieben auch die Erzählungen ihrer Zeit in London - man feiert mit, trinkt mit, leidet mit, lebt mit ihr die Sucht.
Sie beschönigt nichts, sie nimmt sich selbst nicht in Schutz. Sie erzählt. Dokumentiert quasi.

Manchmal meint sie es vielleicht etwas zu gut, wenn sie sich ausführlich auslässt über ihre Emotionen, wiederholend und detailliert - aber vielleicht gehört das einfach dazu, zur Aufarbeitung des Ganzen.
Sie springt hin und her, ihre Gedanken, grade zu Londoner Zeiten, sind flüchtig und schwankend. Manchmal ist es etwas schwer zu folgen, aber das macht es gleichzeitig auch greifbarer, das Ambivalente ihrer Situation in der Stadt.

Zurück auf den Inseln werden das Leben und die Sprache ruhiger, fliessender.
Die Natur rettet sie - jedoch nur bis zu einem gewissen Grad.

Das Suchtverhalten, der Wunsch nach dem Erleben von Grenzerfahrungen bleibt. Wird teilweise ersetzt. So gibt ihr das Schwimmen im eiskalten Meer einen ähnlichen Kick wie damals der Alkohol.

Man folgt Amy gebannt und gespannt durch ihr Leben, leidet mit ihr und hofft, dass sie den Absprung schafft. Man steht mit ihr in der wilden Natur Schottlands und versteht. Was sie erlebt und wie sie lebt.

Ein unglaublich greifbares, trotz rauem Schreibstil emotionales Buch, das einen begeistert und nicht so schnell wieder loslässt.

Unendliche Weite des Himmels

Von: Angela Busch Datum: 18.01.2018

https://literaturgarten.blogspot.de

REZENSION

INHALT:
Die über 30 jährige Autorin Amy Liptrot nimmt den Leser mit auf eine bewegende Reise in die Alkohol - und Drogensucht und ihren verzweifeltem, aber am Ende doch teilweise erfolgreichen Kampf gegen diese heimtückische Krankheit.
Aufgewachsen in der bäuerlichen Abgeschiedenheit der Orkney Inseln, mit einem manisch-depressiven Vater und einer religiösen Mutter verlässt sie als sehr junges Mädchen ihre Heimat und verlebt eine aufregende Zeit der Partys und des Chillens in London. Sie beschreibt schonungslos ihr Abdriften in diese Welt des Glamours und dann ihre Rückkehr nach zwölf Jahren und dem damit verbundenen schweren Neuanfang auf den Orkney Inseln….

MEINE MEINUNG:
Gebannt habe ich die fesselnden Erzählungen aus der Londoner Zeit miterlebt und ich habe Amy bedauert und mitgelitten. Ohne Rücksicht auf sich oder den Leser , und absolut ehrlich hat sie diese im Nachhinein für sie schlimmste Zeit ihres Lebens geschildert, bis zum völligen körperlichen und seelischen Zusammenbruch.

Zitat Seite 227 „ Ich will mich unbeschwerter fühlen. Mein Problem ist nicht körperlicher Natur . Und selbst wenn ich das Verlangen loswerden würde, bleibt immer noch die Frage, warum ich das Bedürfnis überhaupt entwickelt habe - und was die Leere füllen kann.“

Die Aufarbeitung dieser Frage in ihrem Buch hat meine Geduld beim Lesen ziemlich beansprucht. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm , manchmal allerdings zu oft mit sich immer wieder ähnelnden Beschreibungen von Empfindungen überfrachtet. Sie ist in ihrer Erzählung über ihr Leben auf Orkney nach der aktuellen Suchtzeit in London im Text zu oft und zu schnell, nach kurzen Sätzen, in unterschiedlichen Themen, hin und hergesprungen. Sie hat sich mit schlimmen Erinnerungen an die Londoner Zeit gemartert und hat im gleichen Atemzug ebenso exzessiv über Sternenbilder am Nachthimmel von Orkney, die*Merry Dancer* (Nachtlichter), die Geschichte der Insel , ihre Tier-Natur-Beobachtungen und dem Schwimmen und Tauchen im eiskalten Atlantik berichtet. Diese vielen Betrachtungen und Eindrücke über ihre Heimat, die Orkney Inseln, lesen sich fast wie ein attraktiver Reiseführer und nehmen einen sehr grossen Teil des Buches ein.
Ich wurde den Verdacht nicht los, dass sie extreme Situationen (das Schwimmen im eiskalten Meer bis zum Erreichen der Schmerzgrenze) gerne und immer wieder sucht , um diese diffus empfundene innere Leere zu füllen und um sich selbst zu verletzen. Man hat das Gefühl, dass sie ihre Sucht gegen eine andere ( in diesem Fall ihre Kommunikations- und Internetsucht beim Austausch über Wind, Wetter, Sterne, die Insel mit gleichgesinnten Freunden) ausgetauscht hat.
Zitat Seite 236 :
„Hinter dem Begriff *Cross-Addiction* steht die Vorstellung , dass Alkoholiker ihr Suchtverhalten in Ermangelung von Alkohol auf etwas anderes übertragen. Gewöhnlich sind dies Dinge wie Essen, Sport, Shopping oder Glücksspiel. Bei mir sind es Coca-Cola, Rauchen, Beziehungen und das Internet.“

Mit sehr viel Interesse und Mitgefühl bin ich all diesen Ausführungen gefolgt und bedanke mich bei der Autorin und dem btb-Verlag für das Rezensionsexemplar. Die faszinierenden Beschreibungen über die Orkneyinseln haben mich begeistert und einen Inselbesuch für mich attraktiv dargestellt.
Meine Bewertung: VIER **** Sterne für diese Lektüre.

Einfach unglaublich schön geschrieben

Von: Gabi Wagner-Hauber aus Vohburg Datum: 26.07.2017

Buchhandlung: Hugendubel im Westpark Ingolstadt

Selten hat mich eine Lektüre so beeindruckt und gefesselt wie Amy Liptrots "Nachtlichter". Die Geschichte ihrer Sucht, der Entzug und die Heilung durch den Rückzug auf die "Inseln", diesen faszinierenden und grandiosen Naturlandschaften.

Ich bin sprachlos und tief berührt...

Von: Hildegard Trant aus Homburg Datum: 22.06.2017

Buchhandlung: Welsch Bücher erleben

Ich bin sprachlos und tief berührt von diesem Buch, seiner schonungslosen Offenheit und der Kraft, die in ihm steckt.

Die Facetten dieses Buches, das Trinken, den damit verbundenen Niedergang, die Schönheit der nördlichen Inseln und die heilende Kraft des einfachen Leben hat Liptrot kongenial in Worte gefasst.

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