Normale Menschen

Roman

Bestseller Platz 27
Spiegel Hardcover Belletristik

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Die Geschichte einer intensiven Liebe: Connell und Marianne wachsen in derselben Kleinstadt im Westen Irlands auf, aber das ist auch schon alles, was sie gemein haben. In der Schule ist Connell beliebt, der Star der Fußballmannschaft, Marianne die komische Außenseiterin. Doch als die beiden miteinander reden, geschieht etwas mit ihnen, das ihr Leben verändert. Und auch später, an der Universität in Dublin, werden sie, obwohl sie versuchen, einander fern zu bleiben, immer wieder magnetisch, unwiderstehlich voneinander angezogen. Eine Geschichte über Faszination und Freundschaft, über Sex und Macht.

»Süffig, klug und absolut klischeefrei«

Ijoma Mangold / DIE ZEIT (13. August 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Zoë Beck
Originaltitel: Normal People
Originalverlag: Faber & Faber
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87542-2
Erschienen am  17. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Dublin, Irland

Leserstimmen

Irgendwie anders, aber gut!

Von: Buchmagie

27.09.2020

Stellt euch vor, ihr lernt zwei Menschen kennen, die unglaublich gut zueinander passen, die sich ergänzen und scheinbar in- und auswendig kennen, auf die jeder - eigentlich normalerweise nervige - Kalenderspruch wie 'jeder Topf hat seinen Deckel' zu passen scheint, und dann merken diese beiden Menschen nicht, wie sehr sie sich in dem jeweils anderen wiederfinden und wie perfekt sie füreinander sind. Und schon sind wir mittendrin in Sally Rooneys Roman "Normale Menschen", in der die Autorin von einer Liebesgeschichte erzählt, die aus dem Leben gegriffen zu sein scheint. Wenn man etwas jemals als zeitgenössische Literatur bezeichnen kann, dann dieses Buch. Es begann ganz unschuldig in der Küche eines viel zu großen Hauses, das mit seiner Ausstattung Außenstehenden sofort klar machen will, dass in diesem Haus das Geld reichlich vorhanden ist, in einer irischen Kleinstadt. Marianne und Connell gehen zusammen zur Schule und damit enden auch schon ihre Gemeinsamkeiten. Es ist nicht nur, dass beide aus völlig verschiedenen Gesellschaftsschichten kommen: Während Marianne das große protzige Haus, in denen sich die beiden Hauptfiguren zum ersten Mal bewusst wahr nehmen, ihr Zuhause nennt, kommt Connell eher daher, was man im allgemeinen Sprachgebrauch wohl 'untere Mittelschicht' bezeichnen würde. Und während Connell der allseits beliebte, mit vielen befreundete und mit noch mehr gut bekannte, Typ ist, ist Marianne dagegen eine krasse Außenseiterin. Doch bei ihrer ersten Unterhaltung entdecken beide, dass viel mehr in den jeweils anderen steckt, als sie vorher geahnt haben, und die Geschichte der beiden beginnt. Erzählt wird in "Normale Menschen" auf ganz besondere Art und Weise. Wir begleiten Marianne und Connell in bestimmten Zeitabschnitten ihres Lebens, was dazu führt, dass sich ihre Geschichte über mehrere Jahre vor den Leserinnen und Lesern ausbreitet. Durch diesen Erzählstil lässt Sally Rooney sehr viel Raum offen für Interpretationen, da durch die Zeitsprünge vieles vorher Geschehene nicht weiter ausgeführt wird. Dieser Intepretationsraum lässt die Handlung immer unvorhersehbar erscheinen, da man sich teils mit freudigem und teils mit bangem Gefühl fragt, was in der Zwischenzeit passiert sein könnte. Und auch Sally Rooneys Schreibstil hebt sich von bisher Gekanntem ab. Auffällig und ungewöhnlich ist, dass sie die Anführungszeichen vor der wörtlichen Rede weglässt. So allerdings fesselt sie ihre Leserinnen und Leser an ihre Geschichte, denn, wenn man jedes Mal die-oder denjenigen ausfindig machen muss, der gesprochen hat, wird man nicht dazu verführt Abschnitte in der Geschichte querzulesen, sondern sich intensiv mit dem Geschriebenen auseinander zu setzen. Aber auch ohne dieses erzählerische Stilmittel ist es fast nicht möglich sich von "Normale Menschen" nicht fesseln zu lassen, denn was für eine unfassbare und intensive Tiefe Sally Rooney ihren beiden Hauptfiguren eingehaucht hat, das ist schon beeindruckend. In der gesamten Geschichte wirken Marianne und Connell immer ein wenig so, als würden sie über den anderen Menschen in ihrem Leben stehen. Sie setzen sich mit einer unglaublichen Intensität mit ihrem eigenen Leben und Themen, die ihre Mitmenschen in ihrem Alter noch oder überhaupt nicht interessieren, auseinander und heben ihren Blick weit über den Tellerrand hinaus. Auf der anderen Seite allerdings wirken sie in ihrem Verhalten sich und einander gegenüber teilweise kindlich und oft auch selbstzerstörerisch, was teilweise aber auch an ihren persönlichen Hintergründen liegt. Connell, der anfangs symapthische und beliebte Typ aus der Schule, zeigt bald, dass er beinahe schon verzweifelt seinen Platz im Leben sucht und einfach nicht fündig wird. Auf der einen Seite möchte er unebdingt dazugehören, fühlt sich aber auf der anderen Seite seinen Mitmenschen überhaupt nicht zugehörig und gerade das Verhalten seiner Freunde auf der Schule gegenüber Marianne, widert ihn an. Marianne, anfangs die krasse Außenseiterin in der Schule, die allerdings wenig Probleme mit dieser Rolle hat, scheint es überhaupt nicht zu interessieren, was ihre Mitmenschen über sie denken. Bald allerdings wird deutlich, dass sie auf der verzweifelten Suche nach Liebe ist und nach jeder weiteren Zurückweisung jeglicher Art ihren eigenen Wert immer mehr in Frage stellt. Mariannes und Connells Geschichte, die Wegpunkte, an denen sich ihre Leben berühren sind durchzogen von Missverständnissen aller Art, woran man auch merkt, wie jung sie noch sind und wie nahe an der Realität Sally Rooneys Roman ist. Denn man findet in "Normale Menschen" alles über das Erwachsenwerden: Liebe Freundschaft, Sex, Zurückweisung, Füreinander da sein und die scheinbar endlose Suche nach dem eigenen Ich und dem Platz im Leben. Und dann ist da noch diese große Liebesgeschichte zweier Menschen, von der man auf jeder Seite hofft und bangt, dass sie am Ende doch noch zueinander finden.

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Auf die Zwischentöne kommt es an

Von: Jessica

27.09.2020

„Normale Menschen“ von Sally Rooney hat in mir gemischte Gefühle hervorgerufen. Auf der einen Seite ist da der flüssige und erfrischende Schreibstil von Rooney, der eine regelrechte Sogwirkung auf mich hatte und die Geschichte von Marianne und Connell nur so dahinplätschern lies. Auf der anderen Seite wahrt sie den Leser gleichzeitig auf Distanz, so dass es von Anfang an etwas schwierig ist eine Verbindung zu den beiden Hauptfiguren aufzubauen. Dennoch schafft sie es leise, kleine Zwischentöne einzubauen, die Connell und Mariannes Sorgen und Zweifel real werden lassen. Die On/Off Beziehung der beiden, die zu ihren Schulzeiten beginnt und während ihrer gemeinsamen Unizeit weitergeführt wird, ist so roh, unbeholfen, von Misskommunikation und Unsicherheiten geprägt, dass man sie am liebsten bei der Hand nehmen möchte. Gleichzeitig führt uns Rooney hier vor Augen, welchen Einfluss der Soziale Status und die Gesellschaft in der wir aufwachsen auf unsere persönliche Entfaltung hat. Dennoch fand ich den Mangel an Charakterentwicklung, trotz unzähliger On/Off Beziehungsmomente irgendwann etwas eintönig. Sally Rooney hat mit „Normale Menschen“ ein Buch geschaffen, dass die Komplexität einer jungen Liebe dem Leser nahe bringt, die von Machtverhältnissen, Sozialem Status, Depressionen, Misskommunikation und Unsicherheiten geprägt ist. Mit den beiden Hauptcharakteren Marianne und Connell bin ich nicht sonderlich warm geworden, dafür haben mich aber die kleinen Zwischentöne in der Geschichte wirklich überzeugt.

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Vita

Sally Rooney wurde 1991 geboren, ist in Castlebar, County Mayo, aufgewachsen und lebt in Dublin. Ihre frühen Arbeiten sind erschienen in The New Yorker, Granta, The White Review, The Dublin Review, The Stinging Fly, Kevin Barrys Stonecutter und der Anthologie Winter Pages. Sie studierte am Trinity College Dublin, zunächst Politik, machte dann ihren Master in Literatur. Sie war dort 2013 die Nr. 1 bei den European University Debating Championships. Rooneys Debütroman »Gespräche mit Freunden« war Book of the Year in Sunday Times, Guardian, Observer, Daily Telegraph und Evening Standard. Der Roman kam auf die Shortlist des Sunday Independent Newcomer of the Year Award 2017, des International Dylan Thomas Prize und des Rathbones Folio Prize 2018. Rooney war die Gewinnerin des Sunday Times/Peters Fraser & Dunlop Young Writer of the Year Award 2017, den u.a. auch Zadie Smith und Sarah Waters gewannen. Rooney ist inzwischen Redakteurin des irischen Literaturmagazins The Stinging Fly. Ihr zweiter Roman »Normal People« wurde für den Man Booker Prize 2018 nominiert und gewann u.a. den Costa Novel Award, den An Post Irish Novel of the Year Award und den British Book Award (Novel of the Year und Book of the Year).

Zur AUTORENSEITE

Zoë Beck, geboren 1975, lernte Klavier und studierte Literatur. Nach diversen Film- und Theaterjobs arbeitet sie heute als Autorin und Übersetzerin. Für ihre Romane und Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis.

zoebeck.net

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Events

19. Okt. 2020

Lesung

19:30 Uhr | Köln | Lesungen
Sally Rooney
Normale Menschen

Videos

Pressestimmen

»Ein heißer Tipp für das jüngere Lesepublikum.«

Thomas Andre / Hamburger Abendblatt (20. Juli 2020)

»Wie nebenbei ist auch ihre Sprache. Frei von Eitelkeiten und angeberischen Wortneuschöpfungen erzählt sie ihre Geschichte in einer glasklaren Prosa.«

Xaver von Cranach / DER SPIEGEL (25. Juli 2020)

»Wer ›Normal People‹ gelesen hat, der hatte das Gefühl, als seien ihm gerade über mehrere Stunden flüssige Butter eingeflößt worden.«

Theresa Hein / Süddeutsche Zeitung (15. Juli 2020)

»Die 29-jährige Irin ist der Shooting-Star der europäischen Literatur, sie wurde als ›J.D.Salinger der Snapchat-Generation‹ bezeichnet.«

Philipp Holstein / Rheinische Post (30. Juli 2020)

»Rooneys Erzählhaltung macht diesen Roman so besonders. Sie schwebt zwischen den beiden Hauptfiguren, die sich selbst meist nicht verstehen.«

Lisa Goldmann / Madame (05. August 2020)

Weitere Bücher der Autorin