Pans Stunde

Gedichte

Hardcover
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Von Glücksverlangen und Vergänglichkeit

Pans Stunde bricht während der schwülen sommerlichen Mittagsstille an. Dann ruht der bocksbeinige Gott, und wer ihn stört, den versetzt er in Angst und »panischen« Schrecken. Dieser mythischen Stunde hat der Schriftsteller Norbert Hummelt seinen neuen Gedichtband gewidmet. In Versen lotet er die tiefe Spannung dieser Stunde aus, die von Trunkenheit und Erotik, von Schrecken und Glück, von Idylle und Dämonie gezeichnet ist.

Norbert Hummelts neue Gedichte umkreisen in immer neuen Variationen den Pan-Mythos. Das sind zum einen Gedichte, die von der Polarität zwischen Furcht und erotischer Anziehung durchzogen sind. Im Titelgedicht wird zwei Liebenden in der unheimlichen Stille eines Sommertags eine glückliche Stunde geschenkt. Sie durchwandern, ohne anzuhalten, die flirrende Landschaft und entgehen so der Gefahr, den Dämon aus seinem Schlaf zu reißen. Worauf Pan an seinem hellen Ort lauert, kann das Paar nur erahnen …

In anderen Gedichten, deren schwebend leichter Ton unverwechselbar und tief eindringlich ist, beschwört Norbert Hummelt die sinnlichen Schauplätze eines inneren Geschehens herauf, das zwischen Glücksverlangen und dem Wissen um Vergänglichkeit hin und her gerissen wird. Diese Spannung hat der Autor in stark bildhafte, klanglich genau komponierte und einen heimlichen Sog ausübende Gedichte verwandelt.


ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 96 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-630-87369-5
Erschienen am  03. Oktober 2011
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Vita

Norbert Hummelt wurde 1962 in Neuss geboren und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für seine Gedichte wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Preis, dem Mondseer Lyrikpreis, dem Niederrheinischen Literaturpreis und dem Hölty-Preis. Er übertrug T.S. Eliots Gedichtzyklen „Das öde Land“ und „Vier Quartette“ neu in Deutsche und ist Herausgeber der Gedichte von W.B. Yeats. Bei Luchterhand erschienen seine Gedichtbände „Zeichen im Schnee“ (2001), „Stille Quellen“ (2004), „Totentanz“ (2007) und „Pans Stunde“ (2011) sowie der Essay „Wie Gedichte entstehen“ (mit Klaus Siblewski, 2009).

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