Queer London

Von der Antike bis heute

(8)
Hardcover
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Londons größter lebender Chronist über die »gay history« seiner Stadt

Das römische Londinium war übersät mit »Wolfshöhlen«, Bordellen und heißen Bädern, in denen es hoch herging. Homosexualität galt als bewundernswert. Bis Kaiser Konstantin die Macht übernahm und mit seinen Mönchen und Missionaren für Ordnung sorgte. Zeiten der Toleranz wechselten mit Zeiten der Ächtung und Verfolgung. Heute gehört »queer London« zur britischen Hauptstadt wie Tower und Big Ben. Londons homosexuelle Szene ist die größte in Europa und eine der größten weltweit. Peter Ackroyd zeigt uns, wie seine Stadt sich diesen Platz erkämpft hat. Er zelebriert die Vielfältigkeit und Energie der Community, zeigt aber auch die Gefährdungen, denen sie zu allen Zeiten ausgesetzt war. »Ein absolut einzigartiges Leseerlebnis.« The Independent

»Peter Ackroyd feiert London als Hauptstadt der geschlechtlichen Vielfalt.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Oliver Jungen (19. Januar 2019)

Aus dem Englischen von Sophia Lindsey
Originaltitel: Queer City
Originalverlag: Chatto & Windus
Hardcover mit Schutzumschlag, 272 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 44 farbige Abbildungen, 18 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-60065-7
Erschienen am  12. November 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: London, Großbritannien

Leserstimmen

Populärwissenschaft mit informativer Tiefe!,Pupolärwissenschaft mit Tiefe!

Von: The Readers

20.12.2019

Hallo alle zusammen! Nun melde ich mich auch endlich mal wieder mit einer Rezension zurück, nachdem ich dieses wunderbare Buch vor wenigen Minuten in meinem Bücherregal wiedergefunden habe! Was mir besonders gut an diesem Buch gefällt ist die Tatsache, dass es sich um ein populärwissenschaftliches Buch handelt, welches natürlich primär interessieren und sekundär lehren soll, es mir aber dennoch so schien, dass man als Leser einen tiefen Einblick in Thematik erhielt. Es ist unglaublich, wie weit die „queer history“ eigentlich zurück reicht und wie unterschiedlich sie in den verschiedenen Epochen und Zeitaltern gesehen, aufgenommen und auch „praktiziert“ wurde. Illustratorische Darstellungen, sowie Gemälde, Zeichnungen und Fotografien unterstütze zuweilen Ackroyds Argumentationen und Ausführungen und zeigen dem Leser eine weitere Perspektive auf und erweitern somit die Quellengebung. Alles in allem dient dieses Buch als ein, wie ich finde, guter Einstieg für alle, welche sich für die „queer history“ von London interessieren und eine gelungene, informative und dennoch nicht einschläfernde Alternative zu den wissenschaftlichen Abhandlungen des Themas suchen!

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Informatives Sachbuch mit kleinen Schwächen

Von: Koriko

29.10.2019

Inhalt: Die Geschichte Londons ist schon seit der Antike geprägt von Queerness, was die Stadt in diesem Bereich zu einer der wichtigsten in Europa macht. Peter Ackroyd nimmt den Leser im vorliegenden Sachbuch auf eine Zeitreise que(e)r durch die Jahrhunderte mit und zeigt, wie in Homosexualität und Queerness in den jeweiligen Epochen ausgelebt wurde – von der römischen Antike, in der Knabenliebe vollkommen normal war über die schrittweise Christianisierung und die damit verbundene Ächtung im Mittelalter bis hin zu den brutalen und Bestrafungen im 18. und 19. Jahrhundert, bis er schließen einen kurzen Abriss des 20. Jahrhundert und die heutige Zeit liefert. Eigene Meinung: „Queer London“ ist ein knapp 300-seitiges Sachbuch und stammt von Peter Ackroyd. Das Buch erschien in Deutschland im November 2018 im Penguin Verlag und erhielt gemischte Kritiken. Es ist in 18 Kapitel unterteilt und enthält einige Farbseiten mit gesammelten Bildmaterial und Fotografien. Der Autor steigt mit einer Erklärung der queeren Begrifflichkeiten ins Buch ein und weist ganz am Anfang darauf hin, dass sie die heutigen, in den letzten Jahrzehnten geprägten Begriffe (und das waren eine Menge) nicht auf die Geschichte der vergangenen Epochen anwenden lassen – was gut und richtig ist. Erst danach steigt er in der Antike ein, als London gerade im Entstehen und in römischer Hand war und führt durch die Geschichte der Stadt. Dabei nutzt er vor allem Briefe, Tagebucheinträge, schriftliche Überlieferung, teils halbwahre Gerüchte und Legenden, die er in die jeweiligen Beschreibungen der Zeit einbettet, später auch Zeitungsartikel und Gerichtsakten. Er berichtet von vielen queeren Männern und Frauen, letztere machen einen verhältnismäßig geringen Anteil an „Queer London“ aus, was nicht verwundert, wurden ihre Belange doch zumeist unter den Tisch gekehrt und kamen auch sonst kaum zur Sprache. So ist es schön, dass sich der Autor zumindest in zwei Kapiteln mit der weiblichen Homosexualität auseinandersetzt und dazu Fallbeispiele und Geschichten zusammengetragen hat. Ansonsten geht es vorwiegend um männliche Homosexualität in all ihren Facetten, der Auslebung der Homosexualität – mal im stillen Kämmerlein, mal im öffentlichen Raum. Transsexualität kommt erst in den letzten Abschnitten vor, da dieses Thema erst in den letzten Jahrzehnten wirklich an Bedeutung gewonnen hat. Der Autor liefert lediglich viele Beispiele für „Crossdressing“, in der sich Frauen als Männer und Männer als Frauen verkleideten, um eine gleichgeschlechtliche Beziehung zu führen oder mehr Chancen im Leben zu haben. So spannend und informativ die vielen Geschichten, Anekdoten und Geschichtseinträge sind, so wenig reflektiert sind sie seitens des Autors – man sollte sich auf jeden Fall selbst weiterbilden, wenn man an den geschichtlichen Hintergründen und weitere queer-historische Sachbücher lesen, wenn man an dem Thema interessiert ist. Ebenso wenig kann man von den teils stark polarisierenden Beispielen wirklich auf die jeweilige Epoche schließen – vieles lässt sich heute wahrscheinlich nur noch schwer rekonstruieren, da man kaum passendes Quellenmaterial finden dürfte (von den Ereignissen des 19./20. Jahrhunderts einmal abgesehen). Wer ein umfangreicheres, differenzierteres Bild haben möchte, müsste sich nach weiteren Sachbüchern dieser Art umsehen – vielleicht sogar solche, die sich ausführlich mit den verschiedenen Epochen auseinandersetzen. Nichtsdestotrotz ist „Queer London“ spannend und informativ, gibt zumindest rudimentär Einblicke in einige düstere Zeiten der Menschheitsgeschichte und liefert eine gute Grundlage queerer Geschichte. Peter Ackroyd hat einen tollen, fesselnden Stil, der dafür sorgt, dass es nie zu trocken wird, ganz gleich wie viele Ereignisse er aneinanderreiht und wie viele queere Persönlichkeiten er kurz vorstellt. Er bleibt stets sachlich, nutzt das (teils deftige und degradierende) Vokabular der jeweiligen Zeit (meist finden sich diese Begriffe in den Zitaten und Einträgen der jeweiligen Epoche) und beschränkt sich auf die Wiedergabe der Ereignisse, ohne meinungsbildend zu sein – was bei einem Sachbuch meiner Meinung nach ungeheuer wichtig ist. Der Autor überlässt es dem Leser, die Informationen, die er zusammengetragen hat, selbst zu analysieren und für sich zu bewerten. Fazit: „Queer London“ ist ein gelungenes, informatives Sachbuch, das einen guten Überblick über die verschiedenen Epochen und das Leben queerer Menschen in London gibt. Peter Ackroyd gibt auf knapp 300 Seiten einen guten Einstieg ins Thema, bleibt jedoch weitestgehend oberflächlich und an manchen Stellen auch unreflektiert. Wer sich für queere Geschichte interessiert und wenig Lust hat, sich durch Unmengen an Sachbüchern zu lesen, sollte dem Buch eine Chance geben – es ist informativ und spannend umgesetzt. Historiker und Leser, die auf eine detailliertere Ausarbeitung der Epochen hoffen, sollten sich andere Sachbücher zu Gemüte führen. Am Besten einen Blick ins Buch werfen …

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Vita

Peter Ackroyd wurde 1949 in London geboren, wo er bis heute lebt. Er studierte Literaturwissenschaften in Cambridge und Yale und arbeitete viele Jahre für den "Spectator" und die "Times". Mit seinen Romanen, Theaterstücken und Biografien gehört er zu den wichtigsten britischen Gegenwartsautoren. Er erhielt unter anderem den Somerset Maugham Award und den Whitbread Award. Bei Knaus erschienen zuletzt "London. Die Biografie" und "Die Themse. Biografie eines Flusses".

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Hymne der Vielfalt«

GEO SAISON, März-Heft 2019

»Der ultimative Triumph, so die Quintessenz dieser detailreichen, humorvollen und provokanten Chronik, ist, dass die Stadt sich trotz aller Verfolgungen und Verbote ihre Vielfalt bewahrt hat.«

Rolling Stone, Maik Brüggemeyer (31. Januar 2019)

»Beim Lesen wird man immer Londons queere Geschichte mit der queeren Geschichte der eigenen Stadt vergleichen. Das macht den besonderen Reiz aus.«

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