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Old School Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-453-26945-3

Erschienen:  09.11.2015
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Die Alten schlagen zurück

Susan und Julie sind gerade 60 Jahre alt geworden. Sie leben in einem kleinen Dorf in Südengland und sind seit der Schulzeit miteinander befreundet. Susan führt ein bürgerliches Hausfrauendasein, Julie lebt in einer Sozialwohnung und arbeitet als Aushilfe in einem Pflegeheim. Als Susans Ehemann Barry tot aufgefunden wird, offenbart sich, dass er ein surreales Doppelleben führte und Susan einen finanziellen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Um nicht in die Altersarmut abzurutschen, greifen sie zu einer radikalen Lösung.

"Turbolent ist gar kein Ausdruck für diese phantastische britische Krimikomödie."

WDR 2 (28.12.2015)

John Niven (Autor)

John Niven, geboren in Ayrshire im Südwesten Schottlands, spielte in den Achtzigern Gitarre bei der Indieband The Wishing Stones, studierte dann Englische Literatur in Glasgow und arbeitete schließlich in den Neunzigern als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich 2002 dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien sein erstes Buch, die halbfiktionale Novelle Music from Big Pink über Bob Dylan und The Band in Woodstock; 2008 landete er mit dem Roman Kill Your Friends – einer rabenschwarzen Satire auf die Musikindustrie – einen internationalen Bestseller. Es folgten die Romane Coma, Gott bewahre, Das Gebot der Rache, Straight White Male und Old School. John Niven schreibt außerdem Drehbücher. Er lebt derzeit in Buckinghamshire, England.

"Turbolent ist gar kein Ausdruck für diese phantastische britische Krimikomödie."

WDR 2 (28.12.2015)

"Dieser Roman ist nicht nur sehr komisch, sondern auch sehr wütend."

Spiegel Online (12.11.2015)

"'Old School' von John Niven ist eine Komödie mit schwarzem humor und einer ordentlichen Portion Wut."

Bayern 2 (23.11.2015)

"Niven erzählt mit einem Witz, der, je länger die Handlung dauert, immer mehr an die absurde Komik eines Tom Sharpe erinnert."

Classic Rock (16.12.2015)

"John Niven ist der Quentin Tarantino der Literatur: schräge Typen, überdrehte Action, schreiend-komische Dialoge."

Nürnberger Nachrichten (14.11.2015)

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Aus dem Englischen von Stephan Glietsch
Originaltitel: Sunshine Cruise Company
Originalverlag: Heineman

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-453-26945-3

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 27,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne Hardcore

Erschienen:  09.11.2015

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- die Alten lassen es so richtig krachen -

Von: LACK OF LIES Datum: 23.01.2018

www.lackoflies.com

JOHN NIVEN - Old School
(Heyne Hardcore)

- die Alten lassen es so richtig krachen -

Susan Forbisher ist eine rundum abgesicherte Frau in den Ausklängen ihrer Fünfziger und mit dem Langweiler und beeideten Wirtschaftsprüfer Barry verheiratet. Sie bereitet gerade Kunstblut für ihre Laienspielgruppe „Die Wroxham Players“ vor und er sich Frühstück für einen großartigen Tag. Dass ihr heute noch gründlich das Lachen vergehen wird, ahnt Susan zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ihre Freundin Julie Wickham hingegen geht einer frustrierenden, von Pisse und Bleichmittel dominierten Putztätigkeit im Altersheim nach und bewohnt eine kleine (A-)Sozialwohnung. Einst war sie jung, sexy und gut betucht. Nun ist sie keines mehr davon, denn heute ist ihr 60. Geburtstag. Das verspricht ihr Frustration pur. Ethel Merriman, noch keine Neunzig, Altersheimbewohnerin, Gelegenheitsdiebin und Hobbyrollstuhlfahrerin hat es faustdick hinter den Ohren. Nicht nur ihr vulgäres Gebärden, sondern auch ihre freche, urkomische Art machen sie einfach sympathisch und zum Knuddeln liebenswert. Jill Worth wiederum ist 67. Sie gehört ebenfalls Susans' Laienspielgruppe an. Linda ist ihre 35-jährige Tochter, die mittlerweile aussieht wie 50. Lindas Sohn Jamie ist schwer krank und nimmt sie nahezu 24/7 in Beschlag. Jamie leidet am De-Havilland-Syndrom, einer seltenen Autoimmunerkrankung die das eigene Lungengewebe angreift. Eine OP, die weltweit nur ein Team in Chicago durchführen kann, würde 60.000 Pfund verschlingen. Geld das sie beide nicht haben. Das sind natürlich alles Probleme, die nicht einfach zu handeln sind.

Die beinahe schon enthusiastisch erzählte Story des gebürtigen Schotten John Niven spielt zu Beginn in Wroxham einer kleinen Ortschaft in Norfolk, UK. Später geht es dann einmal quer durch Frankreich. Die Charaktere sind bunt ausgeschmückt, nur allzu lebhaft und des Scheiterns endgültig überdrüssig. Als sich dann auch noch ein, den Damen nur allzu bekannter Freier, einen sechzig Zentimeter langen und sechs Zentimeter im Durchmesser fassenden schwarzen Dildo von einer Domina tief in den Darm stoßen lässt, kann das nicht gut gehen...und das tut es auch nicht! (Zitat Seite 44 : "Er hatte praktisch die Größe von fünf aufeinandergestapelen Cola-Dosen). Voll schwarzen Humor erzählt Niven seine Geschichte der gescheiterten Existenzen, geläuterten Irrwege und unerreichten Ziele. Die coole Story ist zwar durchaus vorhersehbar, dennoch absolut lohnenswert und größtenteils „cozy“ geschrieben.

Das Konglomerat aus Altersheim und frustrierten, gescheiterten Existenzen an der Schwelle zum Altwerden ist sympathisch gezeichnet, was es dem Leser ein leichtes macht, empathische Gedanken für die Protagonistinnen zu hegen. Nachdem ihnen ihre allgemeine Geldnot und die damit verbundene ausweglose Situation mehr und mehr vor Augen gehalten wird, fassen die Damen einen irrwitzigen Plan. In ihrer Verzweiflung wenden sie sich an den 89-jährigen Nails, ein ehemaliger Liebhaber von Julie und landesweit bekannten Verbrecher a.D. Man trifft sich, findet sich sympathisch, schmiedet gemeinsame Pläne und schon kann die Sache steigen. In seinem hohen Alter ist Nails allerdings nicht immer so ganz bei der Sache, was er allerdings im denkbar ungünstigsten Moment durchblicken lässt. Und damit treten sie alle das pure Chaos los.

Eine bunt ausstaffierte Flucht vor der Polizei und ihrer eigenen Vergangenheit beginnt. Eine Flucht voller Erlebnisse und Abenteuer. Die Alten lassen sich dabei auf die falschen Leute ein und obschon sie es tunlichst vermeiden sollten, streuen sie Spuren wie ein Straßenköter mit starkem Durchfall. Den beißend scharfen Geruch der Polizei stetig im Nacken, sind die Damen ihr doch immer einen entscheidenden Schritt voraus. Die Polizisten Boscombe und Wesley sind lebensecht, vielleicht ein bisschen trottelig, aber nicht wirklich überzeichnet. Das ein solcher, natürlich nicht ganz ernst gemeinter Thriller-Plot geradezu für Übertreibungen prädestiniert ist, dürfte nicht nur dem geübten Leser nur allzu klar sein. Die äußerst humorvolle und warmherzige Story ist ansonsten herrlich schön bekloppt und gehört in jedem Fall auf die Leinwand.

Der, 1966 in Irvine, North Ayrshire im Südwesten Schottlands geborene und indes nach England übergesiedelte Autor John Niven wohnt mittlerweile in Buckinghamshire, welches nur knapp drei Auto-Stunden vom ersten Handlungsort Wroxham entfernt liegt. Er studierte bis 1991 Englische Literatur in Glasgow und war später im Marketing und als A&R Manager bei diversen Plattenfirmen (u.a. bei PolyGram) tätig. Als Manager bei London Records lehnte er im Jahre 1997 die Band COLDPLAY mit der Begründung ab, sie seien „Radiohead für Trottel“. Anfang 2002 widmete sich John Niven dem Schreiben und avancierte binnen kürzester Zeit zu einem weltbekannten Thriller- und Drehbuchautor. Sein überaus erfolgreiches Werk „Kill Your Friends“ wurde im November 2015 von Regisseur Owen Harris verfilmt. Nicholas Hoult (u.a. X-Men; Mad Max: Fury Road) spielt darin die Hauptrolle des A&R-Managers Steven Stelfox.


Meine Wertung: 85/100

Link zur Buchseite des Verlags:
https://www.randomhouse.de/Buch/Old-School/John-Niven/Heyne-Hardcore/e460314.rhd

Aus dem Englischen von Stephan Glietsch
Originaltitel: Sunshine Cruise Company
Originalverlag: Heineman
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-26945-3
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Heyne Hardcore
Erschienen: 09.11.2015

More Hard Stuff @ www.lackoflies.com

Kein Sch... ist so hart wie das Leben

Von: Bine Datum: 02.07.2017

beautyglace.blogspot.co.at/

Die Figuren sind wirklich traumhaft charakterisiert. Wir haben hier:



Julie, die durch den Betrug ihres Ehemannes alles verloren hat und nun im Altenheim "Pisse aufwischen" muss und in einer kleinen Sozialwohnung lebt.



Ihre Freundin Susan, führt da noch ein ausschweifendes Leben, da ihr Ehemann als Wirtschaftsprüfer richtig gut verdient. Das ändert sich leider mit seinem Ableben. Er erleidet einen Herzinfakt bei einer...nun sagen wir mal "sexuellen Handlung" mit einer Prostiturierten in einem hmm "Liebeskeller" der ihm gehört. Leider hat er nicht nur viel Geld in die reichhaltige Ausstattung des Liebeskellers gesteckt sondern auch in die Prostituierten, wie zahlreiche Beweißfotos belegen. Er hinterlässt Susan somit in Scham und mit Schulden.



Jill ist die Oma eines schwer kranken Kindes. Der kleine Jamie hat eine schlimme Lungenerkrankung und nur eine OP kann ihn retten. Leider kostet die Geld....viel Geld.... ganze 60.000 Pfund, wovon die Familie schon durch Spenden 30.000 Pfund zusammen hat. Leider geht es dem kleinen Jamie zusehens schlechter und das Geld kann nicht so schnell aufgetrieben werden, wie er die Operation benötigt.



Ethel, mit dem Aufkleber "Kein Schwanz ist so hart wie das Leben" auf ihrem Rollstuhl. Hat eine (auf Wienerisch:) "Goschn wia a Schwert" und kennt sich mit Waffen aller Art aus. War mal richtig berühmt und hat geschauspielert und wohnt jetzt im Altersheim, wo Julie arbeitet. Mit ihrem Greifarm, holt sie sich bevorzugt Bullenklöten....


Alle Frauen haben eins gemeinsam, sie sind alt und arm und haben nix mehr zu verlieren.


Dann kommen sie auf die Idee einfach mal eine Bank zu überfallen. Julie bittet ihren Exfreund Nails ihr zu helfen und dieser plant den Überfall und soll mit dem Fluchtauto auf die Frauen warten, die in der Zwischenzeit die Bank überfallen. Doch leider kommt es anders als geplant...


Die Aussprache (vor allem von Ethel) ist wirklich derb und nix für schwache Gemüter, dennoch ist es nicht so schlimm wie bspw. ein Irvine Welsh Roman. Also dagegen ist dieser Roman regelrecht gesittet.

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