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Porträt einer Ehe Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87322-0

Erschienen: 24.05.2016
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Gibt es ein Geheimnis für das Bewahren der Liebe?

Augusta und Owen sind von der Großstadt Philadelphia aufs Land gezogen, wo sie ein ruhiges, einsames Leben führen, Gus als Malerin, Owen als Schriftsteller. Doch ihre Verletzungen konnten sie nicht zurücklassen: Die Malerin hatte eine Affäre, die zwar vorüber ist, aber Gus hat ihrem Mann alles gestanden, und nun versuchen beide, ihre Ehe zu retten. Als in das Nachbarhaus eine neue Mieterin einzieht, ändert sich das stille, isolierte, vorsichtige Leben des Paars. Gus freundet sich mit der geschiedenen Britin Alison schnell an, sie ist ebenfalls Malerin, und Schritt für Schritt wird das Beziehungsgeflecht zwischen den drei Nachbarn enger und vertrauter, aber auch komplizierter. Und spätestens als die junge Nora, Alisons Tochter, eintrifft, droht die Situation zu eskalieren …

"Ein psychologisch geschickt ausgetüftelter und zugleich spannender Roman über diese ganz spezifische Lebensform zweier Menschen."

Katja Lückert / NDR Kultur (02.07.2016)

Robin Black (Autorin)

Robin Black lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Philadelphia. Ihre Erzählungen und Essays sind in zahlreichen Zeitschriften veröffentlicht worden, und sie hat Stipendien der Leeway Foundation und der MacDowell Colony erhalten. Heute lehrt sie am Brooklyn College. Mit ihrem Roman „Porträt einer Ehe“ kam sie auf die Longlist des Flaherty-Dunnan First Novel Prize.

"Ein psychologisch geschickt ausgetüftelter und zugleich spannender Roman über diese ganz spezifische Lebensform zweier Menschen."

Katja Lückert / NDR Kultur (02.07.2016)

"Ihre Kurzgeschichten wurden mit denen von Alice Munro verglichen, und auch in "Porträt einer Ehe" beweist sie ein herausragendes psychologisches Gespür."

BRIGITTE Woman (01.07.2016)

"Wunderschöner, trauriger und kluger Bericht aus dem Inneren einer Künstlerehe."

Annabelle (01.07.2016)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Brigitte Heinrich
Originaltitel: Forgiving
Originalverlag: Random House USA

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87322-0

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 24.05.2016

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Intensiv- nimmt den ganzen Raum ein- fesselt-das Lesen war wie eine Art Sog.

Von: buchraettin Datum: 19.10.2016

Intensiv- nimmt den ganzen Raum ein- fesselt-das Lesen war wie eine Art Sog.
Es war ein intensives Lesen. Ich hatte immer das Gefühl, ich sitze neben ihr und sie erzählt nur für mich. Die Liebe, die Verluste. Das war intensiv, brennend, den ganzen Raum einnehmend, ohne Kitsch wird die Beziehung beschrieben und dennoch sind da diese Sätze, die mich als Leser verzaubern mit der wunderschönen Sprache.
Eine Malerin und ein Schriftsteller.
Eigentlich ist der Anfang auch das Ende und der Kreis schließt sich in der Geschichte. Sie sind gerade aufs Land gezogen. In ein Haus mit Schuppen, in dem er schreibt. Die Ich- Erzählerin erzählt anfangs vom Hier und Jetzt, aber die Erzählung gleitet dann immer wieder in die Vergangenheit zurück. Diese Übergange sind fließend und irgendwann im Laufe des Buches habe ich es einfach nicht mehr bemerkt, weil ich so mitten drin war in der Erzählung.
Das Lesen war wie eine Art Sog. Ich habe nur kurz reingelesen am Anfang. Ich war ein wenig skeptisch, wegen des Titels. Was wird mich hier erwarten für eine Geschichte? Doch sie hat mich gefangen genommen, diese Geschichte um den Autor, die Malerin und die neue Nachbarin. Seit sie auftauchte spürte ich immer wieder beim Lesen die unterschwellige Anspannung.
Es gibt Romane für mich, die haben eine Stimme. So wie dieses Buch. Eine lebendige Erzählstimme.
Es ist eine Geschichte einer Beziehung zweier Menschen. Es gab nicht viel Rahmenhandlung, sondern im Mittelpunkt stehen die beiden und die Nachbarin. Sie taucht eines Tages auf. Kleine Szenen, kleinste Details auf die es sich zu achten lohnt. Kurze Sätze, die eine Zukunft anklingen lassen.
Welche Bedeutung hat diese Person, die die Zweisamkeit der beiden unterbricht? In diesem Buch geht es auch um Verluste. Die Mutter, die Schwester, der schleichende Verlust des Vaters. Eine Ehe, die auf einem beinah Verlust begründet wurde.
Jede Seite des Buches offenbart neue Seiten der Figuren. Es war eher eine ruhige Geschichte. Aber gerade die letzten 100 Seiten habe ich doch immer mehr Anspannung beim Lesen gespürt.
Es gibt Romane für mich, die haben eine Stimme. So wie dieses Buch
Intensiv- nimmt den ganzen Raum ein- fesselt-das Lesen war wie eine Art Sog.

Porträt einer Ehe

Von: Books and Biscuit Datum: 06.10.2016

booksandbiscuit.blogspot.de

Owen und Augusta "Gus", beide Künstler, leben ein ruhiges Leben auf dem Land. Versteckt hinter einer Maske der Harmonie und des Friedens, versuchen sie, ihre Ehe zu retten. Seit Augustas Seitensprung mit dem Vater einer ihrer Malschülerinnen, ist das Verhältnis zwischen ihr und Owen kompliziert geworden. Sie versuchen, diesen Umstand hinter Alltagsroutine und kleinen Ritualen zu verstecken und zunächst gelingt ihnen das auch ganz gut. Doch dann zieht Alison in der Nachbarschaft ein, ebenfalls Künstlrin und frisch geschieden. Man trifft sich zum Essen und zum Reden, doch wie lange kann das gut gehen, wenn das Vertrauensverhältnis ohnehin schon stark beschädigt ist?


"Owen war Owen. Owen war ich selbst. Ich war Owen. [...] Wenn Owen ins Zimmer kam, hätte ich ihn vielleicht oft - sozusagen - am liebten umgebracht, dochgleichzeitig hätte ich die meiste Zeit meines Lebens nicht wirklich sagen können, wo ich aufhörte und er begann."
(Seite 11)


Ich muss gestehen, am Anfang hatte ich arge Schwierigkeiten, in den Roman hineinzufinden. Dieser ruhige Schreibstil, die Ereignislosigkeit und der starke Fokus auf den Emotionen. Die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird. Dass das Ende vorweg genommen wird. Ich musste mich durchbeißen, bis es plötzlich klick gemacht hat und der Lesefluss wie von selbst eingesetzt hat. Plötzlich wollte ich mehr über die Ehe von Gus und Owen erfahren, war gespannt auf jeden neuen Besuch von Alison und später auch deren Tochter Nora, achtete auf jedes Detail in der Gestik und Mimik, in den Dialogen. Ab wann ließ sich absehen, was am Ende passiert?

Porträt einer Ehe vermischt zwei Hauptthemen miteinander. Zunächst porträtiert es eine instabile Ehe, wie sie in jedem Haushalt zu finden sein kann. Einer von beiden Partnern ist fremgegangen und bereut, der andere versucht, zu verzeihen, doch keiner kann wirklich vergessen und etwas scheint unwiderruflich zerbrochen zu sein. Und dennoch. Man bemüht sich weiter, allen Widrigkeiten zum Trotz. Doch wie das Leben so spielt, kann immer wieder Unvorhergesehenes dazwischenkommen und alle guten Vorsätze zunichte machen.

Und dann ist da noch das zweite große Thema: die Kunst. Nicht ohne Grund sind alle drei Hauptfiguren Künstler. Porträt einer Ehe zeigt, wie sehr sich äußere Einflüsse, Emotionen und veränderte Lebensumstände auf die Kreativität eines Künstlers auswirken, auf sein Schaffen und seinen Zugang zu seiner eigenen Kreativität.

Etwas abrupt und überraschend kam dann nur noch das Ende - obwohl man das eigentlich schon von Beginn an kannte. Robin Black hat es irgendwie geschafft, dass man das Vorwissen, mit dem man in die Geschichte einsteigt, bis zum Ende wieder verdrängt hat und die letzten Seiten so trotz allem überraschend sind.

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