Pakete an Frau Blech

Roman

(5)
Hardcover
21,99 [D] inkl. MwSt.
22,70 [A] | CHF 30,90 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Gerade hat Maik Kleine seinen väterlichen Freund, den exzentrischen Zirkusdirektor Alberto Bellmonti, mit viel Pomp zu dessen letzter Ruhestätte begleitet, da tauchen verstörende Meldungen über eine angebliche Stasi-Vergangenheit des Toten auf. Zusammen mit Szymbo, dem Kapellmeister, und Albina, der schwebenden Jungfrau, begibt Maik sich auf eine abenteuerliche Spurensuche – nicht ahnend, dass er sich nun auch seiner eigenen Familiengeschichte stellen muss: der Wahrheit über die schreckliche Tragödie, die in jener eisigen Winternacht 1978/79 in Leipzig seine beiden Geschwister das Leben und seine Mutter die Freiheit kostete.

Ein lebenspraller, von unbändiger Erzähllust getriebener Roman, der uns vor dem Hintergrund der deutsch-deutschen Vergangenheit in Welten entführt, die unterschiedlicher kaum sein können: vom Jesuitenkolleg in die Zirkusmanege, vom Heidelberger Apothekenmuseum in eine Stasi-Giftküche in Leipzig, vom Fünfsternehotel in einen Budapester Hinterhof. Großherzig, unterhaltsam und raffiniert!

»Eine wortgewaltige, pralle Geschichte. Eine Suche nach einer deutsch-deutschen Vergangenheit: kurios, spannend, melancholisch, traurig und doch wieder voller Leben.«

WDR 4- Panorama, 09.03.2015

Hardcover mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-421-04645-1
Erschienen am  09. März 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein unterhaltsames, leicht anarchisches Buch

Von: Vanessa

25.02.2016

Was ist die Geschichte? Maik Kleine reist nach Berlin: Sein väterlicher Freund, der exzentrische Zirkusdirektor Alberto Bellmonti, wird zu Grabe getragen. Kaum ist er unter der Erde, tauchen verstörende Gerüchte auf: Bellmonti soll für die Stasi gearbeitet haben. Zusammen mit Szymbo, dem Kapellmeister, und Albina, der schwebenden Jungfrau, begibt Maik sich auf Spurensuche in die DDR-Vergangenheit – die Bellmontis und seine eigene. Woher kennt man den Autor? Vom Sachbuch „Zigeuner – Begegnungen mit einem ungeliebten Volk“. Was gefällt? Bauerdick erzählt sehr unterhaltend. Es gibt wenig Längen im Buch, die Geschichte baut locker-flockig aufeinander auf, verwebt mit Zeitsprüngen Gegenwart und Vergangenheit. Denn bis zur Hälfte des Buches wechseln die Kapitel zwischen Jetzt und Damals, zwischen der aktuellen Spurensuche des Trios und der Kindheit Maik Kleines. Maiks Geschwister starben bei einem Brand, er musste mit 12 Jahren seine Mutter und die DDR verlassen – die Gründe sind mysteriös, die Verbindung zur Gegenwart ist es auch. Fazit: Eine bellestrische Kriminalgeschichte vor der Kulisse der deutschen Geschichte. Vier von fünf Sternen.

Lesen Sie weiter

Pakete an Frau Blech

Von: Fantasie und Träumerei

29.07.2015

"Doch ich hatte kein Glück. Zu überleben und übrig zu bleiben , was soll das für ein Glück sein?" Maik Kleine, einst Beleuchter im Zirkus Bellmonti, kehrt dorthin zurück, wo seine Karriere begann. Doch nichts ist mehr wie es war, denn sein Zusammentreffen mit den ehemaligen Kollegin, Kapellmeister Szymbo und Albina, der schwebenden Jungfrau, hat einen eher unerfreulichen Anlass. Die Beerdigung des großen Zirkusdirektors Alberto Bellmonti, der ihnen allen Zuflucht und Zuhause gewährte, wird für Maik Kleine unerwartet zu einer Reise in die eigene Vergangenheit, in der er, der Geschwister an ein Feuer und die Mutter an die Monster des Teufels verlor, ganz heimlich und ohne es zu merken, Opfer von Manipulation und Machtmissbrauchs seiner Heimat der Deutschen Demokratischen Republik wurde. "Vera lachte höhnisch. 'Die Staatssicherheit war immer schon Meisterschüler im Lügen, Tricksen und Täuschen. Höchst effizient. Mit dem Freikauf politischer Häftlinge fuhr die DDR eine doppelte Strategie. Sie wurde ihre unbequemsten Bürger los und kassierte gleichzeitig harte Devisen. Verkauft haben sie diesen Menschenhandel als humanitäre Maßnahme, finanziert jedoch wird damit ein teuflisches System.'" Die Spurensuche nach Bellmontis Stasi-Vergangenheit, von der im Klappentext des Romans die Rede ist, die mich überhaupt erst neugierig auf Bauerdicks neustes Werk gemacht hat, beginnt erst recht spät in der Geschichte. Meine Erwartung wird daher nicht erfüllt und dennoch bin ich alles andere als enttäuscht. Denn so bleibt Zeit Maik Kleine kennen zu lernen. Den Maik Kleine, der er jetzt ist, und den Maik Kleine, der er einst war. Sein Lebensweg, von Kindesbeinen an, bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt, fügt sich Kapitel für Kapitel zusammen. Ein interessanter Weg, auf dem Maik viel hinnehmen muss. Handlungsschritte, die dem Leser wie Schicksalsschläge erscheinen und doch in irgendeiner Form auf den Ränkespielen der Machtinhaber der deutschen demokratischen Republik basieren. "Ich begriff wie Ranke operierte. Um Menschen unter seine Kontrolle zu bringen, kippte er sie aus iher Balance. Er weckte in ihnen düstere Bilder. Mit seinem zersetzenden Mitgefühl." "Pakete an Frau Blech" ist für mich nicht nur eine sehr interessante Familiengeschichte voller Hohn und Tragik, die einen Menschen mit Charakter hervorgebracht hat, der auf seine Art und Weise immer wieder wie der Phönix aus der Asche entstiegen bzw. dieser im Gegensatz zu anderen Weggefährten gar gleich entkommen konnte, sondern ein spannender Einblick in Machtmissbrauch und Manipulation einer realsozialistischen Diktatur. Politische Machenschaften, die mir möglicherweise aufgrund meines Alters, in dieser Form nicht bewusst waren. Die Beschreibung, dass es sich in "Pakete an Frau Blech" um eine Ausführung historischer Begebenheit der Politik eines Deutschlands handelt, wie ich es nicht mehr kenne, lassen vielleicht stutzig werden, ob 416 Seiten zu diesem Thema nicht etliche zuviel sind, der Faden und das Interesse verloren gehen könnten. Dies ist überhaupt nicht der Fall, denn Bauerdick hat ein gut strukturiertes Konzept in dem sich die Familiengeschichte Maik Kleines als roter Faden durch die Informationen zum Zeitgeschehen ziehen und mit vielen überraschenden Wendungen und unvorhergesehenen Handlungen zu einem Roman zusammenfügen, der einem Spionagekrimi an Spannung definitiv das Wasser reichen kann.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Rolf Bauerdick

Rolf Bauerdick, Jahrgang 1957, lebt im Münsterland. Seine Text- und Bildreportagen erscheinen u.a. in Stern, Brigitte, Spiegel, GEO, Playboy und wurden vielfach preisgekrönt, u.a. mit dem Natali-Award (für Menschenrechtsjournalismus) der Europäischen Union und beim Hansel-Mieth-Preis. Sein vielbeachteter Debütroman »Wie die Madonna auf den Mond kam« (2009) wurde in zwölf Sprachen übersetzt und 2012 mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichnet. 2013 erschien sein Sachbuch »Zigeuner. Begegnungen mit einem ungeliebten Volk«, auch bei DVA. »Pakete an Frau Blech« ist sein zweiter Roman.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Bauerdick verwebt eindrucksvoll Zirkus-Hommage, DDR-Kolportage und Agenten-Thriller zu einem sorgfältig recherchierten, phantasievoll verdichteten Unterhaltungsroman.«

WDR 5, Sdg. Bücher, 11.07.2015

»Ein großer, höchst spannend zu lesender Roman über das Wechselspiel zwischen Realität und Illusion; ein schillerndes Gaukler-Drama und ein fesselnder Polit-Thriller zugleich.«

»Rolf Bauerdick verwebt eindrucksvoll Zirkus-Hommage, DDR-Kolportage und Agenten-Thriller zu einem sorgfältig recherchierten, phantasievoll verdichteten Unterhaltungsroman.«

»Kompliment, Rolf Bauerdick: Das ist originelle Unterhaltung, wie man sie sich besser nicht wünschen könnte. Mehr davon!«

Lübecker Nachrichten (12. Juni 2015)

»Praller Gesellschaftsroman, spannend, höchst unterhaltsam.«

HÖRZU (29. Mai 2015)

»Ein wilder Ritter der Fantasie ... Auf der Landkarte der Literatur hat sich Baia Luna, die kleine Mond-Bucht mit ihren spleenigen Bewohnern, einen Platz erobert.«

DeutschlandRadio, Ursula März, über "Wie die Madonna auf den Mond kam"

»Weil Rolf Bauerdick ein geborener Erzähler ist, nimmt der grimmige Realismus seiner Geschichte ihr nichts von ihrer Magie und ihrem Humor.«

Spiegel online über "Wie die Madonna auf den Mond kam"

»Sprachmächtig und mit unvergesslichen Bildern entführt Bauerdick in ein osteuropäisches Phantasien, das Parallelen zu Marquez' 'Macondo' oder Faulkners Südstaatencounty aufweist.«

DeutschlandRadio, Denis Scheck, über "Wie die Madonna auf den Mond kam"

»Ein großes Stück Literatur im Zeichen einer Groteske, wie sie weder der Regisseur Kusturica noch Rabelais, der Ahnherr des Genres, deftiger und lustiger inszenieren könnten.«

Die Welt über "Wie die Madonna auf den Mond kam"

»Aberwitzig, lebensprall, abstrus: Das Debüt des Journalisten Bauerdick war die Überraschung der Buchmesse.«

HörZu über "Wie die Madonna auf den Mond kam"

»Ein außergewöhnlicher Roman, ein wahrhaft epischer Superkrimi mit Anklängen an García Márquez und Umberto Ecco, der Heerscharen von Lesern in den 7. Himmel gehoben hat.«

Vanity Fair Italia über "Wie die Madonna auf den Mond kam" (16. Februar 2011)

»Eine überbordende, verrückte und großherzige Erzählung, dicht gewebt - man erkennt die Einflüsse von Emir Kusturica, Gabriek García-Márquez und Ismail Kadaré.«

Le Monde des Livres über "Wie die Madonna auf den Mond kam" (27. Mai 2011)

»Erstklassige Erzählkunst!«

Times Literary Supplement über "Wie die Madonna auf den Mond kam" (10. Januar 2014)

»Ein lebenspraller, von unbändiger Erzähllust getriebener Roman. […] Großherzig, unterhaltsam und raffiniert!«

BM - Buch-Magazin, 04/15

»Ein vor unbändiger Fabulierlust platzender Plot. […] Mit der raffinierten Zusammenführung der einzelnen Handlungsstränge gelingt Bauerdick ein erzählerisches Kabinettstück.«

Westfälische Nachrichten, Daniel Loewe, 18.04.2015

»[Bauerdick ist] ein lebenspraller, nachdenklicher Roman voller Lebensweisheit gelungen. Da kann man nur sagen: Viel Vergnügen beim Auspacken.«

Kirche und Leben - Bistumszeitung Münster, 12.04.2015

»Weil Rolf Bauerdick elegant auf dem schmalen Grat zwischen Tragödie und Farce, Sein und Schein wandelt, ist [der Roman] zugleich kühne und informative Literatur.«

Weser-Kurier/Kurier am Sonntag, 26.04.2015

»Keine Floskel: das Buch mag man nicht aus der Hand legen.«

Hellweger Anzeiger, 02.05.2015

»Ein schillerndes Gaukler-Drama und ein fesselnder Polit-Thriller zugleich.«

B5 aktuell, Neues vom Buchmarkt, 17.06.2015

»Ein Roman, der zahllose Fäden spinnt und im Finale spannend und überraschend zusammenführt.«

Westfalenspiegel, 4/15

»Es ist eine Freude, Bauerdicks Lust am Erzählen nachzuspüren, bis alle ›Pakete‹ aus der Vergangenheit entschnürt sind.«

Westfälischer Anzeiger, 10.08.2015

»Bauerdick ist ein leidenschaftlicher, mitreißender Erzähler.«

General-Anzeiger Bonn, 15.08.2015

»Bauerdick ist ein Roman gelungen, der gekonnt mit Realität und Illusion spielt und eine Vielzahl von Motiven und Themen unter einen Hut bringt.«

buecherrezensionen.org, 07.10.2015

»In dem lebensprallen, von unbändiger Erzähllust getriebenen Roman . . . entführt Rolf Bauerdick die Leser . . . in Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. . . . Großherzig, unterhaltsam und raffiniert.«

Passauer Neue Presse, 04.11.2015

»Der Roman über ein Zirkusleben im Stasiland ist genüsslich zu lesen.«

Nürnberger Nachrichten, 05.12.2015

Weitere Bücher des Autors