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Porsche Vom Konstruktionsbüro zur Weltmarke

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8275-0100-4

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Erschienen: 18.09.2017
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Porsche und der Aufstieg zum Weltunternehmen

1931 gründete Ferdinand Porsche sein „Konstruktionsbüro“. Der geniale Techniker – zuvor Konstrukteur von Elektrokutschen und Rennwagen sowie Chefentwickler von Daimler-Benz – sollte bis zu seinem Tod 1951 die Grundlagen für das spätere Weltunternehmen schaffen. Wolfram Pyta erzählt die Geschichte des Unternehmens in diesen turbulenten Anfangsjahren: von der Entstehung des Volkswagens über das Arrangement mit den Nazis und die Kriegsproduktion bis zur Entwicklung zur exklusiven Sportwagenschmiede ‒ eine faszinierende Darstellung, die Unternehmens-, Automobil- und Zeitgeschichte miteinander verknüpft.

Wolfram Pyta (Autor)

Wolfram Pyta, geboren 1960 in Dortmund, leitet als Universitätsprofessor die Abteilung für Neuere Geschichte am Historischen Institut der Universität Stuttgart sowie die Forschungsstelle Ludwigsburg zur NS-Verbrechensgeschichte. 2007 erschien bei Siedler seine vielgelobte Biographie „Hindenburg. Herrschaft zwischen Hohenzollern und Hitler“, 2015 folgte „Hitler. Der Künstler als Politiker“.


Nils Havemann (Autor)

Nils Havemann studierte Geschichte, Romanistik und Politische Wissenschaften in Bonn, Paris und Salamanca. Er promovierte 1996 an der Universität Bonn. Heute ist er am Historischen Institut der Universität Stuttgart tätig. Veröffentlichungen u.a. »Fußball unterm Hakenkreuz. Der DFB zwischen Sport, Politik und Kommerz« und zuletzt bei Siedler „Samstags um halb vier. Die Geschichte der Fußball-Bundesliga“ (2013).


Jutta Braun (Autorin)

Jutta Braun, geboren 1967, studierte Zeitgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und wurde 1999 mit einer Arbeit zur politischen Justiz in der DDR promoviert. Sie forscht am Zentrum für Zeithistorische Forschung zur friedlichen Revolution in Potsdam und Brandenburg ist seit 2004 Vorstand des Zentrums deutsche Sportgeschichte. 2009 erschien „Berlin 1936. Die Geschichte von Gretel Bergmann und Dora Ratjen“.

24.10.2017 | 20:00 Uhr | Kirchheim

Vortrag und Gespräch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 512 Seiten, 15,0 x 22,7 cm, 14 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-8275-0100-4

€ 28,00 [D] | € 28,80 [A] | CHF 36,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Siedler

NEU
Erschienen: 18.09.2017

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Porsche

Von: Jasmin von Das Lesesofa Datum: 08.10.2017

daslesesofa.blogspot.de

Porsche.
Eine Marke, die mit dem Modell 911 sowohl im Design als auch mit ihren Motoren Geschichte geschrieben hat. Doch was steckt dahinter? Wer war der Gründer und Kopf des Unternehmens?

Meinung:
Als bekennender Autofan, auch unteranderem auch von Porsche, habe ich mich immer gefragt, wer hinter der Marke steckt. Wer hat den Ball ins Rollen gebracht? Wieso ist diese Person diesen Schritt gegangen? Wie war die Anfangszeit im Unternehmen? Wogegen musste gekämpft werden?

Als ich mich das gefragt hatte, sah ich zufällig das Buch Porsche und griff gleich zu.

Zu Hause fiel mir auf, dass das Buch von drei Autoren geschrieben wurden, von denen man gar nicht erwarten würde, dass sie dahinterstecken würden. Denn Wolfram Pyta, Nils Havemann und Jutta Braun hatten sich bis dato mit der NS-Verbrechensgeschichte, dem DFB und der DDR beschäftigt.

Wie passt da Porsche hinein? Macht das überhaupt Sinn?
Ja, denn Ferdinand Porsche machte sich 1931 selbstständig und eröffnete 1930 das Konstruktionsbüro Dr. Ing. h. c. F. Porsche GmbH, Konstruktionen und Beratung für Motoren und Fahrzeuge (seit 1931) gründet. Das war eine Zeit, wo viel Bewegung auf der Welt war: Mahatma Gandhi führt den Salzmarsch gegen das britische Salzmonopol an, bei der Reichstagswahl 1930 wird die NSDAP zweitstärkste Partei und die Gangster Al Capone und „Bugs“ Moran teilen Chicago unter sich auf. Mit anderen Worten: auf Porsche kamen eine Menge Turbulenzen zu.

Doch wieso wurde das Unternehmen gegründet? Hatte Herr Porsche einen technischen Einfall oder wollte er nur eine Firma sein Eigen nennen?

Eher nicht. Denn durch die Fusion von Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) und Benz & Cie, die finanziellen Misserfolge der LKW-Modelle und größere finanzielle Verbindlichkeiten von Ferdinand Porsche gegenüber der DMG wurde sein Vertrag als Leiter des Konstruktionsbüros und Vorstandsmitglied nicht verlängert.

Ab dieser Zeit bis zu seinem Tod wird in dem Buch anhand vieler Unterlagen aus den Archiven von Porsche eingehend erzählt.

Aus der Not heraus gründete Herr Porsche sein eigenes Unternehmen. Jedoch beschränkte er sich nicht einzig auf Autos, sondern mit allen motorgetriebene Fahrzeuge. Das beinhaltet Traktoren, Rennwagen und auch Panzerkampfwagen.

Erst Später spezialisierte sich Porsche auf Autos und Rennwagen.

Im weiteren Verlauf wird auch die Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und der Politik detailliert berichtet. Porsche war, neben VW, einer der Unternehmen, die viel und eng mit Adolf Hitler zusammengearbeitet haben. Durch die vielen Zuwendungen, die Herr Porsche nutzte, änderte sich das kleine Unternehmen zu einer Kommanditgesellschaft.

Auch über die Art der Führung wird anschaulich erklärt.

Bis zu seinem Tod wird detailliert über das Leben von Ferdinand Porsche geschrieben und bietet einen interessanten Einblick in das Unternehmen und auf den Gründer.

Fazit:
Es gibt viele Bücher über das Unternehmen Porsche AG und seinen Gründer. Das Buch Porsche war mein Erstes und hat mir einen guten und anschaulichen Überblick gegeben. Vor allem der Zusammenhang zwischen dem Unternehmen mit der Politik hat mich am meisten interessiert.

Biographie einer Weltmarke

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 06.10.2017

www.rezensions-seite.de

Eine stringente Modellpolitik, die sich erst in den letzten Jahren (aufgrund neuer Trends) breiter differenziert hat („Viertürer“ und „SUV´s“) sowie eine überaus früh ausgeprägte, breite Neigung zum Export haben Porsche als eine der führenden Weltmarken in Bezug auf das Automobil geprägt.

Dabei ist deutlich geworden, auch in den Arbeitsbedingungen im deutschen Werk selbst, dass auch ein „gegen den Strom“ arbeiten (Konzentration auf Kernkompetenz, solider Umgang mit Mitarbeitern, Qualität vor Quantität und manches andere mehr) überaus erfolgreich funktionieren kann.

Doch neben der „strahlenden Seite“ des Sportwagenherstellers und seines „Erfinders und Gründers“, Ferdinand Porsche, stehen in der Firmengeschichte auch „Schattenseiten“ im Raum. Bei denen natürlich die enge Verzahnung mit der Führung des dritten Reiches, aber auch das rasche „Business as usual“ nach dem tiefen, historischen Einschnitt durch das dritte Reich kritischer Anfragen würdig sind, wie auch das „Herausdrängen“ familienexterner Gesellschafter in den Anfangsjahren.

Umfassend liefert diese Biographie dieses differenzierte Bild von den beteiligten Personen (allen voran Ferdinand Porsche), den Strukturen und der Geschichte des Konzerns und der Marke. Wobei die Technik-Freunde im Buch wahrlich nicht zu kurz kommen, dabei aber auch Kübel- und Schwimmwagen, Versuche der Konstruktion von Panzerkampfwagen bis hin (wer weiß das schon auf Anhieb) zur Konstruktion von Landmaschinen ebenso wahrzunehmen haben, wie den „Käfer“ (der auf Ferdinand Porsche zurückgeht, auch wenn er mit dem Hause Porsche im Bewusstsein nicht verbunden ist) oder bahnbrechende Sportwagen (nicht nur der 911er).

Dabei ist die Geschichte der Marke auch gekennzeichnet von einer „Emanzipation vom Übervater“ im Lauf der Nachkriegsjahre und der jüngeren Gegenwart.

Was gerade im Blick auf Ferdinand Porsches Neigung, Kosten in seine Ideen und Pläne zur Konstruktion wenig zu berücksichtigen. Was auch für das Verhalten in einem „unreglementierten Wettbewerbs“ des modernen Wirtschaftens gilt. Für Ferdinand Porsche war das Arbeiten und Konstruieren in den Zeiten des dritten Reiches (einer „Erfolgsgeschichte“ ohne Abstriche) ja bei Weitem eben nicht unreglementiertem Wettbewerb ausgesetzt, sondern fast ein „geschützter Raum“.

„Wir dürfen nicht ausblenden, dass der Unternehmensgründer seine großen technischen Leistungen – an erster Stelle den Volkswagen – unter politisch günstigen Bedingungen erbracht und nie unter Beweis gestellt hat, dass er sich in einem nichtregulierten Wettbewerb durchsetzen konnte“.

Nur so hat wohl die „Beratungsresistenz“, die im Buch sorgsam geschildert wird, nicht bodenlos nachteilige Konsequenzen in den erfolgreichen Aufbaujahren jener Zeit nach sich gezogen.

Der Übergang der Leitung vom „Vater zum Sohn“ in den Jahren nach Kriegsende war daher (im Übrigen nicht unbedingt ohne Weiteres nach dem Willen des Vaters, sondern durch die französische Militärhaft Ferdinand Porsches und einer darin vonstattengehenden „inneren Wandlung“ des „Patriarchen“) der eigentlich entscheidende Schritt für die Etablierung und Bewahrung der Marke Porsche als Weltmarke bis auf den heutigen Tag.

Anregend zu lesen vollzieht die Biographie so vor allem die „Personengeschichte“ der Leitung der Marke nach, bietet im besten Sinne immer wieder Einblicke in die Wirtschaftsgeschichte der jeweiligen Zeit und Zeiten und lässt auch die Technik nicht hinten herunterfallen.

Eine runde Darstellung, die informativ und gut zu lesen eine empfehlenswerte Lektüre darstellt.

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