Nachtlichter

Hardcover
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Die ursprüngliche Kraft einer einzigartigen Landschaft lässt alte Wunden heilen: Mit Anfang dreißig spült das Leben Amy Liptrot zurück an den Ort ihrer Kindheit - die Orkney Islands, im dünn besiedelten Schottland wohl die abgelegenste Region. Hier schwimmt die britische Journalistin morgens im eiskalten Meer, verbringt ihre Tage als Vogelwärterin auf den Spuren von Orkneys Flora und Fauna und ihre Nächte auf der Suche nach den »Merry Dancers«, den Nordlichtern, die irgendwo im Dunkeln strahlen. Und hier beginnt sie nach zehn Jahren Alkoholsucht wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Mit entwaffnender Ehrlichkeit erzählt Amy Liptrot von ihrer Kindheit, ihrem Aufbruch in die Stadt, nach Edinburgh, weiter nach London. Vom wilden Leben, dem Alkohol, dem Absturz. Vom Entzug und der Rückkehr zu ihren Wurzeln auf Orkney, wo sie der Natur und sich selbst mit neuen Augen begegnet.

»Amy Liptrot liefert mit "Nachtlichter" ein umwerfendes Stück nature writing(...)« einer der „...aktuell stärksten, durchdringendsten Texten darüber, wie Naturbeobachtung und Selbstreflektion sich bedingen. (...) Das wahrhaft Umwerfende dieses Textes ist, dass Liptrot da draußen, droben im einsamen Nordwesten der Orkneys, ihre Stimme als Autorin findet.«

Anne Haeming, Spiegel online (17. Oktober 2017)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Bettina Münch
Originaltitel: The Outrun
Originalverlag: Canongate
Hardcover mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-442-75733-6
Erschienen am  09. Oktober 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Wie man sich selbst lernt zu heilen

Von: Alexandra Graßler

05.02.2019

Die Autorin Amy Liptrot hat mit ihrer Autobiographie Nachtlichter ein dichtes, atmosphärisches, ergreifendes und gewaltiges Buch geschrieben. All diese Adjektive sind mir beim Lesen durch den Kopf gegangen. Amy wächst auf den Orkney Inseln auf. Das sind die Inseln die noch nach Schottland in der See liegen. Sie haben einen ganz eigenen Charme und wie es auf Inseln oft ist, eine eigene Welt. Das Wetter bestimmt dort das Leben. Und wie es oft so ist, wollen Jugendliche eigentlich nur von dort weg. Und so geht auch Amy noch London und stürzt sich in den Strudel dieser großen Stadt. Eigentlich ist es nicht geplant was passiert, denn sie will einfach nur am Leben teilhaben und versucht sich dort hinein zu finden. Allerdings gerät das Party machen und das Alkohol trinken mit der Zeit immer mehr aus dem Ruder. Irgendwann kommt der Zeitpunkt an dem sie früher von Parties nach Hause geht um schneller trinken zu können. Sie schreibt in ihrem Buch schonungslos von all den Dingen die ihr in dieser Zeit passiert sind. Von den Aussetzern, von den Peinlichkeiten, von der großen Liebe die sie verloren hat. Irgendwann erreicht sie den Punkt, an dem sie versucht Hilfe zu finden und schafft es auch tatsächlich durch ein Programm in den Entzug zu kommen. Ihr Weg zurück führt sie nach Hause auf die Orkney Inseln. Dort versucht sie in die Natur einzutauchen und das Leben dort als Heilung zu nutzen. Alkoholsucht ist eine der schwierigsten Süchte zum abgewöhnen. Und so kämpft sie jeden Tag gegen das Verlangen an. Mich hat dieses Buch zutiefst berührt. Diese Reise mit zu erleben die jemand machen muss, um sich aus seinem selbst gewählten Gefängnis wieder zu befreien. Sehr, sehr lesenswert und großartig geschrieben.

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Nachtlichter

Von: fredi.liest

01.09.2018

In dem autobiografischen Buch „Nachtlichter" beschreibt Amy Liptrot wie sie auf der Flucht vor ihrem selbstzerstörerischen Ich ihre einst verlassene Heimat, die Orkney-Inseln wiederentdeckt. Früher hasste sie die Enge und Stille der Provinz, dazu kamen schwierigen Familienverhältnissen und das Bedürfnis nach einer anderen Welt. Und so landete sie in London. Alkohol, Drogen, wilde Party, unverbindliche Begegnungen - jede mögliche Extreme der Großstadt durchlebte sie - und fand keinen Ausstieg. Sie verliert ihre wenigen Freunde, die irgendwie und irgendwann den Ausstieg in ein zivilisiertes Leben schaffen, nur sie ganz allein befand sich in diesem Teufelskreis, der durch ihre Sucht und Einsamkeit bestimmt war. Irgendwie findet sie - seelisch verwundet - ihren Notausgang - auch ein Extrem das Wasser rund um die Orkney- Inseln. Das intensive Naturerlebnis bildet ihre Ersatzdroge. Sie arbeitete für eine Vogelschutz-Organisation, lernte dadurch die reiche Vogelwelt der Inseln kennen und zählte nächst die Vogelbestände. Einen Winter lebte sie zurückgezogen in einem Cottage auf der sehr schwach besiedelten Insel Papa Westray. Die Tage, Wochen und Monate, die sie abstinent lebt, sind eine schwere Zeit, in der sie die Suchende ist. In den melancholischen, detailreichen Schilderungen des schwierigen Ausstieg aus ihrem Großstadtleben gewährt sie immer wieder Einblicke in dieses: ungeschönt berichtet sie, vom Abstieg durch die Sucht, von der Härte der Einsamkeit und von den Zügen der Selbstzerstörung. Kraftvolle wechseln sich mit leisen Tönen ab, beschreiben von ihrem Weg und mit eindrucksvollen Worten von der malerischen Landschaft, von den steilen Klippen, von der - vielleicht sogar heilenden - Kraft des Windes und des Meeres. Das Buch hat mich durch seine bemerkenswerten Offenheit, die Ehrlichkeit der Autorin und das reiches Wissen über Flora und Fauna der Orkney-Inseln beeindruckt. Definitiv deshalb kein leicht zu lesendes Buch - gerade die Rückblicke in die Londoner Zeit tun beim Lesen weh - doch für mich ein Lesehighlight des Sommers.

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Vita

Amy Liptrot ist auf den Orkneyinseln aufgewachsen. Als Journalistin schreibt sie für verschiedene britische Magazine. Das Memoir NACHTLICHTER, ihr erstes Buch, begeisterte Leser wie Presse gleichermaßen, stand wochenlang auf den britishen Bestsellerlisten und wurde u.a. mit dem Wainwright Prize for Best Nature and Travel Writing sowie dem PEN Ackerley Prize für autobiografisches Schreiben ausgezeichnet.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»„Sie (Amy Liptrot) ist nicht der Typ, der gern von sich spricht. Aber das macht nichts, schreibt sie doch umso besser davon. (…) Bei Amy Liptrot ist alles verbunden, die Natur, die Geschichte, die Elemente: Sie verwebt Informationen, Beobachtungen und Stimmungen in ihrem Buch zu einer einzigartigen Lektüre.“«

Meike Schnitzler, Brigitte

Vier von fünf Sternen
»Es könnte pathetisch wirken, Naturbeschreibungen mit der eigenen Geschichte gegenzuschneiden, aber Liptrot umschifft das. Eindrücklich beschreibt sie, wie viel Kraft es kostet, der Sucht zu widerstehen – und wie sehr es sich lohnt.«

Fiona Weber-Steinhaus, stern H 44/2017

»Amy Liptrot schreibt in 'Nachtlichter' um ihr Leben. Das spürt man in jeder Zeile.«

Meike Schnitzler, Brigitte

»Literaturentdeckung Amy Liptrot, ein fulminantes Debüt (...) Wir alle wissen irgendwas über den Suff – aber wie Amy Liptrot ihre Zustände und Abgründe, auch ihr "Trockenwerden" bzw. "Trockenbleiben" beschreibt, das fesselt.«

Gerald Giesecke, zdf aspekte

»Eindrücklich beschreibt Amy Liptrot, wie viel Kraft es kostet, der Sucht zu widerstehen - und wie sehr es sich lohnt.«

Fiona Weber-Steinhaus, stern (26. Oktober 2017)

»Es gelingt Amy Liptrot auf beeindruckende Weise, Parallelen zwischen der überwältigenden Natur der Inseln und dem eigenen Leben zu ziehen - und ihren Lesern so auf beiläufig die entlegene, mythenreiche Region im Norden Schottlands näherzubringen.«

freundin

»ein wunderschönes Buch«

jetzt.de (09. Oktober 2017)